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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Die Überraschungen im Garten
Eingestellt am 18. 07. 2003 15:37


Autor
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Hellmut Schmidt
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Aug 2001

Werke: 7
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Der Garten

Der Mond schien helle und seine Strahlen durchstreiften einen großen, verwilderten Garten. Man konnte ein Knacken hören, als wäre jemand auf einen heruntergefallenen Ast getreten. Die hochgewachsenen Gräser bogen sich, als würde jemand durch das Gras gehen. War da nicht ein Rascheln?
Sein Körper war gespannt und seine Nase bewegte sich in Richtung des Geräusches, als wollte er eine Gefahr erriechen. Doch Ruhe trat ein. Nichts bewegte sich, nur ein leiser Wind wehte über den hölzernen Gartenzaun und durch die Blumen. Er hörte sonst nichts mehr. Hat er überhaupt was gehört?
Er ging weiter durch den Garten, aber seine Schritte waren etwas schneller als vorher.
Ein gewisses Unbehagen saß ihm in Genick. Hinter ihm erstreckte sich ein Haus, angrenzend an den Garten, in den Himmel. Dieses Haus war wohl ein Bestandteil des Grundstückes und hatte schon bessere Zeiten gesehen. Früher zählte es zu den sogenannten hochherrschaftlichen Häusern und war versehen mit dem Glanz des viktorianischen Zeitalters mit seinen Festen und Bällen der oberen Gesellschaftsschicht. Jetzt war es finster geworden in den Räumen, die Türen und Fenster waren mit Holz vernagelt. Das Haus war seit ein paar Jahren nicht mehr bewohnt. Der Verputz war teilweise abgeblättert. Die noch vorhandenen Fensterscheiben hatten ihre Löcher, vielleicht durch Steine verursacht.
Die Silhouette des Hauses wurde diese Nacht sichtbar durch die hellen Strahlen des Mondes, der auch das Gesicht von ihm leicht beschien. Er ging immer noch, sein Ziel war das er rauswollte, rauswollte aus dem Garten. War da nicht ein Geräusch? Hatte er sich wieder geirrt? Nein, da war etwas. Da ging jemand durch das hohe Gras. Seine Augen weiteten sich und suchten die Gegend ab, aber er sah niemand. Er überlegte. Wäre es nicht
besser zum Haus zurückzugehen? Er stoppte und begann in Richtung Haus zu laufen. Sein Atem ging schneller. Er blickte hin und her, sah aber immer noch keinen. Noch ein Stück und er hatte es geschafft. Erleichterung machte sich breit.
Plötzlich, ein übermächtiger Schatten der sich auf ihn werfen wollte, ein Arm der vorschnellte in Richtung seines Körpers, ein Schlag. Er spürte nichts mehr. Dunkelheit umgab ihn. Später sah man die Katze wie sie genüsslich die Maus verspeiste und der Mond, der sah zu.



__________________
Mein Buch:Arbeit und andere Unmöglichkeiten.Lyrik und Prosa
108 Seiten,17,50 DM ISBN:3-9807109-0-4 erhältlich
in jeder Buchhandlung oder bei mir

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Michael Schmidt
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2002

Werke: 43
Kommentare: 1979
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Hallo Hellmut Namensvetter,

grundsätzlich hat mir deine Geschichte mit dem überraschenden Schluß gut gefallen.

Nur ein wenig mehr Handlung, anstatt nur die Umgebung zu beschreiben, würde der Geschichte noch mehr Farbe geben.

Bis bald,
Michael

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Willibald
???
Registriert: Jul 2002

Werke: 25
Kommentare: 105
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Perspektive

Ave, H.S.!

Schöne Geschichte,

die Still-Settings sind ganz gut motiviert und motivierend, weil sie die grundsätzlich vorhandene Erwartung weiter bestärken, dass es sich um eine leicht gruselige Geschichte ("Der Mond schien helle") im Menschenmilieu handelt.

Aufpassen muss man aber in der letzten Passage, hier ist der "Arm" eher fehl am Platz.

Mit Gruß und Dank für das Vergnügen

w.

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