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Leselupe.de > ErzÀhlungen
Die Farbe
Eingestellt am 12. 11. 2017 22:02


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Utz Bahm
Festzeitungsschreiber
Registriert: Nov 2017

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Die Farbe
Utz Bahm
Ich saß am sauber gechlorten Swimmingpool des kleinen Hotels als Werner, verschwitzt, begleitet von einem neuen Gesicht, sich zu mir setzte. Werner war Schweizer, Holzfachmann und bewirtschaftete eine Fabrik die Laminate herstellte. Wir kannten uns schon einige Zeit, da er im selben Hotel ebenfalls ein Bungalow bewohnte. Nach Feierabend zusammen uns ein Bierchen neben dem Pool des Hotels zu genehmigen, gegenseitig die tĂ€glichen, sonstige vorherigen Erlebnisse zu erzĂ€hlen und natĂŒrlich auch die politischen Ereignisse durchzuhecheln, hatten wir zur Gewohnheit gemacht.
Er stellte seinen Begleiter als Landsmann vor mit der ErklĂ€rung, dass er eben eingetroffen sei. Nach dem ersten erfrischenden Schluck begann der neue Bekannte von Werner, nennen wir ihn Michael, den Zweck seines Aufenthaltes in Pucallpa zu erklĂ€ren. Er wollte nur das Terrain sondieren, ob er hier eine Existenzmöglichkeit fĂ€nde. Anschließend, schon etwas gelöster und nun mit einem Wiskey on the rocks in der Hand, legte er sein Curriculum vitae offen. Kurzgefasst: Er war von Beruf Postbeamte, spezifisch Postbote. Werner schaute mich mit gehobenen Augenbrauen an und ich verstand was er nicht aussprechen wollte. Nun, wir hörten eben “gebannt” seine persönliche Geschichte an.
In der Schweiz gibt es ja einige lukrative internationale Privatinternate fĂŒr “gehobene” Damen, erklĂ€rte er. Jedenfalls war ein von ihm bedientes Adressat eben eine solche Schule. Hier und durch seine Arbeit lernte er eine junge und anscheinend exotische Peruanerin kennen. Jedenfalls erhielt sie viele Briefe mit den entsprechenden auslĂ€ndischen Briefmarken, was offensichtlich der Grund oder Ausrede zum nĂ€herem Kennenlernen war. Naturbedingt fanden beide sich gegenseitig exotisch, was ja zumindest zu Neugier fĂŒhrt. Das Ergebnis war, dass der Krug durch den hĂ€ufigen Besuch am exotischen “Brunnen” brach und Michael eben der Dame ritterlich seine Hand anbot. Vor allem nachdem sie im zwei Gegebenheiten gestand: erstens, dass sie die Tochter eines aktiven und begĂŒterten Generals in Peru und zweitens in “froher Erwartung” sei. Die entsprechende Hochzeitsreise war natĂŒrlich nach Lima geplant, vom Schwiegervater bezahlt und beordert. Ob die “gehobene” Tochter nun ihr Studium im Schweizer Internat vervollkommnet hatte, erwĂ€hnte der alemannisch Michael nicht. Eben sowenig die Reaktion des Schwiegervaters. Ich nehme an, dass dieser schließlich resignierte, da ja seine Tochter nun die Essenz des Lebens erlernt hatte. Als er erwĂ€hnte, dass er außerdem Leutnant der Reserve der Schweizer Nationalgarde sei wurde Michael freudig in der Familie des Generals aufgenommen.
Beim zweiten Glas wurde er etwas ausfĂŒhrlicher. Der Schwiegervater war offenbar ein Enthusiast als MilitĂ€r und vor allem Studioso der dazugehörigen Strategien. Jedenfalls hatte er sich im Keller seines generös ausgelegten Heimes ein geografisches Modell des Grenzgebietes zu Chile auf einem großen Tisch erbaut, so naturgetreu wie möglich. (Hierzu muss ich erwĂ€hnen, dass die MilitĂ€rs von Peru und Chile sich seit wenigstens einem Jahrhundert misstrauen, was ja auch geschichtlich “normal” und “menschlich” beinahe zu verstehen ist. Es gibt da ja bekannte Vorlagen auch bei uns). Nun, Michael erzĂ€hlte, dass sein mĂ€chtiger Schwiegervater die Gewohnheit angenommen hatte ab und zu mit gleichgesinnten Kameraden im Keller sogenannte Verteidigungsspiele auf dem Tisch durchzufĂŒhren. Mit einem in Europa militĂ€risch ausgebildeten frischem Schwiegersohn war es sozusagen ein ehrbares Muss, ihn entsprechend bei seinen Kollegen standesgemĂ€ĂŸ vorzustellen. Also runter in den Keller mit nebenan liegender und gut bestĂŒckter Vinanoteke (Weinkeller) und auf in die Schlacht. Der aus der Reserve beorderte Schweizer Leutnant musste nun das chilenische Heer als Angreifer auf die peruanische Hoheit befehligen. “In einer Stunde besetzte ich Callao”, war sein synthetischer Kommentar (Callao ist der Hafen von Lima und etwa 1000km von der Grenze entfernt). Ob er die Schweizer MilitĂ€rstrategie dabei her-vorstellen wollte konnte ich nicht klar erwĂ€gen, denn sein Bericht war beinahe objektiv vorgetragen. Jedenfalls hatte ich den Eindruck, dass er nicht sehr respektvoll gegenĂŒber der damals herrschenden MilitĂ€rmacht im Lande seiner von ihm beglĂŒckten Ehefrau war.
Beim dritten Glas on the rocks wurde dieser Eindruck irgendwie klarer. Seine neue Umwelt war ja nun vom Postbereich in das Umfeld des lokalen MilitĂ€rs gerĂŒckt, eben wegen dem Erforschen exotischer Brunnen. Wie er nun weiter erzĂ€hlte, lud ihn sein Schwiegervater zu einem Besuch eines anscheinend geheimen Panzerdepot ein. Ich muss hier hinzufĂŒgen, dass Peru dazumal enge Beziehungen zur UdSSR hatte durch seine linksgerichtete MilitĂ€rdiktatur. Also wurde dort feste eingekauft unter anderem einige moderne Panzer. Als Michael mit seinem Schwiegervater zu Besuch ins Depot kamen, wurde gerade eine russische Kommission erwartet um die neuen GerĂ€te zu ĂŒbergeben und die dazu beorderte Mannschaft ordnungsgemĂ€ĂŸ zu trainieren. Beim Eintreffen der Maschinen im Hafen stellte der zustĂ€ndige Kommandant fest, dass die Farbe nicht ihrem hiesigem Arsenal entsprach. Also bestimmte er, dass sie neu gestrichen werden bis eben die Kommission eintrĂ€fe. Die eingesetzten Rekruten mussten nun mit Spachtel und DrahtbĂŒrste die mitgebrachte Farbe abkratzen und durch Anstreichen erneuern. Als die Instrukteure der russischen Armee eintrafen und das Vorhaben sahen schlugen sie die HĂ€nde ĂŒber ihren meist blonden Köpfen zusammen und schimpften wie so russische Rohrspatzen eben fĂŒr uns unverstĂ€ndlich schimpfen. Der General, also Schwiegervater, erkundigte sich beim Dolmetscher was die guten Leute so erstaunte. Ja, meinte der Dolmetscher bedrĂŒckt, die Sache sei dies: Die originelle Farbe der Panzer war eine spezielle Tarnfarbe die anscheinend verhinderte durch gegnerische InfrarotglĂ€ser identifiziert zu werden und der Liter kostet ĂŒber fĂŒnftausend US-Dollar, zudem ein Yankiprodukt.
An diesem Punkt angelangt war auch mein drittes Glas on the rocks zu Ende. Der Tau des tropischen Abends begann erfrischend zu wirken. Werner schlug erfolgreich vor, noch in einem ihm bekannten Lokal ein superben “Pikante de Gallina” als Abendbrot gemeinsam zu speisen.
__________________
Utz Bahm

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Ralph Ronneberger
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Hallo Utz Bahm, herzlich Willkommen in der Leselupe!

Schön, dass Du den Weg zu uns gefunden hast. Wir sind gespannt auf Deine weiteren Werke und freuen uns auf einen konstruktiven Austausch mit Dir.

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Languedoc
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Hallo Lutz Bahm,

Willkommen auf dem Forum. Du hast Dich gewiss bemĂŒht mit Deinem Text und bringst uns eine exotische Episode aus dem fernen SĂŒdamerika nahe, aber vom schriftstellerischen Standpunkt aus hapert es noch mĂ€chtig. Es fehlt an korrekter Orthografie ebenso wie an der Grammatik, und der Aufbau der Geschichte ist ungeschickt. Wenn Du am gewĂ€hlten Titel "Die Farbe" bleibst, dann sollte die ErzĂ€hlung auf diesen Punkt hinsteuern und das Rundherum weglassen, sofern es nicht fĂŒr die Pointe von Bedeutung ist. Allerdings ist das Ganze dann keine ErzĂ€hlung mehr, sondern eine Kurzgeschichte.

Vor allem jedoch mĂŒsste ein Text erst mal fehlerfrei geschrieben sein. Guck mal:


quote:

Ich saß am sauber gechlorten Swimmingpool des kleinen Hotels, (Komma) als Werner, verschwitzt, begleitet von einem neuen Gesicht (ohne Körper? begleitet "von einem Mann" wĂŒrde genĂŒgen, oder "von einem verschwitzten Mann") , sich zu mir setzte. Werner war Schweizer, (und) Holzfachmann und bewirtschaftete eine Fabrik (eine Fabrik bewirtschaftet man nicht, man managt sie oder besitzt sie), (Komma) die Laminate herstellte. (in der Lamiate hergestellt wurden.) Wir kannten uns schon einige Zeit, (verwirrend: ist Werner gemeint oder das neue "Gesicht"?) da er im selben Hotel ebenfalls einen Bungalow bewohnte. (im Hotel einen Bungalow zu bewohnen ist seltsam; Bungalows befinden sich wohl im GelĂ€nde einer Hotelanlage) Nach Feierabend zusammen uns ein Bierchen neben dem Pool des Hotels zu genehmigen, gegenseitig die tĂ€glichen, sonstige vorherigen Erlebnisse zu erzĂ€hlen und natĂŒrlich auch die politischen Ereignisse durchzuhecheln, hatten wir zur Gewohnheit gemacht. (missglĂŒckter Schachtelsatz - aufdröseln Ă  la: Wir hatten uns zur Gewohnheit gemacht, ...)
Er stellte seinen Begleiter als Landsmann vor mit der ErklĂ€rung, dass er (dieser) sei eben (eine Ortsangabe wĂŒrde hier passen - gĂ€be dem Leser eine erste Orientierung, wo sich die Protagonisten aufhalten) eingetroffen sei. Nach dem ersten erfrischenden Schluck (Nach ein paar Schlucken Whiskey on the rocks) begann der neue Bekannte von Werner, nennen wir ihn Michael, den Zweck seines Aufenthaltes in Pucallpa zu erklĂ€ren. Er wollte (wolle) nur das Terrain sondieren, ob er hier eine (wirtschaftliche) Existenzmöglichkeit fĂ€nde (finden könne) Anschließend, schon etwas gelöster und nun mit einem Wiskey on the rocks in der Hand, legte er sein Curriculum vitae offen und erzĂ€hlte uns aus seinem Leben. Kurzgefasst: Er war von Beruf Postbeamte, spezifisch Postbote (was ist das?). Werner schaute mich mit gehobenen Augenbrauen an und ich verstand was er nicht aussprechen wollte. (Der Leser versteht gar nichts)

Tut mir leid, im Prinzip gehört die Story neu aufgesetzt. Die vorgelegte Fassung ist ein Rohentwurf, mehr nicht. Schreiben will geĂŒbt werden, und in diesem Sinne hoffe ich, meine Kritik ist ein Ansporn, sich ranzuklemmen und zu verbessern. Die Geschichte hĂ€tte es verdient!

Liebe GrĂŒĂŸe und nichts fĂŒr ungut

Languedoc

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Utz Bahm
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Die Farbe

Vielen Dank fĂŒr die konstruktive Kritik. Will nun versuchen dieses Erlebnis neu zu ĂŒberarbeiten. Nur erlaube ich mir zu erwĂ€hnen, daß einige VorschlĂ€ge mir persönlichg nicht zusagen, da sie ja einen neuen Stil bedingen. KlĂ€rend will ich noch erwĂ€hnen, daß ich nun beinahe 50 Jahre in Argentinien lebe und meist spanisch spreche, also vieles meiner sog. Mutterprache verloren habe. Daher sind Ihre Anmerkungen fĂŒr mich ser wichtig und ich bedanke mich dafĂŒr.
__________________
Utz Bahm

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Languedoc
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Hallo Utz Bahm,

Sie haben mit Sicherheit vieles zu erzĂ€hlen und werden dafĂŒr auch die Form finden, die zu Ihnen und den Geschichten passt - möglicherweise auf Spanisch?

Zum Stil noch ein Hinweis: Ein Text gewinnt nicht unbedingt durch erhabene Vokabeln und komplizierte Satzkonstruktionen. Versuchen Sie doch mal "einfache" Formulierungen - der Klarheit wÀre gedient.

Viel GlĂŒck und alles Gute nach Argentinia!

Languedoc

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