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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Die Rückkehr
Eingestellt am 24. 05. 2003 01:07


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mye
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Registriert: May 2003

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Wie lange gehe ich diese Straßen schon entlang?

Mein Tempo ist gemächlich; nicht zügig. Gelassen und doch angestrengt...
möglicherweise entkräftet?

Wo bin ich?
Ich träume.

Ich kann umherschauen. Noch tu ich es.
Für mich ist alles neu; eine zweite Welt ist auferstanden.
Ich muss träumen.

Ich komme an Häusern vorbei... hohe und niedrige... leer.
Ein versteinertes Grau blendet mich.
Risse, aufgesprungen; sie starren mich an.

Zu meiner Rechten eine Baumreihe.
Blattleer; karge Gestalten verkrampfen im heftigen Wind.
Ihre knackenden Äste zeigen auf mich.
Ich träume wahrscheinlich.

Die Straße ist holprig; brüchig, durchtrieben von Vergangenheit.
Spitze Steine durchbohren meine Haut.
Wo ist der Schmerz?

Dichte Nebelschwaden sinken herab; offene Wände, getrübte Sicht.
Ist es kalt?
Kaum noch Aussicht... aussichtslos.
Friere ich?
Wo ist die Empfindung?

Ich gehe weiter. Ich gehe ununterbrochen. Ich gehe an verdorrten Blumen vorbei.

Der Nebel entschwindet... verliert sich im Unendlichen...
ob ich ihm folge?

Zu meiner Linken ein Baum; allein gelassen.
Doch nicht ganz: ein Vogel wartet auf seinem mageren Ast... worauf?
Der Vogel ist krank... sein Flügel ist gebrochen.
Jetzt will er fliegen... er setzt an; mutig...
doch er stürzt in die Tiefe... dort liegt sein zerstörtes Nest.
Doch allein gelassen.
Träume ich?

Zwischenzeitlich ziehen Menschen an mir vorbei... unkoordiniert; jeder hält eine Blume.
Sie bewegen sich nicht... sie gehen nur.
Keiner geht in meine Richtung... ich komme mir reisend vor.
Bin ich ein Reisender?
Blicke treffen mich nicht... ausdruckslose Andacht; es herrscht die Stille.


Plötzlich eine Blockade, der Weg ist versperrt.
Ein Feld hat sich aufgetan... Callablumen übersehen den Horizont...
Ihr Anblick ist rein, unversehrt.

Dunkle Wolken entsteigen dem Horizont... er scheint nah zu sein.
Dichte Wolkengefängnisse entlassen einen Schwarm...
Schwarze Punkte werden allmählich größer.
Ich bin entdeckt.
Ich gehe nicht mehr... wie lange schon?
Schwarze Punkte nehmen Formen an; eine Bedrohung?
Schwarze Punkte offenbaren ihr Gesicht...

Sperlinge landen sanft im Callablumenfeld... ich werde beobachtet...
ich werde ferngehalten.
Lebende Sperlinge, lebendige Blumen... sie bilden eine Barriere...
entscheidet sich ein Schicksal?

Plötzlich eine Empfindung... mehr ein Drang...
nur eine; eine Blume pflücken... die würde reichen.
Sofort steigen tausende Sperlinge empor... es war doch ein Gedanke...
wurde er gelesen?
Flügelschwingen erzeugt ohrenbetäubenden Lärm... Flucht... oder Rettung?

Ich drehe mich um, gehe zurück; eingereiht... dieselbe Richtung...
dennoch anders... leere Hände zeigen den Unterschied.
Ich bewege mich weiter... sie gehen nur.

Am fernen Horizont regiert die Dunkelheit.
Doch mein Weg endet hier... eine Leiter stellt sich mir in den Weg; aufdringlich...
und einladend.
Erneut erreicht mich eine Empfindung... wieder ein Drang; strömend.
Die Leiter führt ins Licht... ich steige sie hoch; unwissend, erwartungsvoll.

Noch ein letztes Mal denke ich an die anderen Menschen...
ich empfinde Trauer... wieso müssen sie hier bleiben?



Dann öffne ich die Augen; verschwommen und von heller Beleuchtung geblendet entdecke ich ein mir bekanntes Gesicht... Wärme durchströmt sofort meinen Körper... auf dem anderen Gesicht rollt eine Träne herab, das Lächeln ergreift mich und ich schließe für eine Weile zufrieden die Augen... etwas Ruhe benötige ich noch.



__________________
man findet keine freunde mit sala-at, man findet keine freunde mit sala-at... (die simpsons)

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Quidam
Guest
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Lieber mye,

versteh meine Anmerkungen bitte nur als Anregung. Solltest du nichts von dem übernehmen, ist es vollkommen ok! ok?

Wie lange gehe ich diese Straßen schon entlang?
Wen fragst du das? Dich selber? Die Aussage ist gut. Es steckt zu wenig Kraft dahinter. Vorschlag: "Ich gehe unentwegt diese Straße entlang. Wie lange? Ich weiß es nicht."
Mein Tempo ist gemächlich; nicht zügig. Gelassen und doch angestrengt...
möglicherweise entkräftet?
Hier erschlägt ein Adjektiv das andere und der Leser kann sich nichts darunter vorstellen. Für diese Aussage reicht ein Satz, oder du fügst eine Metapher an. Oder aber du löscht ihn ganz und fügst es oben mit an, dass du eben die Straßen entlang schlenderst.

Wo bin ich?
Ich träume.
Streichen.
Ich kann umherschauen. Noch tu ich es.
Für mich ist alles neu; eine zweite Welt ist auferstanden.
Ich muss träumen.
Auch hier kannst du gewaltig kürzen. Du solltest endlich Bilder sprechen lassen und nicht soviele Infos großartig beschreiben. "Ich schaue umher. Alles ist neu, eine zweite Welt.
Ich komme an gähnend leereHäusern vorbei... hohe und niedrige...leer<-streichen
Ein versteinertes Grau blendet mich.
Risse,die Risse sind aufgesprungen???Wohl eher Mauern. aufgesprungen; sie starren mich an.
Geht doch: Ein schönes Bild! Aufgesprungene Mauern. Die Risse - sie starren mich an.

Zu meiner Rechten eine Baumreihe.Noch sah ich um mich Häuser, nun zu der Rechten eine Baumreihe. Ich würde sie nach dem Stadtwald erscheinen lassen.
Blattleer; karge Gestalten verkrampfen im heftigen Wind.
Ihre knackenden Äste zeigen auf mich.KLASSE!
Ich träume wahrscheinlich.STREICHEN.

Die Straße ist holprig; brüchig, durchtrieben von Vergangenheit.
Spitze Steine durchbohren meine Haut.
Wo ist der Schmerz?Jetzt kommst du in Fahrt. Wiederum sehr gut!

Dichte Nebelschwaden sinken herab; offene Wände, getrübte Sicht.Das ist klar, dass die Sicht getrübt ist, schließlich sinken Nebelschwaden herab. Im Übrigen würde ich ihn aufsteigen lassen, den Nebel
Ist es kalt?
Kaum noch Aussicht... aussichtslos.
Friere ich?
Wo ist die Empfindung?<-streichen. Ansonsten: Sehr lebendig.

Ich gehe weiter. Ich gehe ununterbrochen. Ich gehe an verdorrten Blumen vorbei.

Der Nebel entschwindet... verliert sich im Unendlichen...
ob ich ihm folge?

Zu meiner Linken ein Baum; allein gelassen.
Doch nicht ganz: ein Vogel wartet auf seinem mageren Ast... worauf?
Der Vogel ist krank..<-streichen. sein Flügel ist gebrochen.
Jetzt will er fliegen... er setzt an; mutig... Wie hast du eigentlich erkannt, dass er einen gebrochenen Flügel hat?? War er verbunden?*g*
doch er stürzt in die Tiefe... dort liegt sein zerstörtes Nest.
Doch allein gelassen.
Träume ich?

Zwischenzeitlich ziehen Menschen an mir vorbei...
Menschen ziehen an mir vorüber.
unkoordiniert;?? jeder hält eine Blume.
Sie bewegen sich nicht... sie gehen nur.Jetzt sprichst du ihn Rätseln. Wandeln sie etwa? Wie Vampire?
Keiner geht in meine Richtung...Sie gehen doch in deine Richtung. Nur halt nicht deine Richtung. ich komme mir reisend vor.Sie reisen halt woanders hin.
Bin ich ein Reisender?
Blicke treffen mich nicht... ausdruckslose Andacht; es herrscht die<-streichen. Stille.


Plötzlich eine Blockade, der Weg ist versperrt.Du doppelst oft. Eine Blockade versperrt immer den Weg, musst du also nicht betonen.
Ein Feld hat sich aufgetan...Wo? Callablumen übersehen sie übersehen ihn? Ich hoffe, du übersiehst nicht meine Anmerkungen.den Horizont...
Ihr Anblick ist rein, unversehrt.<-streichen.

Dunkle Wolken entsteigen dem Horizont... er scheint nah zu sein.der Horizont?
Dichte Wolkengefängnisse entlassen einen Schwarm...originell
Schwarze Punkte werden allmählich größer.
Ich bin entdeckt.
Ich gehe nicht mehr... wie lange schon?
Schwarze Punkte nehmen Formen an; eine Bedrohung?
Schwarze Punkte offenbaren ihr Gesicht...

Sperlinge landen sanft im Callablumenfeld... ich werde beobachtet...
ich werde ferngehalten.
Lebende Sperlinge, lebendige Blumen... sie bilden eine Barriere...
entscheidet sich ein Schicksal?
crazy
Plötzlich eine Empfindung... mehr ein Drang...
nur eine; eine Blume pflücken... die würde reichen.
Sofort steigen tausende Sperlinge empor... es war doch ein Gedanke...
wurde er gelesen?
Flügelschwingen erzeugt ohrenbetäubenden Lärm... Flucht... oder Rettung?
Dieser Abschnitt hat Kraft.

Ich drehe mich um, gehe zurück; eingereiht... dieselbe Richtung...
dennoch anders... leere Hände zeigen den Unterschied.
Ich bewege mich weiter...Wo sind die Blumen abgeblieben. Werde enttäuscht sein, wenn du es nicht auflöst. Die Spannung ist da. sie gehen nur.

Am fernen Horizont regiert die Dunkelheit.
Doch mein Weg endet hier... eine Leiter stellt sich mir in den Weg; aufdringlich...
und einladend.
Erneut erreicht mich eine Empfindung... wieder ein Drang; strömend.
Die Leiter führt ins Licht... ich steige sie hoch; unwissend, erwartungsvoll.unwissend <-streichen. Ansonsten gut. Diese "..." stören nur. Du arbeitest zuviel damit.

Noch ein letztes Mal denke ich an die anderen Menschen...
ich empfinde Trauer... wieso müssen sie hier bleiben?
Wer sagt dir, dass sie hierbleiben müßen? Ausserdem dachtest du bisher nicht an andere Menschen.



Dann öffne ich die Augen; verschwommen und von heller Beleuchtung<-streichen. geblendet entdecke ich ein mir bekanntes Gesicht... Wärme durchströmt sofort<-streichen. meinen Körper... auf dem anderen Gesicht rollt eine Träne herab, das Lächeln ergreift mich und ich schließe für eine Weile zufrieden die Augen... etwas Ruhe benötige ich noch.

irgendwie eigenartig, das Ganze, aber interessant. Sprachlich wäre noch eine Menge zu richten, aber die Gedanken und Ideen sind gut. Ich denke, es geht um jemanden, der dem Tod von der Schippe gesprungen ist. Könnte auch ein, aus aus einem Koma, Erwachter sein.
Wie gesagt: Fühle dich nicht angegriffen, wäre der Text nicht interessant, hätte ich nichts dazu geschrieben.

*winke*
quid

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Kabelkolb
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JA!

Ich finde die Gedanken auch interessant. Wie bei dem andrem Text, aber die ganzen Bilder sind mir zu flüchtig. Die Anmerkungen von quidam find ich gut, die lenken auch in meine Richtung, "irgendwie eigenartig, das Ganze, aber interessant." Ja!

Pfirty, Der kabelkolb!!
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mye
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hi,

ich danke euch für die kommentare.
ich fühle mich natürlich nicht angegriffen, sondern freue mich darüber, dass sich jemand so intensiv mit meinem text auseinander gesetzt hat. jedoch fällt es mir unheimlich schwer, im nachhinein etwas daran zu ändern... selbst wenn die vorschläge voll zutreffen. aber es wäre einfach nicht mehr mein text... was -und das meine ich wirklich ernst- nicht bedeutet, dass ich solche kommentare nicht für voll nehme; im gegenteil: die allgemeinen vorschläge landen in meinem gedächtnis und werden für die folgenden texte beachtet. ich hoffe, dass ich mit dieser einstellung (eigentlich nicht das treffende wort) nicht anecke.

übrigens war ich mir nicht ganz sicher, ob sich der text unter "kurzgeschichten" in der richtigen rubrik befindet. was denkt ihr denn?
ansonsten alles liebe,
gruß andré

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