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Leselupe.de > Ungereimtes
Die Terrormacher
Eingestellt am 27. 11. 2006 20:25


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chachaturian
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Die Terrormacher


Irrlichternde Aliens
nebenbei Elektrotod und Giftspritzen
frisch und freies Abr├Ąumen
auf dem irakischem Spielfeld
US-Firmen im Raubrausch
Politik ist ├Âkonomische Bilanz
Himmelhochh├Ąuser

Naturschutzgebiete
f├╝r ├ľlhub in Alaska
was geht uns das Klimafieber an
wissenschaftliche L├╝gen
werden gut bezahlt
f├╝r demokratische Ziele
darf auch gefoltert werden
so kann man billig tanken

Auf Guantanamo
besitzen alle volle Vogelfreiheit
da er├╝brigen sich Gerichte
Afghanistan ist milit├Ąrische Sperrzone
hingerichtet wurde in der W├╝ste
wer in den LKW-Containern
noch nicht erstickte
bekam die Kugel gratis
alles unter strenger
amerikanischer Aufsicht

Bin Laden & Co. als Blendwerk
f├╝r unaufgekl├Ąrte Westler
wie z├╝chtete man sie hoch?
der Wirtschafts- & Milit├Ąrkolo├č
des wei├čen Mannes
als Speerspitze in anderen Kulturen
hohe Zeit zu sichten
den eigenen Zugriff
die totalit├Ąre Schiene, die Z├╝ndspur
zur Waffe Mensch auch unsererseits

Hochgeredet wird der fremde Terror
f├╝nf mal t├Ąglich reicht nicht aus
beten, flehen, fluchen
nicht erw├Ąhnenswert das eigene Zutun
angeblich kompatibel
ist westlicher Waffengang
mit Menschenrechten und noch mehr
das hei├čt dann anders
ist trotzdem terrortr├Ąchtig
bis auf den Grund
Schuld tr├Ągt der Westen nat├╝rlich niemals
und viele verglauben sich blind

W├Ąhrungsfond und Weltbank
die G├Âtter des globalen Kredits
sie verstehen das Diktat perfekt
privatisieren ohne Sinn und Verstand
Subventionen streichen
damit die ├Ąrmsten Schichten
besser hungern k├Ânnen
Schulen sind ├╝berfl├╝ssig
wenn man die Achse des B├Âsen sucht
hier k├Ânnte man ein St├╝ck finden
geschluckt werden die Menschenrechte
von dicken Krakenarmen
Welthandelsorganisation

Das Projekt Weltbereinigung
in republikanischen Intervallen
pflanzt sich das fort
au├čerirdische Giftbrut
bricht immer wieder durch
es wei├č schon was es will
es fri├čt uns alle
nach und nach
welches neue Regime
kommt nach Reagan
und Bush Junior zum Zug?
was alles bleibt uns unbekannt?
wieviel tausend unschuldige Leben
kostete die Vergeltung von Terror?

Holt sie vom Sockel
diese Strippenzieher
hinter ├ľl, Geld, Waffen, Technokratie
die wei├čen Terrormacher
legt ihnen das Stahlseil um
rettet die demokratischen Reste!
brecht um die ÔÇ×freienÔÇť Diktatoren
wie das Konterfei
des irakischen Machthaber
umgebrochen wurde!


9/2003; 7/2004; 10/2006
Wie man sieht hat etwas gedauert bis es so wurde, wie es mir opportun erschien.

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lapismont
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Hallo chachaturian,

Dein Text will zu viel. Der gro├če politische Rundumschlag sozusagen. Du vergisst dabei allerdings, Lyrik draus zu machen. Eine Strophenform allein reicht nicht.

cu
lap
__________________
Kunst passiert.

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Mirko Kussin
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Hallo chachaturian,
ja, das ist mir auch etwas zu viel. Der Text dreht sich im Kreis und kommt nicht vorw├Ąrts, du k├Ânntest ihn um mindestens die H├Ąlfte k├╝rzen und es w├Ąre immer noch der gleiche Text.
Du gibst im Prinzip eine Aussage und wiederholst sie dann immer wieder neu. Das macht relativ wenig Freude beim Lesen.
Du solltest den Text entweder radikal k├╝rzen und st├Ąrker verdichten (da sind ja auch einige tolle Wort- und Sprachspielereien vorhanden ...das kannst du ja), oder aber vesuchen dem Text eine gewisse Dynamik einzuverleiben. Er muss sich entwickeln ... aber du f├Ąngst beim Irak an und endest beim Irak ...
Und als inhaltlichen Leseeindruck noch dies: Neu ist das ja nun nicht. Ist mir zu sehr erhobener Zeigefinger, zu moralisch, zu phrasig. Du klagst an, gibst aber keine L├Âsungsvorschl├Ąge, bzw. gibst du auch dort (in der letzten Srophe) nur Phrasen.
Ich glaub, wenn man politsich dichten will, dann sollte man auch politische Zusammenh├Ąnge erkennen und feststellen, dass die einfachen L├Âsungen selten so einfach umzusetzen sind.
Du hast aber sprachliches Potential. Konzentrier dich auf die Sprache, nicht auf den Inhalt. Dann wird es besser, glaub ich.
Gru├č Mirko

__________________
"I am only what you made me - I am a reflection of you"
Charles Manson

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HFleiss
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Die Terrormacher

Fraglich ist, Chatchaturian, ob man deine Idee auf diese Weise umsetzen kann, ohne unpoetisch zu werden. Ich geb dir ja in allem recht, du sagst ja nichts Falsches, alle Reizw├Ârter und -themen sind vorhanden, aber wie so etwas ausdr├╝cken? Ich bin da ein bisschen ratlos. Vielleicht kann man dar├╝ber, so ins Detail gehend, besser einen Prosatext schreiben.

Gru├č
Hanna

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chachaturian
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Das ich mich an diesem Werk etwas l├Ąnger gerieben und probiert habe, da├č sieht man schon an den Daten, die jetzt hier mit dabei stehen. Mehr durch einen Zufall hatte ich das Ding, in einem anderen Zusammenhang rausgegeben und recht positive Resonanz bekommen. Das hat mich verleitet mal zu testen, wie anderswo drauf reagiert wird.

Zugegeben: Es ist Provokation pur f├╝r Gem├╝ter, die da weniger Kritiknotwendigkeit sehen. Aber politische Gedichte sollen ja auch ansto├čen, sollen in den Wunden rumkratzen und es gilt politisch Lied ist ein gartig Lied. Die Poesie des Weltbankhandels auf den Punkt zu bringen, ist wohl auch eine Unm├Âglichkeit. Vielleicht ist der Gedanke richtig, da├č bei den Strophen zu Bin Laden und der nachfolgenen eine latente Dopplung drin ist. Da denke ich noch mal dr├╝ber nach. Ansonsten ist nat├╝rlich die Vermischung der Themen ganz bewu├čt. Streng genommen, kann man daraus 3 oder vier Gedichte machen. Aber funktioniert nur, wenn es zusammengezogen wird.

Ich erinnere mal an das Gedicht "Nicaragua" von Erich Fried. Das ist ├Ąhnlich imposant, in der Struktur aber noch wesentlich besser, ├╝berhaupt eines seiner gelungensten politischen Gedichte.

Unterstehend mal ein paar Kontroverse Gedanken zum politischen Gedicht. Das ist orginal aus einer meiner Pr├╝fungsarbeiten beim Diplom.

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HFleiss
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Die Terrormacher

Chatchaturian, ich habe alles gelesen, und von deinem und Frieds Standpunkt finde ich es auch berechtigt, was du schreibst. Vielleicht aber bin ich auch zu Tucholsky-vorbelastet, der ja ebenfalls hochaktuelle Problematiken seiner Zeit im Gedicht verarbeitet hat, was nat├╝rlich ganz anders aussah, eher auf Massenwirkung und Vortrag bedacht.

Trotzdem, wie bedichtet man den heimlichen Mord der Weltbank auf poetische Weise? Machen ihn die Kriege ├Âffentlich? Sicher. Ich bin da leider immer noch nicht klug. Dein Gedicht jedenfalls hat mich noch nicht ganz ├╝berzeugt. Vielleicht ist es dieses Ins-Detail-Gehen, was mich st├Ârt. Ich schlag mich ja auch mit diesem Problem herum und komme zu keinem Schluss.

Gru├č
Hanna

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