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Leselupe.de > Horror und Psycho
Die Gier nach Blut 2 (10 Jahre später)
Eingestellt am 04. 04. 2004 09:51


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Michael Pliet
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jan 2004

Werke: 11
Kommentare: 1
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10 Jahre waren vergangen, seit Justina ihr erstes Opfer gefunden hatte. Weitere waren gefolgt und niemand war ihr in all den Jahren auf die Schliche gekommen. Aus dem kleinen achtjährigen Mädchen wurde eine wunderschöne blonde Frau. Ein richtiger Feger, der die Männer verrückt machte, sie aber doch nicht ranließ. Andere Dinge waren für Justina wichtiger. Noch immer spielte Blut in ihrem Leben eine große Rolle. Ihre Gier nach dem roten Lebenssaft hatte sich mit den Jahren sogar noch verstärkt. Das Verschwinden der Haustiere aus der Nachbarschaft fiel zwar auf, aber man fand einfach nicht heraus, wer der Tiermörder war. Längst machte sich Justina nicht mehr die Mühe ihre Opfer zu verstecken, so waren einige von ihnen wieder aufgetaucht. Eigentlich ein Fehler, denn es wurde immer schwerer für Justina an die Tiere heranzukommen, die Menschen waren nicht dumm und achteten auf ihre Tiere. Dies hielt Justina nicht auf, denn ihren eigentlichen Plan hatte sie über die Jahre nie aufgegeben, einmal das Blut der Menschen zu saugen.

Das Schicksal meinte es gut mit Justina, da die Eltern mit ihr in den Urlaub fuhren. Als Ziel hatten sie sich eine einsame Berghütte in der Schweiz ausgesucht. Eine zu große Versuchung für Justina. Je näher der Urlaub rückte, desto mehr keimten in ihr der Gedanke auf, den eigenen Eltern das Blut auszusaugen. Zuerst verdrängte sie diesen noch, kam aber doch zu dem Entschluss, dass es nicht anderes ging. Sie hatte genug von dem Katzen- u. Hundeblut. Es schmeckte ihr nicht mehr. Das Gefühl der Befriedigung war einfach nicht mehr gegeben. Die Zeit war reif einen Schritt weiter zu gehen.

Justina schaute aus dem Fenster der Hütte. Überall lag Schnee und keine Menschenseele war zu sehen. Dort wo die Hütte stand, war nichts von dem Wintersportbetrieb des kleinen Ortes zu merken. Da musste man gut zwanzig Minuten laufen, dass einem überhaupt mal jemand über den Weg lief. Der perfekte Ort für ihre Tat. Ein Blick auf die Uhr zeigte Justina, dass es sehr früh am Morgen war. Ihre Eltern schliefen noch, diesen Zustand wollte sie nutzen. Auch an diese Tat ging Justina nicht unvorbereitet vor. Lange hatte sie überlegt, wie sie die Eltern betäuben sollte. Die Gasheizung der Hütte, war einfach ein perfektes Werkzeug. Leise schlich sich Justina in das Zimmer der Eltern, die beiden schliefen tief und fest. So sollte es auch bleiben. Einen ewigen Schlaf sollten sie haben. Schnell fand das Mädchen den Hebel der Gasheizung und zog daran. Am Geruch merkte sie, das Gas ausströmte. Ihr Plan ging auf. Justina machte sich auf den Rückzug aus dem Zimmer. Eine Viertelstunde dürfte reichen, dann waren die Eltern so weit betäubt, dass sie ihre Tat begehen konnte.

Justina wippte von einem Bein auf das andere. Sie war nervös. Wer sie sah, hätte meinen können, dass sie unter einem Entzug litt. Was auch stimmte, denn zu viele Wochen waren vergangen, seit sie das letzte Blut schmecken konnte. Justina hatte das Gefühl, das Blut riechen zu können. Der Geruch strömte ihr aus dem Schlafzimmer der Eltern entgegen. Sie spürte, wie es durch die Adern der Mutter und des Vaters gepumpt wurde und wenn sie ganz leise war, kam es ihr so vor, als könnte sie es hören. Was sie mit den Leichen der beiden anstellen sollte, darüber hatte sie sich noch keine Gedanken gemacht. Es würde sich schon etwas ergeben. Wichtig war erst einmal, dass ihre Gier nach Blut befriedigt wurde.

Die Zeit war um. Justina machte sich nicht mehr die Mühe leise ins Zimmer zu gehen. Ihre Eltern würden sich nicht mehr wehren können. Bevor sie sich ihrer Mutter zuwandte, drehte Justína den Gashahn wieder zu. Die Eltern sollten durch ihren Biss sterben und nicht durch das Gas. Friedlich lag ihr Mutter im Bett. Justina schlug die Bettdecke zurück und hatte freien Blick auf sie. Ein leichtes Zucken schien durch den fast nackten Körper der Mutter zu gehen, doch sie wachte nicht auf. Die Wirkung von dem Gas war einfach zu stark. Justina legte den Kopf der Mutter zur Seite, so dass ihr Hals freilag. Ein gieriges Grinsen umspielte ihre Lippen. Sie griff in die Tasche ihrer Hose und zog ein Messer hervor. Es war das Messer, mit dem sie alle ihre Taten verübt hatte. Wie vor Jahren bei der Katze, schnitt sie der Mutter damit in den Hals und sah das Blut hervorquellen. Echtes Menschenblut! Wie lange hatte sie darauf gewartet. Vorsichtig leckte sie zunächst nur einmal mit der Zunge darüber und bekam ein paar Tropfen zu schmecken. Der Geschmack war anders als bei den Tieren, viel süßer und irgendwie steckte mehr Energie in ihm. Nun wollte Justina aufs Ganze gehen. Sie drückte ihren Mund an den Hals der Mutter und begann zu saugen. Ab und zu biss sie auch leicht hinein, damit noch mehr von dem Blut in ihren Mund strömte. Der Vater lag daneben und rührte sich nicht. Auch er würde ein Opfer von Justina werden, doch zunächst war nur die Mutter wichtiger. Zuviel Blut quoll mittlerweile aus der Wunde und einiges landete auf der Bettdecke, dies war Justina aber egal, die Hauptsache war, dass sie genug von ihm zu trinken bekam, um ihre Gier zu stillen. Nach einer halben Stunde ließ sie von der Mutter ab. Sie merkte, dass kein Leben mehr in dem Körper steckte. In diesem Moment schmeckte ihr auch das Blut nicht mehr. Aber es gab noch einen Körper, in dem das Blut pulsierte und der gehörte ihrem Vater, dem sie sich nun zuwendete. Auch ihm war dasselbe Schicksal, wie der Mutter zugedacht…

Taumelnd verließ Justina das Zimmer. Beide Taten waren vollbracht. Sie war satt und ihre Gier gestillt und dennoch war etwas anders. Das Blut der Eltern hatte in ihr etwas ausgelöst, was sie nicht beschreiben konnte. Ihr war merkwürdig warm und Schmerzen schienen durch ihren Körper zu wandern. Justina musste in die Hocke gehen, zu stark waren die Krämpfe. Was war nur los? Sie stand wieder auf und schleppte sich mit letzter Kraft ins Badezimmer. Dort warf sie einen Blick in den Spiegel und sah in ein blasses Gesicht. Sie hatte das Gefühl, in das Gesicht einer Toten zu blicken. Es war nicht mehr normal. Ihr Körper schien, ausgelöst durch das Menschenblut, Veränderungen durchzumachen. Justina wurde schwarz vor den Augen und sie brach zusammen.

Sie schlug die Augen wieder auf. Wie lange sie bewusstlos im Bad gelegen hatte, konnte Justina nicht sagen. Aber ein Blick aus dem Badezimmerfenster zeigte ihr, dass die Nacht wieder hereingebrochen war. Hatte sie den ganzen Tag über hier gelegen? Justina erhob sich und stellte sich wieder vor dem Spiegel. Sie betrachtete ihren Mund. Da hatte sich doch etwas verändert. Justina hätte vor Freude aufschreien können. Ihr waren zwei Vampirzähne gewachsen. Sie versuchte gegen die Spiegelscheibe zu hauchen, doch es gelang ihr nicht. Justina atmete nicht mehr und auch kein Herzschlag war mehr zu spüren. Die endgültige Verwandlung zum Vampir hatte stattgefunden. Endlich war das geschehen, was sich Justina immer gewünscht hatte. Noch am selben Abend verließ sie die Hütte und tauchte unter. Man fand zwar die blutleeren Leichen ihrer Eltern, doch von Justina war keine Spur mehr zu finden. Sie galt als verschollen. Niemand ahnte, dass sie zu einem Vampir geworden war und das Ende der Menschheit immer näher rückte.

ENDE

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