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Die Kurzzeit-Therapie
Eingestellt am 29. 01. 2015 13:09


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Maribu
???
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Die Kurzzeit-Therapie

Wie K├Âhler auf die Idee gekommen war, freiwillig in diese Klinik zu gehen, war ihm nicht bewusst. Vielleicht war es eine Art Fernsteuerung gewesen, um zu erkennen, wie gesund er eigentlich war.
Er erinnerte sich an einen Spruch seiner Mutter: 'Du kannst dich drehen und wenden wie du willst, alles im Leben ist Schicksal!' Damals hatte er sie ausgelacht.

Das Zimmer musste er sich mit einem Mann teilen, der bestimmt zwanzig Jahre ├Ąlter als er war. Zur Abneigung gegen Zwei-Bett-Zimmer mit einem fremden Menschen kam hinzu, dass dieser wortkarg war, so dass es nicht zu einem Gespr├Ąch kam.
Nachdem an den ersten beiden Tagen au├čer gemeinsamer Medikamenten-Einnahme, in der Schlange stehend und unter Aufsicht, und den vier Mahlzeiten nichts weiter angeboten wurde, stand die w├Âchentliche 'Mittwochsrunde' auf dem Terminplan.
Ein Stuhlkreis mit zw├Âlf Personen im Uhrzeigersinn beginnend, wie er morgens beim Fr├╝hst├╝ck von einer Frau aus dem Nebenzimmer aufgekl├Ąrt wurde. Die Leitung hatte die junge ├ärztin Dr. Schweder.
Er setzte sich so hin, dass er als Letzter ankommen w├╝rde.
Mit einigen Mitpatienten hatte er sich auf dem Gang oder w├Ąhrend der Mahlzeiten unterhalten k├Ânnen, andere waren gar nicht in der Lage dazu gewesen oder gaben Antworten, die nicht zu seinen Fragen gepasst hatten.
"So, als Letzter ist nun Herr K├Âhler dran, der heute das erste Mal dabei ist", stellte Frau Doktor ihn mit einem schwachen L├Ącheln vor. "Wie geht es Ihnen? Und was halten Sie von unserer Therapiestunde? Tat sie Ihnen gut und macht es Mut, von den Erfolgen dieser Menschen geh├Ârt zu haben?"
Bevor er antwortete, blickte er erstmal in die Runde. Bei einigen konnte er ein gewisses Interesse erkennen.
"Sie sprechen von Erfolg? Ja, den kann ich feststellen! Seitdem ich hier bin, es sind ja erst drei Tage, geht es mir von Tag zu Tag besser! Und nachdem ich eben intensiv zugeh├Ârt habe, f├╝hle ich mich hervorragend und voller Energie, dass Sie mich festhalten sollten, damit ich nicht durch das vergitterte Fenster springe!"
Die ├ärztin zeigte keine Regung. Zwei oder drei l├Ąchelten, die anderen blickten apathisch vor sich hin. "Und von Ihrer Runde halte ich gar nichts! Einige sind schon ein Vierteljahr oder l├Ąnger hier. Niemand hat von einer Gesundung oder Hoffnung auf baldige Entlassung gesprochen. Und Sie scheinen zufrieden zu sein, wenn jemand als Erfolg vermeldet, dass er anstatt f├╝nfzehn Tabletten am Tag jetzt nur noch dreizehn schlucken muss! Einer strahlte und war gl├╝cklich, dass er nach vier Tagen endlich wieder Stuhlgang hatte! Das sind beachtliche Fortschritte und ..."
"Sie k├Ânnen sich Ihren Zynismus ersparen!", funkte Dr. Schweder dazwischen und blickte ihn zornig an. "Wir beenden sofort die Runde. Ich lass mir von Ihnen nicht meinen Kurs kaputtmachen! Ich erwarte Sie um neunzehn Uhr im Besprechungszimmer!"

F├╝nf Minuten nach sieben klopfte er an die T├╝r. Sie war allein und sa├č hinter einem der drei Schreibtische und blickte auf die Armbanduhr. "P├╝nktlich k├Ânnen Sie auch nicht sein! Sie haben hier doch Langeweile und keinerlei Verpflichtungen! Ist das nicht mal zu schaffen?!"
K├Âhler grinste nur. Sie verzog keine Miene. "Das lass ich mir bei unserer n├Ąchsten Runde nicht noch mal bieten!"
"Brauchen Sie auch nicht, weil es ein n├Ąchstes Mal f├╝r mich nicht gibt!"
"Wie soll ich das verstehen?"
"Wie ich das gesagt habe, dass ich nicht mehr daran teilnehme!"
"Das werden wir ja sehen!"
"Ja! Ich habe nur die Wahrheit gesagt! Was meinen Sie, wenn hier mal ein Fernsehteam vorbeikommen w├╝rde und diese mit Psychopharmakon vollgepumpten bedauernswerten Menschen filmt, wenn sie mit ihren deprimierten Gesichtern und h├Ąngenden Schultern hier ┬┤rumschleichen?! - Wann sollen die hier jemals gesund herauskommen?!"
Sie lachte hysterisch. "Und das k├Ânnen ausgerechnet Sie beurteilen?! Ich habe vorhin ein Fax von Ihrem Arzt bekommen, es ist ein Auszug aus Ihrer Krankenakte."
"Wieso das? Gilt die ├Ąrztliche Schweigepflicht nicht f├╝r Bekloppte?!"
"Nicht von Arzt zu Arzt, wo Sie sich bei uns in Behandlung begeben haben! Er hat die Diagnose 'Manisch-Depressiv' gestellt. Unter Fachleuten nennt man das eine bipolare St├Ârung. Die Hauptursache sieht er eher in der Kindheit als in Ihrer zerr├╝tteten Ehe."
"Das ist mir bekannt!"
"Hier steht auch etwas von Selbstmordgedanken. - Haben Sie die noch?"
"Manchmal."
"An welche Art haben Sie gedacht? An Tabletten?"
"Nein!" Er l├Ąchelte. "Das w├Ąre mir ein zu femininer Selbstmord!"
Jetzt lachte sie das erste Mal. "Selbst vor dem Tode noch eitel!"
"Ich dachte an drei M├Âglichkeiten: Hochhaus, G├╝terzug oder Wasser. Die letzte habe ich inzwischen ausgeschlossen, weil ich ein sehr guter Schwimmer bin!"
"Und die anderen zwei Arten, ziehen Sie die noch in Betracht?"
"Nein, es sind ja nur Gedanken; ich w├╝rde das nie ausf├╝hren!"
"Wieso sind Sie da so sicher?"
"Wegen meiner Angeh├Ârigen, meiner Freunde und Bekannten!"
"Das klingt gut und glaubw├╝rdig und k├Ânnte zu einer schnelleren Entlassung f├╝hren!"
"Sie haben recht! Ich werde nach diesem Gespr├Ąch die Klinik verlassen!"
"Das geht nicht! Professor Dr. Dr. Waabe will sich morgen Vormittag ausgiebig mit Ihnen besch├Ąftigen. Besonders, weil Sie ein sehr seltener Fall sind! Sie sind innerhalb von drei Tagen von einer Depression in die manische Phase gekommen.
Meistens geht es erst von einer Hypomanie in das Hoch einer Manie!"
"Sie k├Ânnen mich mit Ihren Fachausdr├╝cken nicht beeindrucken! Mir ist das vollkommen egal, wie Sie das bezeichnen! Ich stehe dem Herrn Professor nicht als Versuchskaninchen zur Verf├╝gung!"
"Aber, aber, warum so ablehnend Herr K├Âhler? Versuchskaninchen sind sie hier alle nicht! - Wir wollen doch nur helfen! Deshalb wollen wir Sie vorsichtshalber auch noch in die 'R├Âhre' schieben, ein sogenanntes CT Ihres Gehirns machen!"
"Mein Gehirn geh├Ârt mir und arbeitet besser als bei manchem Psychiater! Ich habe mich selbst eingeliefert, dann kann ich mich auch selbst entlassen!"
"Das k├Ânnen Sie nicht! Ich werde ..."
"Sie werden gar nichts ... Sie k├Ânnen mich hier nicht festhalten!" Er stand auf. "Auf Wiedersehen! - Nein, lieber nicht! Besser ist: Guten Abend, Frau Dr. Schweder!"
"Nein, lassen Sie es ruhig dabei! Ich bin ├╝berzeugt, dass wir uns bald wiedersehen! Sie wissen doch, man trifft sich immer zweimal im Leben! Und dann werden unsere Mittwochsrunden f├╝r Sie nicht so angenehm werden, das verspreche ich Ihnen!" Sie hatte jetzt ein fast diabolisches L├Ącheln. "Als Erfolgserlebnis werden Sie den zur Entlassung anstehenden
Mitpatienten dann stolz berichten, dass Ihre t├Ągliche Tablettenration von zehn auf zwanzig heraufgesetzt wurde!"
K├Âhler ├Âffnete die T├╝r und antwortete: "Vielen Dank f├╝r die klaren Worte! Schlagartig bin ich vollkommen gesund! Ich hole jetzt meine Sachen!"
Er eilte in sein Zimmer und warf Kleidungsst├╝cke und Waschzeug wahllos in die Tasche, bevor man ihn daran hindern k├Ânnte. Er hatte Gl├╝ck. Die Schwester im Glaskasten, bei der man sich zum Rauchen oder zu einem Spaziergang auf dem Gel├Ąnde abmelden musste, war in ein Gespr├Ąch mit einer Kollegin vertieft, so dass er ungesehen vorbeischleichen konnte.
Aber bereits bei den ersten Schritten in die 'Freiheit' kamen ihm Bedenken, ob das die richtige Reaktion gewesen war. Wenn Dr. Schweder nun recht h├Ątte? Den Triumph eines Wiedersehens in der Klinik wollte er ihr nicht g├Ânnen!

Als sein Heimweg ihn ├╝ber die Br├╝cke des Kanals f├╝hrte, stellte er seine Tasche am Anfang des aus roten Ziegelsteinen bestehenden Gel├Ąnders ab, schwang sich hinauf und ging vorsichtig bis zum Ende. Dort setzte er sich, starrte auf das bewegungslose dunkle Wasser und dachte, gut, dass ich gelogen habe und nicht schwimmen kann! Er war sich nicht sicher, wie lange das Gl├╝cksgef├╝hl und die Energie anhalten w├╝rden, bis er wieder in Verzweiflung fiele. Ihm glaubten ja auch nur Wenige. Einige sprachen sogar von Schauspielerei! Wer konnte verstehen, was in einem Gehirn ablief, wenn ein fehlender Botenstoff ein Ungleichgewicht verursachte? Wenn ihm ein Bein fehlte, k├Ânnten es alle sehen! Trotzdem musste er aber wieder an seine Angeh├Ârigen denken. F├╝r ihn w├Ąre es schnell vorbei! Aber f├╝r einige k├Ânnten Schmerz und Selbstvorw├╝rfe bis zu ihrem Lebensende andauern!
Er balancierte zur├╝ck zur Tasche und wollte gerade hinunter steigen, da kam ein Mann mit einem Hund vorbei, packte ihn energisch am Arm und zog ihn auf den B├╝rgersteig. "Sind Sie todesmutig?!" schrie er so laut, dass der Sch├Ąferhund ihn wohl als Bedrohung empfand, bellend an seinem K├Ârper hochsprang und ihn fast umwarf."Wollten Sie da reinfallen?"
"Nein!", antwortete K├Âhler ohne ├ťberlegung, und er war froh, dass der Hund ihn nicht gebissen und von ihm abgelassen hatte.
"Als Kinder haben wir hier oft herumgeturnt.Im Sommer sind sogar einige zum Schwimmen hinunter gesprungen. Ich kam hier zuf├Ąllig vorbei und wollte mal sehen, ob ich das als Erwachsener auch noch wage."
Der Mann sch├╝ttelte lachend den Kopf, streichelte seinen Hund und antwortete: "Was f├╝r eine verr├╝ckte Idee! Nicht wahr, Hasso!"


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valcanale
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jul 2014

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Hallo Maribu,

in dieser Geschichte (vor allem der Therapie-Ablauf in der Klinik, - nicht einmal vor 50 Jahren ist es so abgelaufen, - vielleicht um die Jahrhundertwende, aber das m├╝sste man dann auch thematisieren!) - stimmt leider ├╝berhaupt nichts zusammen, ich dachte zuerst an eine Satire, aber davon ist auch nichts zu sp├╝ren. Wer die Materie (Psychiatrie und Psychotherapie) kennt wird den Kopf sch├╝tteln. Und beim Agieren des Protagonisten ist weder eine depressive noch eine manische Phase zu erkennen, besonders der Schluss ist daher sehr unglaubw├╝rdig. Leute mit einer solchen Erkrankung verhalten sich anders. Und wieso will man ihn hindern die Klinik zu verlassen, die er freiwillig aufgesucht hat? Auch das ist v├Âllig unrealistisch.
Falls es als Satire gedacht war (aber wo ist der Schlusseffekt? ) m├╝sste es meiner Meinung nach komplett ├╝berarbeitet werden.
LG Valcanale

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rothsten
???
Registriert: Jan 2015

Werke: 11
Kommentare: 392
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Hallo Maribu,

ich kann nicht mitreden, ob der Ablauf in einem solche Hause stimmig ist oder nicht. Ich kann Dir aber handwerkliche Dinge zu Deinem Text sagen.

quote:
Wie K├Âhler auf die Idee gekommen war, freiwillig in diese Klinik zu gehen, war ihm nicht bewusst. Vielleicht war es eine Art Fernsteuerung gewesen, um zu erkennen, wie gesund er eigentlich war.

Freiwilligkeits-Zwang, oder wie? :-)

Unstimmig.

quote:
Zur Abneigung gegen Zwei-Bett-Zimmer mit einem fremden Menschen kam hinzu,

Ab einem 3-Bett-Zimmer ist es wieder ok oder noch schlimmer? Ich denke mal, schlimmer. Oder m├╝ssen es unbedingt zwei sein? Wenn ja, warum?

Etwas unscharf. Der"Ekel" wird so nicht griffig.

quote:
Nachdem an den ersten beiden Tagen au├čer gemeinsamer Medikamenten-Einnahme, in der Schlange stehend und unter Aufsicht, und den vier Mahlzeiten nichts weiter angeboten wurde, stand die w├Âchentliche 'Mittwochsrunde' auf dem Terminplan.

Eine Satzgrilande, unn├Âtig und unverst├Ąndlich. Das Partizip nach M├Âglichkeit meiden. Kausales Missverst├Ąndnis durchs "nachdem".

Warum nicht zB so:

"Nichts an den ersten beiden Tagen au├čer Medikamenten, unter Aufsicht Schlange stehen und vier Mahlzeiten. Heute stand die w├Âchentliche 'Mittwochsrunde' an."


Zum Prot namens "HERr K├Âhler":

Herr K├Âhler heisst er. Es erschwert jedoch das Verst├Ąndnis, wenn man zu h├Ąufig in der dritten Person schreibt, da auch andere Figuren vorkommen. Vielleicht gibst du ihm doch ├Âfter seinen Namen?

quote:
Bevor er antwortete, blickte er erstmal in die Runde. Bei einigen konnte er ein gewisses Interesse erkennen.

Das "gewisse" Extra ist das nicht, sondern ziemlich gewiss extra-schwammig. Warum l├Ąsst Du die Szene nicht leben, indem Du schreibst, WIE er das Interesse wahrgenommen hat? ZB kann man Augenbrauen hochziehen, M├╝nder k├Ânnen offen stehen usw.

Lass Deinen Text leben! ;-)

lg

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Profatus
Festzeitungsschreiber
Registriert: Dec 2014

Werke: 2
Kommentare: 18
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Hallo Maribu!

Die Behandlung dieser Thematik (und Problematik) finde ich generell sehr gut.
Ich unterstelle Therapeuten zwar nicht die Boshaftigkeit der Frau Doktor in dieser Geschichte, aber sehe ebenfalls enorme Defizite in den Behandlungsmethoden.
Die kritische und negative Darstellung der Einrichtung erachte ich in diesem Zusammenhang daher als notwendig und w├╝rde evtl. Abweichungen von realistischen Umst├Ąnden als "k├╝nstlerische Freiheit" abnicken. Ein gewisser Grad an ├ťbertreibung ist wahrscheinlich n├Âtig, um die Probleme deutlicher darzustellen.

Mit der Beschreibung des Protagonisten hingegen bin ich nicht einverstanden. Ich kenne Menschen, bei denen Depressionen diagnostiziert wurden und entdecke hier kaum Ähnlichkeiten. Zweifel und Verzweiflung sind nur angerissen und der Protagonist wirkt viel zu stark und selbstbewusst.
Au├čerdem machen sich Menschen mit Depression nicht derart viele Gedanken um Angeh├Ârige, wenn sie ├╝ber Selbstmord nachdenken.
F├╝r diesen Part der Geschichte unterstelle ich mangelnde Erfahrung und/oder Recherche.

Fazit: brandaktuelles Thema, ├╝ber das es meiner Meinung nach nicht genug Geschichten geben kann. Ich freue mich, einen derartigen Text hier zu lesen, der im Detail betrachtet aber leider einige Schw├Ąchen, insbesondere im Hinblick auf das Krankheitsbild, aufweist.

Ich hoffe, Du f├╝hlst Dich durch die Kritiken motiviert, mehr aus diesem Thema rauszuholen. Ich w├╝rde mich freuen.

Gru├č, Profatus

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Maribu
???
Registriert: Jun 2012

Werke: 70
Kommentare: 224
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Die Kurzzeit-Therapie

Hallo Profatus,

ich danke Dir f├╝r Deinen ausf├╝hrlichen Kommentar!

Ich habe zwei ├Ąhnliche bekommen, auf die ich bisher nicht
eingegangen bin, die ich hiermit aber auch beantworten m├Âchte.

Es ist eine autobiographische Darstellung und ich bin froh, dass der "Protagonist" wieder so stark und selbstbewusst geworden ist, und nicht nur dar├╝ber, sondern auch ├╝ber andere Themen schreiben kann.

L.G. Maribu

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Stefan Sternau
???
Registriert: Jan 2015

Werke: 28
Kommentare: 148
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Hallo Maribu,

ich finde deine Geschichte eindrucksvoll und gut geschrieben. Mir kommt sie auch nicht unrealistisch vor (wobei das f├╝r mich kein entscheidendes Kriterium ist). Die Zust├Ąnde in den psychiatrischen Kliniken sind leider bis heute oft beklagenswert, nur dringt das meistens nicht an die ├ľffentlichkeit.

Der Protagonist ist in einem Konflikt: Einerseits sucht er Hilfe, andererseits wehrt er sich gegen die angebotene Therapie, wahrscheinlich weil er ahnt, dass sie ihm doch nicht helfen w├╝rde, n├Ąmlich Psychopharmaka und eine Art Schmalspur-Gruppentherapie.

Aber die ÔÇ×Kurzzeit-TherapieÔÇť ist wohl doch nicht ganz wirkungslos: Denn schon der eine Tag in der Psychiatrie zeigt dem Protagonisten, dass er eine solche Behandlung jedenfalls nicht will; damit wird er auf sich selbst zur├╝ckgeworfen und mobilisiert eigene Selbstheilungskr├Ąfte, wenn auch zuf├Ąllig unterst├╝tzt von einem Spazierg├Ąnger bzw. dessen Hund.
Insgesamt sehr lesenswert.

Viele Gr├╝├če
Stefan Sternau

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Maribu
???
Registriert: Jun 2012

Werke: 70
Kommentare: 224
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Die Kurzzeit-Therapie

Hallo Stefan,

danke f├╝r deine Meinung.

Ja, sie kommt meiner Empfindung und Beschreibung
sehr nahe.

Wer noch nie mit bipolaren Menschen zu tun hatte,
kann das wohl nicht so nachvollziehen.

Sie wirken ja sehr oft "ganz normal" und kapseln sich
bei Depressionen ein.

Der innere Kampf um Aufgabe und Aufb├Ąumen ist dadurch sehr
gro├č und kann auch negativ ausgehen.

Lieben Gru├č
Maribu

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