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Leselupe.de > Kindergeschichten
Die Regenbogenblume
Eingestellt am 18. 06. 2002 22:06


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Eilan
Festzeitungsschreiber
Registriert: Jun 2002

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Die Regenbogenblume

Es war einmal vor langer Zeit, in einem weit entfernten Land, eine Blume. Doch sie war keine normale Blume. Sie war die sch├Ânste die es im Land gab. Von weit her kamen Menschen, nur um sie zu sehen. Denn ihre Bl├╝tenbl├Ątter hatten die Farben des Regenbogens und ihr St├Ąngel war nicht gr├╝nd sondern blau. Ihr Bl├╝tenstaub war Goldstaub und glitzerte wie die Sterne.
Wenn ein Schmetterling sich auf sie setzen wollte, dann durfte er dies nur, wenn er wundersch├Ân war. Wenn eine Biene sich von ihrem Bl├╝tenstaub holen wollte, durfte dies nur die Bienenk├Ânigin. Wenn eine kleine Blume mit ihr sprechen wollte, die nur schlicht, oder h├Ąsslich war, dann gab die Regenbogenblume ihr keine Antwort, denn sie sprach nur mit den wirklich sch├Ânen Blumen. Auch wenn keine Blume so sch├Ân war wie sie selbst.
Eines Abends kamen dicke Wolken auf, die den Himmel und die Sonne verdeckten. Wind kam auf, und er brauste mit solcher St├Ąrke, wie es die Blume noch nie erlebt hatte.
Er begann an ihren Bl├╝tenbl├Ątter zu reissen und zerren, und ein Blatt nach dem andern gab nach und flog in die st├╝rmische Nacht davon. Der Wind verzog sich und der Regen setzte ein. Da keine sch├╝tzenden Bl├╝tenbl├Ątter mehr da waren, wusch der Regen all den goldenen Bl├╝tenstaub fort.
Als am n├Ąchsten Morgen der Sturm verschwunden war, sahen die vielen Blumen inmitten von ihnen eine die weinte. Sie hatte weder Bl├╝tenbl├Ątter noch Bl├╝tenstaub, das einzige was noch an ihre Sch├Ânheit erinnerte war ihr blauer St├Ąngel, der auch sehr mitgenommen aussah.
Die Regenbogenblume weinte um ihre verlorene Sch├Ânheit, um die H├Ąsslichkeit mit der sie jetzt daf├╝r bestraft wurde, dass sie sich wegen ihrer Sch├Ânheit f├╝r etwas Besseres hielt.
Da sie nun nicht mehr so sch├Ân war, traute sie sich nicht mehr mit den sch├Ânen Blumen zu sprechen. Sie blieb still und h├Ârte nur zu. Mit der Zeit fand sie pl├Âtzlich, dass die Blumen, welche sie fr├╝her als h├Ąsslich empfunden hatte, auf ihre eigene Weise sehr sch├Ân waren. Sie strahlten ein Licht aus, das aus ihrem Innern kam. Ein Licht der Zugeh├Ârigkeit und der Geborgenheit. Sie ├╝berwand ihren gebrochenen Stolz und begann sich mit den Blumen zu unterhalten, ob sie jetzt sch├Ân waren oder nicht.



__________________
Das Licht findest du in der Dunkelheit

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