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Leselupe.de > Kindergeschichten
Die Tulpe
Eingestellt am 24. 03. 2013 20:47


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claudianne
Routinierter Autor
Registriert: Dec 2012

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Sie war klein und ihre BlĂŒtenblĂ€tter hatten die Farbe von unreifen Erdbeeren. Wenn der Wind sanft ein paar Sonnenstrahlen ĂŒbers Blumenbeet pustete, wiegte sie mit den anderen Tulpen ihr Köpfchen und lauschte dem Rascheln des hellgrĂŒnen Grases. Die kleine Tulpe liebte den FrĂŒhling. Es war ihr Erster.

Langsam kletterte die Sonne am Himmel hinauf und die Tulpe begann zu schwitzen. Der große Baum hatte lĂ€ngst BlĂ€tter bekommen, aber sein Schatten reichte nicht bis zum Blumenbeet. Die kleine Tulpe fĂŒhlte sich so schwach, dass sie ihr Köpfchen nicht mehr halten konnte. Erst nachts, wenn die Tautropfen im kĂŒhlen Licht der GlĂŒhwĂŒrmchen schimmerten, richtete sie sich wieder auf. Doch eines Morgens wollte ihr das nicht gelingen: Tautropfen lasteten wie schwere Steine auf ihren BlĂ€ttern. Die anderen Tulpen, die groß und prĂ€chtig gewesen waren, lagen schon auf dem Boden.
„Ich möchte nicht verwelken!“ Zitternd hob die Tulpe ihr Köpfchen. Der Wind half mit.
„Ich möchte nicht verwelken. Ich 
 “, dann wich alle Kraft aus ihren BlĂ€ttern und mit einem letzten Seufzen sank sie sanft auf die Erde.

Der Baum deckte die Tulpe mit seinen BlÀttern zu. Der Wind raschelte ein Schlaflied. Ein Eichhörnchen versteckte eine Nuss im BlÀtterbett und ein Igel kuschelte sich dazu. Die Tulpe schlief und merkte nichts.

Als es noch kĂ€lter wurde, deckte der Winter das Beet mit einer dicken Schneedecke zu. Flauschige Flöckchen bauten ein Kissen, unter dem das Eichhörnchen seine Nuss nicht mehr finden konnte. Die Tulpe trĂ€umte vom FrĂŒhling.

Es wurde wĂ€rmer. Der Winter packte seine Decken wieder ein und die Vögel zwitscherten so laut, dass schließlich auch die kleine Tulpe aufwachte. Sie reckte und streckte sich und bald schon spitzte ihr Kopf aus der Erde heraus. Die Tulpe schob ihren Hals in den Himmel, und als die Sonne sie im Gesicht kitzelte, öffnete sie die Augen: Ihre BlĂŒtenblĂ€tter leuchteten purpurrot. Ein Schmetterling setzte sich auf ihren Kopf und sĂ€uselte ein fröhliches Lied. Die Tulpe tanzte mit dem Wind dazu. Sie liebte den FrĂŒhling. Jedes Jahr wieder.

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claudianne
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Hallo Ironbiber,

dankeschön! Ich hatte es z.B. als ErklĂ€rung fĂŒr die Notwendigkeit des tĂ€glichen Einschlafens gedacht.

Viele GrĂŒĂŸe,
Claudia

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