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Leselupe.de > Gereimtes
Die Lebendigkeit.
Eingestellt am 10. 09. 2003 10:54


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pleistoneun
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Apr 2002

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Wohlan, wohlan,
Ich bin wohl nicht der beste Mann.
W├╝rd mich der Herrgott sonst so strafen?
Mich so leidvoll dieser Welt versklaven.

Nehmen, nehmen
Mich partout nicht wollt bequemen
Ein guter Mensch zu sein, es schaffen,
Nicht nur Reichtum, edles Gut begaffen.

War zu Lebzeit nur besch├Ąftigt,
Das zu tun, was mich bekr├Ąftigt.
Hoch in gelderf├╝llten Kreisen
Dem Sinn des Daseins zu entgleisen.

So schwindet nun sekundenweise hin
Mein Leben mit allem was ich heute bin.
Ein kleiner Rest, es wird mich plagen
Der Tumor in meinem kranken Magen.

Es qu├Ąlt das essen, sitzen, Liebe machen,
Und neulich war┬┤s ein Schmerz beim Lachen.
Vor jeder Geste muss ich halten,
Um den Schmerz kurz abzuschalten.

So klein, so ├Ąngstlich bin ich jetzt,
Mich der Tumor in Furchtsamkeit versetzt.
Momente, die sich endlos ziehen
Werden vor der Frag┬┤ zu bleiben fliehen.

Wenn ich doch nur etwas ├Ąndern k├Ânnt┬┤,
W├Ąr mir es einfach nur verg├Ânnt
Zur einzig wahren Einsicht zu gelangen,
Das w├╝rd vom Leben ich noch verlangen.

Es kam die Zeit, wo dieser Kampf da tobte,
Sich der Tumor mit dem Zellverband verlobte.
Die Ärzteschaft sich ratlos zeigte
Und Gewebsentnahmen ins Labor abzweigte.

T├Ąglich wuchs die Hoffnung auf die Heilung,
Dass Laborbesatzung stoppt der Zellen Teilung,
Was den Tumor schw├Ącht und dann vernichtet,
Und dann ganz auf seinen Dienst verzichtet.

An der einen Ecke leben t├Âten,
Ist f├╝r andres Leben streng vonn├Âten.
Der Mensch mit seinem Drang zu sch├Âpfen,
L├Ąsst daf├╝r gerne andre k├Âpfen.

Strahlen, Injektion, das reinste Gift,
Ja alles was den Tumor trifft
Wird als Medizin daf├╝r verwendet,
Dass der Auswuchsherd recht schnell verendet.

Doch ist des Forschers Auge tr├Ąge
Der Zellen Zustand viel zu rege,
Als dass die Aggression, die innewohnt,
Den kranken Menschen doch verschont.

Wie gro├č und engagiert doch das Bem├╝hen,
Wenn die Erfolge nachhaltig verbl├╝hen,
Schaut der Forscher sich nach Neuem um
Stellt abseits Gift, Toxin und Radium.

Was Lebensnahes muss es sein,
Nat├╝rlich und wie Wasser rein,
Sollte jeder Mensch bereits besitzen
Und niemand k├Ânnt┬┤ es ihm stibitzen.

Es bringt dem kranken Menschen n├Ąher
Das Heilen von innen, macht ihn z├Ąher,
St├Ąhlt den Willen, st├Ąrkt die Nerven
Und schickt zum Kampf weit mehr Reserven.

Kr├Ąnkelnd nun begibt man sich,
Dem Krankheitsfortschritt hinderlich,
In Umgebung froher Heiterkeit,
Wodurch des K├Ârpers Abwehr kampfbereit.

Bei jedem L├Ącheln, Jubeln, Fr├Âhlichsein
Erstrahlt in uns ein Sonnenschein.
Der so hell und glei├čend das verbrennt,
Was stofflich er als fremd erkennt.

Da fliegen Heere lichten Scheines dann
Befl├╝gelt vom Triumph heran
Und fegen wie durch blo├čen Zauber,
Erkrankte K├Ârperstellen wieder sauber.

So heilt im Grunde nur das Lachen,
Kann neuen Lebensmut entfachen,
Macht Sorgen ungeschehen und klein
Bringt Frohsinn nur durch Gl├╝cklichsein.

Der Tumor war schnellstens dann besiegt,
Das Leben doch zur├╝ck gekriegt.
Von Natur ist uns der Drang gegeben,
Den Kampf zu f├╝hren ums ├ťberleben.

Ehrlich Gl├╝ck zu sp├╝ren in jeder Zelle,
L├Ąsst uns grad jetzt an dieser Stelle
Die Kraft der kosmischen Best├Ąndigkeit
An uns ersp├╝ren als die Lebendigkeit.
__________________
http://www.1yl.at/pleistoneun

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Herr M├╝ller
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Registriert: Mar 2003

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Hallo pleistoneun

Ich hoffe, Du warst nicht selber von betroffen. Aber ich f├╝rchte, so was kann man sich schlecht ausdenken. Ein recht ausf├╝hrliches Werk mit einem lebensbejahenden Ende.

__________________
Wer das Wort sucht, wird den Reim ernten.

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pleistoneun
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Apr 2002

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Selbst, Gott sei Dank, net

Ich hab das als Widmung einer lieben Bekannten geschrieben, die in diesem Bereich t├Ątig ist. Danke f├╝r deinen Kommentar.
__________________
http://www.1yl.at/pleistoneun

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