Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5437
Themen:   92201
Momentan online:
380 Gäste und 16 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Erotische Geschichten
Die Spur der Sterne
Eingestellt am 22. 03. 2005 15:46


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Cirias
HĂ€ufig gelesener Autor
Registriert: May 2004

Werke: 49
Kommentare: 113
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Cirias eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Die Spur der Sterne

Es ist kalt. Gewölk trĂŒbt den Asphalt, der das Licht aufsaugt wie ein Schwamm. Die Scheinwerfer des Busses reißen Wunden in die blattlosen Kronen der BĂ€ume. Ihre Zunge tastet ĂŒber ihre trockenen Lippen. Der Busfahrer fixiert sie, den einzigen Fahrgast. Sie schaut auf dunkle TreppenabsĂ€tze, regensummende DĂ€cher und die Verlassenheit des Dorfplatzes. Der Bus verlangsamt die Fahrt. Vorsichtig durchfĂ€hrt er die Lichtschneisen winkliger Gassen. Der Fahrer wartet auf ein Zeichen. Anna rĂŒhrt sich nicht. Sie will nicht aussteigen. Ihr Gesicht liegt im hellen Schatten des Fensterstaubs und dem Widerschein der HĂ€userfluchten. Der Bus nimmt die letzten HĂ€user. Kurve um Kurve tastet er sich wieder in die Dunkelheit, die nie aufhört. Ihr Kopf sinkt an das kĂŒhle Glas. Der Wind spuckt glasige Regenkiesel gegen die Fenster. Am nĂ€chsten Halt steigt Anna aus. Die RĂŒckleuchten des Busses werfen rote Lichtkrater auf den Asphalt. Sie ist allein. Das WartehĂ€uschen steht gedrungen gegen die schiefe Ebene der Felder. Dahinter verstreichen die Lichter der letzten HĂ€user. Ein Weg steigt durch den Wald bergan. Anna war noch nie hier. Aber alles ist besser als im Dorf zu sein. Irgendwo hinter der Dunkelheit vermutet sie das Dorf. Sie lĂ€uft bis zum Scheitelpunkt des HĂŒgels. Unter ihr liegen die Giebel der HĂ€user, ein kaum sichtbares GeklĂŒft von Dachfirsten und Mauerverstrebungen.
Anna spuckt hinab. Niemand sieht, wie sie die Dorfstraße entlang nach Hause lĂ€uft. Vor einem finsteren GebĂ€ude, windschief und von moosigen Rissen durchschwemmt, bleibt sie stehen. Die Fenster ihrer Wohnung sind dunkel. Sie sind immer dunkel, wenn sie nach Hause kommt. Das fahle Licht auf der Treppe erinnert sie daran , dass es spĂ€t sein muss. Leise schließt sie die TĂŒr auf. Regenschatten flaggen die WĂ€nde. Der immer noch laufende Fernseher sendet Bildstreifen. In der Mitte des Zimmers legt sie sich auf den Boden, um zu schlafen. Die Nacht ist ein Sarg aus blauem Licht. Als sie erwacht, ist Lara zurĂŒck.

Ihr Gesicht im Spiegel ist das flĂŒchtig von Schatten befallene Nirgendwo. Lara ist erst siebzehn. Sie erinnert sich an den Klang ihrer Stimme, an all die ungelesenen Geheimnisse ihres Körpers, dem sie nie genĂŒgen wird. Lara sagt nichts. Sie bittet um nichts. Sie ist nur da. Auf der gegenĂŒberliegenden Straßenseite sitzt Lara ĂŒber den Rinnstein gebeugt. Ihr dunkles Haar berĂŒhrt das Pflaster. Ein plötzlicher Windstoß drĂŒckt das nur angelehnte Fenster in den Rahmen. Annas Gesicht verschwindet. Sie benutzt den Hinterausgang, damit Lara sie nicht sieht.

Im BĂŒro hockt Anna allein auf ihrem Stuhl vor dem PC. Jeder Anruf schreckt sie auf. Sie bleibt lĂ€nger als notwendig. Sie glaubt sich sicher. Es wird dunkel. Regenwolken schwemmen den Himmel auf. Ihre Kollegen verabschieden sich. Sie will nicht zu viel denken. Das Telefon summt. Sie nimmt den Hörer nicht ab. Was ist nur passiert? Was ist mit mir? Sie hat sich das noch nie gefragt.

Lara hatte sie im Bus, auf dem Weg in die Stadt, angesprochen. Die Fahrt erschien Anna kĂŒrzer als sonst. Laras grĂŒne Augen schimmerten in einem seltsamen Licht. Zwischen dem Faltenwurf ihrer geöffneten Bluse schnitt ihr Blick in helle Haut, einen Atemschatten, eine Wolke Sommersprossen, das Profil ihrer BrĂŒste. Ein unbewegtes Licht spiegelte sich in der Stille ihres Gesichts. Die BerĂŒhrung ihrer HĂ€nde war flĂŒchtig, weich und hell. Hallo, ich bin Lara. Anna erinnert sich, als sie ein Kind war, hatte sie sich nach solchen HĂ€nden gesehnt. HĂ€nde, die sie fanden. HĂ€nde, die die Entfernung zwischen zwei Körpern kleiner werden ließen. Lara bat sie um ein Treffen. Sie verabredeten eine Stunde. Anna kommt nicht.

An diesem Abend benutzt sie wieder den Hintereingang. Aus dem Dunkel löst sich ein Schatten. Anna schreit. Laras Stimme ist ohne Vorwurf. Sie fragt, warum sie gestern Abend nicht da gewesen sei. Anna sagt, dass sie abends nie irgendwohin gehe. Sie sitzen da und schweigen sich an. Einmal lĂ€chelt sie. Da fĂ€llt Anna ein, dass sie noch nie ein MĂ€dchen so angesehen hat. Sie spĂŒrt ihre Blicke auf der Haut und etwas anderes noch, wenn sie auf Annas Augen treffen. Sie will gehen. Laras Stimme ist der Abgrund.
„Es ist Herbst“, sagt Lara. „Im Winter arbeite ich nicht..“
Sie sieht sich um. „Es ist schön hier.“
Anna zuckt mit den Achseln.
„Ich arbeite fĂŒr einen Zirkus. Aber die sind jetzt fort“, lĂ€sst sie sich nicht beirren. „Ich bin die Assistentin des Zauberers“, sagt sie. „Manchmal tanze ich auf dem Seil. Ach, der Winter ist schrecklich, nicht wahr?“, fĂŒgt sie hinzu, wĂ€hrend ihr rechter Fuß Herbstlaub scharrt. „Es gibt so wenig zu tun... „




Sie schweigt einen Augenblick. Sie ist ihr so nah. Sie kann ihren Atem spĂŒren und etwas anderes noch, etwas das sich unter dem lautlosen Pochen ihres Herzens verbirgt.
„Wir werden uns sehen?“ fragt sie unvermittelt.
„Vielleicht“, sagt Anna verwirrt und sieht in ihre schmalen grĂŒnen Augen, auf ihre runden und vollen Lippen, die unter dem Licht der HaustĂŒr feucht glĂ€nzen.

Im Klosterpark fĂŒhren vergessene Wege lĂ€ngs waldiger Ufer. Auf eine Stunde oder zwei treffen sie sich manchmal dort. Anna stellt keine Fragen mehr. Das Licht wird schon kalt, wenn sie sich nachmittags treffen. Jedes Wort fĂŒhrt nĂ€her an die Dunkelheit der immer rascher hereinbrechenden NĂ€chte. Sie liegen im hohen, verdorrten Gras des Parks. An dem öligen Wasser eines TĂŒmpels flĂŒstern sie sich zĂ€rtliche Worte ins Ohr. Sie sind allein. Die Laute im Park verstummen, wenn sie es wollen. An den sonnenwarmen Mauerresten der ehemaligen Klosterstallungen öffnen sich Laras Lippen fĂŒr Annas unbeholfene KĂŒsse. Die Zeit zieht sich wie ein Ring um den alten Park und mitten durch sie hindurch. Anna schmeckt Laras Zunge auf ihrer Haut. An der Ruine eines Turms, von dem nur noch die paar unteren Reihen dicker Quadersteine erhalten sind, hebt Lara den Zeigefinger an die Lippen. Durch eine schmale Öffnung kriechen sie in das allen Blicken verborgene Rund. Sonnenstaub flirrt ĂŒber schwarzem Sand. Zwischen den Steinen sammelt sich die WĂ€rme einer fahlen Sonne. Wieder hebt Lara einen Finger an die Lippen. Sie lĂ€sst ihren Oberkörper nach vorn fallen. Mit einer kaum sichtbaren Bewegung gleitet ihr Kleid ĂŒber RĂŒcken und Hals zu Boden. Darunter ist sie nackt. Sie ist so schön, dass Anna unwillkĂŒrlich die Augen niederschlĂ€gt. Sie presst Anna zu Boden. Jede ihrer Bewegungen schĂŒttet schwarzen Staub ĂŒber Annas Körper. Blinzelnd tastet sie sich ĂŒber die Furchen zwischen ihren Rippen, bis sie Anna ganz ausgezogen hat. Ihre Zunge leckt helle glĂ€nzende Pfade auf Annas Körper. Zwischen den BerĂŒhrungen ihrer Lippen schluckt Anna körnigen, bitter schmeckenden Staub. Ihr Hals wird rau, wĂ€hrend Laras Mund ihren Körper aufsaugt. Ein weißer Sonnenfleck schwimmt ĂŒber den Mauerresten. Ihre nackten Körper wĂ€lzen sich im Staub. Das Licht gefriert auf ihnen. Anna spĂŒrt Laras HĂ€nde auf ihrem Körper nach innen wachsen. Sie legen sich aufeinander, reiben ihre BrĂŒste, ihre sich öffnenden Geschlechter aneinander. Anna lĂ€sst Laras Zunge gewĂ€hren. Sie stĂ¶ĂŸt so tief und so sanft in sie, dass sie vergisst, nur vergisst.
SpĂ€ter liegt Annas Hand zwischen Laras BrĂŒsten. Sie weiß nichts zu sagen. Stumm klopfen ihre Finger den Takt einer zufĂ€llig gegenwĂ€rtigen Melodie. Sie beginnen zu frieren. Feuchte Luft steigt von den TĂŒmpeln. Sie bittet Lara, zu sprechen. Sie hat Angst. Hand in Hand laufen sie nach Hause. Eine alte Frau schaut auf. Anna ahnt, morgen weiß es jeder im Ort. Sie tasten sich durch den dunklen Hausflur. Draußen vor dem Fenster sieht Lara auf die Nacht wie auf ein großes schwarzes Segel, an das sie jede Bewegung, jeden Atemzug und jeden Laut von Anna heftet.
„Du gehörst mir“, sagt sie in der Mitte der Nacht, und meint es ernst. Traurig sieht sie sie an und sagt: „Es gibt nichts mehr, nichts mehr jenseits der Liebe. Selbst die Sterne sind schwarz.“ Plötzlich lĂ€chelt sie und schlĂ€ft ein. Das Segel schwindet. Gegen Morgen malt Lara die Umrisse des letzten Sterns vor der milchigen Helle in ein Buch, das sie lange nicht mehr beschrieben hat. Anna muss ins BĂŒro. Sie verabschiedet Lara mit einem spitzen Kuss. Lara sagt: „Wir werden uns sehen.“

Es regnet drei Tage und drei NĂ€chte. WolkenfĂ€den spannen sich ĂŒber die welke und klebrige Haut des blassen Landes. Im glasigen Dunst des Regens wölbt sich der Asphalt, reißt den Blick in die Tiefe einer spiegelnden FlĂ€che, auf der das stumpfe Lid des Himmels schwimmt. Sie treffen sich. Anna will es ihr sagen. Sie muss es ihr sagen. Aber Anna kauft ein Auto. Sie fahren fort. Wird es spĂ€t, nimmt sie Lara mit zu sich in ihre Wohnung. Einmal sagt Lara: „Ich liebe dich.“ zu ihr. Es ist das erste Mal. Neben den Stern in ihrem Heft zeichnet Lara BruchstĂŒcke von Annas Körper und hĂ€lt Wörter fest, die sie gemeinsam gefunden haben. Sie laufen ĂŒber die vom Regen glasig gewordenen Straßen. Jeder Windstoß schwemmt Regenstriche auf ihre Gesichter. Sie treffen auf niemanden. Eine dunkle Stille hockt unter den DĂ€chern, die wie misslaunige Greisengesichter aus dem Nebelmeer ragen. Abfalltonnen warten sauber geparkt in einer Reihe. In den Einfahrten stehen die neuesten Modelle deutscher oder japanischer Autohersteller. Schilder warnen vor dem Betreten der GrundstĂŒcke. Als Kind dachte Anna an einen rĂ€tselhaften Zauber. Jetzt weiß sie, dass die Straßen in diesem Land nie anders ausgesehen hatten. Laras Augen glĂ€nzen im Regen. Anna schweigt. Lara sagt: „Ich habe noch nie jemandem gehört.“ Anna denkt, sie ist ja fast noch ein Kind, fast zwanzig Jahre jĂŒnger als ich. Anna spricht nicht viel. Wenn Lara sie bittet zu sprechen, „sprich mit mir“, sagt sie, “bitte sprich mit mir“, dann schweigt Anna.
Es macht ihr Angst, dass Lara die Worte, die sie wĂ€hlte, kannte bevor sie sie ausgesprochen hatte. Es macht ihr Angst, sich als Geschöpf zum ersten Mal in ihrem Leben vollendet zu fĂŒhlen, wenn Lara sie berĂŒhrte. Sie hat Angst vor ihrem Schatten. Sie hat Angst, glĂŒcklich zu sein.

Sie bleibt immer lĂ€nger im BĂŒro. Sie geht nur durch die Straßen des Dorfes, wenn es dunkel ist. Abends haucht sie ihren Atem an die Scheiben des Busses. Sie schreibt ihren Namen in die Kachelscherben aus milchiger Feuchte und wischt ihn wieder aus.
Einmal lĂ€uft sie wieder ĂŒber die HĂŒgel zum Dorf hinab. Nachtwolken quellen ĂŒber den spĂ€rlichen Lichtern. Sie treffen sich am Pavillon, weit oberhalb des Dorfes. Anna hat Angst, dass die Leute reden. Das Glas, FlĂ€che ohne Raum, gibt nicht nach unter dem Druck ihrer Körper, war wie alles Mauer und Begrenzung, wenn Lara sie an die Fensterfront des Pavillons presst. Das Glas, an dem sich ihre Körper reiben, ist kalt und undurchlĂ€ssig. Es zieht eine glĂ€nzende Spur durch die Baumschatten und den blassen Himmel. Streifen fĂŒr Streifen fĂ€llt es spiegelnd ĂŒber Laras flachen Bauch, ĂŒber ihre langen Beine, die sie um Annas RĂŒcken schlingt, ĂŒber jede Bewegung ihrer immer flĂŒchtiger einswerdenden und wieder voneinandergehenden Körper.

Anna kommt zu spÀt zur Arbeit. Anna schlÀft nicht mehr. Die Leute im Dorf reden. Ihre Eltern fragen sie, ob sie ein VerhÀltnis habe. Es ist nicht recht, sieht sie sich mit zusammengekniffenen Mund vor dem Spiegel stehen. Sie blickt in den Himmel, aber der Himmel in diesem Land ist aus Blei.
Anna möchte ein Ende. Sie sagt: „Vergiss mich, wenn du kannst.“ Aber sie denkt an Laras Schattenhaut, an das Herz all jener Stunden, das Laras Lachen, Laras Blicke, Laras unerschöpfliche ZĂ€rtlichkeit in ihr zusammenfĂŒgte, als wĂ€re das die Mitte der Welt. Sie kĂŒsst Laras Wimpern. Sie beisst in ihre Lippen. Sie spĂŒrt, wie sich Laras HĂ€nde unter ihren Pullover schieben, ihre Knospen mit den Fingerspitzen umkreisen, sie fĂŒhlt ihre Hand zwischen den Beinen, fĂŒhlt das lautlose Pochen zwischen ihren Schenkeln und sie spĂŒrt das Verstummen der Dinge der bewohnten Welt.
Lara sagt kein Wort danach. Sie starrt in den schmalen Lichtbogen ĂŒber den schmutzigen Giebeln der HĂ€user. Anna hĂ€tte sie gerne ihren Namen sagen gehört oder etwas anderes. Aber sie steht nur da, bis sich ihr Gesicht langsam aufzulösen scheint und ihre vornĂŒber geneigte Gestalt langsam in der Dunkelheit verschwindet. Ein Vogelschwarm stĂ€ubt die ölig glĂ€nzende SchwĂ€rze des Nachthimmels, flirrende Punkte, die Anna, ganz kurz, an hinabstĂŒrzende SterntrĂŒmmer erinnern. Sie ist allein.

Lara gibt den Platz vor ihrem Fenster nicht auf. Auch nicht, als die Nachbarn die Hunde auf sie hetzen. Eine die so aussieht wie sie und so schwarze Haare hat, ist eine Zigeunerin. Sie wollen keine Zigeuner in ihrem Dorf. Lara schaut nicht einmal zu ihr hoch. Sie ist nur da. Sie wartet.
Eines Tages ist sie verschwunden. Anna schaut auf den leeren Platz vor ihrem Fenster. Sie hört nie wieder von Lara, als sei nichts mehr von ihr ĂŒbrig.


Es war schon Winter, als Lara ging. Anna kommt pĂŒnktlich zur Arbeit. Sie schlĂ€ft wieder. Die Nachbarn grĂŒĂŸen freundlich. Wenn Anna allein ist, starrt sie auf das stumpfe Blau ihrer Augen im Spiegel. Das Scharren des Windes wĂ€chst darin wie ein Trommelschlag in der Stille. Es ist, als ob sie gar nicht da wĂ€re. Anna hockt sich dann manchmal auf einen knorrigen alten Baum im Park, dessen Äste sich wie ein Riesenschirm weit ĂŒber den Boden schieben. Die Luft beginnt nach dem Atem Laras zu schmecken. Schwarzes Laub steht auf den Wegen. RachegelĂŒste halten sie wach, bis der Regen ĂŒber die Mauern des Parks zieht. Sie öffnet die Lippen. So bleibt sie hocken, die Zunge in den Regen gestreckt, spöttisch lĂ€chelnd. Irgendwann spĂŒrt sie den Schmerz ihrer Starre. Sie lĂ€sst sich einfach vom Baum fallen. Zweige weisen mit langen Armen in zerwitterte Wolken. Der nahe See trĂ€umt von Laras Atem. Im Fluss seiner grĂŒnen Fluten sieht Anna in ihr frĂŒheres Gesicht. Du fließt in mir, denkt sie. Die Stille wird glĂ€sern. Wenn sie nur lange genug in sich hineinatmet, glaubt sie zu spĂŒren, dass es sie nicht mehr gibt. Es ist sie, die verschwunden ist.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


ZurĂŒck zu:  Erotische Geschichten Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!