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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Die Schlangenfrau
Eingestellt am 01. 02. 2009 10:31


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ridding
One-Hit-Wonder-Autor
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Die Schlangenfrau

Gilbert fielen ihre Schuhe aus Schlangenleder auf.
"Ich liebe Schlangen", sagte sie. "Und dann tr├Ągst du Schuhe aus ihrer Haut", fragte Gilbert. Sie lachte. "Jemanden zu lieben\", erwiderte sie, "hei├čt nicht, ihn nicht zu t├Âten."
Sie drehte den Schl├╝ssel herum, ├Âffnete die T├╝r einen Spalt und wandte sich noch einmal um. "Wei├čt du ...", setzte sie an. Sie schwieg einen Moment. "Ich glaube, ich habe dich gewarnt", sagte sie dann.

Auf einer Kommode stand ein gro├čes Glasbecken, dessen Boden mit hellem Sand bedeckt war. Darauf lag zusammengeringelt eine gro├če wei├če Anakonda, deren Netzmuster sich schwach wie eine verblasste Schrift auf der Haut abzeichnete. Sie bemerkte die Hereinkommenden, hob den Kopf und z├╝ngelte suchend. Das Becken war nach oben offen, aber eine Kraft schien ihren K├Ârper in dem Becken zu halten, nie bewegte das Tier den Kopf ├╝ber den Rand hinaus.

Sie trat an das Becken und steckte ihre Hand hinein. Der Kopf der Schlange umtanzte ihre Finger, ohne sie zu ber├╝hren. Sie streichelte den Kopf des Tieres und folgte langsam, die Schlange nur zart ber├╝hrend, den Windungen ihres Leibes. Sie wandte sich kurz zu Gilbert um, deutete auf das Bett und meinte: "Zieh dich aus, ich komme gleich." Noch einmal streichelte sie das Tier und ging ins Bad.

Gilbert zog sich aus und legte seine Kleider auf einen Stuhl, der etwa zwei Meter entfernt stand von dem Glaskasten, in dem die Schlange nun wieder ruhig dalag. Aber sie schien ihn zu beobachten. Er trat einen Schritt n├Ąher und blickte in ihre Augen. Senkrecht standen die schwarzen Pupillen in der roten Iris.





Gilbert legte sich auf das Bett. Es war mit Satin bezogen, der sich angenehm k├╝hl auf der Haut anf├╝hlte.

Nach ein paar Minuten kam sie zur├╝ck Sie trug jetzt einen Kimono. Sie ging zu der Schlange. "Komm\", sagte sie. "Sag unserem Besuch guten Tag."

Das Tier glitt auf ihre Handfl├Ąche und dann ├╝ber ihren Arm auf ihre Schulter. Sie ging auf das Bett zu und ├Âffnete ihren Kimono. Sie hatte flache, knabenhafte Br├╝ste. Gilbert registrierte eine leichte Entt├Ąuschung. Sie trat auf das Bett zu und blieb davor stehen. Die Anakonda glitt von der Schulter unter den Kimono und wand sich um ihren K├Ârper. Sie streifte den Kimono ab, kniete sich vor Gilbert auf das Bett und legte ihre Hand auf sein Schl├╝sselbein. Sofort bewegte sich die Schlange ├╝ber die Br├╝cke ihres Armes zu ihm und gab ihren Oberk├Ârper frei.

Sie kam n├Ąher, ein hastiger Lidschlag, ihre Wimpern ber├╝hrten sich, fast streiften sich ihre Lippen. Gilbert sp├╝rte wie ihre festen Brustwarzen ├╝ber seine Haut strichen. Die trockenen Schuppen der Schlange bewegten sich ├╝ber seinen K├Ârper, ihr flacher Kopf verharrte einige Momente z├╝ngelnd vor seinen Augen. Dann glitt sie ├╝ber seine Schulter, um seinen Nacken herum und wand sich um seinen Hals.

Ihre Arme und der K├Ârper der Schlange waren nun eins, beide umschlangen ihn, griffen um seinen Nacken, den Brustkorb. Waren es ihre Beine, die ihn umklammerten, war es die Schlange, die ihn festhielt?

Sie sogen ihn auf, sie hielten ihn gefangen - gefangen zwischen ihren Schenkeln und dem Leib der Schlange. Er sp├╝rte, wie sich die Muskeln immer fester spannten, wie der Druck der Arme immer st├Ąrker wurde, wie die Beine sich um ihn wanden, wie die Schlange sie enger und enger umschn├╝rte, zu einen einzigen K├Ârper zusammenpresste, bis sie unter ihrem Druck zerschmolzen, sich aufl├Âsten in einen pulsierenden Klumpen. Keine Lust, kein Schmerz, kein du, kein ich, kein es. Nur noch dieser eine starke Strom, diese vibrierende Energie, nur noch dieses eine schwarze allumfassende Nichts, das sie verschlang.


Version vom 01. 02. 2009 10:31
Version vom 03. 02. 2009 18:34

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Schnacktasche
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jun 2008

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Hallo ridding,

zu allererst einmal herzlich willkommen in der Leselupe. Mutig, dass du deinen ersten Text ausgerechnet in der Rubrik "Erotische Geschichten" einstellst, weil "Erotik" meiner Meinung nach eins der literarisch am schwersten umzusetzenden Themen ist, aber das siehst du vielleicht anders. Dein Text wirkt auf mich leider gar nicht erotisch, dabei finde ich die Grundidee Sex mit dem Tod gleichzusetzen gar nicht mal unoriginell...

Weiter ist mir aufgefallen, dass du "Anakonda" einmal mit "k" und sp├Ąter im Text mit "c" schreibst, da solltest du dich f├╝r eine Schreibweise entscheiden.

Sehr st├Ârend beim Lesen empfinde ich die Schr├Ągstriche vor und nach der w├Ârtlichen Rede - welchen Sinn die haben sollen, ist mir unklar. Die w├╝rde ich ganz weglassen.

Ich hoffe, du konntest mit meinen Anmerkungen/Vorschl├Ągen etwas anfangen.

Gru├č von Schnack.
__________________
"Schreiben ist die Onanie der Intellektuellen."
(Beatrice, Autorin - aus dem Buch "Wo die Nacht den Tag umarmt")

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ridding
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Registriert: Feb 2009

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Hallo Schnacktasche,
vielen Dank f├╝r die nette Begr├╝├čung und deine Hinweise. Ich werde die Schreibweise in ÔÇ×AnakondaÔÇť vereinheitlichen. Nat├╝rlich sehen die Balken bei der w├Ârtlichen Rede v├Âllig beknackt aus, sie sind offenbar im Zuge der ├ťbertragung durch irgendwelche Formatierungs-Mysterien hineingeraten. Ich werde mich drum k├╝mmern, sie zu eliminieren.
Wie ein Text auf jemanden wirkt, ist nat├╝rlich immer eine ganz pers├Ânliche Angelegenheit. Mal sehen, ob es anderen vielleicht anders geht.

Herzliche Gr├╝├če, ridding

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