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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Die Telefonzelle
Eingestellt am 23. 09. 2001 08:46


Autor
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Lady Darkover
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jun 2001

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Ich schlendere die Stra√üe herunter und schaue mir die Leuchtreklamen an. Seit letzter Woche ist es schon merklich k√§lter geworden und so ziehe ich meinen Kragen hoch. Am Abend beobachte ich gerne die Leute, die noch schnell eine Flasche Wein f√ľr den Liebsten besorgen, bevor die Gesch√§fte schlie√üen, um dann einen romantischen Abend am Kamin zu verbringen.
Andere unterhalten sich angeregt vor einem Imbiss, aus dem der Pommesgeruch str√∂mt, der mich daran erinnert, dass mir seit geraumer Zeit der Magen knurrt. Dann entdecke ich eine Gruppe von Jugendlichen, die aus der Kondomerie kommen und sich lustig machen, √ľber die Vielfalt der Kondome. Andere wiederum haben sich in Schale geworfen und stehen an der Abendkasse des Theaters schlange und hoffen, dass noch gute Pl√§tze frei sind. Ich komme in eine Gegend, die etwas einsamer ist und schaue gelangweilt in den Nachthimmel. Mal wieder sternenklar, es gibt wohl Bodenfrost heute Nacht. Der Mond versteckt sich hinter der einzig am Himmel stehenden Wolke und wirkt verloren. Mir f√§llt ein, dass ich meinen Kumpel anrufen k√∂nnte, doch der ist selten anzutreffen, da er viel auf Reisen ist, eigentlich schade, denn wir haben immer zusammen viel Spa√ü. Nichts desto trotz werde ich mal bei ihm durch rufen. Ich suche eine Telefonzelle und finde dann auch eine. Wie sollte es anders sein, besetzt und das in dieser einsamen Gegend. Also stelle ich mich ein wenig abseits und warte. Das Licht in der Zelle scheint defekt zu sein, denn die Leuchtr√∂hre flackert und gibt eine unheimliche Stimmung wieder.
Ein junges M√§dchen mit einem frechen Kurzhaarschnitt und leichter Bekleidung ist in ein scheinbar angeregtes Gespr√§ch verwickelt. Sie steht mit dem R√ľcken zu mir und ihre langen Beine, welche durch schwarze Stiefel besonders hervorgehoben werden, lassen mir das Wasser im Munde zusammenlaufen. Schade, dass ich das Gesicht nicht erkennen kann, doch das defekte Licht l√§sst dies nicht zu.




Langsam wird mir kalt und ich trete auf der Stelle, bis sich die T√ľr der Zelle ein wenig √∂ffnet. Endlich, es wird Zeit, dass ich meinen Kumpel anrufe. Ich schaue auf meine Uhr, die Zeiger haben sich auf dreiundzwanzig Uhr vorgeschoben, doch der Sekundenzeiger bewegt sich keinen Millimeter. So ein Mist, ich habe doch erst vorgestern die alte Batterie ersetzt. Irgendwie r√ľhrt sich nichts in der Zelle, laufe zu ihr und klopfe an das Glas der T√ľr, um nachzufragen, ob ich nun telefonieren k√∂nne.
Die T√ľr √∂ffnet sich nun vollst√§ndig und ich schaue in das Gesicht des M√§dchens. Das Mondlicht unterstreicht ihren schon ohnehin blassen Teint. Sie l√§chelt mich geheimnisvoll an. Ich versuche ihren Blick standzuhalten, doch auch wenn ich wollte, k√∂nnte ich mich nicht von ihm l√∂sen. Sie √∂ffnet einige Kn√∂pfe ihrer Bluse und l√§sst mich einen Blick auf ihr √ľppiges Dekollete werfen. Ich bin etwas verwirrt und wie gel√§hmt. Weiterhin starre ich auf ihren K√∂rper und lese in ihren Augen, Schmerz, Verderbnis, Einsamkeit und ewiges Leben.
Pl√∂tzlich nimmt sie meine Hand und zieht mich in die Zelle. Trotz ihrer k√ľhlen Lippen, scheinen meine zu verbrennen und ich sp√ľre ihre aufkeimende Gier. Ihre Ber√ľhrungen hinterlassen bleibende Schauer, die mich sowohl erregen als auch √§ngstigen. Sie f√ľhrt meine Hand unter ihr H√∂schen und ich wei√ü, dass sie mich haben will, hier und jetzt. Langsam macht sie sich an meiner Hose zu schaffen und l√§sst ihre Hand auf meinem erregten Freund gleiten. Ich st√∂hne und genie√üe ihre Liebkosungen in vollen Z√ľgen. Mir ist alles gleich, Anruf hin, Anruf her, ich wei√ü nur eins, ich will sie auf der Stelle v√∂geln, mich ihr unterwerfen, ihre k√ľhlen Lippen nochmals auf den meinen sp√ľren, um meine erregte Angst in sie str√∂men zu lassen. Sie schaut mich an, setzt sich auf die Telefonb√ľcher und zeigt mir mit gespreizten Beinen, ihr Reich. Ich lasse meine Hose fallen, n√§her mich dem fantastischen Ausblick und √ľberlasse meinem erregten Freund die F√ľhrung. Mit sto√üenden Bewegungen reiten wir davon. Ich sp√ľre ihre Krallen auf meiner Brust. Eine ihrer Krallen hat sich in meine Haut geritzt, ein Blutstropfen l√§uft √ľber meine Brustwarze und sie umschlie√üt ihn mit ihren k√ľhlen Lippen, um ihn zu trinken. Es ist bald soweit und wir reiten dem Sonnenaufgang entgegen. Ich schaue sie dabei an, sie l√§chelt wieder, doch dieses mal zeigt sie ihr vollkommen makelloses Gebiss. Ihre Eckz√§hne sind riesig und bevor ich etwas sagen kann, schl√§gt sie sie schon in meine wild pulsierende Halsschlagader. Es schmerzt und sie trinkt sich satt, an meinem Blut. Ich sehe wie ein letzter Blutstropfen an ihren Lippen klebt, den sie gen√ľsslich mit der Zunge aufnimmt.
Mit schwachen Beinen √∂ffne ich die T√ľr und versuche mich unbeholfen anzuziehen. Ich schaue mich um und die Telefonzelle ist leer.

__________________
Ich bitte um eure Meinung zum Text.

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oguh
Hobbydichter
Registriert: Apr 2001

Werke: 1
Kommentare: 15
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Hallo !

Sehr schoen geschrieben - das ueberraschende
Ende ist sehr schoen.
Die Telefonzelle als Falle - eine nette Idee.

Tschuess, Oguh

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BeautifulExperience
Guest
Registriert: Not Yet

Irre gut!

Hallo Martina!

Ich liiiiebe das Vampirthema(!!), und deine Umsetzung dieses Mythos ist einwandfrei gelungen!
Sehr erotisch und gruselig zugleich. Gib mir mehr davon ;-)!

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Lady Darkover
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jun 2001

Werke: 113
Kommentare: 215
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Hallo oguh und BeautifulExperience


Vielen Dank f√ľr das Kompliment. Ich mag auch gern Vampire und ihre Geschichten, zur Zeit gibt es nur diese, doch mir f√§llt sicher noch ein Nachfolger ein.

Liebe Gr√ľ√üe Martina
__________________
Ich bitte um eure Meinung zum Text.

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