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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Die Tür
Eingestellt am 29. 09. 2014 12:16


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winterspecht
Wird mal Schriftsteller
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Das Türschloß rastet ein und die Glocke brummt los. Beides hört sich an wie eine endgültige Wahrheit. Kaum wurde die Tür gschlossen, forderte etwas, das anscheinlich davor stand, ein erneutes Öffnen.
Die Vorstufewäre ein Zufruf gewesen, denn wer immer jetzt auf der Glocke stand, mußte ihn auf das Haus zugehen gesehen haben. Das Schellen an der freien Luft; die dort nicht vorhandene Tür wäre eventuell sein Unwille gewesen, darauf reagieren zu müssen, den abweisenden Rücken noch etwas höher zu tragen, was durch das Aufplustern der Schultern zuwege gebracht werden kann.
Während er die Stimme hinter sich hört, wirft sich der halbdunkle Flur vor sein Gesicht.
"Dreh dich doch bitte zu mir um, oder soll ich mit deinem Rücken sprechen?"
Er kennt die Stimme nicht, hat sie noch niemals gehört, will sich auch gerne umdrehen, allein es gelingt ihm nicht. Mein Rücken, das bin also nicht ich, denkt er. Ich bin scheinbar nur mein Gesicht, der Rest ist nur zum Transport meiner fünf Sinne gedacht. Niemand will mit einem Rücken reden, weil dieser keine Entscheidungen treffen kann.
Er steht da und starrt in den Flur, etwas Licht dringt aus den halbgeöffneten Zimmertüren. Er will einen Schritt hinein in den Wohnraum machen, aber auch das bleibt nur ein Wunsch, der nichts zu seiner Erfüllung beiträgt.
Jetzt spürt er die Faustschläge gegen seinen Rücken schlagen, kurz darauf ein Gefühl, das er nicht einzuordnen vermag. Als würde sich etwas in seine linke Niere bohren, sich dort drehen. Bald weiß er, auch wenn er es nicht sehen kann, daß da jemand versucht, die Türklinke zu betätigen, in der Hoffnung, es wäre nicht abgesperrt. Aber es ist abgesperrt, sein ganzer Körper ist starr, sein Rücken breit und unnachgiebig, seine linke Niere bewegt sich ganz unnütz auf und ab.

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DocSchneider
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Hallo Winterspecht,

ich schreibe Dir mal meine Gedanken zum Text in blau:

Das Türschloß rastet ein und die Glocke brummt los. Beides hört sich an wie eine endgültige Wahrheit. Warum? Was ist ein endgültige Wahrheit? Darunter kann ich mir als Leser nichts vorstellen. Kaum wurde die Tür gschlossen, forderte etwas, das anscheinlich davor stand, ein erneutes Öffnen. Wieso jetzt ein Tempuswechsel?
Die VorstufeLeerzeichenwäre ein Zufruf gewesen, denn wer immer jetzt auf der Glocke stand, mußsste ihn auf das Haus zugehen gesehen haben. Das Schellen an der freien Luft; die dort nicht vorhandene Tür wäre eventuell sein Unwille gewesen, darauf reagieren zu müssen, den abweisenden Rücken noch etwas höher zu tragen, was durch das Aufplustern der Schultern zuwege gebracht werden kann. Komplett unverständlicher Satz.
Während er die Stimme hinter sich hört, wirft sich der halbdunkle Flur vor sein Gesicht. Wie kann sich ein Flur vor ein Gesicht werfen? Diese Metapher ist zu weit hergeholt. Und weshalb der erneute Tempuswechsel?
"Dreh dich doch bitte zu mir um, oder soll ich mit deinem Rücken sprechen?"
Er kennt die Stimme nicht, hat sie noch niemals gehört, will sich auch gerne umdrehen, allein es gelingt ihm nicht. Mein Rücken, das bin also nicht ich, denkt er. Ich bin scheinbar nur mein Gesicht, der Rest ist nur zum Transport meiner fünf Sinne gedacht. Niemand will mit einem Rücken reden, weil dieser keine Entscheidungen treffen kann. Ziemlich verwirrend!!
Er steht da und starrt in den Flur, etwas Licht dringt aus den halbgeöffneten Zimmertüren. Er will einen Schritt hinein in den Wohnraum machen, aber auch das bleibt nur ein Wunsch, der nichts zu seiner Erfüllung beiträgt. Warum kann er den Schritt nicht machen? Was hemmt ihn? Der Leser bleibt völlig im Unklaren.
Jetzt spürt er die Faustschläge gegen seinen Rücken schlagen, Doppelung Faustschläge - schlagen kurz darauf ein Gefühl, das er nicht einzuordnen vermag. Als würde sich etwas in seine linke Niere bohren, sich dort drehen. Bald weiß er, auch wenn er es nicht sehen kann, daßss da jemand versucht, die Türklinke zu betätigen, in der Hoffnung, es wäre nicht abgesperrt. Aber es ist abgesperrt, sein ganzer Körper ist starr, sein Rücken breit und unnachgiebig, seine linke Niere bewegt sich ganz unnütz auf und ab. Kann eine Niere sich auf und ab bewegen?

Vielleicht können Dir meine Anmerkungen helfen, weshalb der Text zumindest bei mir nicht so gut angekommen ist.

LG Doc

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Manchmal denke ich, der Himmel besteht aus ununterbrochenem, niemals ermüdendem Lesen. (Virgina Woolf)

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