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Leselupe.de > Ungereimtes
Die Sprache der Trauer
Eingestellt am 07. 04. 2004 15:32


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Tartan
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Apr 2004

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Die Sprache der Trauer


Wie ein Schwan bewegt sie ihren Körper,
anmutig, sanft, mit einem Hauch melodischer Trauer.

Ganz in sich gefangen,
tr√§nen√ľberstr√∂mtes Herz,
unfähig Bewunderung in sich aufzunehmen,
nicht fähig neu zu lieben
aufgrund der nicht enden wollenden Qualen.
Verzerrte Bilder quälen ihren Geist
Stunde um Stunde, Tag um Tag.

Die Realit√§t ist ihr entr√ľckt,
w√ľnscht es g√§be Hoffnung,
doch weiß sie nicht wo sie schöpfen soll,
der Schmerz macht blind vor der rettenden Hand.

Nie trägt sie ihre Tränen nach außen,
bis auf ihre melancholische Pose, die ihr zu Eigen ist.

Alle bewundern sie aufgrund ihrer Grazie,
alle beneiden sie aufgrund ihrer Anmut,
alle sehnen sich nach ihr.

Sie begreifen nicht,
dass der Schmerz sich in jede Faser fressen muss
um ihn zu leben... in jeder Geste, jedem Schritt...

Sie wollen SIE, ohne den Preis zu bezahlen…
__________________
(C) Carolyn Macmillan Coir MhicMhaolain air a Chnap Fhad

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george
Routinierter Autor
Registriert: Jan 2003

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Der Text gef√§llt mir von der Idee her, Tartan. Aber du k√∂nntest noch weiter verdichten. Die Prosa-Aussagen weiter abk√ľrzen...

Am einfachsten geht das, indem du ein Objekt zum Subjekt machst ("sie" als handelnde Person verschwindet dann). Beispiel:

Der Körper
wie von einem Schwan bewegt, sanft.
Ein Hauch von Trauer, fast melodisch.
Ganz in sich gefangen.
Ein Herz, von Tr√§nen √ľberstr√∂mt...

Lies laut, dann wirst du merken, dass der Rhythmus in deiner Version stark wechselt. Der letzte (und stärkste) Satz z.B. passt nicht. Da ist ein Bruch im Rhythmus. Damit kommt die Aussage nicht richtig zur Geltung...

Es ginge z.B. so:

"Sie wollen sie,
doch ohne einen Preis zu zahlen."

(Ich weiß, du willst "den" Preis schreiben. Also solltest du eine noch bessere Formulierung finden. Das geht. Du kriegst das hin...)

Gruß
J√ľrgen
__________________
¬© J√ľrgen Locke

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Tartan
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Apr 2004

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Lieber J√ľrgen,

hier kommt auf dein Anraten die √ľberarbeitete Version.
Das Original werde ich aus sentimentalen Gr√ľnden nicht ver√§ndern, doch ich gebe zu, dass bei diesem Gedicht noch Einiges verbesserungsw√ľrdig ist.


Die Sprache der Trauer


Ihren Körper bewegend,
anmutig und sanft,
mit melodischer Trauer.
Ganz in sich gefangen,
ihr tr√§nen√ľberstr√∂mtes Herz.

Unfähig bewundert zu werden,
oder gar neu zu lieben,
denn verzerrte Bilder,
zermartern ihren Geist,
in ewiger Qual.

Die Realit√§t ihr entr√ľckt,
mit Wunsch auf Hoffnung.
Aber nicht wissend,
wo sie schöpfen soll,
blind f√ľr die rettenden Hand.

Ihre Tränen zeigt sie nicht
nur ihre melancholische Pose,
die ihr zu Eigen ist.

Man bewundert ihre Grazie,
man neidet ihr die Anmut,
alle sehnen sich nach ihr.

Sie wollen ihre Sprache,
ohne den Preis zu bezahlen,
denn sie begreifen nicht,
dass sie den Schmerz lebt
in jeder Faser, jedem Schritt...



Hm, so super finde ich es immer noch nicht, aber das muss erstmal reichen, denn mich hat heute die Grippe erwischt.

LG
Carolyn




__________________
(C) Carolyn Macmillan Coir MhicMhaolain air a Chnap Fhad

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george
Routinierter Autor
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Klasse Carolyn,

ein Schritt vorw√§rts in deinem Text. Er hat sich ver√§ndert. Du hast Partizipien eingef√ľhrt. Der Text ist dadurch anders geworden. Banz anders, fast steril im Vergleich zum Originaltext. Gibt es einen Mittelweg???

Mehr will ich gar nicht raten. Es ist dein Text, deine Art zu schreiben. Es gibt nicht "die" Art, auch wenn es hin und wieder so scheint. Ich möchte nicht weiter "korrigieren". Denn an deinem Originaltext war nichts "falsch".

Herzliche Gr√ľ√üe
J√ľrgen Werner

__________________
¬© J√ľrgen Locke

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lapismont
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Hallo Carol,

es ist wirklich ein anderes Gedicht geworden.
Muss ich mir noch etwas länger durch den Kopf gehen lassen. Die erste Version kenne ich ja nun auch schon länger.

Aber in der neuen solltest Du auf ein n verzichten:
"blind f√ľr die rettenden Hand."

cu
lap
__________________
Kunst passiert.

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flammarion
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ein

wunderbar melancholisches werk.
lg
__________________
Old Icke

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