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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Die Farbe Lila
Eingestellt am 14. 12. 2014 21:15


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Tina Peters
Hobbydichter
Registriert: Dec 2014

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Die Farbe Lila
Lila war w√ľtend. Sie war so w√ľtend, dass sie so dunkellila anlief wie schon lange nicht mehr.
Sie hatte gerade Blau und Gr√ľn getroffen und eigentlich hatten sie sich ganz nett unterhalten.Doch dann fing Blau an zu prahlen, dass sie die am meisten verbreitete Farbe auf der Welt w√§re.Niemand w√ľrde sie √ľbersehen, denn nicht nur der Himmel,sondern auch das Meer w√§re ja blau.Doch Gr√ľn hielt dagegen. Schlie√ülich war die Natur un√ľbersehbar stark in ihrer Farbe vertreten,von den Gr√§sern bis zu den Baumkronen.

W√§hrend Gr√ľn und Blau anfingen sich zu streiten blieb
Lila ganz still. Plötzlich war ihr bewusst geworden, dass sie selber sehr selten in der Welt zu sehen war…
Vielleicht in ein paar Blumen , Schmetterlingsfl√ľgeln oder Vogelfedern ‚Ķ.
Je l√§nger sie dar√ľber nachdachte, um so √§rgerlicher wurde sie und f√ľhlte sich ungerecht behandelt.
So beschloss sie, sich beim K√∂nig der Farben zu beschweren. Dieser h√∂rte ihr geduldig zu ,kraulte seinen kunterbunten Bart und dachte kurz nach. ‚ÄěNun gut,‚Äú meinte er schlie√ülich ‚ÄěWenn du meinst ,du m√ľsstest in der Natur mehr zu sehen sein, dann mache ich dir einen Vorschlag. Du darfst alles in
lila f√§rben was dir gef√§llt. Und zwar ohne Einschr√§nkung. Dann werden wir ja sehen, ob du dich danach besser f√ľhlst.‚Äú

Lila sprang vor Freude in die Luft und freute sich sehr √ľber diese Entscheidung. Sie machte sich gleich an die Arbeit. Am Anfang war sie noch zaghaft und begann Bananen, Kaninchen, Feuerl√∂scher und Stoppschilder zu f√§rben. Doch es dauerte nicht lange und sie wurde mutiger. Bald konnte man
Linienbusse ,Zebrastreifen, Elefanten und Flugzeuge in allen erdenklichen Lilatönen bewundern.
Die Menschen waren am Anfang √ľber diese pl√∂tzlichen Ver√§nderungen um sie herum verwundert.
Doch dann waren sie begeistert und freuten sich, wenn sie wieder etwas Neues in lila entdeckten.Endlich gab es Abwechslung im Alltagstrott.
Angespornt durch diese Reaktionen arbeitete Lila fleißig
weiter und √§rgerte Gr√ľn und Blau indem sie den Himmel , das Meer und die Pflanzen mit ihrer Farbe versah.
Eines Tages jedoch war den Menschen der Anblick ihres Werkes zur Gewohnheit geworden.Sie gingen wie fr√ľher gleichg√ľltig ihres Weges .Der Reiz des Neuen war verflogen.
Lila verstand das alles nicht. Eben war sie noch gefeiert und bewundert worden und jetzt achtete niemand mehr auf sie.

Nachdenklich setzte sie sich in einen Park und beobachtete ein kleines M√§dchen, das mit seiner Mutter im Gras sa√ü und zwischen den wei√üen Kleebl√ľten nach einem vierbl√§ttrigen Gl√ľcksklee suchte. Nach einiger Zeit rief es aufgeregt ‚ÄěMama, Mama ! Ich habe eins gefunden !‚Äú Die Mutter nahm ihre Tochter in den Arm und antwortete l√§chelnd ‚ÄěDas ist ein
besonderes Kleeblatt, denn es ist sehr selten.“

Plötzlich war Lila alles klar. So schnell sie konnte
rannte sie zum K√∂nig der Farben und bat ihn, alles wieder r√ľckg√§ngig zu machen.
Dieser schmunzelte und fragte , warum sie ihre Meinung ge√§ndert h√§tte. Lila erz√§hlte von ihrer Beobachtung und dass sienun verstanden h√§tte, dass sie etwas ganz besonderes sei. Der K√∂nig der Farben freute sich, dass sie ihre Lektion gelernt hatte und sorgte daf√ľr, dass die Welt wieder so aussah wie zuvor.
Bis auf eine kleine Ausnahme. Die Kleebl√ľten konnte man jetzt nicht nur, wie fr√ľher, in wei√ü sondern auch in lila bewundern.

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