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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Die Empathin
Eingestellt am 07. 12. 2006 01:32


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Aceta
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Die Empathin

Prolog

Vor fünfhundert Jahren wäre ich wegen des "zweiten Gesichts" als Hexe verbrannt worden.

In die Gedanken und Gefühle anderer Menschen sehen zu können, die nicht auch nur ahnen, dass ich es kann und welche Einblicke ich tief in deren Seelen habe, ist tatsächlich bestürzend !

Doch zum Glück werde ich heute nicht mehr verbrannt ...



_____________________________________________


Teil 1)


Der Anfang war allmählich, war fast unmerklich und schleichend. Es waren eher Stimmungen, die ich nicht mehr nur so wie früher unklar empfand, sondern bestechend deutlich wahrnehmen konnte. Wenn ich mit anderen Menschen zusammen war, sah ich nicht mehr nur deren lächelnde Gesichter und hatte ein vages Empfinden von deren Gefühlslage, sondern empfand etwas dahinter, etwas, das mehr war, etwas wie ein unausgesprochener Begleitkommentar zum Seelenzustand.

Vielleicht, dachte ich zuerst, habe ich ja eine besondere Sensitivität für feinste Schwingungen in der Stimme? - Vielleicht registrierte ich die Weite der Pupillen und konnte spezielle Duftstoffe besonders erriechen, die in Stress oder Erregung wie Botschaften vom Körper abgesondert werden?

Ja – zunächst dachte ich, es sei so.

Aber ES entwickelte sich fort ...
Mein Gespür für Stimmungen, Gefühle und Gedanken der Menschen, mit denen ich beisammen war nahm immer weiter zu. Feinste Nuancen verstand ich sonnenklar – Gespräche waren längst nicht mehr nur ein Belauschen der Worte, die sie mir sagten, sondern im Vergleich zwischen den gesprochenen Worten und diesen ganz speziellen Empfindungen, die sie mir vermittelten, fand ich tiefe Einblicke.

***

Es machte mich aber nicht froh, sondern zutiefst traurig und einsam.
Ich erkannte, wie unehrlich die Menschen redeten.
Mir enttarnten sich alle Schmeicheleien unmittelbar, jeder frevelhafte Hintergedanke war mir sofort offenkundig.

Geradezu angeekelt war ich, erkennen zu müssen, wie oft Männer an Sex denken! Nicht nur da, wo es erlaubt und angemessen wäre - sondern auch in Situationen, wo es völlig deplaziert ist.

Da öffne ich dem Briefträger – und der starrt, während er mir ein Einschreiben übergibt meinen unifarbenen, einfachen Pullover an und überlegt, taxiert und rechnet in seinem Gehirn! - Er kalkuliert, wie viel der Wölbung, die er unter dem Stoff sieht, nun wirklich meine Brüste wären – oder ob ich mit einem BH etwas vortäuschen würde, was gar nicht da wäre!

Anfangs waren diese Gedanken der Männer, die ich immer klarer erkannte, für mich geradezu wie unangenehme Berührungen. Es war so, als griffen sie alle ungeniert nach mir, an meine Brüste, hemmungslos zwischen meine Beine – eben mit Händen, Augen und Gedanken. –

Es dauerte ziemlich lange, bis ich endlich herausfand, dass sie gar nicht wussten, wie offen ich diese ihre Empfindungen lesen und spüren konnte.

Diese Männer, die mit Ihren Blicken ungeniert taxierten, jedes Fältchen in meinem Gesicht bewerteten und geradezu gnadenlos mich in eine Hitliste der Frauen einsortierten, die sie gerne vögeln würden – die glaubten sich mit ihren Gedanken in einem persönlichen Forum der inneren Meinungsfreiheit zu befinden!
Diese Männer ahnten gar nicht – und das erkannte ich erst spät und nachdem es mich schon reichlich frustriert hatte – wie gnadenlos offen ich in sie hineinsehen und diese geheimen Gedanken und Überlegungen wahrnehmen konnte!

***

Manche Blicke, manche Situationen waren auch geradezu atemberaubend aufregend und schön für mich.

Ich erinnere mich daran, wie ich nach der Pressevorstellung einer neuen Produktreihe auf dem Heimweg noch in den nahegelegenen Einkaufsmarkt gegangen war.
Jemand sah mich an. Mein Bewunderer war wohl höchstens vierzehn oder fünfzehn Jahre alt – und meine Erscheinung hatte ihn geradezu verzaubert. Ob er wirklich noch nie Netzstrumpfhosen in Lederstiefeln gesehen hatte, konnte ich kaum glauben – aber mein kurzer Rock darüber, mein Körper, eingehüllt in diese bezaubernde taillierte Lederjacke mit Waschbärpelzkragen – für ihn war ich in diesem Augenblick wohl geradezu eine erotisierende „Erscheinung“!

- Schade – ich hatte keine Zeit, mich in dieser Bewunderung zu sonnen, sie auszukosten, sie zu genießen.
Eigentlich aber waren die Gedanken dieses Jungen so unanstößig bewundernd, wie ich sie mir für mein Outfit nur gewünscht hatte – und so eindeutig. Sie waren wohltuend anders als sonst, und riefen in mir den wohligen Schauer hervor, den ein ehrlich gemeintes und gut angebrachtes Kompliment zaubern kann.

- nein: ich bin nicht pädophil!
(Nur sensitiv ...)

***

Grob und gierig die Gedanken und Gelüste, die ich ebenfalls empfand: mich zur Sklavin machen zu wollen, mich zu beherrschen und zu besitzen – jeden Sex mir abverlangen dürfend!
„Ziehe dein Höschen aus!“ denkt ein sichtlich betrunkener, unattraktiver dicker Mann in der Pizzeria.
In seinen Gedanken bin ich Fleisch, das er sich zu nehmen entschlossen ist. Er sieht keine Frau in mir, keine Liebe, keine Hingabe – sondern in seinen Gedanken bin ich nur die „Fotze“, die er jetzt haben will.

Gäbe Geld ihm das Recht?
Wäre ich käuflich?
- Nein: ich bin es nicht – aber andere Frauen auf der Welt ??
(Solcher Geilheit hilflos ausgeliefert?)

***

Viel Gier nach mir empfand ich – wenig Süße, viel Bitterkeit ist mir davon geblieben, Enttäuschung und Desillusion.

Ob es eine Gnade ist, oder ein böser Fluch, die Gedanken der Anderen fühlen zu können ?

_______________________________________________


Teil 2)

Wie klirrendes, zersplitterndes Glas waren meine neuen Wahrnehmungen, als Ramona mir ihren neuen Freund vorstellte: da zerknallte jedes Vertrauen, das ich bisher zu ihr gehabt und von ihr empfangen hatte. – Sie unterstellte mir mit einem Mal und ohne „Wenn und Aber“, ihre Rivalin um diesen Mann zu sein!

Ich fühlte es, ich wusste es. Dabei hatte es nicht ausgesprochen!
So viele Jahre waren wir engst befreundet gewesen!

(Ja: Das Wechselspiel der Beziehungen hatte mir schon zweimal Jungs zugetragen, die eigentlich sie aufgerissen hatte. Umgekehrt hatte sie mir nach einer viele Monate langen Beziehung Thomas ausgespannt!
- Ohh, ist staune über mich selbst: so aggressiv habe ich das bis heute noch nie formuliert! – Aber ja: so war es!).
Thomas hatte es wohl wie den fließenden Übergang von einer zur anderen Frau empfunden – so nahe wir zu dritt uns bis dahin gestanden hatten ...

Seit frühester Schulzeit waren wir Freundinnen gewesen. - Ich hatte sie beneidet, weil sie eher menstruiert hatte als ich: Es hatte damals ein Minderwertigkeitsgefühl erzeugt, das ich heute gar nicht mehr wirklich fassen kann. Mit gerade fünfzehn Jahren hatte ich nicht wirklich geschwängert werden wollen – aber nur sie (von und beiden) hätte tatsächlich eine Chance dazu gehabt, „Frau sein“ zu können!
- Damals war es einfach nur „Gefühl“, ich hatte mich im Nachteil gesehen ...

Trotz aller solcher pubertärer Erlebnisse und Empfindungen und Eitelkeiten waren wir jedoch enge Freundinnen geblieben. Selbst die Tatsache, dass zwei Ihrer Lover meine wurden – und selbst die Geschichte mit Thomas, mit dem sie zwischenzeitlich verheiratet war, hatte uns nicht auseinander gebracht!

- Doch jetzt hatte sie einen neuen Freund.

Als sie es mir erzählte, als sie sagte, „Heinz-Georg!“ – und dieser Typ an ihrem Arm mich anlächelte – da hatte ich innerlich Schmerzen!

Dieser Heinz-Georg machte ja erst einmal einen ganz passablen Eindruck. Nur ganz schnell geschätzt – tja – war der mindestens 10 Jahre jünger als Thomas:
- Weniger Bauch, weniger grau - und ansonsten fast wie dessen Ebenbild ?!

Die Gedanken der Männer, mich ansehend hatte ich längst gelernt, nicht mehr so beleidigend zu finden, wie sie eigentlich waren: Seinen sabbernden Blick auf meinen Körper – und seine Einschätzung, mein Arsch sei zu schmal – empfand ich, wohl wissend, dass er es nicht tatsächlich unhöflich ausgesprochen, sondern nur heimlich gedacht hatte ...

- Was ich aber viel deutlicher erkannte: dieser Typ liebte sie nicht wirklich, sondern stellte sich selbst bei der Suche nach neuen Eroberungen nur in das Licht eines längst vergebenen Hengstes!
Am Arm einer Frau kam er so harmlos daher wie ein Schaf – er machte einen auf „Ich bin vergeben“ – und tatsächlich war er brünftig ohne Ende!
- Seine geilen Blicke tarnte er mit Geturtel. – Doch Ramona war nicht wirklich das Ziel seiner Begierde, sondern der Weg! Er benutzte sie nur, vögelte sie auch – solange nichts Besseres sich darbot – aber er war bei ihr doch eigentlich nur „auf der Durchreise“!

Ich erkannte es – und dachte daran, Cassandra zu sein ... die Weissagerin der Antike, deren Worten kein Glaube geschenkt würde!

Meine Freundin, die ich so lange kannte, konnte ich vor diesem Mann nicht warnen!
________________________________________



Teil 3.)

Ramona und Heinz-Georg sind da, und Du unterhälst dich angeregt mit diesem Mann. Er ist jünger als Du. Ist Dir das eine Herausforderung?
Du hast beruflich eine Karriere gehabt, die er erst einmal machen müsste ...
Er aber sieht mich – und misst sich ungeniert mit Dir!

Ich fühle es, ich kann es wahrnehmen.
Er hat sicherlich registriert, dass ich eher kühl war, ihm keine Herzlichkeit entgegenbrachte und zur Begrüßung ihn nicht die Wange geboten hatte, wie Ramona Dir.
Bin ich ihm deshalb umso mehr Herausforderung?

Vielleicht hat aber auch Ramona seine Brünftigkeit in der Nähe anderer Frauen bemerkt? Vielleicht nicht so deutlich wie ich? Vielleicht macht sie das eifersüchtig, ruft das diese heftige emotionale Aufmerksamkeit in ihr hervor, die ihr Vertrauen zu mir hat zersplittern lassen?

Mein Schmerz ist vergangen – beinahe jedenfalls, was diese seltsam intensiven Erlebnisse betrifft. Es tut mir nicht mehr weh, erotische Emotionen die ich empfinde wie respektlose Agitation miss zu verstehen. Inzwischen habe ich gelernt, dass ich vielleicht die größte Sünderin bin, weil ich die Gedankenfreiheit der anderen Menschen verletzte ?!

Immerhin – es ist mein Schicksal, nicht mein Wille!
Ich kann mir nichts vorstellen als diese Einblicke, das mich mehr deprimieren hätte können, ich kann mir nichts vorstellen, das mich mehr hätte verletzen können: Wenn das die Wahrheit ist, was ich sehe, dann ist es eine harte, eine gnadenlose! Die Empfindungen anderer Menschen ungefiltert durch deren guten Willen entgegennehmen zu müssen, ohne ihnen noch die Chance zu lassen, einen Gedanken auch verwerfen zu können offenbart jede kleinste Zuckung ihrer Seele!

Höflichkeit und Erziehung waren in den Gedanken – jedenfalls bis heute – nicht wichtig, denn Gedanken waren bisher absolut privat und ureigen!

Die Gedanken sind jetzt nicht mehr frei, denn ich kann sie erkennen.
Höflichkeit und Anstand sind Tugenden im Umgang der Menschen miteinander, die zwar nicht die Gedanken kontrollieren, aber das, was davon verwirklicht und ausgesprochen wird.
- Mir aber offenbaren sich alle die inneren Regungen völlig ungefiltert, triebhaft und wild !

***

Auch Du, mein Schatz, bist mir nicht verborgen.

Da ich alles sehe – und inzwischen gelernt habe, wie ich es bewerten muss, ist es keine Depression mehr, die Du mir bereitest, sondern ein Kompliment!





Du bist mir untreu – und treu zugleich.
Ich weiß alles – und Du weißt nicht einmal, dass ich alles weiß!

Jeden Blick, den Du auf andere Frauen wirfst, wenn wir zusammen sind und jede Erinnerung, die Dich beschleicht, wenn ich Dir zuhöre, kann ich sehen, als wären es Sinneseindrücke meiner eigenen Augen.
Warm und zärtlich und unendlich wohltuend ist mir, wie Du hundertfach an jedem Tag herausgefordert seit vielen Jahren immer wieder Dich nie für eine Versuchung, sondern immer wieder für mich entschieden hast!

***

Wie grässlich war es anfangs zu erkennen, wie sehr auch Du ein Mann bist – wie schrecklich geil Du jedem Mädchen, jeder Frau auf die Reizspur folgst ...
Wie schön indes auch, zu merken, dass Deine Sinne zwar reagieren, aber Du Dich dennoch in Beherrschung hast!

Doch die Versuchung, der Du bisher widerstanden hast, ist nie vorbei !
Mein Sex - denkst Du ganz unverhohlen - sei doch nicht die Grenze der Reize?
- Was werde ich davon halten?

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Teil 4.)


Er versucht, Dich herauszufordern. Er redet lauter, als nötig wäre, damit Du ihn verstehen könntest, weil er will, dass auch ich es wahrnehme. (Ramona ist ihm gleichgültig – die er schon hat, ist nicht die Mühe wert – ich fühle es deutlich – ahnt sie es auch?).
Er spielt jetzt den Herausforderer des Platzhirsches ...

Du bist eher genervt, findest es lästig, in eine Verteidigung gedrückt zu werden, die Du nicht nötig hast. Ich weiß, wie ich ihm einen Teil des Windes aus dem Segel nehmen kann: ich ziehe mich mit Ramona in die Küche zurück und beraube ihn damit seines Publikums.

Sie will ihren Heinz-Georg nicht mit mir teilen.
Aber sie will meine Neugier, sie will meinen Neid, sie will die Bestätigung von mir haben, welch einen tollen Typen sie sich geangelt hätte.
„Und?“ gebe ich ihr die Möglichkeit, von ihm zu erzählen.
„Er ist fantastisch!“ strahlt sie und lächelt selbstzufrieden dabei.
Ich werde mir bewusst, dass ich nicht nur ihre – sondern auch meine eigenen Gefühle analysiere.
Ihrem aufkommenden Triumph drängt es mich, mit Ironie zu begegnen. Aber ich beherrsche mich und lächle sie einfach an: Was andere Menschen nicht mehr können, nämlich nur zeigen, was nach der Filterung durch den Verstand an Gedanken und Gefühl heraus soll – ich kann das noch!
„Unsere erste Liebesnacht war so wild, dass ich am nächsten Tag nur noch rückwärts die Treppe hinunter gehen konnte!“ - Wahrhaftig, ich kann den Muskelkater in ihren Lenden und Schenkeln nachempfinden.
„Er ist fordernd und wild, er hat irre Ideen – ich habe so was noch nie zuvor gehabt!“
Ja – sie will mich neidisch machen – aber jetzt spüre ich auch eine kleine, tiefe Unsicherheit, ob sie selbst eigentlich all diese Spielchen gewollt hätte. Seine Bisse in ihre Brüste waren schmerzhaft gewesen – und die Male noch immer als grüne und blaue Flecken da – mit diesen Spuren hatte er sie markiert! Einem anderen Mann konnte sie sich jedenfalls vorerst nicht zeigen. Er hatte sie mit harten Stößen penetriert, und nur ihr Wille, das aufregend und lustvoll zu finden, machten es nicht zu einem Akt nackter sexueller Gewalt.

Ich nehme die Freundin in den Arm und halte sie einen Moment lang nur. Ihr Widerstand lässt nach, Ihre Anspannung, ihr Mistrauen. Was in so vielen Jahren zwischen uns gewachsen war, konnte ein Mann nicht in einer Nacht zerstören.
„Ich bin wahnsinnig verliebt!“ flüstert sie, „und ich habe zugleich Angst, ihn wieder zu verlieren!“
Ramona ist siebenunddreißig, eine gut aussehende Frau mitten im Leben. Sie hatte sich von unserem Thomas nach mehr als fünf Jahren getrennt, sie war nicht etwa verlassen worden!

Ich versuche zu ergründen, was ihr Angst macht!
Ich entdecke Empfindungen – die mir in Gedanken anderer Menschen und in mir selbst auch bereits begegnet sind:
Dieses ungeschminkte Gesicht, das uns am Morgen im Spiegel suchend und unsicher gegenüber steht – die Falten des Kopfkissens, die sich auf der Haut abgemalt und eine Vorahnung von Falten haben entstehen lassen, die nie wieder verschwinden, diese kleinen Krähenfüßchen an den Augenwinkeln, die nach Überschreiten der Dreißiger-Grenze auch entgegen allen Versprechungen der Kosmetik-Industrie nicht aufzuhalten sind ...
Dieses Bewusstsein, innere Spannkraft verloren zu haben – Elan nicht mehr unbegrenzt zu haben, sondern sich zur Selbstdisziplin verdonnern zu müssen, um die zu bleiben, die wir geworden sein wollten.
Die Blicke der Männer, wenn wir neben einer aufgebretzelten Siebzehnjährigen stehen, und unverholen verglichen werden ...

„Du darfst dich selbst nicht verlieren!“ drängt es mich plötzlich, ihr zu sagen.


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Teil 5.)

Die Tür zur Küche wird geöffnet. Ich stehe mit dem Rücken zur Tür, kann ihn nicht sehen – aber fühlen.
Er sieht Ramonas Gesicht, der eine Träne aus den Augen getreten ist, angelehnt an meine Schulter, sieht uns, einander umarmt habend neben dem Tisch in der Küche stehen. Sein Blick richtet sich aber nicht auf das Gesicht seiner Freundin, sondern auf meinen Hintern, der ihm in eine Jeans verpackt zugewandt ist.

Er taxiert, wie ich es schon viele Male erfahren habe.
„Zu schmal!“ war seine erste Einschätzung gewesen, als er mir kurz nach dem Eintreffen der beiden zum ersten Mal nachgesehen hatte.
Ramona im Arm haltend, die etwas kleiner ist als ich, habe ich das Gewicht wohl etwas auf das linke Bein verlagert und das Becken leicht schräg stehen. Seine Sensoren taxieren und untersuchen mich – wie mir scheint eine Ewigkeit lang!

Zäh und gierig stelle er sich vor, mich von hinten zu vögeln. Ich müsste nicht einmal Ramona loslassen, nur die Jeans herunterstreifen und mich mit leicht gespreizten Beinen etwas vorbeugen. Mit beiden Händen würde er meine Beckenkämme fassen und seine ganze wilde Gier in mich rammen – in mich – mich ...

Doch während er bei diesen Gedanken eine Erektion entwickelt, seine Drüsen den Raum mit Pheromonen schwängern und Schweiß seine Achseln feucht werden lässt, während seine Pupillen weit werden und die Hormone zu köcheln beginnen, während in seinen Gedanken bereits all die obszönen Szenen ablaufen, entfährt seinem Mund zunächst nur ein überraschtes „Ohh!“.
Während ich alle seine Empfindungen und Gedanken wie laut ausgesprochen völlig klar erkenne, filtert sein Gehirn die Information, die er preisgeben will:
„Das würde mir auch gefallen!“ bleibt als genial verbalisierter Rest dieses Erdbebens, das sich in ihm ereignet.
Doch nicht etwa Scham und Anstand, sondern Taktik ist sein Kalkül. Der Fuchs ist schlau genug zu wissen, dass, wenn er „mit der Türe ins Haus fallen“ würde, das weder Ramona noch mich für ihn gewinnen könnte.
Tja – leider ahnt er nicht, wie tief ich ihn durchschaue ...

„Sie ist ein Juwel !“ sage ich, ohne die Umarmung zu lösen oder mich ihm zuzuwenden.
„Ja, wahrhaftig!“ und er denkt bei diesen Worten an das Klatschen im hämmernden Stakkato seines Beckens gegen ihren Po, sie unter Hinnahme ihrer Schmerzen in die Lust getrieben zu haben.

Ich vermisse jede Wärme, auch nur eine Spur von Zärtlichkeit in seinen Gefühlen, kein Gedanke daran, sie zu streicheln, sie sinnlich zu berühren. - Da ist einfach nichts, gar nichts !

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Teil 6.)


Nachdem sie gegangen sind, räume ich die Spülmaschine ein, Du bringst mir Tassen und Teller, die noch im Wohnzimmer gestanden haben. Während ich noch gebückt stehe, betrachtest auch Du mich von hinten.
Wie anders ist es, als vorher, als er mich ansah.
In Deinen Gedanken ist Freude, Du denkst daran, mir einen zärtlichen Klaps zu geben, was aber wegen des Geschirrs in Deinen Händen nicht möglich ist.
Du betrachtest die festen ovalen Backen und findest sie „ästhetisch“ (über Gedanken zu schreiben stellt gelegentlich vor die Schwierigkeit, dass verbale und non-verbale Eindrücke erst in ihrer Mischung die ganze Wahrheit wiedergeben – dafür beim Schreiben dann die treffenden Worte zu finden ist nicht leicht!).
- Jedenfalls wecke ich in Dir nicht einfach nur wilde, ungezügelte Triebe, sondern auch einen Hauch von Bewunderung, von Anerkennung. Ich spüre in Dir durchaus sexuelles Verlangen. Aber das gestehe ich Dir gerne zu – weil es gepaart ist mit einer inneren Wärme, mit dem Wunsch, mich sanft und liebevoll zu berühren.
In Deinen Gedanken ist eine Besinnung darauf, was ICH wohl möge ... wie ICH fände, wenn Du meinen Po jetzt klatschend schlagen würdest. – Nicht die maximale Lust eines möglichst harten, laut klatschenden Schlages, sondern das sanfte Kribbeln, das Du in mir wecken möchtest, mir mit einer solchen Geste alle die Gedanken und Empfindungen vermitteln mögen wollend, von denen Du ja nicht ahnst, dass ich sie alle schon kenne!

Ich spüre es, richte mich langsam auf, drehe mich zu Dir, nehme Dir das Geschirr aus den Händen und stelle es zu Seite. Dann schenke ich Dir meine Antwort auf eine Weise, die Du verstehen wirst – beinahe so intensiv, wie ich Dich:

Ich lächle und sehe Dir dabei ganz tief in die Augen.

***

„Ich glaube“, sagst Du leise, „Ramona hat ein Problem!“
„Ohh?“ ich war in mein Buch vertieft gewesen, doch jetzt sehe ich auf. Deine Anwesenheit war, da ich meine Konzentration dem Text zugewandt hatte in den Hintergrund meiner Wahrnehmung geraten. Jetzt spüre ich Beklemmung, Unbehagen und Sorge in Dir.
Du magst Ramona – beinahe lässt es mich lächeln, wie ich Deine Einschätzung über sie spüre: eine warmherzige, weibliche Erscheinung, von der Du nur zu genau weißt, wie ewig sie bereits mit mir verbunden ist. Du findest sie attraktiv – aber Dein sexuelles Interesse an ihr bewegt sich etwa auf geschwisterlichem Niveau ...
Du machst Dir Sorgen um sie, weil Du ihren neuen Freund ätzend findest ...

Ich höre Dir zu, während Du mir mit Worten eher umständlich erklärst, was ich schon weiß.
„Manchmal fühle ich etwas, das nicht ausgesprochen ist“, versuchst Du mir jetzt zu erklären.
Ich nicke zur Bestätigung und möchte Dir so gerne mehr sagen!

***

Es ist später am Abend.
Du hast mir mit Deinen Worten bestätigt, was ich in Deinen Gedanken schon gesehen hatte. Es ist Dir schwer gefallen, aber Du hast Dir große Mühe gegeben.
Wenn ich es nicht genau wüsste, hatte ich befürchten können, da sei doch mehr zwischen Ramona und Dir, als Du sagst!
Aber ich weiß, dass Du wirklich nur besorgt bist um meine beste Freundin.

„Ich kann Dich gut verstehen“, sage ich schließlich leise und vorsichtig. „Ich fühle oft, was andere Menschen empfinden, welcher Stimmung die sind!“
„Ja!“ nickt er, „das macht wohl dein Beruf!“
„Nein“, widerspreche ich, „nicht beruflich, nicht professionell.“
„Sondern ?“
„Dieses Gespür, das Du beschrieben hast, habe ich auch!“
„Ja?“
„Sehr intensiv sogar!“
Du nickst zufrieden und fühlst Dich verstanden. Du bist in diesem Augenblick glücklich darüber, dass ich Deine Frau bin.
Ich wage nicht, noch mehr zu sagen, aus Sorge, das könnte diese Deine Empfindungen stören.

Ich weiß, dass ich in diesem Augenblick feige bin, zu feige für die ganze und gnadenlose Wahrheit -

... weil ich Dich liebe.
________________________________





Teil 7.)


„Ich möchte mit dir reden!“
„Worum geht es?“
„Es geht um Ramona.“

Ich hasse es, zu telefonieren.
Denn so sehr ich anfangs diese Empfindungen verabscheut hatte, so sehr habe ich längst erkannt, wie hilfreich sie sind, wirklich zu verstehen, was andere Menschen wollen.
Aber am Telefon gibt es sie nicht!
- Da bleiben nur Schallwellen aus der Ohrmuschel, elektronisch durch die Leitung übertragen. In meine Ohren gelangen auch nur diese Schallwellen – sonst nichts!

Er kann das nicht wissen – aber jetzt ist es mein Problem.
Wie kann ich es lösen?

- Ich will die Dinge nicht am Telefon besprechen.
- Andererseits – mich mit Heinz-Georg zu treffen, ohne dass Ramona davon weiß, könnte mich kompromittieren!

Ich überlege: an einem einsamen Ort will ich kein Treffen – jede Erklärung (im Falle eines Falles) wäre dann hoffnungslos unglaubhaft.
- Also ein belebter Ort!

„Heute Abend gehe ich ins Kino!“ gebe ich ihm Anweisung. „Mein Film beginnt um acht. Die Werbung vorweg kann ich mir schenken, die Karten sind vorbestellt – die muss ich um halb-acht abholen. Treffen wir uns dort vor dem Restaurant, um zwanzig-vor, ich hoffe, wir werden genug Zeit haben, zu besprechen, was nötig ist !“
„Perfekt !“ säuselt er und ich wage gar nicht, mir vorzustellen, was er denkt ...

***

Du bist nicht da. Während einer dienstlichen Besprechung soll ich Dich auch nur in lebensnotwendigen Notfällen stören!
- Ich hinterlasse Dir also eine Nachricht:

„Lieber Schatz,
heute werde ich mich, ehe ich ins Kino gehe, mit Heinz-Georg treffen!
Keine Sorge, nicht irgendwo, sondern mitten im Kino-Restaurant.
Es sei wegen Ramona.
Küsschen !“

***

Ich habe mich bewusst schlicht gekleidet, heute will ich keine falschen Akzente setzen! Ich habe Birgit und Marion benachrichtigt, dass wir uns erst etwas später treffen werden – ich würde die Karten aber rechtzeitig an der Kasse abholen.

***

Er erwartet mich. Er trägt einen Designer-Anzug, hat das Hemd geöffnet und die Krawatte gelockert. Das gehört sich nicht. Das ist die Freiheit, die er sich nimmt!
- Nur ich soll merken – er kommt zwar in einem „perfekten Outfit“ – ohne mir etwas vorzuhalten ... aber er wäre „lässig“ – trotzdem perfekt!

Seinen Penis hat er in einer „P&W Super-String“ gebunden – eine spezielle Unterhose, die spontane Erektionen nicht nach außen sichtbar werden lässt.

Wie mit einer Datenkarte stellt er sich mir dar, ich ihm jetzt gegenüber stehend!
Alle bisherigen Informationen natürlich auch vorhanden.

***

„Hi!“ lächelt er mich an.
Die Doppelflügeltüre zum Restaurant öffnet sich automatisch. Galant lässt er mich vorangehen. Ich sehe mich kurz um. –
Ich hatte nicht erwartet, dass es so voll wäre.

Er ist hinter mich getreten und flüstert mir zu, einen Platz reserviert zu haben.
„Ohh!“ denke ich.

Eine Kellnerin weist uns in den hinteren Bereich des Restaurants.
- Ein Tisch für Zwei.
- Viel mehr Intimität, als ich gewollt hatte!

_________________________________



Teil 8.)


Er sitzt mir gegenüber und lächelt mich an. Allen Charme hat er aufgeboten – und überrascht stelle ich fest, keine anderen Botschaften zu empfangen als sein Lächeln !

„Wegen Ramona?“ frage ich, das Gespräch einleitend ...
Er aber antwortet nicht und sieht mich weiterhin an.
Hätte ich ein offenes Dekolletee gehabt, wäre ich überzeugt gewesen, er hätte hinein gestarrt. - Aber ich habe einen Rolli angezogen ... da gibt es nix zu sehen!
Trotzdem merke ich, wie meine Brustwarzen angespannt und hart werden – seinen Blicken alles darbietend, was ich nur anzubieten hätte ??!
Welcher Zauber nur geht aus von diesem Mann, den ich längst als böse und unleidvoll erkannt habe?

Mein Sex wird geradezu magisch zu ihm orientiert, gegen meinen Willen, überlege ich, mich überrascht selbst hinterfragend - finde aber keine Antwort.

Er hat ein markantes, kantig-männliches Gesicht, schmale Lippen, zwei kleine Narben auf der Wange. Seine hellbraunen Haare sind kurz geschnitten, seine Augen haben einen Glanz, der heller ist als nur der Widerschein des Lichtes hinter mir. Seine Hände sind beinahe klein für einen Mann, von den Handrücken an behaart. Die Fingernägel sind kurz geschnitten, und während ich die Hände noch betrachte bewegt er plötzlich den Mittelfinger.
- Ertappt!
„Der ist der Schlimmling!“ flüstert er grinsend und bewegt den Mittelfinger wie zur Bestätigung nochmals.
Ich muss schlucken und lächle ihn an.
„Wie schlimm?“ versuche ich mich der Herausforderung zu stellen.
„Bis zu Weißglut!“ haucht er.
„Ach nee“, wiegle ich ab.
„... und noch mehr!“ widerspricht er mir.

„Wegen Ramona“, ich versuche das Gespräch zu wenden.
„Eine wundervolle Geliebte!“
„Eine Geliebte?“
„Ja – eine schöne, hingebungsvolle Frau.“
„Sie ist meine Freundin!“
„Ich kenne eine Seite dieser Frau, die nur ein Mann entdecken kann!“
„Ach?“
„Sie ist bereit, Alles zu geben – Alles!“
„Für dich?“
„Für etwas, das ich ihr gebe.“
„Und?“
„Was meinst du mit „und“?“
„Was ist es, das du ihr geben kannst?“
„Sex!“
„Nur Sex?“
„Wieso „nur“?“
„Sie verdient geliebt zu werden!“
„Liebe macht doch nur das Leben kompliziert!“

Noch immer höre ich nur seine Worte – nur die Worte! Nichts dahinter – ist nichts dahinter – frage ich mich ?
Am vergangenen Wochenende jedenfalls, da hatte ich ihn noch hören und fühlen können.

„Liebe ist die Grundlage für Sex, sie schafft Vertrauen darauf, dass die Liebenden einander Gutes wollen!“
„Wer sagt, dass Sex „Gutes“ will?“
„Sie müssen doch einander vertrauen darauf, sich nicht weh tun zu wollen!“
„Schmerz kann wundervoll sein!“
„Stell dir vor, beim Fellatio könnte sie zubeißen!“
Er sieht mich mit einem hingebungsvollen Grinsen an.
„Du musst ihr doch vertrauen können!“ beharre ich.
Er bewegt den Mittelfinger – den Schlimmling - und betrachtet ihn einen Moment. Dann sieht er mich an und fragt:
„Würdest du beißen – richtig beißen?“


________________________________________





Teil 9.)

„Es geht um Ramona – nicht um mich!“
„Ramona würde niemals zubeißen!“
Er betrachtet wieder seinen „Schlimmfinger“.
„Sie würde keine Hand schlagen, die sie füttert – und nicht beißen, was ihrer Lust Erfüllung gibt!“
„Bist du dir da sicher?“
„Ja!“

Plötzlich verstehe ich, was er meint. Ich erinnere mich daran, wie abgöttisch vernarrt Ramona war:
Sie ist ihm hörig!

***

„Sie gehört mir!“ sagt er und zuckt mit den Schultern.
Da spüre ich plötzlich wieder etwas hinter seinen Worten, einen Anflug von Bedauern. Er spricht es nicht aus – doch ich empfange es:

Er will sie gar nicht wirklich.
Er lebt seine Lust an ihr aus – er demütigt sie, er tut ihr weh und genießt allenfalls, wie bereit sie ist, jedes Opfer zu bringen, jede Abartigkeit zu erdulden und um seinetwillen zu wollen.

Wieder öffnet sich mir ein Blick in seine Erinnerungen, daran, wie sie geschrieen hat ...
- Blankes Entsetzen fasst nach mir.

„Du hast keine Chance!“ sagt er mit einem Mal.
Ich starre ihn an und versuche zu ergründen, was er meint.
„Du kannst sie mir nicht entreißen.“
„Sie ist meine beste Freundin!“ flüstere ich.
„Ja?“
„Ja!“
Er beugt sich plötzlich vor und sieht mir intensiv ins Gesicht.
„Ich könnte sie freilassen!“
„Dann lasse sie frei!“

„Das hat aber seinen Preis!“ flüstert er.
„Welchen Preis?“ frage ich.
Er lehnt sich zurück, als ob er nachdenken müsse. Dann sieht er mich wieder an und sagt:

„Dich!“

_____________________________________




Teil 10.)

Er bietet mir an, meine beste Freundin freigeben zu wollen aus der Hörigkeit und der Tatsache, sie ihm sexuell absolut verfallen zu sein - doch er fordert einen irre hohen Preis:

-> MICH!
(emotional, sexuell - gar und ganz!)


- Er hat sie gevögelt, er hat sie benutzt, er hat ihr weh getan!
- Er hat sie gedemütigt, sie letztlich ausgelacht und ihr vermittelt, sie sei die große Gewinnerin im Wettlauf der Frauen um den besten Mann!
- Aber gibt es wahrlich einen „besten Mann“?
- Ob Brittney Spears oder Angelina Jolie wirklich die glücklicheren Frauen wären, wage ich ganz aktuell und leise anzuzweifeln ...
- Wenn es gar kein Gewinnspiel wäre - dann gäbe es auch überhaupt keine Gewinnerin!

Doch damit, mich auf ihn mich einzulassen bietet er mir an, die Tortur meiner besten Freundin zu beenden.

Er will statt ihrer mich !!
Er will mich - mit Körper und Sex - mit Geist und Seele!

***

Ich bin Deine Ehefrau.
Ich habe unser Treueverhältnis in vielen Jahren niemals in Frage gestellt!

Scheinbar geht es jetzt aber auch gar nicht um uns!
Die Herausforderung stellt sich mir nicht darum, Dir treu zu sein, sondern ihr – meiner Freundin.

Wenn ich mich darauf einlasse, könnte ich alles zerstören: unsere Ehe – und die Freundschaft mit ihr ebenso – denn ich mit ihrem Freund etwas zu beginnen, das würde sie wohl nicht wirklich als Opfer sehen, das ich für sie erbränge, nicht als den Versuch, sie vor diesem Mann zu retten!

Wenn ich mich darauf einlasse, enttäusche ich wahrscheinlich Dich und sie gleichermaßen – unverstanden!

***

Wie schrecklich, dass ich bis heute nicht geschafft habe, Euch in diese Empfindungen einzuweihen ...

Er will mich – gar und ganz!
Er will mich nicht nur vögeln, wie er es mit Ramona gehabt hat: er will mein Gespür für ihn, ihm exzessive Lust zu bereiten!

***

So ahnungslos, so unbedarft und so selbstischer war ich wegen meiner Fähigkeit, die Gedanken anderer Menschen erkennen zu können – daran, dass es Andere geben könnte, die diese Fähigkeit ebenfalls haben, ist mir nie eine Vorstellung erwachsen!

Vor fünfhundert Jahren wäre ich nicht die einzige gewesen, auf einem Scheiterhaufen verbrannt zu werden – aber heute?


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mit dem Herzen sehen ... (der kleine Prinz)

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Aceta
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Fortsetzungsgeschichten ...

Hi,

jetzt habe ich gerade den Anfang des 7. Teils eingestellt.
Die Geschichte wird aktuell weiter entwickelt.

Ich hatte gehofft, wie bei "Delikate Berührung" und "Drei Nächte" - die ebenfalls in Fortsetzungen geschrieben und eingestellt wurden, etwas Rückmeldung zu erhalten ?!

(Nie wurde einer meiner Beiträge häufiger aufgerufen als "Delikate Berührung" - derzeit über 5700 mal, auch "Drei Nächte" ist längst weit im vierstelligen Bereich des Interesses).

Vielleicht fragt Ihr Euch, warum ich nicht erst den ganzen Text schreibe, und dann erst einstelle?

Antwort:
Weil der Text dann zu lang ist!
Am Computer werden erfahrungsgemäß kurze Texte sehr bevorzugt.
Die Existenzberechtigung eines längeren Textes würde aber niemand bestreiten - nur sagt auch jede(r): es ist ätzend, sich durch so einen langen Text zu scrollen.

Alternative: jedesmal ein neuer Thread ...
Habe meinen Roman auf diese Weise (teilweise) eingebracht. Interessanterweise sind alle gelisteten Beiträge unter "beste Werke dieser Autorin" ausschließlich Kapitel aus meinem neuen Roman ...

Aber niemand hat noch Lust, sich durch die Kapitel zu suchen. Mit dem Arbeitstitel "Männerfreundschaft" hier in die LL eingebracht, hoffe ich jedenfalls, ihn bald zu veröffentlichen.

Hier in der LL aber sind die "Fortsetzungsgeschichten" bisher für mich die meistgelesensten Beiträge aller Zeiten.
Wenn ich dann meine "LL-Bewertungen" anschaue, stelle ich fest: in den letzten 2 Monaten 2 x 8 und 4 x 10 (!!).

Geschichten müssen Autor(inn)en nicht nur schreiben, sondern auch "vermarkten" - und sich dabei den Gesetzen des jeweiligen Umfeldes anpassen.

<- letzteres ist eine Textarbeit hinter der Textarbeit!
(Auch die muss sein!).
Die "Fortsetzungsgeschichten" sind meine Konsequenz aus dem Interesse an den Romanbeiträgen - und es scheint mir für die LL ist das die bessere Weise, lange Texte einzustellen!

Wer den Anfang gelesen hat, kann dann dort weiter lesen, wo sie/er vorher aufgehört hat.
(Ich behalte mir zwar auch Veränderungen in früheren Kapiteln vor - aber die sind eher marginal und betreffen zu 90% Formulierungen oder Rechtschreibfehler ...)

In die Fortsetzungsgeschichte lohnt es sich, wiederholt zu schauen - und weitere Fortsetzungen zu lesen ...

("Unzumutbar!) ?? <- -> aber: das macht jede "daily soap" auch ...

Einen schönen zweiten Advent wünscht Euch allen

Aceta

__________________
mit dem Herzen sehen ... (der kleine Prinz)

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