Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5471
Themen:   92995
Momentan online:
273 Gäste und 19 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Anonymus
Die Schlagzeugstöcke
Eingestellt am 29. 03. 2004 17:55


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Die Schlagzeugstöcke

Kaum hatte sie die Tür hinter sich geschlossen, stellte sich Jörg schon vor sie hin. Melanie versuchte zu lächeln. Sein Blick war starr. Die Hautfarbe blass.
„Setz dich doch.“ Ertönte es monoton aus seinem Mund.

Melanie ging ein paar Schritte. In seiner kleinen Wohnung hatte sich nichts verändert. Alles stand an seinem alten Platz. Auch seine Schlagzeugstöcke lagen wie immer auf dem Tisch und daneben seine Kopfhörer.

Jörg hatte sein langes Haar zu einem Zopf zusammengebunden. Er trug ein Muskelshirt und eine enge Jeanshose. Seine kräftigen Arme hielt er über den Kopf verschränkt und lehnte an der Wand. Jörg wirkte dabei total verkrampft und sein Brustkorb hob und senkte sich schnell. Melanie sah ihm an, dass er nervös war.

„Eigentlich hatte ich nicht damit gerechnet, dass du noch mal vorbeischaust?“
„Du wolltest doch unbedingt mit mir sprechen. Rene hat gesagt, ich soll es nicht tun. Ich habe ihm erzählt, dass ich mich mit einer Freundin treffe. Er ist eifersüchtig auf dich.“ Melanie ließ sich auf das schwarze Ledersofa nieder. Sie schlug ihre schlanken Beine übereinander. Mit den Fingern fuhr sie sich durch ihr dunkelbraunes Haar und steckte sie hinter ihre Ohren.

Warum beobachtet er mich so, dachte Melanie. Eigentlich bin ich verrückt, dass ich wieder hier her komme. Ich will nichts mehr von ihm.

„Ich kann dich nicht vergessen, Melanie! Du weißt genau, wie sehr ich dich liebe. Warum musstest du mich verlassen?“ Jörg trat unruhig im Wohnzimmer umher, dass tat er immer, wenn er etwas zu sagen hatte. Als er sprach, schaute er sie kein einziges Mal auf. „Ich weiß nicht mehr was ich tun soll. Bin ich ein so schlechter Mensch? Habe ich dir nicht gezeigt, wie sehr ich dich liebe? Ich wollte noch so viele Sachen mit dir machen, mit dir in den Urlaub fahren und mit dir zusammen ziehen. Ach, was soll ich sagen. Weißt du überhaupt, wie es mir geht, seitdem du dich von mir getrennt hast? War es wegen meinem Unfall? Hat er mich verändert? Ja, ich weiß, Schädelhirntraumata können Wesensveränderungen hervorrufen, aber doch nicht bei mir. Ich bin der Gleiche geblieben. “ Jörg fasste sich an seine Nase, rieb sie mit dem Zeigefinger und seinem Daumen, eine blöde Marotte von ihm, die Melanie nervte.

„Jetzt setz dich doch. Du machst mich nervös. Ich weiß, dass es weh tut. Ich wollte das Alles nicht. Aber ich kann nicht anders. Ich…..ich, “ Melanie holte tief Luft, „ ich liebe dich nicht!“ Nun war es raus.

Jörg blieb abrupt stehen. Dann ging er, ohne etwas zu sagen, weiter.
„Bitte jetzt setz dich doch zu mir.“ Flehte Melanie ihn an, denn die Situation wurde ihr allmählich ungemütlich. Seine Schritte halten auf dem Parkett und durchbrachen die Stille im Raum wie die Zünduhr einer Bombe, die jeden Moment explodieren könnte.

„Ich möchte nicht sitzen. Ich finde dich immer noch anziehend und dein Duft verwirrt mich.
Nächtelang konnte ich nicht schlafen und habe Schlaftabletten nehmen müssen, weil ich am nächsten Tag zur Arbeit musste. Mein Psychologe hat gesagt, dass man Menschen nicht halten kann. Egal wie weh es tut. Meine Mutter, ja meine Mutter, die hat sich auch einen Scheißdreck um mich gekümmert. Einfach abgehauen ist die. Die ist auch so eiskalt wie du. Meine erste Frau mit unserem Kind auch. Und nun du, warum? Warum auch noch du?“ Jörg hatte nach seinen Schlagstöcken gegriffen und ließ sie durch seine Finger wirbeln. Immer schneller wurden die Kreisel und kleine Schweißperlen standen ihm auf der Oberlippe.
„Hörst du mir nicht zu? Ich liebe dich nicht. Der Sex mit dir war super klasse, aber das ist doch nicht alles Jörg. Ich brauche jemanden zum Reden, jemanden der mir zuhört. Wem hörst du schon zu, doch nur deinem Schlagzeug und deiner Heavymetalmusik. Ich wollte mir das nicht mehr antun, dass musst du einfach verstehen! Dein Therapeut hat Recht. Außerdem muss ich auch wieder gehen oder hast du noch was zu sagen?“ Melanie stand auf, doch als sie seinen traurigen Blick sah, bekam sie Mitleid.
„Komm lass dich in den Arm nehmen. Wie gerne würde ich dir helfen, aber ich kann es nicht.“
„Immer noch frage ich mich, warum du damals den Krankenwagen gerufen hast. Ich wollte sterben. Verstehst du! Weißt du überhaupt wie es ist, wenn man von Menschen verlassen wird, die man liebt? Du kennst das nicht, oder?“ Jörgs Auge zuckte als er das sagte.

Er legte seine Arme um ihren Körper, die Schlagzeugstöcke fest in der Hand. Zärtlich küsste er ihren Hals und fasste ihren Hintern. Melanie ließ es geschehen und schloss ihre Augen.
„ Lass es uns noch ein Mal tun. Ein einziges Mal, bitte?“ Jörg fasste ihre Oberarme und griff ihr an den Busen. Er fing an sie zu kneten, viel zu feste, so das Melanie die Fassung verlor und ihn anschrie, dass er sie gehen lassen soll.

Jörg hörte sie nicht. Er küsste sie weiter, zog seinen Gürtel aus der Hose und drückte Melanie damit auf den Boden. „Ich will dich nicht verlieren Melanie. Ich liebe dich so sehr. Du verlässt mich nie wieder, versprich es mir. Nun wirst du immer bei mir bleiben. Für immer. “ Er begann zu schluchzen.

Viele Male küsste er sie noch. Streichelte ihre zarte Haut und zog sie langsam dabei aus. Ihre Augen blickten ins Leere und Jörg liebte sie.

Jörg irrte durch den Nieselregen. Seit zwei Stunden wusste er nicht wohin er gehen sollte. In seinem Kopf war eine Leere, die er nicht zu ordnen konnte. Als ihn die Polizei von seinem Freund abholte, ließ er sich anstandslos mitnehmen. Wie durch eine Wolkendecke hörte er die Worte seines Freundes, der sagte, dass Melanie mit einem Gürtel und einem Schlagzeugstock erwürgt worden sei und der Jörg davon nichts wusste, als er hier ankam. Nur durch sein apathisches Verhalten wäre Bernd zur Wohnung gefahren und wollte nach dem Rechten sehen. Und dann hätte er das Unglück gesehen.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


blaustrumpf
???
Registriert: Mar 2003

Werke: 20
Kommentare: 735
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um blaustrumpf eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo, Anonymus

Deinen Beitrag habe ich mit "unterdurchschnittlich" bewertet, weil


  • er mir sprachlich ein wenig plump und schwerfällig erscheint,

  • du zuviele verschiedene Geschichten gleichzeitig zu erzählen versuchst,

  • ich nicht glaube, dass die sprachlichen und formalen Defizite durch die Andeutung versuchter Vergewaltigung und vollzogener Nekrophilie aufgewogen werden.

Trotzdem schöne Grüße!

blaustrumpf
__________________
Dafür bin ich nicht aus dem Schrank gekommen, um mich in eine Schublade stecken zu lassen.

Bearbeiten/Löschen    


Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Hallo blaustrumpf

Ich wollte die Geschichte so knapp wie möglich halten und ehrlich gesagt sie ist plump, da geb ich dir Recht.

Ich übe weiter!

Bearbeiten/Löschen    


anemone
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2001

Werke: 587
Kommentare: 977
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
Hallo A.

Woran ich mich stoße, ist das Wort "Schlagzeugstöcke".
Mir sind nur Trommelstöcke geläufig, aber vielleicht irre ich mich auch. Im Duden habe ich das Wort in der Form
nicht gefunden.

lG

Bearbeiten/Löschen    


Zurück zu:  Anonymus Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!