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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Die Spinne
Eingestellt am 28. 09. 2014 23:18


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pseudodelic
Festzeitungsschreiber
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Die Spinne.

Gegen elf Uhr wachte ich auf. Dieses Mal ohne Kater, aber allein. Ich warf mir meinen Bademantel ├╝ber und zog eine Badehose an, und machte mich auf den Weg zur Kaffeemaschine. Kurz bevor ich die T├╝r erreichte, erblickte ich SIE. Eine riesige Spinne an der Decke. Sie hatte vielleicht eine Spannweite von acht Zentimetern, aber mir kam sie gr├Â├čer als meine Faust vor. Na gut, ich lass dich leben, mein Freund, aber komm mir ja nicht in die Quere.
Ich hasse diese krabbelnden Biester. Ok, ich will gerecht bleiben- sie sind keine Biester, ehr kleine n├╝tzliche Tierchen.
Doch wenn sie in meinem Zimmer umher huschen machen sie mich wahnsinnig. Ich komme v├Âllig von der Rolle.

Mit einem hei├čen Kaffee legte ich mich zur├╝ck ins Bett, las in einem Buch, rauchte ein paar Zigaretten und starrte ab und zu der Spinne hoch. Sie sa├č immer noch da, reglos. So gef├Ąllst du mir, mein Freund. Der Tag rauschte an mir vorbei wie ein Schnellzug am Bahnhof. Um sechs musste der Hund raus. Als ich dann halb sieben meine Jacke anzog, hatte ich die Spinne fast schon vergessen, als etwas ├╝ber meiner Hand krabbelte. Es kitzelt wie ein Spinnennetz, dachte ich. Spinnennetz? Schei├če. Ich sehe nur einen verdammt schnellen schwarzen Punkt, ein kleines Wesen, dass auf meiner Hand rumturnt. Nachdem ich geschrien habe wie ein kleines M├Ądchen, wedelte ich so stark mit meiner Hand umher, dass die Spinne, Gott sei Dank!, zu Boden flatterte. Sie ist flink, meine Fresse ist die flink. Im Nu war sie unter meine Couch verschwunden. Ich ging mit dem Hund spazieren.
Als ich wieder zur├╝ck in meinem Zimmer war, fasste ich einen Entschluss: Du oder ich.

Die Hetzjagd begann. Bewaffnet mit einer winzigen Taschenlampe suchte ich die Spinne. Mein erster Versuch Sie zu finden war gleich ein Erfolg- sie sa├č noch an der ├Ąu├čeren Seite der Couch, dort, wo sie hinein huschte. Ich nahm eine Verpackung von Schokoriegeln, steckte diese unter die Couch und versuchte damit die Spinne vor zu lotsen. Doch das genaue Gegenteil trat ein; sie war jetzt in den Tiefen der ÔÇ×UntercouchÔÇť. Ok, Kumpel, ich krieg dich schon noch. Ich r├Ąumte jegliches Zeug- einen kleinen Tisch, einen Rucksack, einen M├╝llbeutel- welches neben der Couch stand beiseite, damit ich die Couch r├╝cken konnte. Alright, Spinne. Ich stie├č die Couch mit einem Tritt ungef├Ąhr drei├čig Zentimeter nach hinten, checkte alle Seiten ab, aber es war keine Spur von der Spinne zu sehen. Nur eine andere, eine kleine d├╝rre Spinne lief schlaftrunken, so kam es mir vor, unter der Couch hervor. Nach zig Versuchen diese auf ein Blatt Papier zu bewegen, damit ich sie aus dem Fenster werfen konnte, reichte es mir und schlug sie tot. Dann rutschte ich die Couch mit einem Tritt von der anderen Seite um f├╝nfzig Zentimeter nach vorne. Wieder nichts. So ging es gute zwanzig Minuten, langsam brannten mir die Nerven durch. Ich nahm eine Box, hob die Couch an und schob die sie darunter. Auf keiner Seite rannte etwas nach drau├čen, also musste sie noch unter dem Sofa sein. Ich leuchtete, und da war sie. An dem unteren Stoff der Couch geklammert, wahrscheinlich zitterte Sie. Ich stocherte nach ihr, die Spinne bewegte sich und dann war sie verschwunden. ┬╗Verdammt, lass sie bitte nicht sich in der Couch verstecken!┬ź. Nie wieder k├Ânnte ich auf der Couch sitzen, ohne einen Gedanken an die Spinne, wie sie langsam aber z├Ąrtlich ├╝ber meinem R├╝cken krabbelt und mich dann behutsam mit ihren haarigen Beinen am Hals kitzelt. Tja, Spinne, das kannst du vergessen. Ich liebe es auf der Couch zu hocken und du wirst nichts daran ├Ąndern. Es gab nur einen Ausweg aus dieser Misere: ich muss die Couch umdrehen. Aber was ist wenn sie mir dann ├╝ber die Finger krabbelt, meinen Arm hoch und sich in meinem T-Shirt versteckt? Ach, drauf geschissen, ich bin ein Mensch, der K├Ânig der Nahrungskette. Ich drehte die Couch auf den R├╝cken und betrachtete die Unterseite. Die Spinne war nicht in sie hinein gekrochen. Nein- sie sa├č an einem der vier F├╝├če, auf der die Couch steht, ohne sich zu bewegen. Ich starrte sie an, sie starrte zur├╝ck. ┬╗Gut, Kumpel, ich mach dich nicht platt, ich schenke dir die Freiheit.┬ź Mit einem Becher werde ich sie fangen und dann aus dem Fenster schmei├čen.
Mit einem Holzst├╝ck in der einen und einen Becher in der anderen Hand gehe ich auf sie zu. Ich stupste sie an, sie regte sich nicht, also machte ich es gleich nochmal. Jetzt f├Ąngt sie an zu rennen, zu rasen, zu schreien. So ein flinkes Tierchen habe ich noch nie gesehen. Intuitiv entschloss ich mich gegen die Freilassung und w├Ąhlte den barbarischen Weg. Ich werde sie zerschmettern mit einem fetten Papierblock. Sie steht da, wartet auf ihr Ende, mitten auf dem Fu├čboden. Scheinbar ahnt sie schon, was ihr bl├╝ht. ┬╗Tja, Spinne, du bist freiwillig in mein Zimmer gekrochen.┬ź

Ich hob den Block an, lie├č ihn runter krachen und stieg drauf. Als ich den Block wieder wegnahm, lag sie da. Der Saft lief aus ihrem Hinterteil heraus. Ich konnte sie noch gut erkennen, aber eigentlich war sie nur noch Matsch. Ein schlechtes Gewissen ├╝berkam mich und ich musste etwas dagegen tun. W├Ąre es nicht eine stattliche Bestattung, wenn ich noch ein Plausch mit hier halten w├╝rde w├Ąhrend wir zusammen Wein trinken und eine Zigarette rauchen? Das ist es was ich mir w├╝nschen w├╝rde, wenn mich eine Spinne mal zermatscht. Ich goss mir ein Glas Wein ein, sch├╝ttete einige Schl├╝cke ├╝ber die Spinne, z├╝ndete eine Kerze an und rauchte eine Zigarette. Wir wurden doch noch gute Freunde, aber trotzdem ist sie jetzt tot. Ruhe in Frieden.
__________________
Seitdem ich selbstbewusst bin und genau das mache und sage, was ich wirklich will, komme ich mir verr├╝ckt vor.

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Hallo pseudodelic,

ich habe es auch nicht so mit Spinnen, deshalb lese ich Deinen Text jetzt mal genau.

Gegen elf Uhr wachte ich auf. Dieses Mal ohne Kater, aber allein. Mit Kater gemeinsam aufwachen ist ja nicht allein! Meinst Du eine Katze oder Kopfschmerzen? Ich warf mir meinen Bademantel ├╝ber und zog eine Badehose an Reihenfolge umgekehrt!, und machte mich auf den Weg zur Kaffeemaschine. Kurz bevor ich die T├╝r erreichte, welche? K├╝chent├╝r? erblickte ich SIE. Eine riesige Spinne an der Decke. Sie hatte vielleicht eine Spannweite von acht Zentimetern, aber mir kam sie gr├Â├čer als meine Faust vor. Na gut, ich lass dich leben, mein Freund, aber komm mir ja nicht in die Quere. Da die Spinne den weiblichen Artikel hat, w├╝rde ich eher Freundin schreiben.
Ich hasse diese krabbelnden Biester. Ok,Keine Abk├╝rzungen ich will gerecht bleiben- sie sind keine Biester, eher kleine n├╝tzliche Tierchen.
Doch wenn sie in meinem Zimmer umher huschen machen sie mich wahnsinnig. Ich komme v├Âllig von der Rolle. Entweder:Ich bin v├Âllig von der Rolle oder Ich komme v├Âllig aus der Ruhe.

Mit einem hei├čen Kaffee Der ist aber im Becher oder in der Tasse?legte ich mich zur├╝ck ins Bett, las in einem Buch, rauchte ein paar Zigaretten und starrte ab und zu der Spinne hoch. Sie sa├č immer noch da, reglos. So gef├Ąllst du mir, meine Freundin. Der Tag rauschte an mir vorbei wie ein Schnellzug am Bahnhof. Um sechs musste der Hund raus. Als ich dann halb sieben meine Jacke anzog, hatte ich die Spinne fast schon vergessen, als Doppelung als etwas ├╝ber meiner Hand krabbelte. Es kitzelt wie ein Spinnennetz, dachte ich. Spinnennetz? Schei├če. Ich sehe nur einen verdammt schnellen schwarzen Punkt, ein kleines Wesen, dass auf meiner Hand rumturnt. Das ist unlogisch: Die Spinne wird als gro├č beschrieben. Jetzt ist sie nur noch ein kleiner schwarzer Punkt?! Nachdem ich geschrien habe wie ein kleines M├Ądchen, wedelte ich so stark mit meiner Hand umher, dass die Spinne, Gott sei Dank!, zu Boden flatterte flattern k├Ânnen eher V├Âgel ;-). Sie ist flink, meine Fresse ist die flink. Im Nu war sie unter meiner Couch verschwunden. Ich ging mit dem Hund spazieren.
Als ich wieder zur├╝ck in meinem Zimmer war, fasste ich einen Entschluss: Du oder ich. Wer? Der Hund?! Wohl nicht. Bezug unklar.

Die Hetzjagd begann. Bewaffnet mit einer winzigen Taschenlampe suchte ich die Spinne. Mein erster Versuch Ssie zu finden war gleich ein Erfolg- sie sa├č noch an der ├Ąu├čeren Seite der Couch, dort, wo sie hinein huschte gehuscht war. . Ich nahm eine Verpackung von Schokoriegeln, steckte diese unter die Couch und versuchte damit die Spinne vor zu lotsen anzulocken. Doch das genaue Gegenteil trat ein; sie war jetzt in den Tiefen der ÔÇ×UntercouchÔÇť. Was ist das? Ok,Abk├╝rzung vermeiden Kumpel, ich krieg dich schon noch. Ich r├Ąumte jegliches Zeug Dinge, die neben der Couch standen, beiseite - einen kleinen Tisch, einen Rucksack, einen M├╝llbeutel- welches neben der Couch stand beiseite, damit ich die Couch verr├╝cken konnte. Allright, Spinne. Ich stie├č die Couch mit einem Tritt ungef├Ąhr drei├čig Zentimeter nach hinten, checkte Denglish vermeiden alle Seiten ab, aber es war keine Spur von der Spinne zu sehen. Nur eine andere, eine kleine d├╝rre Spinne lief schlaftrunken, so kam es mir vor, unter der Couch hervor. Nach zig Versuchen diese auf ein Blatt Papier zu bewegen, damit ich sie aus dem Fenster werfen konnte, reichte es mir und ich schlug sie tot. Dann rutschte schob ich die Couch mit einem Tritt von der anderen Seite um f├╝nfzig Zentimeter nach vorne. Wieder nichts. So ging es gute zwanzig Minuten, langsam brannten mir die Nerven durch. Ich nahm eine Box, hob die Couch an und schob die sie darunter. Auf keiner Seite rannte etwas nach drau├čen, also musste sie noch unter dem Sofa sein. Ich leuchtete, und da war sie. An dem unteren Stoff der Couch geklammert, wahrscheinlich zitterte Ssie. Ich stocherte nach ihr, die Spinne bewegte sich und dann war sie verschwunden. ┬╗Verdammt, lass sie sich bitte nicht sich in der Couch verstecken!┬ź. Nie wieder k├Ânnte ich auf der Couch sitzen, ohne einen Gedanken an die Spinne, wie sie langsam aber z├Ąrtlich ├╝ber meinem R├╝cken krabbelt und mich dann behutsam mit ihren haarigen Beinen am Hals kitzelt , zu verschwenden. Tja, Spinne, das kannst du vergessen. Ich liebe es auf der Couch zu hocken und du wirst nichts daran ├Ąndern. Es gab nur einen Ausweg aus dieser Misere: iIch muss die Couch umdrehen. Aber was ist wenn sie mir dann ├╝ber die Finger krabbelt, meinen Arm hoch und sich in meinem T-Shirt versteckt? Ach, drauf geschissen zu umgangssprachlich , ich bin ein Mensch, der K├Ânig der Nahrungskette. Wieso Nahrungskette? Essen Menschen Spinnen? Ich drehte die Couch auf den R├╝cken und betrachtete die Unterseite. Die Spinne war nicht in sie hinein gekrochen. Nein- sie sa├č an einem der vier F├╝├če, auf der die Couch steht, ohne sich zu bewegen. Ich starrte sie an, sie starrte zur├╝ck. ┬╗Gut, Kumpel, ich mach dich nicht platt, ich schenke dir die Freiheit.┬ź Ich beschloss: Mit einem Becher werde ich sie fangen und dann aus dem Fenster schmei├čen. werfen.
Mit einem Holzst├╝ck in der einen und einen Becher in der anderen Hand gehe ich auf sie zu. Ich stupste sie an, sie regte sich nicht, also machte ich es gleich nochmal. Jetzt f├Ąngt sie an zu rennen, zu rasen, zu schreien. So ein flinkes Tierchen habe ich noch nie gesehen. Intuitiv entschloss ich mich gegen die Freilassung und w├Ąhlte den barbarischen Weg. Ich werde sie zerschmettern mit einem fetten Papierblock. Sie steht da, wartet auf ihr Ende, mitten auf dem Fu├čboden. Scheinbar ahnt sie schon, was ihr bl├╝ht. ┬╗Tja, Spinne, du bist freiwillig in mein Zimmer gekrochen.┬ź Wieso schreibst Du diesen Absatz im Pr├Ąsens?

Ich hob den Block an, lie├č ihn runter krachen Kann ein Blick krachen? und stieg drauf stellte mich darauf. Als ich den Block wieder wegnahm, lag sie da. Der Saft lief aus ihrem Hinterteil heraus. Ich konnte sie noch gut erkennen, aber eigentlich war sie nur noch Matsch. Entweder kannst Du sie erkennen oder sie war Matsch, beides geht nicht. Ein schlechtes Gewissen ├╝berkam mich und ich musste etwas dagegen tun. W├Ąre es nicht eine stattliche Bestattung, Bestattung und stattlich doppelt wenn ich noch ein Plausch mit hier halten w├╝rde, w├Ąhrend wir zusammen Wein trinken und eine Zigarette rauchen? Das ist es was ich mir w├╝nschen w├╝rde, wenn mich eine Spinne mal zermatscht zerquetscht. Ich goss mir ein Glas Wein ein, sch├╝ttete goss einige Schl├╝cke Schlucke ├╝ber die Spinne, z├╝ndete eine Kerze an und rauchte eine Zigarette. Wir wurden doch noch gute Freunde, aber trotzdem ist sie jetzt tot. Ruhe in Frieden.
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Seitdem ich selbstbewusst bin und genau das mache und sage, was ich wirklich will, komme ich mir verr├╝ckt vor.


Ich hoffe, Du kannst damit etwas anfangen!

LG Doc

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Manchmal denke ich, der Himmel besteht aus ununterbrochenem, niemals erm├╝dendem Lesen. (Virgina Woolf)

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