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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Die Konferenz
Eingestellt am 25. 08. 2003 13:14


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Buffy
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Registriert: Aug 2003

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Die Konferenz
© 2003 by KW <Buffy<

Ich betrat das Konferenzzimmer mit VerspÀtung und dunklen Augenringen.
Der Versuch, diese mit meinem mĂŒhsam aufgetragenen Make up zu kaschieren, misslang klĂ€glich.
Das ich die letzten zwei NĂ€chte nicht geschlafen hatte, war unĂŒbersehbar.
„Guten Morgen meine Herren, bitte nehmen sie wieder Platz, ich bitte um Nachsicht fĂŒr meine VerspĂ€tung“.
Ich nahm am Kopfende des Konferenztisches Platz. Die Herren schauten mich erwartungsvoll an. Mit den Worten, „lassen sie mir bitte einen Augenblick Zeit“, griff ich nach der Kaffeekanne, die meine umsichtige SekretĂ€rin, neben Wasser und GebĂ€ck, bereitgestellt hatte.
Ich holte meine Zigaretten aus der Tasche, sagte ein kurzes: „Sie gestatten“, zĂŒndete diese an, noch bevor einer der Herren mir Feuer geben konnte, und nahm einen tiefen Zug.
Ich spĂŒrte die unsichere, leicht verwirrte Situation, in der sich die Konferenzteilnehmer befanden.
„Lassen sie mich kurz mein Verhalten erklĂ€ren“, ich habe die letzten NĂ€chte nicht geschlafen.
Meine BobtailhĂŒndin ist zum ersten Mal lĂ€ufig. Sie mĂŒssen wissen, meine Herren, wenn meine HĂŒndin Angst hat, geht sie zu meinem Mann. Ist sie krank, oder fĂŒhlt sich unwohl, kommt sie zu mir.
Um es kurz zu machen. Meine HĂŒndin winselte und jammerte, weckte mich gegen Mitternacht und wollte unbedingt nach draußen. Also, zog ich mich schnell an und ging mit dem Hund Gassi.
Kaum zu Hause, ich hatte mich gerade wieder hingelegt, das gleiche Spiel. Ob am Tage oder in der Nacht, sie wollte Bewegung, wollte Gras fressen, wollte laufen.“
Die Herren blickten mich erwartungsvoll an.
„Oft, wenn ich nachts unterwegs war, hielt ein Streifenwagen der Polizei neben uns. Auf ihre Fragen, ob ich was hĂ€tte, antwortete ich immer, ich nichts, aber mein Hund.
Ich fĂŒhlte mich viel sicherer, als ich bemerkte, dass ich unter deren argwöhnischen Beobachtung stand.
Heute morgen, gegen fĂŒnf Uhr in der FrĂŒh, konnte meine HĂŒndin endlich erbrechen. Der Rest kam mit einem gewaltigen Durchfall zu Tage. Erst da erkannte ich, warum das Tier so unruhig war. Obwohl meine HĂŒndin im Haus einen Hundeslip trĂ€gt, mit einer Damenbinde als Einlage, habe ich das Fehlen dieser Binde nicht bemerkt.
Auf die Idee, dass ein Hund auch Damenbinden frisst, wÀre ich nie gekommen.

Durch diese Erfahrung habe ich aber gelernt, auf tierische Instinkte zu achten und diese ernst zu nehmen.
Damenbinden verwende ich jedenfalls nicht mehr. Auf diese Delikatesse muss sie in Zukunft verzichten. Sollte ich Leibschmerzen bekommen, werde ich mich nicht ins Bett legen, sondern meine HĂŒndin wecken, damit wir gemeinsam Gassi gehen können.“

Dass peinliche Lachen der Herrenrunde, ließ mich meine MĂŒdigkeit vergessen.
„Und nun zum geschĂ€ftlichen Teil!“




__________________
Bin nie falsche Wege gegangenDie Umwege haben mich geprÀgtc.by KW

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