Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5437
Themen:   92194
Momentan online:
67 Gäste und 2 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzprosa
Die Geschichte von dem Blinden und dem Lahmen
Eingestellt am 25. 09. 2005 12:44


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
eichhammer
Hobbydichter
Registriert: Sep 2005

Werke: 1
Kommentare: 1
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um eichhammer eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

(Die Geschichte basiert auf dem bekannten Sprichwort. Ich habe sie geschrieben, nachdem ich im Internet vergeblich nach einer \"verl├Ąngerten\" Form des Sprichworts gesucht hatte. Wenn jemand eine kennt, bitte melden.)

Ein Blinder hat geh├Ârt, dass hinter dem Regenbogen ein Schatz auf den gl├╝cklichen Finder wartet. Mutig bricht er trotz seines Gebrechens auf, doch er verirrt sich und l├Ąsst sich nach Stunden des orientierungslosen Wanderns resigniert fallen. Er landet weich und sp├╝rt, dass er sich auf Sand gebettet hat. Es ist sehr hei├č, doch nach ein paar Stunden wird es furchtbar kalt. Zitternd liegt er im Sand. Dann hat er eine Idee. Er sch├╝ttet Sand ├╝ber seinen K├Ârper. Als er sein Werk vollbracht hat, schaut nur noch sein Kopf heraus. So hatten sie es als Kinder gemacht, er und sein Bruder als sie mit den Eltern im Urlaub waren. Er dachte wehm├╝tig an die Zeit, bevor er alles verlor - die Eltern, den Bruder, das Augenlicht. Er findet Trost in der W├Ąrme des Sandes: Jetzt muss er Nachts nicht frieren, denn er hat sich eine Decke gemacht.
Er wacht auf von der Hitze, die der n├Ąchste Morgen mit sich bringt. Schnell sch├╝ttelt er den Sand ab. Doch zu mehr Tatendrang reicht seine Energie nicht mehr, denn er wei├č, er hat sich hoffnungslos verlaufen. Pl├Âtzlich h├Ârt er eine Stimme rufen: \"He, Fremder!\"
Der Blinde n├Ąhert sich dem Rufenden. Dessen Stimme f├╝hrt ihn. Der andere stellt sich als Lahmer vor.
\"Wo sind wir?\", fragt der Blinde.
\"In der W├╝ste.\"
Sie merken im Gespr├Ąch schnell, dass sie das selbe Ziel haben: den Schatz hinter dem Regenbogen zu finden.
\"Ein Suchender, der nichts sehen kann und ein Wanderer, der nicht gehen kann\", res├╝mmiert der Lahme, \"Die Lage ist aussichtslos.\"
Seufzend setzt sich der Blinde neben seinen neuen Gef├Ąhrten. Stundenlang sagt keiner der beiden etwas. Dann, nach Stunden der Trauer, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, springt der Blinde pl├Âtzlich auf: \"Ich habe eine Idee!\"
Wenn der Blinde den Lahmen tr├Ągt, kommen beide vorw├Ąrts.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Zur├╝ck zu:  Kurzprosa Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!