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Leselupe.de > Humor und Satire
Die Besorgten
Eingestellt am 24. 05. 2010 23:59


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anbas
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Die Besorgten

Sie meinen es wirklich gut mit mir. Und dabei m├╝sste ich ihnen v├Âllig unbekannt sein. Ich jedenfalls kenne keinen von ihnen. Doch fast t├Ąglich denken sie an mich. Es muss viele von ihnen geben. Viele mir unbekannte Menschen, die sich Gedanken um mich machen. Das r├╝hrt mich manchmal fast zu Tr├Ąnen. Endlich erhalte ich etwas von dem zur├╝ck, was ich anderen gegeben habe und weiterhin noch geben werde. Mir war immer klar gewesen, dass ich das verdient h├Ątte, aber solche Dinge spricht man ja nicht aus. Das geh├Ârt sich nicht. Doch eigentlich wusste ich es schon seit langer Zeit: Irgendwann werde ich den Lohn f├╝r meinen Einsatz bekommen. Und nun ist es seit einigen Jahren so weit, dass ich diese wunderbare Aufmerksamkeit erfahren darf.

Genauer betrachtet ist es sogar so, dass ich viel mehr zur├╝ck bekomme, als ich je gegeben habe. W├Ąhrend ich eher gedanklich, also auf fast schon spiritueller Art und Weise, mich um die mir nahestehenden Menschen sorge, handeln diese mir v├Âllig unbekannten Leute mit bewundernswerter Tatkraft. Sie verlieren sich nicht in ├ťberlegungen sondern werden gleich aktiv. Ich h├Ątte gerne ein wenig mehr von ihrer Energie.

Gut, manchmal ├╝bertreiben sie es auch ein wenig. Doch das behalte ich f├╝r mich. Ich will sie auf keinen Fall kr├Ąnken oder gar in ihrem Eifer stoppen. Schlie├člich opfern sie sich mit dieser unglaublichen Hingabe f├╝r mich auf. Es ist einfach wunderbar zu sp├╝ren, dass man nicht vergessen wird - gerade, wenn man alleine lebt. Diese Menschen denken an mich. Sie sorgen sich um meine Person. Ich werde von ihnen ├╝ber Dinge informiert, die mich interessieren oder die f├╝r mich wichtig sein k├Ânnten. Es sind zum Teil h├Âchst interessante Vorschl├Ąge darunter. Vorschl├Ąge, die meinem Leben v├Âllig neue Impulse geben k├Ânnen. So wurde mir erst k├╝rzlich von verschiedenen Seiten intensiv empfohlen, dass ich mir Viagra anschaffen solle. - Nun lebe ich ja bekanntlich alleine und gesundheitlich bin ich voll auf der H├Âhe, so dass ich zurzeit wirklich keine Verwendung daf├╝r habe. Deshalb wollte ich schon meinen G├Ânnern schreiben, dass sie sich in diesem Fall nun wirklich die M├╝he sparen k├Ânnen, mich weiter dar├╝ber zu informieren - zumal sie bei dieser Angelegenheit, so wie auch bei vielen anderen dazu neigen, mir immer wieder die gleichen Hinweise zu schicken, mich regelrecht mit ihnen bombardieren. Aber ich will ja nicht undankbar sein. Au├čerdem fiel mir dann ein, dass mich andere freundliche Menschen erst vor kurzem auf eine Partneragentur aufmerksam gemacht hatten. Da erst wurde mir deutlich, welch herrliche F├╝gungen das Schicksal f├╝r mich bereit h├Ąlt. Ich muss nur aufmerksam genug sein, dass ich diese Chancen erkenne.

Nachdem mir das alles bewusst geworden war, habe ich beschlossen, mich einmal bei all diesen lieben Menschen zu bedanken. Zum n├Ąchsten Weihnachtsfest werde ich ihnen allen einen herzlichen Gru├č schicken. Sie haben es sich wirklich verdient.

__________________
Wenn der Weg das Ziel ist, kann man nicht falsch abbiegen. (anbas)

Version vom 24. 05. 2010 23:59

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