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Leselupe.de > Erzählungen
Die Evakuierung (gelöscht)
Eingestellt am 14. 07. 2003 18:33


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Inu
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Inu
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Liebe Lupianer

Ich will Euch nicht zumuten, diese ganze unheimlich langatmige Sache zu lesen. Wollte nur in meinem eigenen "Schrifttum" Ordnung schaffen. Ich hatte die Geschichte in 9 verschiedenen, durcheinandergewürfelten Einzeltexten hier schon einmal gepostet. Dies ist eine Zusammenfassung und gründliche erste Überarbeitung des Ganzen.
Ich habe einfach ein besseres Gefühl, wenn meine Sachen in einem Forum sind, da scheinen sie mir sicherer, denn mir geht dauernd der Computer kaputt, oder ich verliere Text, oder meine Sicherheitsdisketten sind nachher, wenn ich sie ablesen will, defekt und und und... mein Drucker ist ohnehin kaputt...

Nun ist dieser Text sicher hier gepostet, egal ob sich jemand dafür interessiert oder nicht. Es gibt mir trotzdem ein gutes Gefühl. Nun kann ich den ganzen alten "Evakuierungs-Klimbim, der schon auf Leselupe war, löschen. Das werde ich auch gleich tun

Ich grüße Euch
Inu

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Petra
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Und es nimmt sich doch einer Deines Textes an -- zunächst bis Kap. 5 exkl.

Liebe Inu,

in meinen Augen ein sehr guter und in mehrerer Hinsicht äußerst lesenswerter Text! Um es nicht in plumpe Lobhudelei ausarten zu lassen, an dieser Stelle nichts weiter zu seiner Qualität und Güte. Du schreibst sehr gut; einerseits sehr locker und leicht-lesig trotz aller (und hier kommt das Andererseits) Schwere und Tiefe Deiner Texte/ Themata.
Sicher sind Deine Texte mitunter ungewöhnlich lang, aber mir geht es, sobald ich einen zu lesen begonnen habe, so, dass ich ihn unbedingt weiterlesen MUSS. Bis zum bitteren Ende .
Dennoch - wie könnte das auch anders sein - ein paar kleine Anmerkungen; lange genug hast Du ja auf jedwede Reaktion warten müssen (Deine Frust-Kommentare zeugen ja von nichts Anderem) - allerdings hatte - und habe - ich zu meinem eigenen Bedauern auch nicht wirklich umfassend Zeit, einen Text regelmäßig ausführlich "zu bekümmern" . Sorry!

1. >Lisa fährt mit Hermine und Werner in die „Evakuierung“. [...] Die Stiefmutter wird ebenso wenig wie die anderen im Ort, KOMMA ENTFERNEN zum Wegfahren gezwungen, denn Marienstock liegt weder an der Front, KOMMA ENTFERNEN noch in umkämpftem Gebiet und man erwartet auch keine Bombenangriffe in dieser dörflichen Umgebung, obwohl das nahegelegene Brückenstadt immer wieder schwer getroffen wird.<
ODER: Die Stiefmutter wird AUCH HIER KOMMA ebenso wenig wie die anderen im Ort, zum Wegfahren gezwungen [...] - fokussiert stärker, je nachdem, wie Du es ausdrücken wolltest!

2 >Also, die Leute verlassen Marienstock nicht. [...] ohnehin schon „eingezogen.“ [...] Das heißt... nein... denn Alex ist zu der Zeit schon gefallen.<
Warum die Anführungsstriche da stehen, verstehe ich nicht. ICH weiss, was eingezogen sein bedeutet...

3 >„Ein Prost auf den beschissenen Endsieg und auf Großdeutschland [...] zuhause zu Hause bleiben musste – oder durfte - PUNKT STATT G´STRICH Er hat Gelenkrheuma.<

4. >Auf dem flimsigen GUT; ABER WAS HEISST DAS?Schienenstrang hoch über dem dunklen Strom kleben die Waggons. Zwischen Himmel und Erde. Es geht weder vorwärts, KOMMA ENTFERNEN noch zurück. An der Seite nur dieses kaputte streichholzschwache Geländer (aus Holz, Eisen ?) PUNKT Unten der Fluss. Alles wackelt, weil die metallischen Geleise schwanken. Dabei halten sich die Menschen auf ihren Sitzen ganz ruhig, wagen kaum zu atmen. Hermine starrt staunend aus dem Fenster.
„Da sind wir und können nicht anders“, sagt jemand.
"Wirft jetzt einer die Bombe?" KOMMA kräht Werner aufgedreht.<


5. >Auch durchs zweite Stockwerk schiebt sie eine nachdrängende Menge. Ein Tohuwabohu. Kinder schreien, Mütter zerren sie weiter.
[...]
Eine Frauenstimme kommt von der Decke (oder aus der Wand?) Lautsprecher:
„Feindliche Geschwader sind von Westen her in unseren Luftraum eingedrungen. Al-l-iierte Bomberverbände in direktem Anflug auf das Zentrum der Stadt“ - so oder so ähnlich dröhnt es in Hermines Ohren... und sie versteht mit ihren fünf Jahren schon genug: Fremde Flugzeuge sind über ihnen... <


6. >„Hier sind wir sicher", macht man sich Mut, "dieser Bunker ist fest hart wie (Krupp-?)Stahl.“<


7. >Wenn das Bombenfallen zwischendurch aufhört, reden die Leute auf komische Art ganz ruhig miteinander.
"Wir sind total ausgebombt“, sagt jemand, „und jetzt auf dem Weg zu Freunden in Würzburg.PUNKT Andere fahren, wie Lisa, zu Verwandten aufs Land oder in ganz fremde Orte in die Evakuierung.<

8. > Später ist Lisa über sie gebeugt und viele fremde Leute.
"Es ist wieder ohnmächtig geworden", sagt Lisa, „so etwas bekommt dieses Kind oft.A`STRICHE<

9. > Aber die Hitze ist furchtbar, denn Hermine ist mit dem Gesicht nur ein paar Handbreit von einem sogenannten „Bullerofen“ entfernt, einem nicht sehr großen, tonnenförmigen Metallding, das KOMMA mit Holz und Kohlen gefüttert, mächtig heizt [...].<

10. > Und die blöde Felddecke darf Hermine auch nicht herunterstrampeln, sonst würden sie und der Werner sich erkälten, sagen die Frauen.
[...] Aber Lisa sagt: "Stell' dich bitte nicht an. Wir müssen dankbar sein, dass ihr zwei hier liegen könnt, diese nette Dame, KOMMA ENTFERNEN (sie lächelt zu einer Frau hin, die neben ihr auf dem Boden sitzt), KOMMA ENTFERNEN hat den Platz für euch freigemacht.“
Hermine geht es schlecht. Stunden um Stunden ist ihr so übel, dass sie es kaum aushält. Ewig dauert diese Nacht. Und dass die Nacht so furchtbar ist, daran sind nicht die Bomben s- >Schuld, sondern der rotglühende Ofen. Und immer wieder schaufeln sie eimerweise Kohlen hinein. Hermine möchte da weg, aber sie ist jetzt zu müd, zu matt KOMMA und außerdem passt Lisa auf, [...]<

11. >Am anderen Morgen ist der Zug h e i l . [...] festverzurrt, ein jeder mit Nummer und einem Zettel, auf dem der Name des Inhabers stand. [...] Und jetzt ist alles futsch.<
Entweder: FEST VERZURRT ODER FESTGEZURRT.

12. > Es leben zu der Zeit, als Lisa mit den Kindern ankommt, außer den Mägden und den deutschen Knechten, KOMMA ENTFERNENE noch französische und russische Kriegsgefangene auf Morgenau, [...] Mägde, die quasi mit zur Familie gehören, und BESSER: sowie ein paar besonders zuverlässige „Ostarbeiterinnen“. [...]<

13. > Der Werner bekommt Malzkaffee und eine Semmel mit ganz dick Butter. [...] Als sie im Stall zum ersten Mal die > DER (Genitiv!) überprallen Kuh-Euter gewahr wird, [...].<

14. >Der Verwalter des Gutshofes, Herr Vogt, ist Lisas Stiefvater. [...] Ihr richtiger Vater ist nämlich EVENTUELL STREICHEN? in einem anderen Krieg gefallen, 1918.<

15. >Nur, KOMMA ENTFERNEN - ODER G´STRICH EINFÜGEN, UM ZU AKZENTUIEREN wenn „hohe Tiere“ von der Partei vorbeikommen, kehrt er den Verwalter heraus, strafft sich militärisch, ist schroffer den „Untergebenen“ WARUM A´STRICHE? gegenüber, respekteinflößender > Respekt einflößender als sonst. [...]<

16. >Katharina kommt keine Minute zur Ruhe. [...] beaufsichtigt, was in sämtlichen Töpfen und Pfannen vor sich geht ... und sie verarztet die Leute bei Grippe oder kleineren Gebrechen.
„Merde allors > alors“, ruft Eugen, ein französischer Gefangener, „mein Kumpel at sich das Bein gebrochen, Frau.“<

17. >„Obwohl...ein Fräulein ist die nicht, eher ein schwarzes, heimtückisches Etwas, eine, die niemand durchschaut... die ist schon eine rechte Hexen", meint Marie, "ganz eine Böse..."<
Zwar komme ich selbst nicht aus bayrischen Landen, aber müßte es nicht "nett" heißen anstelle des "nicht"?

18. >"Eigentlich sollten die ihr im Hospital nur die Hüfte richten, KOMMA ENTFERNEN - die war von Geburt an schief - , aber sie haben ihre ganze Person ruiniert [...]"<

19. >Zirka vier Wochen nach der Ankunft auf Gut Morgenau, KOMMA ENTFERNEN geht Lisa ins Krankenhaus nach Hohenkirchen [...] so hieß Lisas Vater, der nun im Grab bei Verdun in Frankreich (Weiß jemand nicht, wo Verdun liegt? Ich würds vielleicht nicht ausformulieren.) liegt.<

20. > "Sie ist halt eifersüchtig auf die gnä - Frau, weil die einen so gesunden Buben hat und einen Offizier als Mann KOMMA und sie hat halt gar nix..."KOMMA mutmaßen die Mägde.<

21. >Früher, als die Leute sich ihre Portionen selbst bei den Köchinnen abholten, haben die Frauen ihren jeweiligen Schätzchen immer die größten Portionen zugeschustert [...] So entstand die Durchreiche.“ A´STRICHE ENTFERNEN
Seither bleibt DEN MÄNNERN die Zugangstür zu Fleischtöpfen und Weibsleuten für die Männer verschlossen. Schade. Kein freundlicher Plausch mehr am Kochherd.
Dafür Jetzt geht es jetzt gerechter zu. Keiner kann sich eine größere Portion „ergaunern“, weil er sich besonders gut mit in der Umgarnung von Frauen versteht. Nein, jetzt wird für niemanden mehr eine Extrawurst gebraten.<

22. >Auf Gut Morgenau stehen hundertachtzig Rindviecher im Stall, [...] Am interessantesten sind die vier Stiere. [...] Blicken mit rotunterlaufenen, kleinen, bösen Augen. Wüten, zerren, reißen an ihren Ketten. Das Klirren und Rasseln und ihr mächtiges Gebrüll dröhnt weithin.<
Stiere sind sicherlich furchteinflößend - aber böse? Da die Augen - besonders bei diesem Text bekommt ja jedes Wort seine eigene Qualität - der Spiegel zur Seele sind, stört mich die Bösartigkeit und, wie Du es weiter unten irgendwo geschrieben hast, die Boshaftigkeit der Augen. Ihre Fürchterlichkeit (wildes furchtbares, fürchterliches Blitzen etwa, wild kampfbereites Aufbäumen - das ist, was ich, wenn ich an einen Stier denke, vor Augen habe) kann ich gelten lassen; Bösartigkeit nicht. Aber das ist vielleicht auch subjektiv gefärbte Ansichtssache - für mich ist noch nicht einmal eine Hyäne bösartig.
Möglicherweise würde ich böse/ boshaft aber doch stehen lassen, um herauszustellen, wie Hermine in dem Augenblick EMFPINDET, denn sie empfindet ja doch sehr stark und jedenfalls mehr als andere.


23. Das Töten der Tiere hast Du fürchterlichst gut beschrieben. Und im selben Zusammenhang dann die abgebrühte Eiseskälte der Erwachsenen "Dieses Kind ist nicht normal!" - ausgezeichnet! Allerdings fehlt ein Komma:
>[...] Eine Schweinsblase.
"Willst du sie haben?" KOMMA fragt ein Knecht, "so zum Spielen!".. <

24. >„Warum um alles in der Welt musstest du Mädel dich ausgerechnet mit einem P r e u ß e n einlassen?“ KOMMA hatte er an dem eiskalten Winterabend gemurmelt, als sie und die beiden Kinder, mehr tot als lebendig zur Tür hereingetaumelt waren. Lisa hatte den wuchtigen Bauch vor sich hergeschoben. Hermine, dieses spindeldürre Ding, war ein paar Minuten später schon beim Auslöffeln einer Nudelsuppe „umgekippt“. Das Wernerchen hatte vor Fieber geglüht und das waren ja dann bei ihm auch die Vorboten vom des Blinddarmdurchbruch(e)s gewesen.<

25. >„Du und Dein Saupreiß, dein grauslicher“, hatte der Verwalter irgendwie scherzend gerufen ,KOMMA ENTFERNEN (na ja...KLAMMER,NAJA,PUNKTE ENTFERNEN Bayern-Preußen-Animositäten waren damals gängiger Witzstoff, über den mit dem/ mittels dessen man sich gern in ziemlicher einiger Unschuld amüsierte )KLAMMER ENTFERNEN Aber e r war nicht zum Scherzen aufgelegt. Er m u s s t e einfach ein Ventil für seinen Ärger finden, für seine Wut auf Lisas unbekannten Ehemann, diesen Witwer, der sich ihm nie vorgestellt, sie prompt geschwängert und ihr noch dazu seine zwei hilflosen Waisen aufgehalst hatte, ein Gatte, der dann daraufhin an die Ostfront verschwand und nicht mehr gesehen ward.
"Der soll mir n i e über den Weg laufen, der Hallodri, der preußische..."Vielleicht würde ich, gemäß der oben bereits angenommenen Mundartlichkeit, hier "der preißische" schreiben<

26. >Das Mittagsmahl aber wird im „schwarzen Salon“, dem Speisezimmer im ersten Stock des Herrenhauses geradezu zelebriert. [...] Ein Gong er-(?)tönt [...]!<

27. >Augenweide ist ein mächtiger, ovaler Tisch. [...] , der Mon-sig-nore vom Pfarrhaus nebenan kommt fast täglich,KOMMA ENTFERNEN (Gut Morgenau hat eine eigene Kapelle und einen eigenen Priester), [...].<

28. >Der Raum hat auf einer Seite ein Podest, darauf steht ein pechschwarzer Flü-gel Trennung aus Versehen passiert?, auf dem spielt Monika manchmal [...]Von Schopin und Ras-mol-ki-noff. Nur des Verständnisses halber und in privater Angelegenheit: Wer ist Rasmolkinoff? [...]
Ja, Kinder dürfen erst aufstehen, wenn die Erwachsenen den Raum verlassen haben.<

29. >Bei all dem guten Essen... ein Wermutstropfen aber jedoch bleibt für Hermine. [...]
Aber: „Was auf den Tisch kommt, wird gegessen, vor allem in diesen schlimmen Zeiten, wo so viele Menschen hungern!“ KOMMAsagt Katharina.<

30. >Der Toni ist ein Depp.

Das geschieht im Sommer 1944.
[...]
Herr Vogt geht düster und gedrückt herum umher, redet noch weniger als sonst.<

31. >Die Polinnen im Feld hören schlagartig mit der Arbeit auf, wenn ihr Wächter naht.
„Toni, Toni komm du her, du Schliiimmer“, rufen sie und winken ihm zu.. PPUNKT ENTFERNEN
[...]
"Hände hoch oder ich schieße!" KOMMA soll er schon ein paarmal geschrien haben. Alle hätten dann die Arme verwundert in die Höhe gerissen und stramm gestanden, heißt es.<

32. >"Ach, da brauchst dich nicht fürchten, Bub... der Toni hat mehr Manschetten vor seiner alten Knarre, KEIN KOMMA als vor den Männern. [...]“<

33. >"Dieses Mädchen ist z u r ü c k g e b l i e b e n “, hört Hermine die Frau eines Tages zu Lisa sagen. Oder so etwas ä- > Ä-hnliches sagt sie.<

34. >Halenas Schätze

[...]
Vielleicht war sie eine Prinzessin zu h- > H-ause in ihrem Land.<

35 >Halena nimmt Hermine eines Tages mit in ihre Kammer in einer der Baracken. [...] Etwas s- > S-chöneres hat sie ja noch nie im Leben gesehen. Sie sind wunderbar. Und dann gleich so unzählig viele davon! Und jede anders!
[...]
„Gefallen dir wirklich...diese?“ KOMMA fragt die Ukrainerin [...]<

36. >Dann läuft Hermine schnell zum Gangfenster, will sehen, [...] bleibt manchmal stehen, reibt sich fauchend schnaubend an einer Mauer, scharrt mit den Hufen, rast dann wieder los.<

37. >„Geschieht dir recht!“, denkt Hermine. Ob das riesige Vieh jetzt die Tante auf die Hörner spießen wird? Aber sie Sie hat es nicht anders verdient?F´ZEICHEN DURCH PUNKT Fressen Stiere Menschen? ? Sie ist so eine alte, boshafte Schachtel, das hat sogar Lisa gesagt, ... ENTWEDER KOMMA ODER PUNKTE ENTFERNEN eine, die den Seppl fast erstochen hätte...
„Jetzt geht es ihr an den Kragen. Die Strafe Gottes folgt auf dem Fuß!“KOMMA denkt Hermine. <

38. >Schnell kommen Ja-c-ques, ein Franzose, und Halena gerannt, heben die Agnes auf und tragen sie in die Küche. Gott sei Dank hat sie sich nichts gebrochen. Halena wischt mit einem Tuch den Dreck und die Tränen aus ihrem Gesicht.<
... aus IHREM Gesicht - man könnte verstehen: aus Malenkas Gesicht; gemeint ist aber das der Agnes, nicht wahr? Aber vielleicht ist das auch Haarspalterei.


Bis hierher viele Grüße zunächst. Petra





























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Petra
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Kapitel 5

Liebe Inu,

hier nun der kommentatorischen Schrecklichkeit zweiter Teil ! Und zwar ab Ende des 4. Kapitels. Mehr allerdings werde ich heute nicht mehr schaffen. Mal sehen. Beginnen wir erst einmal.

1. > Das war ungewöhnlich, denn Paare heirateten in diesen Zeiten rasch. [...] Es war gut, eine Frau zu h- > H-ause zu wissen, [...] Die Hoffnung auf das Schöne, das bei der Heimkehr wartete, half ein wenig über die Sinnlosigkeit all dieses Mordens hinweg. So war man weniger verloren, weniger ins Nichts geworfen, wenn einem an der Front der Tod auf Schritt und Tritt begegnete.<
BEGEGNEN empfinde ich als in der Konnotation zu positiv. Dem Tod begegnet man nicht (mal eben so wie auf einem Spaziergang; das kann natürlich durchaus auch der Fall sein, aber Deine Intention - insbesondere auch im Zusammenhang mit dem Krieg - habe ich anders verstanden).
Verloren, ins Nichts geworfen, Front, Tod, auf Schritt und Tritt - wie wäre es mit ENTGEGEN STELLEN oder JEMANDEM ENTGEGEN TRETEN? Vielleicht auch als Kontrast zum ENTGEGEN SETZEN (Glück und Tod) am Anfang des Absatzes.

>So war man weniger verloren, weniger ins Nichts geworfen, wenn sich einem an der Front der Tod auf Schritt und Tritt entgegen stellte.<
Man könnte auch ein anderes Bild evozieren: Der Tod, der in/ hinter jedem Schützengraben lauert (allerdings ist das Bild einigermassen häufig gebraucht worden im Verlauf der vergangenen 60 Jahre, vielleicht sollte mans dieserhalb doch schon wieder lassen. Da gefallen mir doch meine ersteren Vorschläge besser) Bin ein wenig ratlos.

2. >Monika und Gerd hatten aber n i c h t geheiratet. Beide waren nicht mutig genug, auch unsicher, ob es nun Leidenschaft oder wirkliche Liebe... und dann eskalierten die Ereignisse, KOMMA ENTFERNEN, STATTDESSEN D´PUNKTE Gerd, Student der Medizin, hatte plötzlich seine Einberufung an die Front im Briefkasten gefunden und war zwei Tage nach seinem dreiundzwanzigsten Geburtstag mit einem Truppentransport abgefahren.<
Unsicher, ob es nun Leidenschaft oder [...] - entweder ES streichen, oder ein Verb (war) anfügen (ersteres eher).

3. >Vielleicht war es nur eine vorübergehende Verzögerung! [...] auf einmal eine offizielle „Vermissten - Meldung“.<
Warum erneut die A´Striche?

4. >Sie standen einsam, auf sich gestellt, als man ihnen einen sprichwörtlich kurzen Prozess machte. Von vielen bedauert, von vielen bewundert, waren sie tapfer und stark geblieben, als die Staatsmacht sie mit stählerner Strenge abgeurteilt hatte. Weniger als Verbrecher, denn als gefährliche, als krankhaft Abgeirrte wurden sie behandelt. Als Träger eines zerstörerischen Virus...der W i d e r s t a n d hieß. Als solche mussten sie ausgeschaltet werden. Als Krebsgeschwüre sollten sie gelten am gesunden Volkskörper, als eine Geschwulst, die es an der Wurzel, die esschon in ihren Anfängen bereits auszumerzen galt, noch bevor sie sich doch noch ausbreitete. Das war die Einstellung der Ideologen jener Zeit.<
Ich habe ein wenig schärfer konturiert - auch in Hinsicht des damaligen (linguistischen) Hasses, der harten Terminologie, des stakkatohaften Satzbaus - alles Seichtere wäre Beschönigung in meinen Augen. Nach meinem Empfinden mußte dieser vollkommen irrwitzige Hass hier stärker zum Ausdruck kommen (im Grunde noch stärker, als ichs hier gemacht habe; es gefällt mir noch nicht sonderlich) - besonders wegen Deines nachgeschobenen "Das war die Einstellung der Ideologen jener Zeit".

5. >Monika war mit Sophie Scholl bekannt. [...]Monikas emotionale Heimat seit ihrer BdM-Mädchen z- > Z-eit war.[...]<
Wäre doppelt gemoppelt gewesen.

6. >Ebenso wenig hätte sie sich aber den Forderungen der „weißen Rose“ angeschlossen. Nein, „ehrlos“ Warum A´Striche?wäre es, das zusammenbrechende heimatliche System von innen heraus durch Angriff und Sabotage noch mehr zu schwächen...[...] das einzig und allein ihre i n n e r e Heimat war, KOMMA HINTER DIE KLAMMER( gewesen war... denn tief in der Seele wurde sie von Tag zu Tag unschlüssiger, ihr Glaube bekam immer größere Risse ) aber und dennoch: sie würde nie feige einem System in den Rücken fallen, das ihr imponiert hatte, solang es stark und mächtig gewesen war. [...] Eine düstere Treue war ihr geblieben.<


7. >Ende 1943 waren Monika und ihre Mitstudentin Gabriele Bauer, mit der sie zuletzt das kleine Apart- e -ment in der Nähe des Königsplatzes, also im Zentrum Münchens, geteilt hatte, zum zweitenmal Opfer allierter Bombenangriffe geworden. [...]<


8. >Kaum auszuhalten ist das Leben. [...] In München habe ich erlebt, wie diese herrliche, alte Stadt ständig aufs n- > Neue angegriffen, am Ende sozusagen ins Nichts zurückgebombt wurde. <

9. >Auch über Morgenau ist eines Tages ein seltsamer, bedrohlicher Laut in der Luft gewesen. [...] Die Kriegsgefangenen haben genauso schweigend nach oben gestarrt, KOMMA ENTFERNEN wie wir Deutschen........................................<

10. >Eines Nachts fährt Hermine aus tiefem Schlaf hoch, weil es draußen kracht. Es kracht viel schlimmer, KOMMA ENTFERNEN als beim stärksten Gewitter [...]<

11. >Monika und Katharina haben Agnes untergefasst, [...]. Die restlichen deutschen Frauen, die Tagelöhnerinnen, KOMMA ENTFERNEN samt deren Kindern, die Ostarbeiterinnen, [...]
Er ist durch eine massive Stahltür geschützt. Ein Gang führt metertief unter die Erde. Dort ein gemauert es Gewölbe voller Eisblöcke, die im Winter am Rand des Teiches geschlagen, dann zerschnitten werden und in diesen unterirdischen Räumen zwischen Sägespänen ein ganzes Jahr lang in gefrorenem Zustand bleiben. In dem so gefrosteten Keller hängen Rinder- UND oder KOMMA oder NEBST oder NEBEN Schweinehälften, Speckseiten. [...] Aber sie frieren natürlich trotzdem.<

12. >Aber auch das gibt es noch: Juli 1944. [...] Es gibt auch eine kleine Strömunung KOMMA die von dem Bächlein herrührt, das den Teich speist. Langsam gelangen die Kinder so über das Wasser bis zum Garten des Pfarrhauses. Vorher sehen sie noch noch, wie ganze Fischschwärme rundum verwirrt r- > Reißaus nehmen.<

13. >Für Hermine ist das Spiel dann doch nicht so leicht und locker, wie es für die Buben zu sein scheint. [...] „Das sind ja mindestens sechs Meter A´ZEICHEN WUERDE ICH SETZEN“, ruft Resi entsetzt, als die Kinder ihr von dem Abenteuer erzählen. Und doch wird es ihnen nicht verboten.<

14. >Im Winter von 1944 auf 45 herrscht in Bayern klirrende Kälte. [...] Bis zum Horizont nichts zu sehen, KOMMA ENTFERNEN als eine glatte, weiße Fläche.[...]
Tausend Sachen fallen ihr ein ( "Das Kind ist aufgedreht wie ein Uhrwerk", sagt Resi) KOMMA und dazu ist sie auch noch hungrig wie ein Bär...<

15. >Aber das dies/Folgendes/dieses geschieht auch im Winter 1944 / 45: [...]<
Ein einfaches DAS akzentuierte die andere, quasi gegenüber gelagerte Komponente dieses Winters nicht stark genug - und vor allem die Änderung.

16. >Jedes winzige Zimmer ist bald vollgestopft. In Ställen und Scheuern schlafen zwischen Vieh und Heu, KOMMA ENTFERNEN Kinder, Mütter, Greise. [...] Natürlich gibt es an den meisten Plätzen weder Toiletten, KOMMA ENTFERNENnoch Waschgelegenheiten. Im Herrenhaus hat die Verwaltersfamilie nur noch einen Raum zum Schlafen. Ein Zimmer für fünf Erwachsene und zwei Kinder. Monika, Lisa, Hermine, Werner liegen nun nachts auf Matratzen am Boden. Jedes andere Zimmer ist zur Unterkunft für die Flüchtlinge geworden.<

17. >Kindersoldaten...Wenn sie Hunger haben, halten sie sich an Resi, die rothaarige Magd KOMMA oder an Halena, die Ukrainerin. [...]<

Bis hierher fürs Erste.
Viele Grüße und einen schönen Sonntagabend noch.
Petra

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Inu
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Ach liebe Petra
das ist ja eine Mammutaufgabe, die Du Dir da vorgenommen hast. Ich hatte auch noch nie einen so langen Text eingestellt.
Ich bin sehr froh, dass Du Dich gemeldet hast, nie hätte ich damit gerechnet, dass jemand überhaupt die unverschämten 50 Seiten liest. Ich wollte den Text nur im Internet sicherstellen und vor Verlust schützen, da ich keinen Drucker habe. Und dann kamst Du. Meine Freude eben war riesengroß.

Gerade jetzt, wo ich fast alle Deine Anregungen schon umgesetzt habe, (bis Kapitel 5) finde ich schon den zweiten Teil Deiner Korrektur vor
Da freue ich mich auch drauf. Aber erst einmal zum ersten Teil.

quote:
leicht-lesig
( als Attribut für meinen Stil) finde ich sehr gut ausgedrückt. Das ist es, was ich mehr als alles anstrebe, dass jeder meine Schreiberei leicht lesen und ohne wahnsinniges Nachdenken verstehen soll, was ich meine.


quote:
4. >Auf dem flimsigen GUT; ABER WAS HEISST DAS?
Das Wort gibt es nicht. Weiß nicht, das muss kindlicher Jargon sein aus meiner Gegend. Habs auch schon verändert.

quote:
Ewig dauert diese Nacht. Und dass die Nacht so furchtbar ist, daran sind nicht die Bomben s- >Schuld,
Da glaube ich zum ersten und einzigen Mal, dass ich im Recht bin... siehe: "schuld sein" (recherchiert unter "Wortschatz Deutsch" im Netz.
quote:
17. >„Obwohl...ein Fräulein ist die nicht, eher ein schwarzes, heimtückisches Etwas, eine, die niemand durchschaut... die ist schon eine rechte Hexen", meint Marie, "ganz eine Böse..."
Zwar komme ich selbst nicht aus bayrischen Landen, aber müßte es nicht "nett" heißen anstelle des "nicht"?
Du hast Recht, aber wenns richtig Bayrisch sein sollte, könnte ich den Satz so überhaupt nicht stehen lassen, sondern da würde so a richti gscherte Soachn rauskumma und des gfällt mer nett inn so oaner Gschichtn. So hab ich halt die Mundart nur ein bisschen angedeutet.- Gut, nach einigem Nachdenken schreib ich doch "nett", aber dann mit einem t = net

quote:
(Weiß jemand nicht, wo Verdun liegt? Ich würds vielleicht nicht ausformulieren.)
Verdun... es gibt Leute, die nicht so viel nachdenken, ich wollte damit ins Gedächtnis rufen, dass es schon Mal einen Krieg mit F r a n k r e i c h gab und viele deutsche Soldaten dort begraben liegen.

quote:
Stiere sind sicherlich furchteinflößend - aber böse? Da die Augen - besonders bei diesem Text bekommt ja jedes Wort seine eigene Qualität - der Spiegel zur Seele sind, stört mich die Bösartigkeit und, wie Du es weiter unten irgendwo geschrieben hast, die Boshaftigkeit der Augen. Ihre Fürchterlichkeit (wildes furchtbares, fürchterliches Blitzen etwa, wild kampfbereites Aufbäumen - das ist, was ich, wenn ich an einen Stier denke, vor Augen habe) kann ich gelten lassen; Bösartigkeit nicht. Aber das ist vielleicht auch subjektiv gefärbte Ansichtssache - für mich ist noch nicht einmal eine Hyäne bösartig.
Möglicherweise würde ich böse/ boshaft aber doch stehen lassen, um herauszustellen, wie Hermine in dem Augenblick EMFPINDET, denn sie empfindet ja doch sehr stark und jedenfalls mehr als andere.
Ja genau das: mit Rücksicht auf das eher einfache Empfinden von Herminchen.
quote:
>Der Raum hat auf einer Seite ein Podest, darauf steht ein pechschwarzer Flü-gel Trennung aus Versehen passiert?, auf dem spielt Monika manchmal [...]Von Schopin und Ras-mol-ki-noff. Nur des Verständnisses halber und in privater Angelegenheit: Wer ist Rasmolkinoff? [...]
Flü-gel soll indirekt andeuten, dass Hermine das Wort vorher nie gehört hatte.
Rasmolkinoff: o je, gut dass Du mich darauf hinweist, es sollte Rachmaninow sein( Der Fehler liegt in meinem Hirn, hab ihn mit dem Typen aus Schuld und Sühne verwechselt) , jedenfalls sollte das so sein, dass auch da Hermine etwas von den Erwachsenen aufgeschnappt (Raskolnikoff) und in ihrem Köpfchen verdreht hat (Rasmolkinoff)

Alles andere hab ich nach Deiner Anregung verändert.
Endlich hab ich auch die Sache mit den Kommas hinter ! und ? begriffen. Danke Dir sehr. Morgen werde ich mir Deinen 2. Teil vornehmen.

Eine gute Nacht wünscht Dir
Inu



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Petra
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Je m´excuse milles fois ...

Liebe Inu,

es tut mir Leid, ich muss mich entschuldigen wegen des SCHULD SEIN - das wird (infolge der VEREINFACHUNG durch die Rechtschreibereform ) natürlich klein geschrieben (im Ggs. zu Schuld haben - denn: die HAT man ja )! Prima! Naja, gehen wir hinweg über Sinn und Unsinn neuer Orthographien ...

Dass Du Dich an Raskolnikoff angelehnt hattest, dachte ich mir bereits; allerdings zweifelte ich dann doch etwas, ob es nicht vielleicht doch einen von mir noch nicht entdeckten Komponisten gegeben haben könnte mit zitiertem Namen. Nur deshalb meine Nachfrage.
Aber Rachmaninoff ist natürlich (auch) eine ganz ausgezeichnete Idee!

Was Herminchen anbelangt, finde ich übrigens ganz und gar nicht, dass sie EINFACH empfindet. Auch sieht sie mehr als andere. Sie ist m.E. auch nicht zurück geblieben. Ein Kind, das den Tod sieht (im Auge einer sterbenden Kuh); ein Kind, das weiss, WAS da passiert ... ist weiter als andere, nicht etwa weniger weit...

So, liebe Inu - Du möchtest also gar nicht, dass sich jemand Deiner Texte annimmt, hab ich Dich richtig verstanden?! Sondern einfach nur im Netz sichern. Aha. Gut, gut. Werde mich danach richten. Werd´ mich zurückziehen für die nächsten 512 Jahre und Dich ordentlich schmoren lassen. Anflehen wirst Du mich, zähneknirschend, auf Knien rutschend mich bitten, Deine Textlein zu lesen; aber nein - ich werde standhaft bleiben. "Nein, liebe Inu", werde ich rufen. "Jetzt werd´ ich erstmal ´ne Runde schaukeln gehn unterm Birnbaum im Garten. Nächstes Jahr vielleicht wieder. Gehab Dich wohl!"

Viele Grüße. Petra

PS Das Wort FLIMSIG fand ich gut - kannte es nur nicht! Hätte nicht geändert zu werden brauchen! Petra

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