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Leselupe.de > Feste Formen
Die Schrulle (Villanelle)
Eingestellt am 16. 03. 2010 17:01


Autor
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Thylda
???
Registriert: Aug 2002

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Sie schmiert mit Silbermessern nur die Stulle,
und grinst dazu verwirrt, betagt.
So ist halt eine echte alte Schrulle.

Im Gasthaus ├Ąrgert sich der K├╝chenbulle,
als "richtiges" Besteck sie noch erfragt,
schmiert dann mit Silbermesser ihre Stulle,

das sie entnimmt der eigenen Schatulle
von starren Blicken unverzagt.
So ist halt eine echte alte Schrulle.

Ihr Bier jedoch, das trinkt sie aus der Pulle,
wobei den Service hier sie arg beklagt.
Sie schmier' mit Silbermessern nur die Stulle.

Dann geht sie hinten raus, wo sie ein Bulle
im Bl├╝mchenkleid ├╝ber die Wiese jagt.
Sie ist halt eine echte alte Schrulle.

Da hilft das Riechsalz ihr aus der Ampulle,
weil das dem Bullen nicht behagt.
Der braucht kein Silbermesser f├╝r die Stulle.
So ist nur eine echte alte Schrulle.
__________________
allgemeine Warnung: bei meinen Beitr├Ągen ist Ironie nicht auszuschlie├čen

Version vom 16. 03. 2010 17:01

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JeanJeudi
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Jun 2009

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Sie schmiert mit Silbermessern nur ne Stulle,
und grinst dazu verwirrt, betagt.
So ist halt eine echte Schrulle.

Im Gasthaus ├Ąrgert sich der K├╝chenbulle,
als richtiges Besteck sie noch erfragt,
schmiert dann mit Silbermesser nur die Stulle,

das sie entnimmt der eigenen Schatulle
von starren Blicken unverzagt.
So ist halt eine echte Schrulle.

Ihr Bier jedoch, das trinkt sie aus der Pulle,
wobei den Service hier sie arg beklagt.
Sie schmiert mit Silbermessern nur die Stulle.

Dann geht sie hinten raus, wo sie ein Bulle
im Bl├╝mchenkleid ├╝ber die Wiese jagt.
Sie ist halt eine echte Schrulle.

Da hilft das Riechsalz ihr aus der Ampulle,
weil das dem Bullen nicht behagt.
Der braucht kein Silbermesser f├╝r die Stulle.
So ist nur eine echte Schrulle.

Das "alte" stimmt. Hier aber nicht. Es fordert nicht einmal eine Antwort. Es st├Ârt. Wenngleich es mundet. Ich fand deine Gedichte selten sch├Âner. Heute sind sie sogar poetisch. Und: lass die Fallen weg - kluge K├Âpfe fallen eh drauf rein. Erschrick nicht! Ich mags.

Jean
__________________
In dieser Welt gibt es nur zwei Trag├Âdien. Die eine ist, nicht zu bekommen, was man m├Âchte, und die andere ist, es zu bekommen. (Oscar Wilde)

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label
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Thylda

eine waschechte Vilanelle Hier klicken hast du da gemacht, mit einem schrulligem Thema



Im Gasthaus ├Ąrgert sich der K├╝chenbulle,
als "richtiges" Besteck sie noch erfragt,
schmiert dann mit Silbermesser nur dieihre Stulle,
hier finde ich, muss richtiges in Anf├╝hrungszeichen, um die schrullige Vorstellung klarer zu machen
auch finde ich hier sollte es ihre Stulle hei├čen, denn es ist die spezifische, in dem Gasthaus und nicht die grunds├Ątzliche der Schrulle.
anders als Jean Jeudi gefiele mir die Beibehaltung der indirekten Rede in S4 V3 besser

Gut visualisierbar, die Schilderung dieser Schrulle
Hattest du da an einen Archetypen gedacht oder ein Lebendbeispiel vor Augen?
Ich kann mir auch noch andere Schrulligkeiten vorstellen.
Vielleicht besinge ich die auch mal.

erheitert und gerne gelesen

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Thylda
???
Registriert: Aug 2002

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Hallo JeanJeudi

Sch├Ân, da├č Dir meine Vilanelle gef├Ąllt. Zu diesem Gedicht hat mich Heidrun inspiriert. Ein Dankesch├Ân also auch in ihre Richtung.
Die einzelnen Zeilen sollten m├Âglichst gleichlang sein. Deshalb mu├č das "alte" bestehen bleiben, damit es nicht v├Âllig aus dem Gleichgewicht ger├Ąt. Auch Deinen anderen Vorschlag mu├č ich leider ablehnen. Label hat es schon bemerkt, es mu├č nat├╝rlich an der betreffenden Stelle in indirekter Rede gesprochen werden. Vielen Dank aber trotzdem f├╝r Deine M├╝he.

Gr├╝├če
Thylda

Liebe Label

Vielen lieben Dank f├╝r Deine Vorschl├Ąge, ich werde sie ├╝bernehmen

Liebe Gr├╝├če
Thylda
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Thylda
???
Registriert: Aug 2002

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Liebe Claudia

Vielen Dank f├╝r Dein Interesse und die nette Benotung. Es hat ein Weilchen gedauert, bis ich es konstruiert hatte, und noch ein wenig l├Ąnger, bis es nicht mehr so konstruiert klang. An Wortspielereien habe ich auch viel Spa├č (in allen Lebenslagen )

Lieber Manfred

Diese Wiederholungen schreibt die Form der Villanelle vor. Das kam mir auch verschroben - oder soll ich sagen - schrullig vor. Dies einmal umzusetzen, hatte ich schon l├Ąnger vor.
Ich mu├č zugeben, der Bulle war ein wenig dem Reim geschuldet. Es gibt n├Ąmlich nicht viele Reimworte auf -ulle Das Riechsalz fand ich f├╝r sie passend und logisch als einzige Waffe gegen den w├╝tenden Stier.

Liebe Gr├╝├če Euch beiden
Thylda

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Bernd
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Aug 2000

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Mir war die Form neu. Ich habe sie heute erst entdeckt. Die Vilanelle hat einen gro├čen Reiz. Durch die Wiederholungen in sehr strenger Form wirkt sie ungew├Âhnlich.



A1bA2 abA1 abA2 abA1 abA2 abA1A2.

Mir gef├Ąllt es gut und es ist auch gut durchgehalten.
__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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