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Leselupe.de > Kurzprosa
Die Sache mit dem guten Geschmack
Eingestellt am 08. 01. 2009 23:22


Autor
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Perry
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Aug 2004

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Die Sache mit dem guten Geschmack


Seit meine Geschmacksnerven nachgelassen haben, trinke ich billigen Landwein genussvoll wie teuren Bordeaux. Auch schmeckt mir eine Grie├čnockerlsuppe aus der T├╝te genauso wie eine Fr├╝hlingslauchsuppe mit Zander-Safran-Kl├Â├čchen ├á la carte.

Seit mein H├Ârverm├Âgen nachgelassen hat, h├Âre ich Heavy-Metal-Musik lauter als ich es mir zu meiner Sturm- und Drangzeit jemals getraut h├Ątte. Auch dirigiere ich heute die Moldau von Smetana aus dem Transistorradio mit mehr Hingabe als ich es zu meiner Revox Anlage je getan habe.

Seit mein Sehverm├Âgen nachgelassen hat, finde ich Frauen im reiferen Alter genauso sch├Ân wie die jungen Verzickten. Auch kann ich mich ├╝ber ein Poster von Goyas nackter Maja ├╝ber meinem Futonbett aus Naturholz genauso freuen wie ├╝ber das Original im Museo del Prado in Madrid.


Version vom 08. 01. 2009 23:22

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bluefin
Guest
Registriert: Not Yet

grie├čnockerl, @perry.

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Franka
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Feb 2006

Werke: 208
Kommentare: 2386
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Lieber Perry,

f├╝r mich ist dieser Text hier falsch eingestellt, f├╝r mich ist es Prosa.

LG Franka
__________________
Man probiert. Vielleicht klappt es. Wenn nicht, dann probiert man was Neues. (frei nach Antje Joel)

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gareth
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Dec 2003

Werke: 132
Kommentare: 783
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Hallo Perry,

ich w├╝rde den Text spontan auch wie Franka eher als Prosa bezeichnen, da ihm nichts gedichthaftes, kein merklicher Rhythmus unterlegt ist.
Du sprichst eine ganze Reihe wesentlicher Lebenserfahrungen an, was offensichtlich ein Anlass f├╝r engangierte Antworten ist.

Das (angebliche) Nachlassen der Sinne ist eine geschickte Metapher f├╝r die nachfolgende Diskussion der menschlichen Anspruchshaltungen und Einbildungen.

Der Weingenuss im ersten Abschnitt ist ein h├╝bsches Beispiel daf├╝r, wie sehr wir Menschen in unseren Entscheidungen und ├ťberzeugungen vom Etikett beeinflusst werden. Die meisten von uns k├Ânnten ohne Kenntnis dieses Etiketts nicht sagen, welche Art Wein sie gerade trinken. Wei├č man aber den Namen und er z├Ąhlt landl├Ąufig zu den bekannten und guten, dann ist der Trinker des Lobes voll. In diesem Sinn w├Ąre es eine wunderbare Methode, sich auf seine nachlassenden Sinne zu berufen und in Ruhe seinen Wein zu trinken, befreit von jeder Kommentierungspflicht.

Ein ├Ąhnlicher Betrachtungswinkel ergibt sich bei der nachlassenden H├Ârleistung. Hier kann sie als Alibi dienen f├╝r das H├Âren sehr lauter Musik einerseits und man kann ja gern auch mal versuchen, seinen Musikgeschmack damit zu rechtfertigen :o) Auf gewisse Unstimmigkeiten der Argumente in diesem Fall hat mirami schon hingewiesen und Bluefin hat in gewohnter Weise zur Moldau ein abschlie├čendes Urteil gesprochen.

Der dritte Abschnitt: - wie wirken reife Frauen auf j├╝ngere und ├Ąltere M├Ąnner - birgt Material f├╝r monatelange Diskussionen und bringt Kasper Grimm zu der Aussage:

├ťberhaupt scheint mir die Jugend ├╝berbewertet.

Na ja, Kasper Grimm, immerhin hat die Jugend den nicht zu ├╝bersch├Ątzenden Vorteil, noch viele Lebensjahre zu versprechen. Das kann man vom Alter nicht sagen. Und das biologisch Sinnvolle in einer h├Âheren Anziehungskraft junger Frauen auf junge M├Ąnner sollten wir auch nicht ganz au├čer Acht lassen.

Es g├Ąbe in der Tat noch richtig viel zu sagen und das zeigt, dass Dein Text, Perry, reichlich Potential hat, wenn er auch etwas prosaisch daher kommt.

Gr├╝├če
gareth
__________________
Wie h├Ąsslich ist ein schr├Ąges Treiben,
da lob ich mir mein tr├Ąges Schreiben.

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