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Leselupe.de > Erzählungen
Die Traumfrau (gelöscht)
Eingestellt am 27. 05. 2007 20:53


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Haremsdame
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Pete
Guest
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Portrait scheiternder Egozentrik

Liebe Haremsdame,

vielen Dank für Deine wunderbare Satire. Bevor der Eindruck entsteht, ich würde Dein Werk hier als falsch eingeordnet betrachten: Deine Geschichte kommt auf dermaßen leichten Pfoten daher, dass das satirische Element sich nicht aufdrängt, aber wunderbar gelungen ist. Die Rubrik "Erzählungen" finde ich genau passend.

Am Anfang war mir nicht klar, ob die Erzählperspektive von einer Frau oder einem Mann eingenommen wurde. Das hat sich dann, nach ein paar Sätzen, aus dem Kontext Krawatte erschlossen, einem wunderbaren Klammerelement. Ansonsten setze ich in Deinen Texten immer zunächst die weibliche Perspektive voraus. Das ist aber - darauf weise ich ausdrücklich hin - ein Problem meiner Vorurteile, bzw. Erwartungen, nicht Deines Werkes. Also bitte nichts ändern!

Dass Du aus den Augen eines Mannes schriebst, hätte eine erste Andeutung sein können.

Einen ersten Wendepunkt, bzw. Hinweis entdeckte ich an der Stelle

quote:
Nun konnte sie meinen Heiratsantrag nicht mehr ablehnen.

Ich dachte mir: Wie egozentrisch!

Du hast dieses Thema dann sehr schön gesteigert und eine mögliche Erklärung geliefert, warum so viele Beziehungen und Ehen in der heutigen Zeit scheitern: an egozentrischer Ignoranz.

Ein Leser mag mit Blick auf seine eigenen Verhältnisse schmunzeln und hoffen: "Noch ist es nicht zu spät". Von daher könnte sich die Lektüre im Einzelfall als besonders wertvoll erweisen.

Besonders gefällt mir der grotesk überspitzte Schluss, in dem die gestörte Wahrnehmung, die der Protagonist schon von Anfang an hatte, besonders deutlich zu Tage tritt.

Ich halte Deine Geschichte für virtuos und habe leider gar keine Idee, was daran noch zu verbessern wäre.

Dieses Werk gehört eindeutig zu den Besten, die ich je hier gelesen habe.

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Haremsdame
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Lieber Pete,

eigentlich war diese Geschichte nicht als Satire gedacht. Mich interessiert schon lange, warum Männer ihre Familien auslöschen und Nachbarn völlig verdutzt behaupten, dass sie nicht verstünden, wie es dazu gekommen sei. Es wäre doch eine so nette Familie gewesen...

Mein Nachsinnen darüber war der Ursprung dieser Erzählung. Wenn sie bei Dir als Satire rüberkommt, habe ich ja mehr erreicht, als ich wollte...

Dein Lob ist mein Lohn! Danke!

Viele Grüße
Haremsdame
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no-name
Guest
Registriert: Not Yet

Haremsdame, ich bin nahezu sprachlos...

"Wow" trifft wohl am besten, was ich nach dem Lesen deiner Geschichte empfunden habe.

Mir ist ein Rätsel, was Pete an deiner Geschichte "satirisch" empfunden hat, aber jeder liest eben anders.

Für mich hast du eine traurige und extreme Geschichte verfasst, die auch mich sehr gefesselt hat. Am Anfang hatte ich Probleme mit deiner Darstellung dieser einfach zu tollen Frau, Familie und dieser rosaroten Welt, in der die beiden Protagonisten anfangs zu leben scheinen - vielleicht habe ich da schon geahnt/gespürt, dass dies nicht gut enden kann.

Haremsdame, dies ist sicher der beste Text von dir, den ich bisher in der Leselupe las. Er steht zu recht in der Bestenliste - meinen herzlichen Glückwunsch! :-)

Ganz liebe Grüße von no-name.

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Lidiko Voland
Hobbydichter
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Hallo Haremsdame,

eigentlich wollte ich diesen Kommentar bei meiner Bewertung schreiben, finde allerdings erst heute die Zeit dazu.

Eine Kleinigkeit, die nicht weiter ins Gewicht fällt: Zu Beginn des Textes schreibst Du über einen schwarzen Panther, der gegen Ende als Puma bezeichnet wird. Das Dilemma, dass ich hier sehe, ist, dass Du damit zwar vollkommen Recht hast, aber dies eventuell nicht jeder Leser weiß. Zwar wird in den Vereinigten Staaten ein Puma auch als Panther bezeichnet, aber bei uns wird der Begriff - wenn ich mich nicht irre - so gut wie ausschließlich für einen schwarzen Leoparden oder Jaguar verwendet. Anders formuliert, wer es nicht weiß, könnte davon ausgehen, dass Dir hier ein vermeidbarer Fehler unterlaufen sein könnte. (Unter diesem Gesichtpunkt kann auch der Begriff 'schwarzer Panther' von manchem Leser als doppelt gemoppelt verstanden werden. Auch hier, unabhängig davon, ob er trotzdem richtig ist.)

Selbst, wenn kein Autorenname bei diesem Text angegeben wäre, oder ein Pseudonym, das auf einen Mann hätte schließen lassen, wäre die weibliche Hand unverkennbar gewesen. Das ist nichts Negatives, wirkt sich hier allerdings etwas unvorteilhaft - dies natürlich nur mein subjektives Empfinden - auf die Glaubwürdigkeit der Erzählfigur als Mann aus. Für meinen persönlichen Geschmack verwendet die Figur hier zuviel Ausdrücke, die Männer zwar kennen, aber nur unter Protest nutzen würden ('schnuckeliges Heim', 'allerliebst', etc.). Aufgrund dieses Punktes von mir 'nur' eine Acht.

Beste Wünsche,
Volle

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Haremsdame
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Registriert: Mar 2005

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@ Volle:

danke für Deine Aufklärungsarbeit. Hat mich sofort zu Google verschlagen, wo ich feststellen konnte, dass "schwarzer Panther" nicht falsch ist, weil es ja auch gelbe Panther gibt. Es gibt auch silbergraue und gelbe Pumas... (Was ich bisher nicht wusste, wie ich zu meiner Schande zugeben muss).

Insofern denke ich mir, dass ein "normaler Leser" kaum darüber stolpern wird...

Deinen zweiten Kritikpunkt kann ich allerdings nicht zurückweisen. Ich habe meinem Protagonisten wirklich zu viele weibliche Ausdrücke in den Mund gelegt (wollte damit allerdings die Gesamtsituation absichtlich extrem übertrieben darstellen). Da werde ich wohl nochmal drüber gehen müssen...

Danke, dass Du mich darauf aufmerksam gemacht hast!

@ no-name,

Dein Glückwunsch und Deine Bewertung freuen mich sehr.

Es war meine Absicht, diesen Widerwillen ob der ach so geordneten, rosaroten Welt zu wecken. Genau der sollte auf die immer weiter auseinanderklaffende Schere zwischen Realität und Traum hinführen. Ich hoffe, es kommt auch an, wie sehr beide an der Eskalation beteiligt waren...

Hätte ich diese Geschichte aus der weiblichen Sicht erzählt, wäre der arme Mann bei weitem nicht so gut davon gekommen. Aber es ging mir absolut nicht darum, Zwietracht zwischen den Geschlechtern zu schüren.

Vielen Dank für Eure Kommentare - natürlich auch für Deinen Gruß und Deine Bewertung, liebe Märchenhexe.

Ihr macht mir alle Mut!
Haremsdame
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