Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92255
Momentan online:
265 Gäste und 9 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kindergeschichten
Die Freunde
Eingestellt am 19. 12. 2002 17:14


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
noel
???
Registriert: Dec 2002

Werke: 180
Kommentare: 768
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um noel eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Es war einmal ein kleiner Pinguin, der stand ganz allein auf einer Anh├Âhe. Wollt ihr wissen wie es dazu kam?!
Der Pinguin war schrecklich neu-gierig. Er musste immer alles erforschen. So schnell ihn seine kralligen Flossen trugen, watschelte er ├╝ber Land, schwamm behend durchs Wasser. Pinguine watscheln, weil der Frack den sie tragen hauteng sitzt. An Land ist er f├╝r sie hinderlich, aber unter Wasser erhalten sie dadurch mehr Schnittigkeit. Sie werden bis zu 40 Km/h schnell.
Unser kleiner Pinguin traf auf seinen Ausfl├╝geln Wesen die so ganz anders aussahen als er. Es faszinierte ihn sie zu beobachten, ├╝ber und unter Wasser. Das Problem war nur, dass er eigentlich sch├╝chtern, fast ├Ąngstlich war. Eine merk-w├╝rdige Verbindung... Neugier und ├Ąngstliche Sch├╝chternheit. F├╝r unseren kleinen Pinguin bedeutete das, dass er zuerst aus sicherer Entfernung beobachtete. Ver-suchte zu erkennen ob das fremde Wesen ihm etwas b├Âses antun k├Ânne. Wen er sich dann vom Gef├╝hl her sicher war, watschelte oder schwamm er auf sie zu. Es war lustig mitanzusehen. Er bewegte sich dann nicht gerade und aufrecht, oder schwamm pfeilgleich auf sie zu, wie es sonst seine Art war. Sein K├Ârper verfiel in schl├Ąngelnde, wiegende Bewegungen. Fast anmutig als tanze er zu einer langsamen, nicht wahrnehmbaren Musik.
Auf seiner Wanderschaft hatte er Freundschaft mit einem Delphin und einem Walro├č geschlossen. Die drei wurden unzertrennlich. Schwammen gemeinsam um die Wette, jagten hinter Fischen her. Aber eines Tages war das Walro├č nicht mehr da. Ohne sich von den beiden verabschiedet zu haben erschien er einfach nicht mehr an ihrem Platz. Erst warteten Sie, dann begannen sie zu suchen, bangten um ihn. Sie erinnerten sich der Geschichten ihrer Eltern, Geschichten ├╝ber Wesen, die in gro├čen harten Gef├Ąhrtnissen in ihr Land eindrangen. Man erz├Ąhlte sich, dass man lange bevor sie auftauchten unter Wasser und an Land es h├Âren und sp├╝ren konnte. Sie liefen auf langen Gliedern, die die H├Ąlfte ihres K├Ârpers ausmachten und anstelle von Flossen hatten sie Schulterh├Âhe noch einmal zwei lange Glieder, die jeweils in f├╝nf noch schmalere Glieder endeten. Mit diesen F├╝nflingen taten sie die Dinge, die unsere drei Freunde mit dem Maul oder Schnabel taten. Aber sie hatten noch eine `Besonderheit┬┤. Mann sagte, dass sie aus ihren Gef├Ąhrten stiegen und ohne erfindlichen Grund mit langen, h├Âlzernen Baumbruchst├╝cken auf Robben einschlugen. Nicht das sie es aus Hunger taten, Pinguine, Delphine und Walr├Â├čer t├Âteten auch, aber f├╝r Nahrung, um zu ├╝ber-leben. Diese Gliedwesen zogen das Fell ab und liessen oft das Fleisch einfach liegen. Bei Walr├Â├čern benutzten sie ein Ger├Ąt, das mit einem f├╝rchterlichen Knall ein Loch in sie brannte. Aber auch sie verzehrten sie nicht hungrig, sondern zerteilten sie zum Abtransport. Die Gliederwesen waren deshalb bei allen Bewohnern gef├╝rchtet. Und auch wenn in den letzten Tagen... Stunden kein Beben, keine ungew├Âhnlichen Ger├Ąusche zu Land und Wasser zu versp├╝ren war, so hatten die beiden doch die Angst, dass ihrem Freund etwas ├Ąhnlich schreckliches passiert sein k├Ânnte.
Der Pinguin w├╝nschte sich in seiner Verzweiflung, dass er fliegen k├Ânne, doch vor ├╝ber 100 Millionen Jahren hatten seine Vorfahren das Fliegen verlernt. Sie hatten sich so auf das Schwimmen und Tauchen, auf die Nahrungssuche unter Wasser verlegt, dass ihre Fl├╝gel mit der Zeit mehr und mehr Flossen wurden; sie irgendwann nur noch watscheln und schwimmen konnten.
Unbehend, verzweifelt versuchte er die Bewegung der V├Âgel nachzuahmen. Doch je l├Ąnger es dauerte, desto wilder und unkoordinierter wurde sein Geschlage, bis er das Gleichgewicht verlor und auf den Schnabel fiel. "Was k├Ânnen wir nur tun?" Der Pinguin blickte traurig auf den Delphin, aber der wogte nur hilflos mit dem Kopf. "Ich denke wir sollten uns trennen. Du suchst ihn unter Wasser und ich auf dem Lande."
So kam es, dass der kleine Pinguin allein auf der Anh├Âhe stand.
Wollt ihr die Geschichte weiter h├Âren?
Zu Anfang schwamm der Delphin nicht allzu schnell durch das Wasser. Er hatte Angst ihn zu ├╝bersehen. Doch je l├Ąnger es dauerte, je weiter er schwamm, desto schneller wurde er. Es vergingen unz├Ąhlige Stunden, stunden in denen er Dinge entdeckte, die er gerne seinen beiden Freunden gezeigt h├Ątte. Er wurde immer trauriger, m├╝der und hungriger. Er hatte sich auf der Suche nicht erlaubt zu rasten, zu essen. Nur ab und an tauchte er auf, um an der Wasseroberfl├Ąche Luft zu schnappen. Manchmal verga├č er, dass er kein Fisch war, keine Kiemen hatte, sondern eine Lunge, die er anf├╝llen musste, um nicht zu ersticken.
Der Hunger wurde bei├čend, die M├╝digkeit lie├č jede Bewegung zur Qual werden, so dass er er mi├čmutig und unverrichteter Dinge zur├╝ckkehrte.
Auch unser Pinguin war erfolglos zur├╝ckgekehrt. Er hatte nur eine begrenzte Fl├Ąche nach ihm absuchen k├Ânnen. Er war einfach an Land nicht wendig und flink genug.
"Du hast ihn auch nicht gefunden?" Wieder wogte der Delphin nur traurig mit dem Kopfe. Sie blickten sich an, sp├╝rten des anderen Schmerz und Angst und ber├╝hrten sich leicht... Schnabel an Maul. "Wir werden morgen weitersuchen. Wir m├╝ssen ihn einfach... wir werden ihn finden. Es war so merkw├╝rdig so einsam durchs Wasser zu streichen. Es hatte alles keinen rechten Sinn... ohne euch" Der kleine Pinguin bekam Tr├Ąnen in die Augen, schnatterte leiseleicht mit seinem Schnabel. Er konnte nichts dazu sagen... es gab auch nichts mehr zu sagen.
Das Walro├č machte sich Gedanken. Er war einfach aufgebrochen, ohne Bescheid zu geben. Aber er wusste es ja selbst nicht zuvor. Es passierte ganz pl├Âtzlich. Er schwamm von seinen Freunden zur├╝ck zu seinem Schwarm... schon von weitem konnte er sehen das Besuch da war... und unter ihnen war SIE. Er versp├╝rte sofort ein heftiges Wogen in sich. Als w├╝rde ein Welle ihn davontragen, sanft und trunken schaukeln. Er musste sie immerzu ansehen; war sich sicher, nie zuvor hatte er ein Walro├č gesehen, dass so grazil, so voller Anmut flosselte. Das war es also, das innerliche Feuer. Die ├älteren sprachen immer davon, wenn sich ein Walro├čp├Ąrchen an Land zur├╝ckzog. "Warum gehen sie weg von uns?" Normalerweise waren Walro├če sehr gesellig, hielten nichts von Einsamkeit. Um so st├Ąrker hatte es das Walro├č verwirrt, wenn wieder zwei aufbrachen. Immer wieder hatte er gefragt und immer wieder fiel die Antwort gleich und unbefriedigend aus.
"Sie haben das innere Feuer und wenn sie zur├╝ckkehren, werden sie ein neues Wesen dabei haben." Jetzt verstand, f├╝hlte er nur zu gut den Sinn der einst so leeren, unverst├Ąndlichen Worte.
Das Alleinsein mit ihr war wundersch├Ân, doch sein schlechtes Gewissen machte ihn immer trauriger. So traurig, dass sie begann, ihr und sein inneres Feuer zu hinterfragen. Er merkte wohl, dass seine Stimmung auf sie niederschlug, doch er konnte nicht dagegen angehen. An einem Tag, an dem sie ihn traurig und fragend anblickte, dass sein Herz zu brechen drohte, fa├čte er sich selbiges und sprach zu ihr. "ich bin mit dir einfach aufgebrochen, ohne meinen Freunden Bescheid zu geben. Es sind keine vom Schwarm, keine Walr├Â├čer. Sie werden nicht wissen, dass es ├╝blich ist, sich in die Zweisamkeit des inneren Feuers zur├╝ckzuziehen. Sie machen sich bestimmt schrecklich viele Gedanken und S o r g e n."
Sie verstand, war erl├Âst und betroffen zugleich. Es hatte nichts mit ihnen, ihrem inneren Feuer zu tun. Da fa├čte sie sich ihrerseits ein Herz und sprach. "Schwimm los, suche deine freunde und bringe sie hier her. Ich werde warten, denn ich wei├č, dass es wichtig ist f├╝r dich." Unser Walro├č war voller Dankbarkeit und Liebe, sp├╝rte sein inneres Feuer verzehrend sch├Ân. So stark, dass er seine Entscheidung des Aufbruchs schon zu bezweifeln anfing. Doch auch das bemerkte sie. Und auch wenn sie sich nichts sehnlichster w├╝nschte, als dass er bliebe, wusste sie doch, dass er gehen musste. "Nun schwimm schon los. Ich m├Âchte dich baldigst wieder sehen. Und dann mit Tr├Ąnen der Freude in den Augen."

Es war so viel Zeit vergangen, dass der kleine Pinguin und der Delphin nicht mehr daran glaubten, ihren Freund jemals wieder zu sehen. Der Wille und die Hoffnung wurden von Unglauben und Trauer verdr├Ąngt. Schlie├člich brachen sie nicht mehr auf. Ohne ein Wort dar├╝ber zu verlieren, stellten sie ihre Suche ein, schwammen nur noch lustlos im Kreis.
Es fand sich nicht mehr die rechte Leichtigkeit und Freude wie fr├╝her, als sie noch zu dritt waren.
Das Walro├č erkannte sie schon von weitem. Doch erschreckte er, ob ihrer mi├čmutigen, tristen Ausstrahlung. Sein schlechtes Gewissen lie├č ihn heftig zu rufen beginnen. Auch wenn er noch viel zu weit weg war, um von ihnen geh├Ârt zu werden.
Sechs Tr├Ąnen der Freude tropften zu Boden und noch heute, wenn man genau hinsieht, kann man sie erkennen

__________________
┬ę noel
Wir sind alle Meister/innen der Selektion und der konstruktiven Hoffnung, die man allgemein die WAHRHEIT nennt ┬ęnoel
NOEL = Eine Dosis knapp unterhalb der Toxizit├Ąt, ohne erkennbare Nebenwirkung (NOEL - no observable effect level) .

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


flammarion
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Jan 2001

Werke: 278
Kommentare: 8208
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um flammarion eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
hm,

das k├Ânnte eine nette geschichte sein, wenn sie lektoriert werden w├╝rde. am schlimmsten fand ich: "wogte mit dem Kopf". was ist das denn? also, wenn du willst, nehme ich mir den text mal vor. lg
__________________
Old Icke

Bearbeiten/Löschen    


noel
???
Registriert: Dec 2002

Werke: 180
Kommentare: 768
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um noel eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Gerne
__________________
┬ę noel
Wir sind alle Meister/innen der Selektion und der konstruktiven Hoffnung, die man allgemein die WAHRHEIT nennt ┬ęnoel
NOEL = Eine Dosis knapp unterhalb der Toxizit├Ąt, ohne erkennbare Nebenwirkung (NOEL - no observable effect level) .

Bearbeiten/Löschen    


noel
???
Registriert: Dec 2002

Werke: 180
Kommentare: 768
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um noel eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Wogen von Wellen...
Ich versuchte wellenartige Bewegungen in Wort umzusetzen.
Neologismen sollten in Kindergeschichten nicht verwendet werden... war wohl ein Fehler.
__________________
┬ę noel
Wir sind alle Meister/innen der Selektion und der konstruktiven Hoffnung, die man allgemein die WAHRHEIT nennt ┬ęnoel
NOEL = Eine Dosis knapp unterhalb der Toxizit├Ąt, ohne erkennbare Nebenwirkung (NOEL - no observable effect level) .

Bearbeiten/Löschen    


flammarion
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Jan 2001

Werke: 278
Kommentare: 8208
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um flammarion eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
hier

meine korrekturvorschl├Ąge. habe sie in klammern gesetzt, weil ich den zauber der roten und blauen buchstaben nicht beherrsche.Die Freunde
Es war einmal ein kleiner Pinguin, der stand ganz allein auf einer Anh├Âhe. Wollt ihr wissen(,) wie es dazu kam?!
Der Pinguin war schrecklich neugierig. Er musste immer alles erforschen. So schnell ihn seine kralligen Flossen trugen, watschelte er ├╝ber Land, schwamm beh(├Ą)nd durchs Wasser. Pinguine watscheln, weil der Frack(,) den sie tragen(,) hauteng sitzt. An Land ist er f├╝r sie hinderlich, aber unter Wasser erhalten sie dadurch mehr Schnittigkeit (und) werden bis zu 40 Km/h schnell.
Unser kleiner Pinguin traf auf seinen Ausfl├╝ge()n Wesen(,) die so ganz anders aussahen als er. Es faszinierte ihn(,) sie zu beobachten, ├╝ber und unter Wasser. Das Problem war nur, dass er eigentlich sch├╝chtern, fast ├Ąngstlich war. Eine merkw├╝rdige Verbindung (– Neugier und ├Ąngstliche Sch├╝chternheit.
F├╝r unseren kleinen Pinguin bedeutete das, dass er zuerst aus sicherer Entfernung beobachte(n) musste(, um )zu erkennen(,) ob das fremde Wesen ihm etwas (B)├Âses antun k├Ânne. Wen(n) er sich dann vom Gef├╝hl her sicher war, watschelte oder schwamm er auf (es) zu. Es war lustig ()anzusehen. Er bewegte sich dann nicht gerade und aufrecht() oder schwamm pfeilgleich auf sie zu, wie es sonst seine Art war. Sein K├Ârper verfiel in schl├Ąngelnde, wiegende Bewegungen. Fast anmutig(,) als tanze er zu einer langsamen, nicht wahrnehmbaren Musik.
Auf seiner Wanderschaft hatte er Freundschaft mit einem Delphin und einem Walro(ss) geschlossen. Die drei wurden unzertrennlich(,) schwammen gemeinsam um die Wette, jagten hinter Fischen her. Aber eines Tages war das Walro(ss) nicht mehr da. Ohne sich von den beiden verabschiedet zu haben(,) erschien (es) einfach nicht mehr an ihrem (gewohnten) Platz. Erst warteten (s)ie, dann begannen sie zu suchen, bangten um ihn.
Sie erinnerten sich der Geschichten ihrer Eltern, Geschichten ├╝ber Wesen, die in gro├čen(,) harten (Fahr-Unget├╝men) in ihr Land eindrangen. Man erz├Ąhlte sich, dass man (sie) unter Wasser und an Land () h├Âren und sp├╝ren konnte(,) lange bevor sie auftauchten.
(Die Wesen) liefen auf langen Gliedern, die die H├Ąlfte ihres K├Ârpers ausmachten(,) und anstelle von Flossen hatten sie (in) Schulterh├Âhe noch einmal zwei lange Glieder, die jeweils in f├╝nf noch schmalere (und k├╝rzere) Glieder endeten. Mit diesen F├╝nflingen taten sie die Dinge, die unsere drei Freunde mit dem Maul oder Schnabel taten. Aber sie hatten noch eine `Besonderheit┬┤. Man() sagte, dass sie aus ihren Fahrzeugen stiegen und ohne erfindlichen Grund mit langen, h├Âlzernen Baumbruchst├╝cken auf Robben einschlugen. Nicht(,) das(s) sie es aus Hunger taten, Pinguine, Delphine und Walr├Âsser t├Âteten auch, aber f├╝r Nahrung, um zu ├╝berleben. Diese Gliedwesen zogen das Fell ab und lie(├č)en oft das Fleisch einfach liegen. Bei Walr├Âssern benutzten sie ein Ger├Ąt, das mit einem f├╝rchterlichen Knall ein Loch in sie brannte. Aber auch sie verzehrten sie nicht hungrig, sondern zerteilten sie zum Abtransport. Die Glied()wesen waren deshalb bei allen Bewohnern gef├╝rchtet. Und auch( wenn in den letzten Tagen (oder) Stunden kein Beben, keine ungew├Âhnlichen Ger├Ąusche zu Land und Wasser zu versp├╝ren war(en), so hatten die beiden doch die Angst, dass ihrem Freund etwas ├Ąhnlich schreckliches passiert sein k├Ânnte.
Der Pinguin w├╝nschte sich in seiner Verzweiflung, dass er fliegen k├Ânne, doch vor ├╝ber 100 Millionen Jahren hatten seine Vorfahren das Fliegen verlernt. Sie hatten sich so auf das Schwimmen und Tauchen, auf die Nahrungssuche unter Wasser verlegt, dass ihre Fl├╝gel mit der Zeit mehr und mehr Flossen wurden; sie irgendwann nur noch watscheln und schwimmen konnten.
Unbeh(├Ą)nd() (und)verzweifelt versuchte er(,) die Bewegung der V├Âgel nachzuahmen. Doch je l├Ąnger es dauerte, desto wilder und unkoordinierter wurde sein Geschlage, bis er das Gleichgewicht verlor und auf den Schnabel fiel. "Was k├Ânnen wir nur tun?" Der Pinguin blickte traurig auf den Delphin, aber der (wiegte) nur hilflos () de(n) Kopf. "Ich denke(,) wir sollten uns trennen. Du suchst ihn unter Wasser und ich auf dem Lande."
So kam es, dass der kleine Pinguin allein auf der Anh├Âhe stand.
Wollt ihr die Geschichte weiter h├Âren?
Zu Anfang schwamm der Delphin nicht allzu schnell durch das Wasser. Er hatte Angst(,) (den Freund) zu ├╝bersehen. Doch je l├Ąnger es dauerte, je weiter er schwamm, desto schneller wurde er. Es vergingen unz├Ąhlige Stunden, (S)tunden in denen er Dinge entdeckte, die er gerne seinen beiden Freunden gezeigt h├Ątte. Er wurde immer trauriger, m├╝der und hungriger. (Er hatte sich auf der Suche weder zu rasten noch zu essen erlaubt). Nur ab und an tauchte er auf, um an der Wasseroberfl├Ąche Luft zu schnappen. Manchmal verga├č er, dass er kein Fisch war, keine Kiemen hatte, sondern eine Lunge, die er anf├╝llen musste, um nicht zu ersticken.
Der Hunger wurde bei├čend, die M├╝digkeit lie├č jede Bewegung zur Qual werden, so dass er () mi(ss)mutig und unverrichteter Dinge zur├╝ckkehrte.
Auch unser Pinguin war erfolglos zur├╝ckgekehrt. Er hatte nur eine begrenzte Fl├Ąche () absuchen k├Ânnen. Er war einfach an Land nicht wendig und flink genug.
"Du hast ihn auch nicht gefunden?" Wieder wiegte der Delphin nur traurig () de(n) Kopfe. Sie blickten sich an, sp├╝rten des anderen Schmerz und Angst und ber├╝hrten sich leicht() Schnabel an Maul. "Wir werden morgen weitersuchen. Wir m├╝ssen ihn einfach... wir werden ihn finden. Es war so merkw├╝rdig(,) so einsam durchs Wasser zu streichen. Es hatte alles keinen rechten Sinn... ohne euch" Der kleine Pinguin bekam Tr├Ąnen in die Augen, schnatterte leiseleicht mit seinem Schnabel. Er konnte nichts dazu sagen... es gab auch nichts mehr zu sagen.
Das Walro(ss) machte sich Gedanken. Er war einfach aufgebrochen, ohne Bescheid zu geben. Aber er wusste es ja selbst nicht zuvor. Es passierte ganz pl├Âtzlich. Er schwamm von seinen Freunden zur├╝ck zu seinem Schwarm. (S)chon von weitem konnte er sehen(,) da(ss) Besuch da war und unter ihnen war SIE. Er versp├╝rte sofort ein heftiges Wogen in sich. Als w├╝rde ein(e) Welle ihn davontragen, sanft und trunken schaukeln(d). Er musste sie immerzu ansehen() (und) war sich sicher, nie zuvor hatte er ein Walro(ss) gesehen (zu haben), das() so grazil, so voller Anmut flosselte. Das war es also, das innerliche Feuer. Die ├älteren sprachen immer davon, wenn sich ein Walro(ss)p├Ąrchen an Land zur├╝ckzog. "Warum gehen sie weg von uns?" Normalerweise waren Walro(ss)e sehr gesellig, hielten nichts von Einsamkeit. Um so st├Ąrker hatte es das Walro(ss) verwirrt, wenn wieder zwei aufbrachen. Immer wieder hatte er gefragt und immer wieder fiel die Antwort gleich und unbefriedigend aus.
"Sie haben das innere Feuer und wenn sie zur├╝ckkehren, werden sie ein neues Wesen dabei haben." Jetzt verstand, f├╝hlte er nur zu gut den Sinn der einst so leeren, unverst├Ąndlichen Worte.
Das Alleinsein mit ihr war wundersch├Ân, doch sein schlechtes Gewissen machte ihn immer trauriger. So traurig, dass sie begann, ihr und sein inneres Feuer zu hinterfragen. Er merkte wohl, dass seine Stimmung auf sie niederschlug, doch er konnte nicht dagegen angehen. An einem Tag, an dem sie ihn traurig und fragend anblickte, dass sein Herz zu brechen drohte, fa(ss)te er sich (ein) selbiges und sprach zu ihr. "ich bin mit dir einfach aufgebrochen, ohne meinen Freunden Bescheid zu geben. Es sind keine vom Schwarm, keine Walr├Â(ss)er. Sie werden nicht wissen, dass es ├╝blich ist, sich in die Zweisamkeit des inneren Feuers zur├╝ckzuziehen. Sie machen sich bestimmt schrecklich viele Gedanken und S o r g e n."
Sie verstand, war erl├Âst und betroffen zugleich. Es hatte nichts mit ihnen, ihrem inneren Feuer zu tun. Da fa(ss)te sie sich ihrerseits ein Herz und sprach. "Schwimm los, suche deine (F)reunde und bringe sie hier her. Ich werde warten, denn ich wei├č, dass es wichtig ist f├╝r dich."
Unser Walro(ss) war voller Dankbarkeit und Liebe, sp├╝rte sein inneres Feuer verzehrend sch├Ân. So stark, dass er seine Entscheidung(, aufzubrechen) schon zu bezweifeln anfing. Doch auch das bemerkte sie. Und auch wenn sie sich nichts sehnlich()er w├╝nschte, als dass er bliebe, wusste sie doch, dass er gehen musste. "Nun schwimm schon los. Ich m├Âchte dich baldigst wieder sehen. Und dann mit Tr├Ąnen der Freude in den Augen."

Es war so viel Zeit vergangen, dass der kleine Pinguin und der Delphin nicht mehr daran glaubten, ihren Freund jemals wieder zu sehen. Der Wille und die Hoffnung wurden von Unglauben und Trauer verdr├Ąngt. Schlie├člich (suchten) sie nicht mehr. Ohne ein Wort dar├╝ber zu verlieren, stellten sie ihre Suche ein, schwammen nur noch lustlos im Kreis.
Es fand sich nicht mehr die rechte Leichtigkeit und Freude wie fr├╝her, als sie noch zu dritt waren.
Das Walro(ss) erkannte sie schon von weitem. Doch er (erschrak), ob ihrer mi(ss)mutigen, tristen Ausstrahlung. Sein schlechtes Gewissen lie├č ihn heftig zu rufen beginnen. Auch wenn er noch viel zu weit weg war, um von ihnen geh├Ârt zu werden.
Sechs Tr├Ąnen der Freude tropften zu Boden und noch heute, wenn man genau hinsieht, kann man sie erkennen


ganz lieb gr├╝├čt

__________________
Old Icke

Bearbeiten/Löschen    


noel
???
Registriert: Dec 2002

Werke: 180
Kommentare: 768
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um noel eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Danke

Muss mch erstmal durch die vielen Klammern hangeln.
Hast dir ganz sch├Ân viel M├╝he gemacht *lg
__________________
┬ę noel
Wir sind alle Meister/innen der Selektion und der konstruktiven Hoffnung, die man allgemein die WAHRHEIT nennt ┬ęnoel
NOEL = Eine Dosis knapp unterhalb der Toxizit├Ąt, ohne erkennbare Nebenwirkung (NOEL - no observable effect level) .

Bearbeiten/Löschen    


Zur├╝ck zu:  Kindergeschichten Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!