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Leselupe.de > Kurzprosa
Die Dachterasse
Eingestellt am 19. 10. 2004 21:46


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Felene
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Oct 2004

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Es hatte eine entz├╝ckende blaue Holzt├╝r. Es war ein kleines Haus, gerade mal drei Stockwerke hoch. ├äu├čerlich nichts aufsehenerregendes, es besa├č nicht die typisch schwungvollen Konturen des Jugendstils, obwohl es zu seiner Zeit gebaut worden war. Die Fassade war in einem eher gleichg├╝ltigen Wei├č gehalten, nur die eleganten, hohen Fensterrahmen erinnerten an Zeiten, zu denen hier der wohlhabende Adel aus und ein ging.

Und da war nat├╝rlich noch das Dach: eine Terrasse. eine kleine, 2 mal 4 Meter lange Terrasse, dort wo das Dach spitz zusammen lief. Eine aufwendige, schwarze Gel├Ąnderstruktur schloss sie kunstvoll ein. Ich hatte von ihr in der Anzeige gelesen und wegen ihr war ich hergekommen. Romantische Kerzenschein Dinner unter dem Sternenhimmel, ausgelassene Mirakulipartys, alles war m├Âglich. Man k├Ânnte einen kleinen Tisch mit portugiesischen Fliesen hinstellen und ein paar St├╝hle drum herum drapieren. Ich stellte mir die kleine Wendeltreppe vor, die vom Wohnzimmer oder von der K├╝che aus nach oben reichen w├╝rde, schwarz m├╝sste sie sein, wie das Gel├Ąnder.

Ich dr├╝ckte den Klingelknopf neben dem Namen ÔÇ×KlemmÔÇť und wartete. Bald m├╝sste man den Namen ÔÇ×LustigÔÇť hinzuf├╝gen, dachte ich, wenn ich mich denn f├╝r ein Zimmer in der WG entscheiden w├╝rde, was mir in Anbetracht der Dachterrasse nat├╝rlich ├╝beraus wahrscheinlich erschien. Ich stellte mir vor, wie mir meine Mutter ein P├Ąckchen schicken w├╝rde, an Nele Lustig w├╝rde sie schreiben, meine eigene Adresse darunter stehen und einen langen Brief enthalten, mit wertvollen Tipps bez├╝glich des kalten Wetters, w├Ąrmere Pullover w├╝rden mir empfohlen werden und dazu passende Kombinationsm├Âglichkeiten.

Ich schreckte aus meinen Gedanken hoch, als die T├╝r schwungvoll aufgezogen wurde. Ich hatte wohl vermutet, dass es so ein automatisches T├╝r├Âffnersystem gab, wie in den modernen H├Ąusern und hatte gedankenversunken auf das surrende Signal zum dr├╝cken gewartet. Aber nun stand eine kleine blonde Frau vor mir, ungef├Ąhr in meinem Alter und rief mit einer sehr hellen Stimme: ÔÇ×Du musst Eleonore Lustig sein. Wir haben telefoniert!ÔÇť
[...]

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Bandwurmi
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Feb 2003

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Ich finde den Text gro├čartig. Aber es ist schwierig etwas ├╝ber ihn zu sagen. Er macht den Eindruck als w├Ąre er eigentlich nur der Anfang und ein kleiner Ausschnitt eines viel l├Ąngeren Textes. Leider h├Ârt er auf, gerade wo es sehr spannend ist, aber gerade auch das zeichnet ihn aus. Nach wenigen S├Ątzen ist man in einer Geschichte drin. Ich hoffe nur, dass es weiter geht.

Liebe Gr├╝├če

Bandwurmi

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