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Leselupe.de > Kurzprosa
Die Geschichte für mich
Eingestellt am 05. 01. 2002 16:10


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masterplan
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: May 2001

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Mit meinen Gedanken, in meinen Vorstellungen, bin ich weit weg von hier. An einem Ort der so entfernt liegt, dass mich ebenfalls nur Gedanken und Wünsche dort besuchen könnten. Er liegt am anderen Ende des Universums, zwischen einer Dunkelwolke und einem Arm einer Spiralgalaxie. Dort schwebe ich zuweilen als ein kleiner, strahlender Lichtpunkt durch das All und die Zeit und stelle mir Gedanken über mich selbst.
Bin ich böse?
Bin ich gut?
Bin ich real?
Doch wenn ich die vorbeiziehenden Sterne und Staubteilchen danach Frage, bekomme ich keine Antwort. Sie ignorieren mich, den kleinen Lichtfleck einfach.
Bin ich alleine?
Habe ich mir diese Einsamkeit verdient?
Manchmal komme ich den riesigen Sternen zu nahe. Sie sind sehr groß und gefährlich, aber wunderschön. Im Zentrum der Spiralgalaxie, so sagen sich die uralten Kometen aus Stein und Eis, brennen diese Sterne noch viel heller und stärker als in einem Galaxienarm. Wenn diese Kometen bei mir vorbeifliegen, trauern sie oft um ihre Begleiter, die sich in so einem Zentrum verloren haben, verbrannt sind, vor vielen, vielen Millionen Jahren. Manche von ihnen erhoffen sich von mir Antworten auf ihre Fragen. Doch ich kenne nicht einmal die Antworten auf die Fragen über mich selbst.
Warum steuern manche Kometen direkt in das Galaxienzentrum?
Wer steuert das Universum?
Habe ich Einfluß darauf?
Bin ich das Universum?
Bin ich alles und jedes?
Woher kommt dieser Gedanke?
Kann er von mir kommen, wenn ich das Einzige und alles bin?
Mit einem traurigen, verkraterten Gesicht sieht mich der rotbraune Mond eines Planeten hin und wieder an. Ich weiß, wenn er Wasser auf seiner Oberfläche besäße, würde er weinen. Doch er ist zu kalt und der Planet, den er umkreist, sein ewiger Nachbar, ist beinahe genau so kalt und einsam wie er. Es erscheint, als stelle auch er mir eine Frage.
Wer hat mich verlassen?
Es ist schade, dass er nicht auch mein Kummer und Leid erkennen kann. Schließlich bin ich nur ein kleiner, umherziehender Lichtpunkt und habe kein äußeres Erscheinungsbild. Das Weltall erkennt mich nur an meinem schwach strahlenden Licht, zwischen einer Dunkelwolke und einem Spiralgalaxienarm.
__________________
Schön, dass wir einmal darüber sprechen konnten...

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flammarion
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Registriert: Jan 2001

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oh mann,

ich bin total platt. so eine schöne geschichte! wenn ich nur wüßte, was mich an ihr stört? irgendwas stimmt nicht. ich lese es mir noch n paar mal in ruhe durch und geb dann bescheid. ganz lieb grüßt
__________________
Old Icke

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