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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Die Lesung
Eingestellt am 27. 10. 2003 07:24


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Markus Veith
Routinierter Autor
Registriert: Nov 2000

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Um zwanzig Uhr f├╝nfzehn soll es beginnen und ich gehe fr├╝hzeitig los, um noch etwas durch die Innenstadt zu laufen, meinen Kopf vom Wind durchpusten zu lassen. Meine Ohren sind voller Textfragmente und Zeilen und Melodien. Ich heule mit den W├Âlfen. Ich streiche um die H├Ąuser. Ich warte in der Winterwelt, bis irgendwer vom Schlitten f├Ąllt ...
Ich ertappe mich dabei, meine m├Âglichst beil├Ąufigen Blicke durch die Scheiben der umliegenden Kneipen schweifen zu lassen. ├ťber sitzende G├Ąste und Gesichter, die ich erkennen k├Ânnte. Ich wittere ein Prominenten-Interview mit Lokalreportern. Vor der Lesung und im gem├╝tlicheren Ambiente als es eine Buchhandlung bieten kann. Diese Fahndung besch├Ąmt mich fast. Zumal ich bemerke, dass ich Ihn in meinen Gedanken immer gro├č ausspreche. Er und Ihn und Seine, und es kotzt mich an. Ich hasse Heldenverehrung und wei├č genau, dass Er es auch nicht leiden kann. Trotzdem kritzle ich Ideen-Stichpunkte in mein Notizbuch. F├╝r sp├Ąter. F├╝r das Verfassen dieses Textes. Mit gro├čen E's und I's und S's.
Schlie├člich ist es acht. Ich n├Ąhere mich dem Geb├Ąude mit der bunten Buchdeckelfassade. Eine Lesung ist f├╝r mich nicht allein Unterhaltung. Und gerade von dieser verspreche ich mir eine Menge. Zum einen: Lagesondierung. Ich lese hier in zwei Wochen selbst. An der selben Stelle. An der auch Er gelesen haben wird.
Wie krank? Junge, du bist verkl├Ąrte einunddrei├čig Jahre alt und kein euphorischer Teenie mehr, der seine monatelang aufgewartete Hoffnung dem Stadionstar entgegen kreischt. Und Er hat Seine beste Zeit auch hinter sich. Das muss man mal so sehen. Daran ist kaum zu r├╝tteln. Das vorletzte Konzert von Ihm hast du in einer Turnhalle in Georgsmarienh├╝tte miterlebt. Nicht gerade ein Olympiastadion. Also rei├č dich zusammen! Au├čerdem - Hallo! - Es ist eine Lesung! Du kennst Lesungen. Du machst mittlerweile selbst welche, schon seit langem. Das ist vertrautes Terrain. Und du hast Heimvorteil. Du bist derjenige, der nachher die Fragen stellt. Du wirst sogar dazu aufgefordert werden. - O Gott, ja, man darf Fragen stellen. Von Angesicht zu Angesicht. Und pl├Âtzlich ist die einzige Frage die ├╝brig bleibt, die, ob man den gro├čen Ihn duzt. Musikstars werden immer geduzt. Literaten nie.

Ich sitze in einer der mittleren Reihen. Kein lokaler Literat weit und breit, au├čer mir. Ich komme mir vor wie ein Schiffbr├╝chiger auf einer einsamen Insel. Zusammen mit vielen anderen Schiffbr├╝chigen. Circa vierzig. Die sich untereinander nicht vorstellen. Es auch nicht vor haben, solange der Piratenschatz nicht entdeckt ist. Nicht ein mal meinen Sitznachbarn kenne ich. Er raunt mir etwas zu, was mich nicht interessiert, was nicht zur Sache passt, auf das ich h├Âflich antworte. Allerdings mehr, um mich abzulenken. - Im selben Haus. Ich bin im selben Haus. Wie Er.
Da entdecke ich doch noch ein mir bekanntes Gesicht. Den Vorsitzende des Fanclubs, aus dem ich vor schon Jahren ausgetreten bin. Trotzdem gehe ich hin. Er ist ein netter Kerl. Schon ├Ąlter. Sch├╝tteres Haar. Ganz wie Er auch. Die Sturm- und Drangzeit liegt bestimmt jenseits seiner Vierzig. Ich traf ihn auf ein, zwei Konzerten, ganz vorne in den Logenstandreihen f├╝r Clubmitglieder und bin h├Âchst ├╝berrascht, dass er mich noch kennt. "Ach ja, du wohnst ja hier, nicht wahr?" Er fragt mich, ob ich noch schriebe und ich best├Ątige, versuche, nur zu erw├Ąhnen, dass ich es geschafft habe, mich in der hiesigen Szene einige Stufen hinaufzuschnaufen. Ich frage ihn, ob er es f├╝r m├Âglich halte, dass Er nachher noch irgendwo hingehe, einen trinken, oder so. Zur Antwort die Information, Er fahre wahrscheinlich gleich wieder zur├╝ck nach Hause. Einerseits bin ich etwas zerknirscht, andererseits beruhigt, dass ich nicht nur bei mir, sondern auch bei ihm das gro├čgeredete Er h├Âre.
Schlie├člich beginnt die Lesung. Pl├Âtzlich sitzt Er da, nimmt Seine Brille ab und die Armbanduhr, legt beides vor sich hin, sagt ein paar Begr├╝├čungsworte, ein paar zum Ablauf. Ganz genau, wie ich es auch immer mache, wenn ich irgendwo ├Âffentlich lese. Mein Blick verf├Ąngt sich oft in seinen grauen Haare. Ich wundere mich ├╝ber das Erscheinungsbild des Literaten, der so ganz anders aussieht als der Musiker. Vor allem ohne Brille. Nachdem dieses allgegenw├Ąrtige Markenzeichen von Ihm auf dem Tisch liegt, ├╝berf├Ąllt mich die Bef├╝rchtung, jeden Augenblick k├Ânne Seine Atmung aussetzen. Dass das wuchtige Gestell nun fehlt, dass dort nun nicht mehr der S├Ąnger, sondern der Schreiber sitzt, empfinde ich nicht als unangenehm. Im Gegenteil. Es hilft mir bei der Differenzierung.
Die Lesung verl├Ąuft grandios. Kein einziger Versprecher. Wohltuendes Schweigen wechseln sich mit befreiten Lachern ab. Dazwischen Metaphern, die den Intellekt zu sprengen drohen. In einer Sprache, so sauber und akkurat, so wortverliebt und zynisch, wie sie nur jemand hinbekommt, der sich in seinem Genre alles erlauben, und sich sicher sein kann, dass seine Sprachkunst von niemandem ernstlich kritisiert wird.

Nach dem Ende der Lesung f├╝nf Minuten Pause, bevor Fragen gestellt werden d├╝rfen und er alles zu signieren verspricht, was man ihm vorlege. Doppelsinn verstehendes Reihengeschmunzel. Er setzt die Uhr und die Brille auf und verschwindet in den hinteren Katakomben. Ich muss dringend aufs Klo und hoffe die ganze Zeit, dass Er nicht muss, und falls doch, dass Er eine separate Toilette hat. Ein Horror, k├Ąme Er nun pl├Âtzlich herein, stelle sich ans Pissoir nebenan und packe aus! S├Ąmtliche Pronomen w├╝rden augenblicklich klein werden. F├╝r immer.
Drau├čen wechsle ich einige Worte mit den Fanclub-Mannen. Ich gehe davon aus, dass dies nicht ihre erste und letzte Lesung ist. Wie Er denn privat sei, frage ich. Ob man gut mit Ihm reden k├Ânne.
"Wenn du dich mit ihm unterhalten wirst ...", beginnt einer und macht eine bedeutungsvolle Pause. Dann schlie├čt er an: "Bist du mit deinem Leben und mit dem was du machst zufrieden?"
Ich gr├╝ble kurz ├╝ber den Sinn dieses Orakels und l├╝ge dann: "Ja."
Er zuckt vielsagend mit den Schultern. "Na dann."
Ich ├╝berlege, was in einem Dialog mit Ihm geschieht, wenn das Geforderte auf seinen Gespr├Ąchspartner nicht zutrifft. Rhetorisches Auseinandergepfl├╝cke? Links-Liegenlassen? - Ich bin mir nicht sicher, ob ich es wirklich wissen will.

Er kommt wieder. - Nichts finde ich schlimmer, als die Stille nach dem Angebot, Fragen stellen zu d├╝rfen. Jedes Mal bef├╝rchte ich die Ratlosigkeit des Publikums. Doch meine Sorge ist unbegr├╝ndet. Sofort melden sich die Leute zu Wort. Eine Dame am Rande versucht eine Reihenfolge zu bilden, was die wenigsten juckt. Fragen nach Seiner Musik, nach Liedertexten und Alben. Nach Seinen politischen Engagements. Wenig zur Literatur, zur geh├Ârten Lyrik oder wenigstens zu nicht verstandenen Bedeutungen. 'Wo sind wir hier?' m├Âchte ich reinrufen. 'Auf einer Lesung oder im Konzert? Bleibt beim Thema!ÔÇÖ'
Eine Frau befragt Ihn nach der Bewandtnis der Musik, die h├Ąufig in seinen Texten durchschimmert, insbesondere von The Who. Er antwortet, dass Townsend nun mal derjenige gewesen sei, der ihn am meisten beeinflusst habe. Bei Seinen Antworten schaut Er kaum auf. Scheint ber├╝hrt. Ob peinlich, ob pers├Ânlich oder beides, vermag ich nicht zu erkennen. Wenn ich nach Lesungen so auf dem Pr├Ąsentierteller sitze, komme ich mir ebenfalls wie nackt vor. Aber da ich von der eh entbl├Â├čten Prominenz Welten entfernt bin, hocke ich, dimensional gesehen, h├Âchstens auf Untertassen. Zwischen Seinen Fingern l├Ąsst Er einen Kuli rotieren, als sei Er in Gedanken schon beim Signieren, oder bereits auf dem Weg nach Hause. Trotzdem bringt Er jede Antwort pr├Ązise auf den Punkt. In reinstem Deutsch, ohne Firlefanz, ohne Dialekt, sauber ausgesprochene Endsilben.
Auch ich melde mich zu Wort. Ich frage, wer Ihm selbst n├Ąher stehe: Der Musiker oder der Schriftsteller. Da hebt Er pl├Âtzlich den Kopf und sieht mich an. Ich wei├č, warum ich Ihm diese Frage gestellt habe. Ich kann sie mir seit Jahren selbst nicht befriedigend beantworten. Bei Ihm ist es der Musiker, bei mir der Schauspieler. Wie oft habe ich mich ├╝ber das geh├Ârte Argument ge├Ąrgert, das Schreiben vertr├╝ge sich nicht mit dem Theater, man k├Ânne sich nur auf eines konzentrieren? Seine Antwort beinhaltet, was ich mir von Ihm und mir selbst erhofft habe: Es mache keinen Unterschied. Und dabei l├Ąchelt Er. Ein sicheres L├Ącheln. Die Genugtuung w├Ąrmt. Ich l├Ąchle zur├╝ck. Zufrieden und irgendwie rehabilitiert.

Am Signiertisch steht eine Reihe von bestimmt f├╝nfzehn Metern L├Ąnge. Drau├čen in der Welt spielte heute K├Ânig Fu├čball auf und nebenan im Konzerthaus hielt K├Ânigin Klassik Audienz. Vermutlich f├╝llten wir die Alternativvorstellung zwischen Hochnasenkunst und Brachialchoral. Meiner Meinung nach kann Er zufrieden sein.
Ich stehe mit der Fanclub-Delegation abseits und schalte mich in die Gespr├Ąche ├╝ber "Heinz" ein. Mir f├Ąllt das T-Shirt ein, das ich mir mal bei einem Konzert gekauft habe, als ich noch Geld hatte und ohne Kopfschere zu tr├Ąumen wagte. 'Heinz sagt: Halt's Maul' steht darauf. Ich hasse es, "Heinz" zu sagen. Wenn Er mir auch bekannt ist, so ist er mir doch fremd. Trotzdem tue ich es. Das machen alle, die Ihn h├Âren. Und ganz automatisch glauben sie, Ihn in und auswendig zu kennen. Obwohl er mal gesungen hat, dass man einem S├Ąnger nicht glauben solle. Groupies sind schon ein famoses V├Âlkchen.
Immer wieder schaue ich zu der anstehenden Menschenschlange hin├╝ber. Nein, ich will mich dort noch nicht einreihen. Ich will eine Deniere, kein Gastspiel. Bewusstsein, nicht Abfertigung. Viele stehen mit ihrem frisch erworbenen Buch in der Hand wie auf einem Flie├čband. Ich habe es bereits gelesen. So kann das nicht passen. Das darf es nicht. Aber was passt stattdessen?
Konzerte sind eine andere, weitaus einfachere Sache. Dort steht eine Barriere und ein Backstage zwischen Star und Schweif wie ein meterhohes Pult zwischen Lehrer und Sch├╝ler.
Wie begegne ich meinem Scheinwerferlicht-Mentor, der mich zu dem gemacht hat, was ich bin? - Klar, tat Er das unabsichtlich, geschweige denn, um mir einen Gefallen zu tun. Auch ist Er nie alleiniger Impulsgeber gewesen. Aber vieles, was ich nunmehr seit Jahren zu vollbringen versuche - mit Leib und Seele - Seine Hintergrundbegleitung hat mich stetig angetrieben. Auch wenn meine selbst verfassten B├╝cher noch st├Ąndig mit mir rumtragen muss, weil sie sonst nirgends zu bekommen sind ... es ist die Pool-Position, von der aus ich weitermarschieren kann, will und werde. Und muss. Zu meinem Richtziel. Was hei├čt schon Ruhm? So lange sie satt macht, reicht Anerkennung. Seine Antriebsalven wirken am l├Ąngsten. Mindestens bis heute.
Die Menge lichtet sich. Ich schlendere in Richtung des Signiertisches und greife in meine Umh├Ąngetasche. Mein Buchexemplar ist drin. Das gleiche, das sich auch die meisten anderen Zuh├Ârer haben unterzeichnen lassen. Erst als ich kurz vor Ihm stehe, f├Ąllt mir die passende, meine einzig wahre Alternative ein. Nur noch ein P├Ąrchen ist vor mir dran. Beiden legen ihm einen Satz CDs vor. Insgeheim unterstelle ich ihnen den Hintergedanken an Wertsteigerung. (Wie viel bekommt man wohl daf├╝r, wenn Er irgendwann mal seinen letzten Ton gesungen hat und leblos von der B├╝hne rollt?) Dazu noch eine Autogrammkarte. Ziemlich dunkel fotografiert. Die einzige Fl├Ąche, die hell genug ist, den Kuli zu erkennen, ist unter dem hohen Haaransatz.
"Wie ist das, auf seine eigene Stirn zu schreiben?" platzt es aus mir heraus. Phantastisch, du Trampel! Gro├čartiger Einleitungssatz! Sein Pfefferkornl├Ącheln tackert mich f├╝r einen Moment am Teppich fest. Dann lege ich Ihm meine Signaturbitte auf den Tisch. "Bitte, hier in meinen Kalender."
Ein winziges Stutzen. "Wie hei├čen Sie?" Ich antworte. Er schreibt.
"In zwei Wochen lese ich an der selben Stelle." (O Gott! Sei gegr├╝├čt, Profilneurose.)
"Aha?"
Schon ist er fertig. Ich muss mich beeilen. "K├Ânnen Sie mir Gl├╝ck w├╝nschen?"
"Na dann, viel Gl├╝ck."
"Ähm ... schriftlich? Das hilft vielleicht."
Wieder dieses Pfefferkornl├Ącheln. H├Âlle, habe Erbarmen und spuck mich wieder aus! Er schreibt. 'Toi, toi, toi.'
Ich schiebe ein weiteres Buch ├╝ber den Tisch. Aus eigener Feder. Mein j├╝ngstes Baby. "Das m├Âchte ich Ihnen geben." R├╝ckzug! Aber ganz fix!
Hinter mir kommen noch die Fanclubmitglieder. Ich wende ab, dem fr├╝heren Vorsitzenden zu, wechsle noch ein paar Worte, die mehr schlecht als recht meinen ausgetrockneten Hals verlassen. Ich versteife meine Knie, damit sie nicht zittern. 'Rei├č dich endlich zusammen!' tadle ich mich stumm. 'Benimm dich nicht wie ein Kommunionkind beim ersten Ministrantendienst! Der Mann ist ein Mensch!'
Pl├Âtzlich steht Er hinter mir. Er begr├╝├čt den Fanclub. Dann wendet er sich pl├Âtzlich mir zu. - Ein Augenblick Schweigen. Ich f├╝hle mich gemustert, gescannt, fl├╝chtig bewertet. Schlie├člich blickt er auf mein Buch in seinen H├Ąnden. "Und hier raus werden Sie lesen?"
Das j├╝ngste Gericht. So oder ├Ąhnlich muss es sein. Reizflut. Ich schaue auf seine grauen Haare, seine kleine Statur. Ich kann auf ihn herabschauen, Herrje!, und ich f├╝hle mich zum Kotzen dabei. Jetzt nimmt er mich auseinander! Jetzt gleich. Weil aus jeder Silbe, die ich von mir geben kann, alle Unzufriedenheit meiner nur eigentlichen Zufriedenheit hervorquellen wird. In Kleinbuchstaben.
Ich brabbele irgendetwas. Es verschwindet gleich nach der Lippenflucht aus meinem Ged├Ąchtnis. W├Ąhrend meine innere Stimme mich auslacht und aufs ├ťbelste verh├Âhnt. "... Keine eigene Lesung ..." ('Das war nicht die Frage!') "... nur ein Erz├Ąhl-Wettbewerb ..." ('Tiefstapler!') "... bringt vielleicht Gl├╝ck ..." ('Esoterischer Schleimer!') Dann platzt der Satz heraus, der sich schon die ganze Zeit ├╝ber wie eine Blase in mir aufgebl├Ąht hat: "Die einen beeinflusst Pete Townsend. Andere h├Âren HRK." ('Faux pas!! Rotalarm! Schadensmeldung!')
Aber Er sagt nichts. Nur ein kurzes Stirnrunzeln. Ein eiliges Zu-Boden-Schauen. "Ich w├╝nsch dir viel Erfolg!" - H├Ąndedruck. Er geht. Ich gehe. Und mein Kopf ist wie mit Sandpapier ausgeschmirgelt.

Was hat das gebracht? Hat es etwas gebracht? Einen signifikanten Gl├╝cksbringer. In meinem Kalender. In dem noch wei├če Tage sind, die f├╝r mich Wichtigkeit bedeuten k├Ânnen. D├╝rfen. M├╝ssen. Und eine weitere Wortblase platzt in meinen Gedanken. In geheimnisvollem Tonfall fl├╝stert sie mir zu, dass 'man sich im Leben immer zwei Mal trifft. Und vielleicht - so hoffe sie sehr - vielleicht w├╝rde dann Ich etwas zu signieren haben.'

Oktober 2003

PS.: Am 25. Oktober gewann ich die Vorentscheidung zum Erz├Ąhlwettbewerb des H├Ârspiel-Verlages 2003 in der Mayerschen Buchhandlung in Dortmund.
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"Ich wollte der Welt nur ein einziges Wort sagen. Da ich es nicht konnte, wurde ich Schriftsteller." - Stanislaw J. Lec

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pipi-barfuss
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hi

hallo markus,

erst einmal gl├╝ckwunsch. hat mein daumen dr├╝cken ja doch geholfen. ;-)
dein text passt sehr gut zu dir.gef├Ąllt mir.musste zwischendurch lachen.beim n├Ąchsten mal m├Âcht ich aber die unterschrift von hrk sehen.

gru├č pipi
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Lebe den Augenblick,auch wenn du mit einem Bein schon in der Zukunft stehst und mit dem anderen noch in der Vergangenheit

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Markus Veith
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Halt die Daumen weiterhin gedr├╝ckt. Der Wettbewerb ist noch nicht vorbei. Und ich stimme mit dem Buchtitel von HRK ("Vorschuss statt Lorbeern") nicht ganz ├╝berein. Trotzdem Dank.
Markus
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Rainer
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keine antwort n├Âtig - nur lobhudelei

hallo markus,

ich habe mich die ganze zeit gefragt, wen du meinen k├Ânntest:
wecker? -nee, daf├╝r ist er zu jung (der markus) und eine klare aussprache kann man ihm nun wirklich nicht nachsagen (dem konstantin)
irgend ein abgehalfterter "rockstar" ala blixa bargeld? nee den findet der markus bestimmt nicht gut,
helge schneider? - hmm, na dann ist aber viel fiktion dabei.
doch dann kam die brille, das graue haar und es schimmerte kurz der gute alte heinz rudolf durch - hatte es aber recht schnell wieder verworfen. dann das t-shirt, na, vielleicht ja doch?
aber, aber rainer, das ist doch der markus der da schreibt, so einen direkten hinweis wird er doch nicht geben wollen - alles verpackung f├╝r den plot "nicht soo selbstsicherer kleiner trifft den gro├čen, der dann entmystifiziert wird".
und dann war Er es doch und der text wurde immer stimmiger.
au├čerdem ein sch├Ânes psychologisches spielchen, welches bestimmt jeder von uns in der ein oder andren form kennt (muss ja keine lesung sein).

was ich am besten fand:
das spiel mit den gro├čen buchstaben, die man sogar beim sprechen "liest", und den patentw├╝rdigen satz:
"Junge, du bist verkl├Ąrte einunddrei├čig Jahre alt und kein euphorischer Teenie mehr, der seine monatelang aufgewartete Hoffnung dem Stadionstar entgegen kreischt."

ich gebe es auf, an deinen texten einen makel finden zu wollen (finden wollen zu m├╝ssen; sic!). ich lese sie einfach gern, und muss dank der lupe kein geld ausgeben - auch prima.


viele gr├╝├če + bitte noch mehr

rainer


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ist meine, und damit nur EINE Meinung

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