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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Die Ballade von Typhoid Mary
Eingestellt am 31. 07. 2002 13:35


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J├ťRG FEDERSPIEL „Die Ballade von der Typhoid Mary“
Shurkamp Verlag, ISBN 3-518-38483-X

Der 1931 in Kempthal (Schweiz) geborene Schriftsteller und mehrfache Literatur- und Kunstpreistr├Ąger beschreibt in diesem Buch auf sehr einf├╝hlsame Weise die Gesellschaftsverh├Ąltnisse zur Mitte des 19. Jahrhunderts, wie sie sich in der „Neuen Welt“ abgespielt hat. Es ist die Zeit der Einwanderer. Die kleine Mary wird von einem Doktor von dem Schiff geholt, auf dem sie angekommen ist. Ein Gro├čteil der Auswanderer ist w├Ąhrend der ├ťberfahrt gestorben und der Kinderarzt ahnt nicht, dass Mary ein Brutherd der Typhus ist ohne da├č sie daran selbst erkranken w├╝rde. Zu allem ├ťberfluss kocht die kleine Mary auch sehr gerne! Das Unheil nimmt seinen Lauf. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit, auch wenn dies, zumindest nach dem bekannten Mikrobiologen Bernard Dixon, nicht unbedingt auf die Person der Typhoid Mary zutrifft.
Das tut dem Buch aber keinen Abbruch. Alles ist schl├╝ssig in dem Roman, es gibt keine ungehobelten Stellen. Die Sprache des Erz├Ąhlers ist ├╝berzeugend und die Story ist durchaus glaubhaft erz├Ąhlt. Auch tiefgr├╝ndiges l├Ą├čt sich in „Die Ballade von der Typhoid Mary“ finden. So z.B.: „...Es gelte, so hei├čt es, eine Gesellschaft und Welt zu erschaffen, die keine Heldinnen und Helden mehr braucht... Unser t├Ąglicher Opportunismus kann Helden nur noch in jenen sehen, die sich an die Spitze aller Opportunisten setzen. Schau, wie sie auftreten, die Politiker, die Redner aller Art, die Schriftsteller, diese anbiedernde, holperige Volkst├╝mlichkeit mit dem Heiligenschein des Intellekts, als welcher er den Armen im Charakter erscheint...“
Kurz und gut – ein B├╝chlein, dass man getrost (nicht nur Mikrobiologen) empfehlen kann.

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