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Leselupe.de > Gereimtes
Die Autofahrt
Eingestellt am 12. 02. 2008 17:11


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Sta.tor
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Die Autofahrt


Die Autofahrt, sie dauerte schon ĂŒber sieben Stunden
und trotzdem hatten wir noch lang‘ nicht unser Ziel gefunden.
Der Lebensmittelvorrat war uns lÀngst schon ausgegangen,
da packte mich urplötzlich ein ganz menschliches Verlangen.

Der nÀchste Parkplatz, sagte mir ein blaues Hinweisschild,
das angebracht war unter einem namens „Vorsicht Wild“,
wĂ€r hundertdreiunddreißig Kilometer weit entfernt,
doch wie man sich erleichtert hatt‘ ich frĂŒher schon gelernt.

Ich bremste ab und fuhr zu einem nahen Waldesrand,
beruhigte die Kinder und gab meiner Frau die Hand.
„Ich bleib nur kurz im Walde, denn ich halt es nicht mehr aus,
dein Schnitzel und die Eierbrote mĂŒssen wieder raus!“

„Geh nicht so weit“, sprach sie zu mir, „nimm gleich den ersten Baum!“
„Ja klar“, rief ich noch hinter mich und ging zum Kofferraum.
Dort suchte ich das Klopapier, die buntbemĂŒtzte Rolle,
doch fand ich nur `nen leeren Sack aus rundgestrickter Wolle.

In Panik suchte ich erneut, mich drĂŒckte das GeschĂ€ft,
dann fand ich beim Reserverad ein altes Pornoheft.
‚Muss reichen‘, sprach ich still zu mir, ‚so kann ich’s gleich entsorgen,
zum GlĂŒck lag‘s hier ja gut versteckt im Kofferraum verborgen‘.

Schnell unters Hemd das Teil gesteckt und in den Wald gerannt,
die Stelle fĂŒr die TĂ€tigkeit mit raschem Blick erkannt,
die Hose runter, Beine breit und tief gesenkt den Arsch:
‚Nun DĂ€rme: Schleusen öffnen, Druckabbau und GĂŒlle marsch‘.

Die Fetzen flogen heftig, das hat mir echt gut getan,
doch Sorgen brachen sich dann doch an and’rer Seite Bahn.
Die Angst, mein edles Genital könnt sich dabei verdrecken,
bewegte mich, es mit der Hand in Sicherheit zu stecken.

So saß ich da, die Hand am Sack und Grinsen im Gesicht.
Da fiel mir ein, das Pornoheft, das kannte ich noch nicht.
Ich hatte es mir mal gekauft, das war vor langer Zeit,
doch dann versteckt und so geriet es in Vergessenheit.

Ich zog es mit der and’ren Hand aus meinem Hemd heraus,
betrachtete das Titelbild, die geile Supermaus.
Auch Seite zwei und drei und vier war’n hochinteressant.
Ich spĂŒrte eine Regung in der tief liegenden Hand.

„Das ham wa gerne“, hörte ich im selben Augenblick,
„schon wieder so’n Perverser mit `nem Walderotiktick.
Das wird ja immer schlimmer was in meinem Wald passiert.
Ich sag dir was, mein Freundchen, hier wird nicht mehr onaniert!“

Ich blickte auf, war jĂ€h erschreckt, und sah den grĂŒnen Stoff
des Försters und ich dachte mir, hier riecht‘s nicht nur nach Zoff.
Der GrĂŒne nahm das Pornoheft, riss es mir aus der Hand
und ist damit und flinken Schritts ins Unterholz gerannt.

Die Autofahrt, sie dauerte noch ganze sieben Stunden,
dann waren wir erschöpft und hatten das Hotel gefunden.
Die MĂŒdigkeit, sie trieb uns förmlich hoch auf unsre Zimmer.
Zum Duschen vor dem Schlafen zog ich mich dann aus wie immer.

Doch meiner Frau fiel etwas auf – ErklĂ€rung fiel mir schwer:
„Mein Schatz, seit wann trĂ€gst du denn keine Unterhosen mehr?“

__________________
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Sta.tor
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Ja Elke, zu meinem Leidwesen sind Klapphörner und Haikus im Moment angesagter. LÀngere Texte werden verschmÀht.
Holperndes wird von mir so gut wie nie veröffentlicht. Höchstens etwas mit MĂŒhe lesbares. Hand drauf!

Danke fĂŒr die MĂŒhe.

VG Thomas

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