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Leselupe.de > Humor und Satire
Die Bärbel Show 3
Eingestellt am 31. 05. 2009 12:07


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Janosch
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Protagonisten:

Bärbel, Showmasterin
Heiko, Discospacko, 27 Jahre, cool
Felicitas, Solariumgängerin, 20 Jahre, aufgetakelt
Lügendetektor


Bärbel: Meine Damen und Herren, begrüßen sie bitte mit einem herzlichen Applaus: Heiko!

Heiko: (läuft ein ins Studio, wobei er darauf achtet, besonders cool zu wirken, trägt Sonnenbrille und Lederjacke, die beide ziemlich cool sind, stolpert dann aber beim Versuch eine Münze ausgesprochen lässig in die Luft zu schnippen)

Bärbel: Hallo Heiko und ein herzliches Willkommen auch von meiner Seite! Wie geht’s dir so? Aber kommen wir nun erstmal zur Sache: Also Heiko, eine Frage drängt sich mir ja dann doch auf – warum bist du heute eigentlich hier und nicht wo anders, Heiko? Heiko. Was führt dich zu uns, Heiko? Erzähl doch mal ein bisschen über dich, Heiko.

Heiko: (sperrt seine Beine ziemlich cool auseinander und das ganze sieht schon außerordentlich beeindruckend aus)
Na kennste hier, ausser Disse?

Bärbel: Wen meinst du denn Heiko, bzw. respektive ecetera, was willst du uns denn sagen?

Heiko: Na hier, die Mädels aus der Disse so, ich steh ja auf Mädels und hier: Am geilsten sind ja die, die aussehen ey und so. Ich sach nur knick knack knick knack, wennde verstehst was ich meine.

Bärbel: Ehrlich gesagt nicht, Heiko. Kannst du nicht ein wenig konkreter werden?

Heiko: Na hier, die Mädels ausser Disco so. Du brauchst halt eben nur Eintritt zahln und schon biste drinnen. Und da laufen Mädels rum, du ich sach dir. Mein Alter sagt ja immer: Wennse immer kommen, dann kommse alle ey. Weißte wie ich mein so.

Bärbel: Aha, mhh, ja, Heiko. Du hast uns ja vor der Sendung gesagt, dass du großen Erfolg bei Frauen hast. Ist da immer noch was dran?

Heiko: Na du. Na hör doch auf, du! Mindestens 200 Frauen ey. Jeden Tag mindestens, Mann! Ich sach doch: Wennse manchmal kommen, dann kommse meistens öfter. Aber bisses sich gewaschen hat, du. Sowie meine Omma auch immer sagt: Solange man jung is, sollte man alles mitnehmen, was einem vor die Flinte läuft.

Bärbel: Das hört sich ja schon ziemlich beeindruckend an, Heiko. Du scheinst ja wirklich ein ziemlich toller Hecht zu sein. Aber wollen wir doch mal den Wahrheitsgehalt deiner Aussagen mittels anderer Meinungen abfedern. Und aus diesem Grund haben wir heute Felicitas eingeladen, eine Bekannte von Heiko. Meine Damen und Herren, begrüßen sie also nun, mit einem äußert kräftigen Applaus, Heikos Bekannte: Felicitas!

Felicitas: (läuft ins Studio und kommt ziemlich aufgetakelt daher, haut ihre Beißer kräftig auf ein leckeres Hubba Bubba, stolpert dann aber kurz beim Versuch, das Publikum mit einem hektischen Winken zu begrüßen)

Bärbel: So, Felicitas, warum bist du denn eigentlich heute hier? Und bei dir so? Ich mein, du kennst doch den Heiko oder? Ist er denn wirklich so ein toller Hecht?

Felicitas: Hecht? Das versteh ich jetzt nich…ich mein, der Heiko is doch kein Wasserfischtier, das da im Wasser schwimmt und das mein Oppa manchmal angeln tut. Als der mich ma mitgenommen hat zum Angeln, da war ich noch klein un 12 einhalb, pass auf, da hat der mir der Haken, ähhh, da hat der mit der Angeln nicht so ein Wasserfisch geangeln tut, sondern hat aus Versehen mit der Haken meine Unterlippe geangelnt. Mein Piercer aus Oberungenstädt hat das dann gleich so gelassen und da dacht ich mir halt eben so, lassmer das so. Und seitdem geht meine Tante Frieda Käsefrühstück mit Zwei.

Bärbel: Mhh, interessanter Punkt. Nur glaube ich, liebe Felicitas, hast du meine Frage nicht richtig verstanden. Ich wollte von dir wissen, ob der Heiko wirklich ständig Frauen abschleppt, sie mit nach Hause nimmt, mit ihnen in die Koje hüpft, sie nicht von der Bettkante stößt.

Felicitas: Also bei mir isser zumindest noch nicht an die Wäsche gegangen tun. Weil einmal, in der Disco eben halt, da hatte er mich angesprochen, ob ich denn Feuer habe, und da hab ich so gesagt: ja. Und da wollt ich ihm Feuer geben, aber dann meint er so: ich rauche gar nicht, so. Und da simmer dann auch nicht weiter ins Gespräch gekommen.

Heiko: Na, das mit dem Feuer hab ich doch nur gesagt, um mit dir ins Gespräch zu kommen, du tust ja gar nix schnicken tun, du olle. Ich rauch ja gar nich, weil davon ist gefährlich für Gesundheit und so. Davon kann man sterben, und da sach ich mir halt: nich mit mir so. Ich will schließlich noch öfter länger leben. (das Publikum klatscht in die Hände, da es auch voll der Meinung ist, dass es Scheiße ist, wenn man stirbt.
An dieser Stelle dämmt sich wie aus dem Nichts das Licht im Studio und der tanzende Willi kommt herein getanzt. Er hat eine dicke Zigarre im Mund, legt sein bestes Grinsen auf, dreht sich ein paar mal im Kreis, tanzt um die Gästestühle herum bis hoch in die Publikumsreihen hinein, zieht kräftig an der Zigarre und dreht sich immer wieder im Kreis, um währenddessen aufs heftigste mit dem Publikum zu flirten, das allerdings damit nicht viel anzufangen weiß. Dann macht er noch fix mit Zigarre im Mund eine ungeschickte Vorwärtsrolle auf dem blanken Parkett und tanzt grinsend wieder aus dem Studio heraus)
Bärbel: Vielen Dank also, an Willi, den tanzenden und nochmal einen dicken Applaus für den tanzenden Willi! Aber nun zurück zu dir, Heiko! Ich mein, so ganz kauf ich dir ja nicht ab, dass du so viele Frauen abschleppst. Um nun wirklich die Wahrheit herauszubekommen, wollen wir doch mal den Lügendetektor befragen. Und darum bitte ich an dieser Stelle auch um einen herzlichen Applaus für den Lügendetektor!

Lügendetektor: (kommt mit unverhältnismäßig großen Schritten ins Studio gewatschelt, trägt einen fein geschnippelten Schnurrbart, sowie Baskenmütze. Der Lügendetektor ist ein Franzose)

Bärbel: Sehr geehrter Lügendetektor, also, fangen wir doch gleich mal an, ich mein, ansonsten geht’s ja nicht los. Erste Frage: Wie viele Frauen schleppt unser Heiko denn am Tag im Schnitt ab?

Lügendetektor: (Kann nur mit dem vorprogrammierten Lügendetektorvokabular, das sich auf „Wahrheit“ und „Lüge“ beschränkt, antworten, weshalb er verschämt und mit französischen Akzent das Wörtchen „weiter“ in seinen Bart nuschelt)

Bärbel: Ok, ok, dann eben weiter zur nächsten Frage: Wie gefällt dir meine Frisur so?

Lügendetektor: Lüge.

Bärbel: Gut, ich sehe, das bringt uns hier auch nicht weiter. Kommen wir also zur dritten und letzten, sowie alles entscheidenden Frage, die wir im vorhinein natürlich vorbereitet haben: Ist Felicitas Opa ein Aufreißertyp, weil er sie sich geangelt hat, also an der Unterlippe als sie noch klein war?

Lügendetektor: Ihr könnt mich alle mal, ich muss ma groß jetzt hier.

Bärbel: So, meine Damen und Herren und Lügendetektoren, das wars auch schon wieder von der Bärbel Show. Ich hoffe es hat ihnen gefallen und sie schalten auch das nächste mal ein, wenn es wieder heißt: Die Bärbel Show!
(da die Show jetzt zu Ende ist, gibt sich der tanzende Willi noch einmal unaufgefordert die Ehre und nutzt seine Chance, indem er lustig in die Kamera grinst und sich dabei mehrfach im Kreise dreht, dann aber kurz stolpert, den Gesichtszug der Anstrengung und Scham jedoch fix mit einem heftigen Grinsen wieder wett zu machen weiß – auch das Publikum stolpert, und zwar beim Weg nach draußen, kann sich aber gerade so noch fangen)

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