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Leselupe.de > Kindergeschichten
Die Fehlerteufel
Eingestellt am 08. 05. 2003 02:07


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Inga Rothe
Nennt-sich-Schriftsteller
Registriert: Mar 2003

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Kommentare: 5
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Die kleinen Fehlerteufel


┬ę by Inga Rothe 03

Ruhig geworden war es in der Grundschule. Alle Kinder hatten schulfrei und die letzten Lehrer verlie├čen ebenfalls das Geb├Ąude.
Nachdem die Putzfrauen mit ihrer Arbeit fertig waren, schloss der Hausmeister die T├╝ren ab.
Somit war ein Schultag zu Ende, aber nicht f├╝r die kleinen Fehlerteufel. Die warteten nur darauf, dass alle weg waren, um mit ihrem Werk zu beginnen.
Pauli schnappte sich gleich das erste Heft, das im Lehrerzimmer zur Korrektur auf einem Stapel lag...
"Hihi, das war ja ein ganz schlauer Junge, ich finde keine Fehler, na so etwas!" rief er den anderen Fehlerteufeln zu.
"Stimmt, bei mir ist auch nichts!" erwiderte Kalle.
Na, dann werden wir denen mal ganz schnell welche machen, grinste Pauli und fing an.
Gegen Abend hatten die Beiden ihre Arbeit beendet und versteckten sich geschwind zwischen den B├╝chern.

Gegen 8 Uhr betrat Lehrer M├╝ller das Klassenzimmer, schnappte sich den Heftstapel und machte sich daran, die Fehler zu korrigieren. Er sch├╝ttelte nur noch mit dem Kopf.
"Wie kann das nur sein, der schlaue Carsten hat 50 Fehler? Madline, 65!
Da er in der 3. Stunde in seiner Klasse unterrichten musste, schaffte er es gerade noch, die Hefte fertig zu bearbeiten.
Als er dann die Klasse betrat, machte er eine sehr bedenkliche Miene.

"Kinder, was ist mit euch los? So ein schlechtes Diktatergebnis habe ich noch nie gesehen!
Carsten, buchstabiere doch einmal das Wort Feuerwehrmann."
Carsten stand auf, wie es sich geh├Ârte und buchstabierte: "F-e-u-e-r-w-e-h-r-m-a-n-n"
"Richtig, aber warum schreibst du im Diktat, V-├Ą-u-e-a-r-w-├Ą-r-m-a-n???"
Entsetzt schaute Carsten die anderen Sch├╝ler an, die sich vor Lachen kr├╝mmten.
"Madline, wie schreibt man denn, "es brannte im ganzen Haus"?"
Diese war nun ganz durcheinander, denn was sollte diese Frage, sie wu├čte doch wie das geschrieben wurde, denn sie geh├Ârte zu den besten Sch├╝lerinnen.

So ging das nun die ganze Stunde, Fehler, ├╝ber Fehler und keiner konnte sich erkl├Ąren, wie so etwas sein konnte.
Da meldete sich Marius: "Herr M├╝ller, ich habe geh├Ârt, wenn Kinder nicht genug Gem├╝se essen, sei das nicht gut, vielleicht kommt es daher, ich mag n├Ąmlich keine Gem├╝se!"
"Kinder d├╝rfen nicht soviel S├╝├čigkeiten essen!" rief Oliver.
"Kinder sollen gegen 10 Uhr ein 2. Fr├╝hst├╝ck einhalten, weil da der Zuckerwert im K├Ârper sinkt und sie sich dann nicht konzentrieren k├Ânnen, sagt meine Mama. Aber das mache ich doch schon" meinte Madline.
"Stimmt Kinder, eine ausgewogene Ern├Ąhrung kann auch eine Ursache sein, aber was ich hier sehe, das ist mehr als merkw├╝rdig! Schlimmer als Diktate in der ersten Klasse".

Nach dem Unterricht trafen sich alle Lehrer im Lehrerzimmer und waren sehr ratlos.
Die kleinen Fehlerteufel hatten ├╝berall, in jeder Klasse ihre Spuren hinterlassen.
"Das geht nicht mit rechten Dingen zu, irgendetwas stimmt hier nicht!" sagte der Rektor, "ich habe heute Morgen Zettel verteilt und selbst darin waren mehr als 30 Fehler!"
Nachdenklich verlie├čen die Lehrer die Schule.

Kaum war diese wieder abgeschlossen und niemand mehr da, kamen die kleinen Fehlerteufel aus ihrer Ecke hervor.
Wie freuten sie sich ├╝ber ihre Tat, jubelten vor Stolz!
Heute hatten sie nichts zu tun, denn alle Lehrer hatten die Hefte mit nach Hause genommen.
"Oooch, das ist aber langweilig!" maulte Pauli.
"Dann m├╝ssen wir uns eben die B├╝cher vornehmen!" meinte Kalle.

Am n├Ąchsten Morgen trafen sich alle Sch├╝ler auf dem Schulhof und diskutierten, was das sein konnte, wie kann jemand soviel Fehler machen?
Sebastian, der Schulsprecher meinte: "Da hilft nur eins, wir m├╝ssen b├╝ffeln! In acht Wochen sind die Zeugnisse f├Ąllig, wir k├Ânnen uns das nicht leisten. Jeder, der besser ist, nimmt sich einen Schw├Ącheren und ├╝bt mit ihm!"
So wurde es dann auch gemacht.

Lehrer M├╝ller wunderte sich, das die Leistungen der Klasse immer besser wurden.
Wieder schrieben sie ein Diktat. Diesmal lie├č Herr M├╝ller die Hefte nicht liegen, sondern nahm sie mit nach Hause.
Er staunte nicht schlecht, denn drei Fehler, mehr gab es nicht.

"Ich bin ganz stolz auf euch, liebe Kinder!" Sogar Benjamin, unser kleines Sorgenkind, hat nur drei Fehler! Da ihr so flei├čig ward, lese ich euch heute die Geschichte von der kleinen Hexe vor!"
Er holte sich das Buch aus dem Lehrerzimmer und schlug es auf. Was ist das denn? Er erschrak furchtbar, denn es stand da: "Di klaine H├Ąkse"
Herr M├╝ller musste sich erst einmal hinsetzen, der Schreck war zu gro├č f├╝r so einen gelehrten Mann!
Was sollte er jetzt tun? Alle Sch├╝ler schauten ihn an! Der artige Carsten ging zu ihm hin und fragte, ob ihm etwas fehlte.
Herr M├╝ller konnte nicht sprechen, zeigte ihm das Buch! Entsetzt gab Carsten es weiter.

"Habt ihr schon mal etwas von Fehlerteufeln geh├Ârt?" fragte Anne pl├Âtzlich.
Alle sahen sie erstaunt und fragend an. Nein, davon hatten sie noch nichts geh├Ârt.
"Das m├╝ssen die aber gewesen sein, denn solche Fehler macht kein Autor und kein Verleger gibt solch ein Buch heraus, indem so viele und dumme Fehler sind!"

Lehrer M├╝ller hatte sich wieder gefasst und stimmte zu.
"Ja, liebe Kinder, das k├Ânnte es sein. F├╝r heute machen wir erst einmal Schluss und werden morgen dar├╝ber reden."
Im Lehrerzimmer herrschte Aufregung, was konnte man tun?
Der Rektor befahl, das alle Lehrer fortan die Hefte zu Hause korrigieren und die B├╝cher auch nicht mehr in der Schule liegen bleiben sollten.

Tats├Ąchlich, nachdem die Fehlerteufel bis zu den Ferien nichts mehr zu tun hatten und in den Ferien sowieso vor lauter lange Weile verzweifelten, beschlossen sie, die Schule zu verlassen und vielleicht wo anders ihr Unwesen zu treiben. An dieser Schule waren sie jedenfalls nicht mehr zu sehen.





__________________
Immer laecheln, dann wir auch mal zur├╝ckgelacht!

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