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Leselupe.de > Gereimtes
Die Trance in den Tod
Eingestellt am 02. 04. 2005 09:51


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SuracI
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Die Trance in den Tod

Der Trance in den Tod

„Ich liebe“, schreit ein Geist in mir.
Und TrÀnen prasseln plÀtschernd nieder
Ich sehne mich ganz nah zu Dir
Doch Augenblicke kehr’n nicht wieder.

Musik von fernen lauten Stimmen
Dringt undurchdringlich an mein Ohr.
Darin erklingt mein leises wimmern
Als schĂŒchtern matter Chor hervor.

Und Peitschen knallen harte SchlÀge
Wie Trommelwirbel auf mich ein.
Es ist als schlief ich auf der SchrÀge
Eines Regenbogens ein.

Wie hypnotisch tanz ich fort,
Einem MĂŒckenspiele gleich.
Trag mich weg von diesem Ort
Und ich falle fliegend weich.

Schwerelos fall ich hernieder
Breite meine Arme aus.
Und doch seh ich immer wieder
Deinen Geist in meinem Haus.

In der Trance des Augenblicks
Lösche alles ich von Dir.
Auch mein Leben StĂŒck um StĂŒck.
Trennt sich schweigend leis von mir.

01.04.05 by MJ

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San Martin
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Das Gedicht solltest du orthographisch noch einmal ĂŒberarbeiten - Großschreibung, Kommata, Punkte.

"Trance" ist, so weit ich weiß, ein weibliches Nomen. "prasseln plĂ€tschernd" - Eins von beiden geht nur.

"Musik von fernen lauten Stimmen
Dringt undurchdringlich an mein Ohr.
Darin erklingt mein leises wimmern
Als schĂŒchtern matter Chor hervor"

Hier wird bewusst, dass du Adjektive als FĂŒllworte einsetzt. AdjektivaufzĂ€hlungen sollten, wenn nicht zwingend notwendig, vermieden werden.

"Und Peitschen knallen harte SchlÀge
Wie Trommelwirbel auf mich ein."

Das ist semantisch fragwĂŒrdig. Peitschen knallen SchlĂ€ge auf dich ein? Das habe ich so noch nirgendwo formuliert gesehen.

"Es ist als schlief ich auf der SchrÀge
Eines Regenbogens ein."

Dieser Vergleich lÀuft ins Leere - was vergleichst du hier mit dem Einschlafen?

"Schwerelos fall ich hernieder
Breite meine Arme aus."

Warum nicht "und breite"? Du hast eh kein durchgehenden TrochÀus.

"Lösche alles ich von Dir."

Vergewaltige nicht die Grammatik fĂŒrs Metrum oder fĂŒr den Reim.

Ansonsten sind die Reime nicht zu aufdringlich, und die Wortwahl ist in Ordnung. Wenn das Gedicht nach einer Überarbeitung nun noch etwas mehr Aussage hĂ€tte...
__________________
"I still can remember the way that you smiled on the fifth day of May in the drizzling rain."

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SuracI
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danke schonmal fĂŒr Deinen Kommentar.

Ja, stimmt, Trance ist weiblich. Ich weiß nicht, warum ich hier das Maskuline verwendet habe. War wohl beim Abtippen etwas unaufmerksam. ebenso wie bei den Kommata und Punkten.

Warum geht aus Deiner Sicht kein prasselndes PlÀtschern?
Die Adjektive in der 2. Strophe hatte ich nicht als FĂŒllwörter, sondern als Spiel und als verstĂ€rkung gedacht.
Die fernen Stimmen, die dennoch laut sind, mein Wimmern direkt bei mir, was jedoch leise ist.
schĂŒchtern soll hier fĂŒr die ZurĂŒckhaltung, die "Angst" stehen, matt hingegen eher fĂŒr Resignation.

Die Peitschen sollen als personifiziert wirken.

... Ich fĂŒhle mich, als wĂŒrde ich auf der SchrĂ€ge eines Regenbogens einschlafen, schwerelos und auch irgendwie doch angenehm. es ist der Übergang in den Trancezustand.

Und dann kommt der Wechsel vom wachen in den DÀmmerzustand und der Wechsel des Metrums. erst TrochÀus mit einer Ausnahme, dann Jambus.

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San Martin
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Man könnte zu jedem Substantiv eine Menge Adjektive voranstellen, um das Substantiv zu verfeinern. Nur ist es selten der Fall, dass dadurch der Text besser wird. Ist teilweise auch Geschmackssache.

quote:
Warum geht aus Deiner Sicht kein prasselndes PlÀtschern?

Regen prasselt, ein Bach z.B. plĂ€tschert. BĂ€che prasseln nicht; Regen plĂ€tschert nicht. TrĂ€nen wĂŒrde ich Regen zuordnen.
__________________
"I still can remember the way that you smiled on the fifth day of May in the drizzling rain."

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SuracI
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quote:
UrsprĂŒnglich veröffentlicht von San Martin
Regen prasselt, ein Bach z.B. plĂ€tschert. BĂ€che prasseln nicht; Regen plĂ€tschert nicht. TrĂ€nen wĂŒrde ich Regen zuordnen.

Schön, Du hast meine Intention also verstanden, auch wenn sie Dir nicht zu gefallen scheint.
Denn Du hast sie in eigenen Worten beschrieben.
Der Regen Prasselt eher, als dass er plÀtschert, aber er kann auch plÀtschern, wenn er in dicken Tropfen z.B. von der Dachrinne tropft. Ein bÀchlein plÀtschert nur.
Ich habe sowohl das Prasseln, als auch das PlÀtschern mit eingebracht, da ich die IntensitÀt der TrÀnen, des TrÀnenflusses deutlich machen wollte. Eigentlich Àhneln TrÀnen eher dem Regen, in Tropfen und stetig. Aber wenn TrÀnen plÀtschern, sind sie schon so weit fortgeschritten, dass sie sich zu einem Bach zusammengeschlossen haben.
Aber sie "prasseln" in ihrer Menge weiter aus den Augen.
Verstehst Du, was ich sagen will?
um auf das Bild des Regens auf dem Haus zurĂŒck zu kommen:
Der Regen prasselt auf das Dach und fließt plĂ€tschernd die DachschrĂ€ge herunter....

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San Martin
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Ziemlich heftiger TrÀnenfluss.

quote:
Aber wenn TrÀnen plÀtschern, sind sie schon so weit fortgeschritten, dass sie sich zu einem Bach zusammengeschlossen haben.

"I get it!" - Fry, Futurama, 4ACV17 - Spanish Fry.

In der Form kann ich deinen Gedankengang nachvollziehen.
__________________
"I still can remember the way that you smiled on the fifth day of May in the drizzling rain."

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