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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Die Glaskugel
Eingestellt am 02. 03. 2002 14:00


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Vadeviesco
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Dec 2001

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Drau├čen tobt ein Schneesturm um die Blockh├╝tte tief im Wald. Es ist dunkel. Keine Menschenseele weit und breit. Alles Leben hat sich in irgendwelche L├Âcher verkrochen. Die Erde in dieser Gegend ist im Winter nur wenig mehr als ein Meer aus Eis. In der Blockh├╝tte brennt ein Feuer. Da sitzt ein alter Mann auf einem Schaukelstuhl. Sein wahres Alter ist schwer zu erahnen. Sein Haar schlohwei├č, der Bart, der sein rundes Gesicht umgibt ebenso wei├č; ab und an eine kleine graue Str├Ąhne. Er sitzt in einen weiten Mantel und in Decken geh├╝llt vor einer Glaskugel. Hinter ihm brennt das Feuer eines Kamins. Versunken blickt er in die Glaskugel und raucht dabei an einer langen, schwarzen Pfeife.

Lydia bestellt einen gro├čen Milchkaffee und Erdbeerkuchen. Dann ist es ihr peinlich, denn Erdbeeren sind um diese Zeit teuer und da sie von Paul eingeladen worden ist, entscheidet sie sich schnell doch f├╝r ein St├╝ck Streuselkuchen. Damit Paul nicht denkt, sie habe zu gro├če Anspr├╝che. Paul bestellt einen Tee und ebenfalls Streuselkuchen. Eigentlich mag er den nicht, aber das war so ein Reflex. Er bestellt das selbe wie Lydia, vielleicht denkt Lydia jetzt, Paul und sie k├Ânnten einiges gemeinsam haben (zum Beispiel eine Vorliebe f├╝r Streuselkuchen). Und das wiederum w├╝rde daf├╝r sprechen, da├č sie in Zukunft einiges gemeinsam unternehmen k├Ânnten. Die Bedienung nimmt die Bestellung auf und macht sich auf den Weg in die K├╝che. Paul erz├Ąhlt Lydia etwas, aber sie ist nicht konzentriert. Vielmehr ist sie damit besch├Ąftigt, ihm in die Augen zu sehen, gleichzeitig m├Âglichst offen und doch geheimnisvoll zu l├Ącheln, die richtige K├Ârperhaltung beizubehalten, sprich: sie tut alles, was jemand tut, der verliebt ist und gleichzeitig nicht zu viel davon offenbaren will. Paul gestikuliert.
Zuf├Ąllig und tats├Ąchlich ohne Absicht streift er Lydias Hand. Er riskiert einen Moment dort inne zu halten, bereit jederzeit so zu tun, als w├Ąre ihm diese Ber├╝hrung kaum aufgefallen. Lydia zuckt nicht zur├╝ck. Sie wagt es nicht, ihre Hand um seine zu schlie├čen, aber sie h├Ąlt ihre Hand weiterhin einladend offen. Nun ist diese seltsame Situation entstanden, die jeder kennt, wenn er schon einmal verliebt war. Das Wagnis dem anderen noch n├Ąher zu kommen will man kaum wagen, doch gibt es auch kein zur├╝ck mehr.
Die Bedienung sieht, was vor sich geht. Ohne da├č es ihr bewu├čt ist, wird sie den Tisch von Paul und Lydia erst in wenigen Minuten bedienen, denn die beiden umgibt gerade eine bestimmte Spannung, die sie in ihre eigene Welt getragen zu haben scheint. Einige Worte werden noch ausgetauscht, doch ihr Inhalt ist bedeutungslos, denn zwischen den Zeilen steht etwas ganz anderes. Lydia und Paul k├╝ssen sich kurz und verhalten.
Der Knoten ist geplatzt. Nie k├Ânnen sich Lydia und Paul dessen wirklich sicher sein, doch f├╝r den Moment geh├Ârt die Zukunft ihnen allein.

Ein L├Ącheln umspielt die Lippen des Alten. Er r├╝ckt seine Decken zurecht. Oft schon hat er solche Bilder gesehen. Doch immer wieder sind sie etwas besonderes. Er f├╝llt seine Pfeife nach, entz├╝ndet seinen Tabak und bl├Ąst Kringel in die Luft.

Ein Lichtblitz erhellt das tiefschwarze Dunkel der Nacht. Schreie werden lauter und lauter. Blut spritzt durch die Luft. Der Geruch von Feuer macht sich breit. Irgendwo h├Ârt man einen Menschen weinen. Irgendwo schreit jemand um Hilfe. Ein Schu├č erklingt und der Hilfeschrei verstummt. Eine Gruppe Soldaten rennt davon. Eine andere Gruppe macht sich auf die Verfolgung. Einer aus der Verfolgergruppe st├╝rzt ├╝ber einen K├Ârper am Boden. Voller Wut zieht er ein Messer und sticht auf den am Boden liegenden ein; doch der ist bereits tot. Eine Kugel ist in der N├Ąhe seines Ohrs eingedrungen und hat ihm den halben Kopf weggesprengt. Der Soldat mit dem Messer erkennt, was er gerade tut, steckt das Messer weg und erbricht sich. Eine Sirene k├╝ndigt neue Ereignisse an.
Wieder durchzuckt ein Lichtblitz die Nacht. Man kann Menschen sterben h├Âren. In einem Graben liegen welche am Boden. Sie blicken hinaus in den Nachthimmel, w├Ąhrend ihre blutenden Eingeweide den Boden langsam rot einf├Ąrben. Ein Kopf um den anderen knickt beiseite. Die Soldaten schlafen ein und werden nie mehr erwachen. Sie haben es ├╝berstanden. Ein Junge wimmert nach seiner Mutter. Schwarzes Blut flie├čt aus einem Loch in seinem Bauch. Die Leber wurde in St├╝cke gerissen. Seine Mutter, die wird er niemals wiedersehen. Ein Traum von ihr geleitet ihn in den Tod.

Der Alte Mann kramt ein Tuch aus einer seiner vielen Taschen und wischt sich ein feuchtes Auge. Zum Weinen ist er viel zu alt und er hat diese Bilder schon allzu oft gesehen. Dennoch ├╝berkommt ihn die Traurigkeit, bis tief hinein in sein Innerstes, bis in die Knochen und hindurch. Er wischt etwas Staub von der Glaskugel und verkriecht sich noch tiefer in seine Decken. Dann widmet er den Bildern in der Kugel wieder seine Aufmerksamkeit.

Sie schreit vor Schmerzen. ├ťberall herum ist Blut. Der Arzt beruhigt sie. ÔÇ×Es wird schon gut gehen. Es sieht alles v├Âllig normal aus.ÔÇť Sie krallt sich in den Arm der Hebamme und schreit auf, denn eine Wehe durchzuckt ihren gebeutelten K├Ârper. Der anwesende Oberarzt gibt irgendwelche Anweisungen. Jemand tr├Ągt ein Instrument herbei. Sie schreit weiter. Die Schmerzen sind unglaublich. Das kann doch nicht wahr sein! Es wird ihr erstes Kind. Sie kennt das noch nicht. Aber sie wird es durchstehen. Das mu├č sie einfach. Ihr Mann steht in der N├Ąhe. Gelegentlich h├Ąlt er ihre Hand. Wenn sie sich aber vor Schmerzen kr├╝mmt, dann l├Ą├čt er los, schaut ganz ├Ąngstlich auf die Frau vor sich, die er so gar nicht kennt.
Stunden sp├Ąter ist alles vorbei. Was bleibt ist ein Kreissaal voller Blut und Geburtsreste. Was bleibt ist eine v├Âllig ersch├Âpfte Frau. Was bleibt ist der das Gef├╝hl einen der schmerzhaftesten und zugleich wertvollsten Momente im Leben durchstanden zu haben.

Der Alte nickt dem verschwimmenden Bild in der Kugel zu. Er versteht das. Das Leben kommt und geht. Und immer, wenn es kommt, dann steht die Welt kurz still und nichts regt sich. Es ist, wie kurz bevor die Sonne aufgeht.

Ein Schlag reicht, um die Frau an den Boden zu dr├╝cken. Ein weiterer Schlag ver├Ąngstigt sie so, da├č sie nicht mehr schreit. Sie liegt im Schwitzkasten unter ihrem Peiniger. Der dr├╝ckt ihre Beine auseinander und vergewaltigt sie hemmungslos. Anschlie├čend pr├╝gelt er auf sie ein, denn f├╝r ihn ist sie nun nicht mehr als ein St├╝ck gef├Ąhrliches Fleisch, gef├Ąhrlich, denn es kann ihn hinter Gitter bringen. Deshalb wird er w├╝tend auf sie, schl├Ągt wieder auf sie ein, zieht und zerrt an ihrem K├Ârper. Jetzt schreit sie, nicht aus Furcht, sondern des puren Schmerzes wegen. Er rei├čt so fest an ihrem Kopf, bis er etwas in H├Ąnden h├Ąlt. Nur mit den H├Ąnden hat er ihr ein Ohr abgerissen. Sie w├╝nscht sich, da├č alles vorbei sein soll. Sie m├Âchte sterben in diesem Moment. Jetzt l├Ą├čt er von ihr ab und rennt davon. Etwas in ihr ist bereits tot.

Der alte Mann legt ein Tuch ├╝ber die Kugel. Er hat genug gesehen. Die Pfeife ist kalt geworden. Das Feuer beginnt langsam in Glut ├╝berzugehen. Der Alte ist m├╝de, er m├Âchte schlafen. Doch schlafen, schlafen kann er nicht. Zu viele Gedanken gehen durch seinen Kopf w├Ąhrend er auf die Kugel blickt.
ÔÇ×Was soll ist mit dir tun? Wie soll ich mir nur ein Urteil ├╝ber dich bilden?ÔÇť denkt der Mann w├Ąhrend er die Kugel ein letztes Mal ansieht.

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ingridmaus
Hobbydichter
Registriert: Oct 2001

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Hmm...

vielleicht faellt das auch unter die Kategorie "Ich bin zu bloed", aber so ganz leuchtet mir die Geschichte nicht ein.
Bei den einzelnen Szenen in der Kugel verwendest Du starke Bilder, die wirklich gut rueberkommen (auch wenn mir das mit blossen Haenden abgerissene Ohr etwas zu krass ist). Aber das verbindende Element der Glaskugel geht irgendwie an mir vorueber...
Oder geht die eigentliche Geschichte hier erst so richtig los, und der Sinn und Zweck der Glaskugel wird erst nach und nach klar? Dann waers eine gute Einleitung.
__________________
Never wake a sleeping dragon!

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bassimax
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Feb 2002

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glaskugel

ich finde diese geschichte grossartig, kann aber nicht sagen
weshalb. sie geh├Ârt zu den geschichten ├╝ber die man nicht nachdenken sollte, die genug ├╝ber sich erz├Ąhlt haben, und
die man auch gar nicht verstehen muss. ausserdem finde ich
sie ausgezeichnet geschrieben. Und den Schlussatz "Was
soll ich mit dir tuen? Wie soll ich mir eine Meinung ├╝ber dich bilden?" ist genial. endlich mal ein volltreffer.

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Ralph Ronneberger
Foren-Redakteur
Autor mit eigener TV-Show

Registriert: Oct 2000

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Hallo vadeviesco,

so ganz kann ich das schon fast euphorische Lob von bassimax nicht nachvollziehen. Ok. - die Idee ist nicht uninteressant.
Ein alter, in v├Âlliger Abgeschiedenheit lebender Mann (f├╝r wen er stellvertretend steht - dar├╝ber m├Âchte ich nicht spekulieren) betrachtet in seiner Glaskugel einzelne Szenen menschlichen Miteinanders. Dieses Nebeneinander von Gut und B├Âse, von Gl├╝ck und Leid scheint ihn zu verwirren und l├Ą├čt ihn resignierend zu der Erkenntnis kommen, sich ├╝ber diese Welt kein Urteil bilden zu k├Ânnen. So habe ich es zumindest verstanden.
Probleme hatte ich vor allem stellenweise mit der sprachlichen Umsetzung. Vieles (nicht alles) empfand ich als zu aufgesetzt theatralisch, auch zu klischeehaft und einiges schlicht ungereimt. Hier ein paar Beispiele:

...Vorliebe f├╝r Streuselkuchen. Und das wiederum w├╝rde daf├╝r
sprechen, da├č sie in Zukunft einiges gemeinsam unternehmen
k├Ânnten...."
Ob die gemeinsame Vorliebe f├╝r Streuselkuchen reicht, um in Zukunft einiges miteinander zu unternehmen, wage ich schlicht zu bezweifeln.

"Vielmehr ist sie damit besch├Ąftigt, ihm in die Augen zu sehen, gleichzeitig m├Âglichst offen und doch geheimnisvoll zu l├Ącheln, die richtige K├Ârperhaltung beizubehalten..."
Also ist sie doch h├Âchst konzentriert! Nur nicht auf das, was Paul ihr erz├Ąhlt.

"Zuf├Ąllig und tats├Ąchlich ohne Absicht..."
Das Wort "zuf├Ąllig" sagt doch bereits, dass es keine Absicht war.

"Lydia zuckt nicht zur├╝ck (hier w├Ąre statt des Punktes das W├Ârtchen "aber" wohl angebrachter als weiter unten). Sie wagt es nicht, ihre Hand um seine zu schlie├čen..."

"Das Wagnis dem anderen noch n├Ąher zu kommen will man kaum wagen.."
Ein Wagnis wagen...hm... klingt nicht gerade elegant.

"Der Knoten ist geplatzt. Nie k├Ânnen sich Lydia und Paul dessen wirklich sicher sein, doch f├╝r den Moment geh├Ârt die Zukunft ihnen allein."
Hier bezieht sich das "sicher sein" von der Satzstellung her auf den geplatzten Knoten. Da er aber geplatzt ist, kann man sich dessen nicht nur sicher sein. Du meinst etwas ganz anderes, aber es kommt sinnentstellend r├╝ber.

"Ein Schu├č erklingt..." Hm...ein Lied mag erklingen, aber ein Schu├č?
Bei der ganzen Szene ist f├╝r meinen Geschmack zuviel Blut dabei. Auch der Rest - schon hundert Mal in ├Ąhnlich geballter und daher wenig unter die Haut gehenden Art und Weise gelesen. (Vom Fernsehen ganz zu schweigen)

"...bis in die Knochen und hindurch."
Ist das nicht ein bi├čchen zu dick aufgetragen?

"├ťberall herum ist Blut."
Wieder eine ma├člose ├ťbertreibung. Wenn Du mal eine Geburt gesehen hast, wei├čt Du, wo dann das Blut ist. Auf keinen Fall "├╝berall herum".

"Sie kennt das noch nicht."
Ich habe den Verdacht, dir geht es ├Ąhnlich.

"Was bleibt ist ein Kreissaal voller Blut und Geburtsreste."
Du scheinst das Blut zu lieben. Aber wieviel davon mu├č die arme Frau verloren haben, wenn der ganze Saal voll davon ist? Oder machen die dort nie sauber? Und was sind eigentlich "Geburtsreste"?

"Was bleibt ist der das Gef├╝hl einen der schmerzhaftesten und zugleich wertvollsten Momente im Leben durchstanden zu haben."
Den Satz finde ich wundersch├Ân - er allein h├Ątte es unter der Aufz├Ąhlung, was noch alles bleibt, vollauf getan.

Die Vergewaltigungsszene wirkt langweilig, weil sie geschrieben ist, wie unz├Ąhlige Male bereits geschehen.


Denke jetzt bitte nicht, mein Kommentar wurde nur geschrieben, um deinen Text zu verrei├čen. Nein - ich wollte dir nur ein paar Dinge nennen, die m i r nicht gefielen. Solche langen Kommentare schreibe ich aber nur, wenn ich insgesamt den Eindruck habe, da├č es sich um eine Geschichte handelt, bei der sich ein ├ťberarbeiten lohnt.

Gru├č Ralph
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bassimax
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Feb 2002

Werke: 12
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glaskugel

es mag ja sein das es ein paar sprachliche holperein
gibt. aber f├╝r mich steht hier die aussage im vordergrund.
jetzt mag man sich fragen woher ich denn wissen will, was
der autor aussagen will. das weiss ich nat├╝rlich letztendlic
nicht. und deshalb habe ich diese geschichte nat├╝rlich f├╝r
mich interpretiert. und diese interpreatation sieht so aus:
der alte mann ist gott, der sich besieht was er letztendlich
geschaffen hat, oder besser: was aus dem geworden ist, was
er schuf. und die aneinanderreihung verschiedener, gegen-
s├Ątzlicher bilder gef├Ąllt mir in diesem zusammenhang sehr
gut. und selbst wenn der autor mir sagen w├╝rde das er das
was ich hineininterpretiere vollkommener bl├Âdsinn ist, so
w├Ąre mir das egal. wenn ich eine skulptur betrachte, ist
mir das n├Ąher, was diese in mir ausl├Âst, als das was der
k├╝nstler sich dabei gedacht hat.
und was der alte zum schluss ├╝ber die kugel sagt, oder
zu ihr, empfinde ich in diesem, meinem pers├Ânlichen,
zusammenhang als genial. sprachliche fehler stehen in diesem
fall dann im hintergrund.

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Ralph Ronneberger
Foren-Redakteur
Autor mit eigener TV-Show

Registriert: Oct 2000

Werke: 64
Kommentare: 1400
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Hallo bassimax,

obwohl ich Zwiegespr├Ąche ├╝ber den Kopf eines Autoren hinweg eigentlich zu vermeiden suche, m├Âchte ich doch kurz auf deinen letzten Beitrag eingehen. Ich kann ihn Satz f├╝r Satz unterschreiben - nur beim ersten und letzten bin ich anderer Auffassung.
Wenn mir eine Geschichte von der Idee und dem Handlungsablauf generell zusagt(was ja im vorliegendem Fall zutrifft), dann sind es gerade die sprachlichen Fehler und Ungereimtheiten, die den positiven Gesamteindruck st├Âren. Der Gedanke: 'Es ist gut, k├Ânnte aber besser sein' reizt dann zur Kritik. Halte ich einen Text f├╝r totalen Stuss, dann mache ich mir auch nicht die M├╝he, mich mit ihm auseinander zu setzen. Ja - ich lese ihn meist nicht einmal bis zum Ende.
Ich verstehe die Leselupe als eine wunderbare Einrichtung, in der man (vor allem durch gegenseitige Kritik) voneinander lernen kann. Inspiration, Phantasie oder geniale Geistesblitze - lassen sich wohl kaum erlernen. Das ist eine Frage des Talentes. Was man sich aber aneignen kann (und mu├č), das ist das Handwerk des Schreibens. Um gut zu werden, kommt man da nicht drum herum; schlie├člich besteht das Schreiben zu 90% aus handwerklicher A r b e i t.
Wir sind nicht zuletzt hier, um uns gegenseitig auf Fehler oder zumindest auf Verbesserungsw├╝rdiges aufmerksam zu machen. Das gelingt nicht immer, aber man sollte es immer wieder versuchen. Ein wohlwollendes ├ťber-Fehler-Hinwegschauen, nur weil der Plot gef├Ąllt, schmeichelt zwar dem Autor, hilft ihm aber nicht weiter.

Gru├č Ralph
__________________
Schreib ├╝ber das, was du kennst!

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