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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Die Idee
Eingestellt am 12. 08. 2007 22:10


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Catweazle
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Registriert: Aug 2007

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Es war wie so oft, bei einer guten Idee. Er sa├č am Fenster und dachte an nichts Besonderes und lie├č seine Gedanken treiben. Pl├Âtzlich war sie da. Erst im Kern, dann immer gr├Â├čer. Alles passte zusammen, und in wenigen Sekunden hatte sich aus dem Nichts ein gewaltiges, stimmiges Konstrukt erschaffen. Das war seine Idee.
Er setzte sich an seinen Schreibtisch, zog sein Notizbuch aus der Schublade und fing an, seine Idee auszuarbeiten.
Ein paar Stunden sp├Ąter konnte er sich entspannen. Er stand auf, legte sich vors Fernsehen und lie├č die Bilder an sich vorbei rauschen.

Einige Monate sp├Ąter war seine Idee umgesetzt. Er hielt den kleinen schwarzen Kasten in der Hand. Er konnte es immer noch nicht fassen. Es schien ihm schier unglaublich, wozu so ein so kleiner Kasten f├Ąhig sein sollte.

Gleichzeitig betrat ein kleiner, junger Mann das Kellerloch, das den Wissenschaftlern als Labor diente.
ÔÇ×Meister, Meister, ich habe es. Ich HABE es! Das ist, wonach Du mich geschickt hast.ÔÇť
Der junge Mann war etwas untersetzt, trug einen wei├čen Laborkittel und eine dicke Brille.
Der Meister drehte sich zu ihm um. Auch er trug einen wei├čen Kittel, doch auf seiner Stirn trohnte zwischen einem Wust aus wei├čem Haar, eine Schwei├čerbrille mit verdunkelten Gl├Ąsern. Gro├č und d├╝rr humpelte er auf seinen Gehilfen zu.
ÔÇ×Zeig her!ÔÇť befahl er ihm.
Und beide beugten sich ├╝ber das K├Ąstchen, das der junge Mann auf einen Operationstisch gelegt hatte. Im Schein der Neonr├Âhre betrachteten beide das Werk. In der folgenden Stille, unterbrochen nur von gelegentlichem Gemurmel, h├Ârte man das Wasser durch die alten Rohre rauschen und die Feuchtigkeit aus den moosbesetzten Kellerw├Ąnden tropfen.
Schlie├člich richtete sich der Alte auf.
ÔÇ×Du hast Recht, mein Junge. Dies hier ist eine gute Idee. Aber...ÔÇť
und hier machte er eine Kunstpause,
ÔÇ×der Erfinder kommt zum falschen Ergebnis!ÔÇť
Der junge Mann erschaudert.
ÔÇ×Soll ich, Meister?ÔÇť
ÔÇ×Ja, mein Sohn, es ist soweit.ÔÇť
Der junge Mann wandte sich ab und ging zu der Wand, aus der die Rohre kamen, nahm ein Ventilrad in die Hand und schaute den Alten an.
Der Alte hob die Arme.
ÔÇ×Und nun, mein Junge, DREH DAS RAD DER ZEIT!ÔÇť

Es war wie so oft bei einer guten Idee. Er sa├č am Fenster und dachte an nichts Besonderes und lie├č seine Gedanken treiben. Pl├Âtzlich war sie da. Erst im Kern, dann immer gr├Â├čer. Alles passte zusammen, und in wenigen Sekunden hatte sich aus dem Nichts ein gewaltiges, stimmiges Konstrukt erschaffen. Das war seine Idee.
Er setzte sich an seinen Schreibtisch, zog sein Notizbuch aus der Schublade und fing an, seine Idee auszuarbeiten.
Ein paar Stunden sp├Ąter konnte er sich entspannen. Er stand auf, legte sich dann vors Fernsehen und lie├č die Bilder vor sich vorbei rauschen. Pl├Âtzlich merkte er auf. Er glaubte es nicht. Dort stellte jemand SEINE Idee vor. Wenn er die Idee nicht eben erst gehabt h├Ątte....
Ungl├Ąubig sch├╝ttelte er den Kopf.
ÔÇ×Alle guten Ideen scheint immer schon jemand gehabt zu habenÔÇť, dachte er traurig, als er den Fernseher ausschaltete.

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Catweazle
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Hallo Nobody,

danke f├╝r Deinen Kommentar. Es freut mich, Dir meine erste Geschichte in diesem Forum gefallen hat. :-)

Deine Vorschl├Ąge werde ich gleich mal ber├╝cksichtigen und den Text ├╝berarbeiten.

├ťbrigens, Catweazle habe ich hier zum ersten Mal als Nickname benutzt. :-)

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maerchenhexe
???
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hallo Catweazle,

bin gerade erst auf deine Einstiegsgeschichte gesto├čen und habe sie mit Vergn├╝gen gelesen. Zeitreise-Geschichten sind momentan augenschenlich trendy, grins. Es gibt in deinem Text eine Stelle, die mir sprachlich nicht so gut gef├Ąllt.

Du schreibst:

Der Meister drehte sich zu ihm um. Auch er trug einen wei├čen Kittel, doch auf seiner Stirn trohnte zwischen einem Wust aus wei├čem Haar, eine Schwei├čerbrille mit verdunkelten Gl├Ąsern. Hochgewachsen wie er war, humpelte er auf seinen Gehilfen zu.

Ich w├╝rde das doch weglassen, denn hier erscheint es mir wie ein F├╝llwort. Und das 'wie er war' kommt f├╝r mich ein wenig gedrechselt daher. Ich meine 'hochgewachsen' reicht, du nimmst dem Satz nichts damit.

Ist nat├╝rlich nur eine Anregung, der Autor hat immer das Sagen.

lieber Gru├č
maerchenhexe
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Tend the garden, that you seeded,
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Catweazle
Autorenanw├Ąrter
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Hallo Maerchenhexe,

vielen Dank f├╝r Deinen Beitrag. Es freut mich, dass die Geschichte bei Dir so gut ankommt.
├ťber Deine Verbesserungsvorschl├Ąge habe ich mich ebenfalls gefreut.

Auch er trug einen wei├čen Kittel, doch auf seiner Stirn trohnte zwischen einem Wust aus wei├čem Haar

Hier wollte ich mit dem "doch" eigentlich eine Abgrenzung des Meisters zum Gehilfen darstellen.
Der Gehilfe tr├Ągt einen weissen Kittel, ebenso wie der Meister. Dieser aber tr├Ągt zus├Ątzlich eben noch eine Schweisserbrille....
Wirkt dann dieses doch immer noch als F├╝llwort? Wenn ja, werde ich es korrigieren.

Deiner zweiten Anmerkung gebe ich recht und werde es mal nachbearbeiten...

Lg
Catweazle

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maerchenhexe
???
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hallo Catweazle,

ich hatte dein doch auch als abgrenzend verstanden, meine aber das braucht es nicht. Durch deine Erg├Ąnzung ist die Abgrenzung ja schon deutlich vorhanden. Wenn du dich mit dem 'doch' aber wohler f├╝hlst, lass es bitte stehen. In erster Linie musst du dich ja mit deinem Text wohlf├╝hlen. Ich habe nie den Anspruch, dass meine Anregungen ├╝bernommen werden.

ganz lieber Gru├č
maerchenhexe
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