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Leselupe.de > Kindergeschichten
Die Burg der Riesenspinne (aus der Schreibwerkstatt)
Eingestellt am 17. 06. 2003 07:51


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Morgana
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Die Burg der Riesenspinne

Es war einmal vor langer Zeit, als die B√§ume noch sprechen konnten und die V√∂gel nicht nur fr√∂hliche Lieder vortrugen, sondern auch guten Rat zu geben wussten. Zu dieser Zeit lebte eine Prinzessin, die war so wundersch√∂n und herzensgut, dass jeder sie lieb haben musste. Die Prinzessin Tausendsch√∂n, war aber auch liebreizend, anmutig und sehr geschickt in den K√ľnsten des Spinnens und Stickens. Die Prinzessin lebte mit ihren Eltern, dem K√∂nig und der K√∂nigin, in einer gro√üen und prachtvollen Burg auf einer Klippe √ľber dem Meer.

Es begab sich nun aber, dass der b√∂se Zauberer H√∂ckerbein vom Liebreiz der Prinzessin geh√∂rt hatte und sie gerne zur Frau haben wollte. So sandte er seinen Boten aus, um beim K√∂nig Siebentag um deren Hand anzuhalten. Der Bote war aber ein garstiger Wolf. Als der K√∂nig sah wer da als Unterh√§ndler kam, lie√ü er dem Zauberer ausrichten, dass er seine Tochter keinem Manne zur Frau g√§be, der einen gef√§hrlichen Wolf schickte. Daraufhin sandte der Zauberer einen zweiten Boten aus, dieser war aber ein h√§sslicher, zerrupfter Rabe. Der K√∂nig beschied ihm deshalb, dass er seine Tochter keinem Manne zur Frau g√§be, der einen h√§sslichen, zerrupften Raben schickte. Da begab sich der Zauberer selbst zum Schloss des K√∂nigs, um die Prinzessin Tausendsch√∂n zu gewinnen. Als der H√∂ckerbein jedoch durch das Tor hereinritt, verdunkelte sich die Sonne vor der H√§sslichkeit des Zauberers und die V√∂gel schwiegen stille. Die Prinzessin Tausendsch√∂n erschrak so sehr vor der buckligen Gestalt des Zauberers, dass sie zu weinen begann. Sie flehte ihren Vater an, doch ja nicht zu gestatten, dass der Zauberer sie heiraten d√ľrfe. Der K√∂nig sagte also dem Zauberer, dass er seine Tochter keinem Manne zur Frau g√§be, vor dessen H√§sslichkeit die Sonne sich verdunkelte und der alleine durch seine Gestalt die V√∂gel zum Schweigen br√§chte. Da wurde der Zauberer w√ľtend und verfluchte das Schloss und alle Bewohner darin. Den K√∂nig verwandelte er zur Strafe in eine riesige, schwarze Spinne, die in Ihrem Netz die T√ľre zum Gemach der Prinzessin bewachen musste, so das keiner mehr zu der Prinzessin vordringen konnte. Die Prinzessin selbst musste zu einer lebendigen Statue erstarrt in ihrem Gemach stehen. Ebenso war der gesamte Hofstaat auch zu Statuen erstarrt und konnten nicht einmal mehr den kleinen Finger bewegen.
Viele der treuen Untertanen des K√∂nigs versuchten den Fluch zu brechen. Und die tapfersten und heldenm√ľtigsten K√§mpfer, die das Reich hervorgebracht hatte, starben bei dem Versuch an der Riesenspinne vorbei zu kommen. Der arme K√∂nig, der als Riesenspinne gezwungen war, die Rettung seiner Tochter zu verhindern, durfte jedoch keinen durchlassen. So wurde er immer verzweifelter und trauriger. Schlie√ülich kam niemand mehr, um dem K√∂nig und seiner Tochter zu helfen und bald schon erz√§hlte man die Geschichte vom Fluch, der auf der Burg lag, wie eine M√§r aus lang vergangener Zeit. Manches Mal drohten die M√ľtter ihren Kindern, wenn sie unartig waren, auch mit der Riesenspinne.

Eines Tages gelangte die Kunde von der wundersch√∂nen Prinzessin auch vor den Prinzen des Nachbark√∂nigreiches. Ein Geschichtenerz√§hler, der an den Hof des K√∂nigs Graubart kam, erz√§hlte in bunten Farben von der Sch√∂nheit und dem Liebreiz der K√∂nigstochter und von dem schrecklichen Fluch. Der j√ľngste Sohn des K√∂nigs Graubart war ein recht tollk√ľhner Draufg√§nger und ein geschickter K√§mpfer, der keine Furcht und wenig Vorsicht kannte. So beschloss eben dieser Prinz Adlerherz, sich auf den Weg zu machen und sein Gl√ľck zu versuchen, ob er nicht den Fluch des b√∂sen Zauberers brechen k√∂nne.

Den ganzen weiten Weg, bis zu der verfluchten Burg des K√∂nigs Siebentag, sann der K√∂nigssohn nun dar√ľber nach, wie er die Prinzessin von dem Fluch befreien k√∂nnte. Allein, es wollte ihm nichts Rechtes einfallen, so beschloss er, dass er sehen w√ľrde ,was zu tun w√§re, wenn er die Burg erreichte.

Als der K√∂nigssohn nun vor das Tor der verzauberten Burg kam, waren genau 10 Jahre und 10 Tage verstrichen, seit der Fluch √ľber den K√∂nig und sein Gefolge verh√§ngt worden war. Mit hellen L√§uten und schimmernden Licht erschien eine Fee vor dem Tor und hie√ü den K√∂nigssohn stehen bleiben. "So wollt ihr also euer Gl√ľck versuchen Prinz Adlerherz, doch seid gewarnt, es wird euch nicht gelingen!" Der Prinz, der sich aber durchaus nicht aufhalten lassen wollte, denn er war zudem auch sehr halsstarrig, erwiderte: "Ei , dass wollen wir sehen. Ich will die Prinzessin zur Frau und ich bin es gewohnt zu bekommen, was ich mir w√ľnsche!" Da hob die Fee ihren Zauberstab und ber√ľhrte des Prinzen Herz mit seiner Spitze. Hellrot gl√ľhte der klare Stein auf dem Zauberstab auf. "Ich sehe, dass dein Wunsch wirklich gl√ľhend ist und du ein tapferes Herz hast, so will ich dir helfen, die Aufgabe zu l√∂sen! Geh zum K√∂nig der Elfen und sag ihm, du m√∂chtest Tausendsch√∂n heiraten, so wird er dir eine Aufgabe stellen. Wenn du diese l√∂st wird er dir ein Elixier geben. Dieses Elixier musst du in die Augen aller Statuen tr√§ufeln, so werden sie wieder zu Menschen. Doch du musst das Elixier allen Statuen an einem einzigen Tage in die Augen tr√§ufeln und darfst die Prinzessin nicht vergessen!"

Der Prinz wendete also sein Pferd und ritt zum Schloss des Elfenk√∂nigs. Dort wurde er gleich vorgelassen und erkl√§rte sein Anliegen. Der Elfenk√∂nig sah den jungen Mann pr√ľfend an und stellte seine Aufgabe: "Ich will dir das Elixier wohl geben, wenn du mir den Honig aus dem Bienenhaus auf der Wiese hinter dem Schloss holst!"
Der Prinz dachte bei sich: "Ei, dass mag eine leichte Aufgabe sein, den Honig will ich wohl bald herbeischaffen!" Flugs eilte er auf die genannte Wiese und sah dort das Bienenhaus stehen. Munter schritt er darauf zu und wollte eben die Hand ausstrecken und die T√ľre √∂ffnen, als eine dichte Wolke Bienen sich erhob. Die vielen Bienen summten und flogen um ihn herum und h√ľllten ihn ganz ein. Sie setzten ihm so arg zu, dass er ganz zerschunden und zerstochen das Weite suchte. "Potz Blitz, was ist denn das f√ľr ein seltsames Bienenvolk, dass wie ein Mann sich gegen mich stellt! Das Schwert wird mir hier nicht n√ľtzen. Doch was ist hier zu tun?" Wie er so sinnend in sicherem Abstand zum Bienenhaus auf dem Boden sa√ü, fiel sein Blick auf die Schornsteine der Schmiede, aus denen dicker, grauer Rauch quoll. Gleich fiel ihm ein, wie die Aufgabe zu l√∂sen w√§re. Er holte nasses Holz und Bl√§tter und richtete einen Haufen auf, den er entz√ľndete. Bald umgab dichter Qualm das Bienenhaus und die Bienen wurden m√ľde und starr und er konnte, ohne gestochen zu werden, den Honig aus den Waben nehmen. Da musste der Elfenk√∂nig ihm das Elixier geben und der Prinz kehrte zur√ľck zur Burg der Riesenspinne.

Doch die Fee stand wieder vor dem Tor und hielt ihn auf: "So wollt ihr also euer Gl√ľck versuchen, Prinz Adlerherz, doch seid gewarnt, es wird euch nicht gelingen!" Doch der Prinz hatte neuen Mut gefasst, jetzt, da er das Elixier hatte und antwortete: "Ei, dass werden wir sehen. Ich will die Prinzessin zur Frau und ich bin es gewohnt zu bekommen, was ich mir w√ľnsche!" Da hob die Fee abermals ihren Zauberstab und ber√ľhrte die Stirne des K√∂nigssohns mit dem Kristall. In dem Moment zeigte der Kristall ein blaues Glimmen. "Ich sehe, dass dein Willen wirklich fest und stark ist, so will ich dir helfen, die Aufgabe zu l√∂sen! Geh zum K√∂nig der Zwerge und sag ihm, du m√∂chtest Tausendsch√∂n heiraten, so wird er dir eine Aufgabe stellen. Wenn du diese l√∂st, wird er dir einen Stab geben, mit diesem ist die T√ľre zum Gemach der Prinzessin zu √∂ffnen. Doch kannst du nicht an die T√ľre heran, solange die Spinne noch im Netz sitzt!"

"Sei's drum!" dachte der K√∂nigssohn bei sich und wendete sein Pferd, um sich in die unterirdischen Hallen des Zwergenk√∂nigs zu begeben. Auch hier wurde er sofort vorgelassen und konnte dem Zwergenk√∂nig sein Anliegen erkl√§ren. Dieser sah ihn sinnend an und stellte seine Aufgabe: "Ich will dir den Stab wohl geben, wenn du mir den Edelstein aus der Krone in der Schatzkammer holst, doch darfst du nichts anderes als den Stein ber√ľhren!" "Ei, es kann so schwer nicht sein einen Edelstein zu holen, den werd' ich wohl bald in H√§nden halten!" dachte der Prinz bei sich und lie√ü sich den Weg in die Schatzkammer weisen. Vor dem Tor stand eine Wache und fragte nach seinem Begehr. "Ich soll den Edelstein aus der Krone holen und dem K√∂nig bringen!" Da sah der Wachposten sehr besorgt aus: "Nun, dann werdet ihr wohl in der Schatzkammer euer Leben lassen wie all die anderen, die der Versuchung nicht wiederstehen konnten und sich an dem Gold vergreifen wollten. Nur einer hat es geschafft die Krone √ľberhaupt zu erreichen. Doch er ist auch gestorben, denn er hat das Gold der Krone ber√ľhrt!" "Potz Blitz, wie soll das gehen? Ich kann doch nicht den Stein herausnehmen ohne die Krone zu ber√ľhren!" Wie er da so sann und √ľberlegte, wie die Aufgabe zu l√∂sen w√§re, da fiel sein Blick auf den Dolch des Wachposten. Sofort wusste er, was er zu tun hatte. Er bat den Wachposten um den Dolch und trat entschlossen durch die T√ľre. Sofort war da ein Locken und eine Sehnsucht in seinem Herzen, die vielen Goldst√ľcke, die in dem Raum lagen einzustecken. Tapfer widerstand er jedoch der Versuchung, die ihm durch zauberische Kraft eingegeben wurde. Er dachte fest an die Prinzessin, die er zu gewinnen hoffte und hielt nach der Krone Ausschau. Bald hatte er sie gefunden und ohne die goldene Fassung zu ber√ľhren, brach er den Stein mit dem Dolch der Wache und seinem eigenen heraus. Froh hob er den funkelnden Kristall auf und brachte ihn zum K√∂nig, der ihm nun den Stab geben musste. Damit kehrte der Prinz wieder zur√ľck zur Burg der Riesenspinne.

Doch die Fee stand wieder vor dem Tor und hielt ihn auf: "So wollt ihr also euer Gl√ľck versuchen, Prinz Adlerherz, doch seit gewarnt, es wird euch nicht gelingen!" Doch der Prinz war mehr denn je √ľberzeugt es zu schaffen, jetzt, da er das Elixier und den Stab hatte und antwortete: "Ei, dass werden wir sehen. Ich will die Prinzessin zur Frau und ich bin es gewohnt zu bekommen, was ich mir w√ľnsche!" Da hob die Fee abermals ihren Zauberstab und ber√ľhrte den Mund des K√∂nigssohns mit dem Kristall, der nun gr√ľn schimmerte. "Ich sehe, dass deine Seele frei und ehrlich entschieden hat, so will ich dir helfen die Aufgabe zu l√∂sen! Geh zum K√∂nig der Feen und sag ihm, du m√∂chtest Tausendsch√∂n heiraten, so wird er dir eine Aufgabe stellen. Wenn du diese l√∂st, so wird er dir einen Hut geben. Den musst du der Riesenspinne √ľber den Kopf st√ľlpen und der K√∂nig wird zur√ľckverwandelt. Aber du musst noch vor Sonnenaufgang mit dem Hut hier sein, denn wenn der Hut die Sonne sieht verliert er seinen Zauberkraft."

"Nun denn ein Drittes kann ich auch noch tun!" dachte der Prinz bei sich und ritt in den tiefen Wald, um den K√∂nig der Feen aufzusuchen. Er wurde abermals sofort vorgelassen und konnte sein Anliegen vortragen. Der Feenk√∂nig sah ihn l√§chelnd an und stellte seine Aufgabe: "Ich will dir den Hut wohl geben, wenn du mir einen Becher Wasser aus dem Bach am Ende des Waldes bringst!" "Ei, das ist einfacher als alles andere!" dachte der K√∂nigssohn und steckte den Becher ein, den der K√∂nig ihm gegeben hatte. Bald hatte er den Bach erreicht und zog den Becher hervor, um Wasser zu sch√∂pfen. Aber wie er sich mit dem Becher hinabbeugte, um ihn zu f√ľllen, zog sich das Wasser zur√ľck und nur ein trockenes Bachbett blieb zur√ľck. Sobald er sich wieder aufrichtete, kam das Wasser jedoch zur√ľck und flo√ü sprudelnd und pl√§tschernd √ľber die Steine. Die ganze Nacht versuchte der Prinz nun mit dem Becher Wasser zu sch√∂pfen, doch egal wie schnell er auch war, immer wenn er sich b√ľckte verschwand das Wasser und kehrte erst zur√ľck, wenn er sich wieder aufrichtete. Ersch√∂pft und verzweifelt lie√ü er sich schlie√ülich am Ufer nieder und starrte auf den verzauberten Bach, der keinen Becher seines Wassers geben wollte. In diesem Moment bemerkte er ein Reh am anderen Ufer, dass sich zum Wasser niederbeugte und trank. Verdutzt beobachtete er, wie das Tier seinen Durst stillte und da wusste er, wie er das Wasser gewinnen konnte. Er stellte den Becher am Ufer ab und beugte sich zum Wasser hinab, um mit seinen H√§nden Wasser zu sch√∂pfen, und siehe da, das Wasser ging nicht zur√ľck. Bald hatte er auf diese Weise den Becher gef√ľllt und trug ihn vorsichtig zum Feenk√∂nig. Da musste ihm dieser den Hut geben. Doch bald w√ľrde die Sonne aufgehen. Der Prinz sprengte mit seinem Pferd √ľber Wiesen und Felder zur√ľck zur Burg der Riesenspinne, um noch rechtzeitig vor dem ersten Sonnenstrahl den Hut auf den Kopf des verzauberten K√∂nigs zu setzen.

Doch am Tor stand wieder die Fee und hielt ihn auf: "So wollt ihr also euer Gl√ľck versuchen, Prinz Adlerherz, doch seid gewarnt, es wird euch nicht gelingen!" Doch der Prinz war nun ganz sicher, dass er Erfolg haben w√ľrde, jetzt, da er das Elixier, den Stab und den Hut hatte und antwortete: "Ei, das werden wir sehen. Ich will die Prinzessin zur Frau und ich bin es gewohnt zu bekommen, was ich mir w√ľnsche! Geht mir aus dem Weg, die Sonne wird bald aufgehen und der Hut muss bis dahin auf dem Kopf der Riesenspinne sein. Dann muss ich eine T√ľre √∂ffnen und danach allen Leuten das Elixier bringen, damit sie zum Leben erwachen. Ich hab nur Zeit bis Sonnenuntergang. Die Zeit dr√§ngt und ich kann nicht mit euch streiten!" Da hob die Fee abermals ihren Zauberstab und ber√ľhrte die rechte Hand des K√∂nigssohns mit dem Kristall, der nun gelb leuchtete. "Ich sehe, dass dein Verstand kristallklar und verst√§ndig ist, so gebe ich dir den Weg frei, den K√∂nig und seine Tochter zu retten!"

Schnell ritt der Prinz durch das Tor und eilte zu der Spinne, der er den Hut gerade noch rechtzeitig √ľber den Kopf st√ľlpte. Mit einem lauten Donnerschlag zerriss das Spinnennetz und der K√∂nig stand in seiner menschlichen Gestalt vor ihm. Flugs hieb er nun den Stab gegen die T√ľre und mit einem lauten Knirschen sprang die T√ľre auf. Jetzt musste nur noch das Elixier in die Augen des Hofstaates getr√§ufelt werden. Den ganzen langen Tag ging der Prinz von einem zum anderen und hatte schlie√ülich kurz vor Sonnenuntergang den letzten K√ľchenjungen wieder zum Leben erweckt. Da blieb nur noch die Prinzessin in ihrem Gemach als letzte √ľbrig und die Sonne ber√ľhrte schon den fernen Horizont. Schnell trat der Prinz zu der Statue der Prinzessin und hielt das Fl√§schchen an ihre Augen. Doch kein Tropfen wollte sich l√∂sen. Er sch√ľttelte und sch√ľttelte das kleine Glasgef√§√ü, doch er hatte f√ľr den K√ľchenjungen die letzte Portion des Elixiers aufgebraucht. Da sank die Sonne vollends hinter den Horizont und die Zeit war verstrichen. Bitterliche Tr√§nen str√∂mten von den Wangen des Prinzen, als er da stand und seine H√§nde auf die starren kalten H√§nde der Prinzessin legte. Der Hofstaat stand schweigend und betreten daneben und der alte K√∂nig weinte stumm mit dem Prinzen. Als dieser sich vorbeugte, um ein einziges Mal die Lippen der wundersch√∂nen, steinernen Prinzessin zu k√ľssen, l√∂ste sich eine Tr√§ne aus seinem Auge und fiel genau in ihr rechtes Auge. Da wurde ihre Haut warm und ihre Augen klar und sie wurde wieder zu einem Menschen.

Bald darauf wurde die Hochzeit in gro√üer Pracht gefeiert und der Prinz und die Prinzessin hatten viele Kinder und lebten gl√ľcklich und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie noch heute.

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flammarion
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hm,

ein gelungenes werk. erinnert stark an herkömmliche märchen. gefällt mir.
ganz lieb gr√ľ√üt
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Morgana
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und danke f√ľr das Lob. *l√§chel*
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