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Leselupe.de > Ungereimtes
Die Auserwählten
Eingestellt am 20. 12. 2002 14:08


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gelahh
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Dec 2002

Werke: 10
Kommentare: 4
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DIE AUSERWÄHLTEN

Wo sind wir? Fragen wir erstaunt;
Was ist los auf dieser Welt?
Woher alle die Probleme,
Denen man sich täglich stellt?

Gab es Kriege denn schon immer?
Sind zum Kämpfen wir bestimmt?
Oder bringt Besitz nur Sorge,
Daß uns jemand etwas nimmt?

Krankheit hat's wohl stets gegeben,
Zu beschränken uns're Zahl;
Doch wir wollen länger leben,
´s ist doch nur dies eine Mal.

Nahrung gab's genug auf Erden,
Teilen mußten wir sie zwar,
Doch Besitz und langes Leben
Machten diese Nahrung rar.

Frei war jeder Erdenbürger,
Zu bestimmen sein Geschick;
Doch auf der verteilten Erde
Hat nicht jeder jetzt ein Stück.

Unsere Erde ist die alte
Und die Mitbewohner auch;
Doch wir drängen uns nach mehr,
Wie es ist der Menschen Brauch.

Ja, wir sind die Auserwählten,
Würdigsten, das ist uns klar,
Oder war es nur ein Zufall,
Der am Anfang für uns war ?


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Abendsternchen
???
Registriert: Nov 2002

Werke: 0
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Hallo Gelahh,

ein sehr kritisches, nachdenkliches Werk! Vor allem die Gedanken am Schluss. Man nimmt sich selbst als das Wichtigste, oft hinterfragt man kaum, wer, warum und weswegen wir (hier) sind. Woher nehmen wir eigentlich die Dreistigkeit zu glauben, wir wären die Würdigsten? Und... in Anbetracht der Geschehnisse auf der Welt können wir im Grunde nicht gerade stolz auf uns sein. Ist das nicht jedes Tier, das nach Instinkt nur tötet, um sich zu ernähren oder das eigene Leben zu schützen, wesentlich fortschrittlicher als wir, die wir wegen Besitz, Macht, Gier oder gar aus Freude töten?
Es gibt ein Sprichwort, das zu den ersten Strophen passt:
"Wenn der Mensch kein Problem hat, macht er sich ein."

Daran ist etwas Wahres. Doch trotz all der eigenen (z.T. selbstgeschaffenen) Probleme, sollten wir auch einen Blick für die Erd-Probleme haben, so wie Du es in Deinem Gedicht aufzeigst.

Generell lassen sich solch kritische Texte stärker verdeutlichen, wenn man ein einheitliches Reimschema verwendet. Das machst Du aber nur teilweise. Damit kannst Du die Verworrenheit auf der Erde ausdrücken. Vielleicht klänge es aber deutlicher, wenn es durchgängig gestaltet ist, da man dann mehr auf den Inhalt achten kann und das strenge Versmaß zudem noch die Eindringlichkeit verstärkt. Doch liegt es natürlich bei Dir, denn Reimschemata und Versmaße sind nur EIN Teil eines Gedichtes.
Der gedankliche Inhalt gefällt mir ganz gut.

Lieben Gruß

Abendsternchen

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gelahh
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Dec 2002

Werke: 10
Kommentare: 4
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Danke Abendsternchen,

es freut mich, daß es Dir - trotz der "short-comings" -gefällt. Es ist eines aus einer Reihe, die ich vor einigen Jahren geschrieben habe (s. "Gesammelte Verse" unter <www.gelahh.de/> und ich habe mich seinerzeit an sich bewußt nicht zu sehr an die Formalien gehalten.

Aber sicherlich hast Du recht.

Ich sende Dir liebe Grüße zurück.

Gelahh.

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otto otter
???
Registriert: Aug 2002

Werke: 34
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Viele sind berufen, wenige aber auserwählt!
__________________
rem tene, verba sequentur

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