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Leselupe.de > Ungereimtes
Die Unwahrhaftigkeit
Eingestellt am 18. 11. 2004 18:06


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joyce
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Die Unwahrhaftigkeit

zurĂŒck in das Tal
fÀllt blutend der Blick
wo hauchdĂŒnner Nebel noch Fratzen gebĂ€rt
den letzten Sirenen
entkommt aus den Kehlen
kapitulierend
der heisere Ruf
jetzt fliehen die Spatzen aus zitternder Hand
es schleichen die Jahre
von Gestern davon
auf Beinen die kurz
wie ein Atemzug sind


© by Joyce 11-04

__________________
Du musst das Leben nicht verstehen,dann wird es werden wie ein Fest.Und lass dir jeden Tag geschehen so wie ein Kind im Weitergehen von jedem Wehen sich viele BlĂŒten schenken lĂ€sst. (Rainer Maria Rilke)

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Montgelas
???
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liebe joyce,

grauslich dein blick.
ich muss unentwegt an goyas capriccios denken,
vor alllem an seinen "Schlaf der Vernunft".

alles, alles

liebe

montgelas


p.s. danke fĂŒr die ĂŒberlassung des zitates:
"vivaldi krault mein trommelfell" - genial !



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lapismont
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Hallo joyce,

nur ĂŒber den Titel kann ich die Verwendung einiger Adjektive begrĂŒnden, dass sie ĂŒbertreiben sollen, allerdings mag mir das dann immer noch nicht gefallen:

"zurĂŒck in das Tal
fÀllt blutend der Blick"
Die Verwendung des Blutes im unwahrhaftigen Sinne könnte bedeuten, das die Augen wegen des Blutes gar nichts sehen können. Aber warum Blut?

"wo hauchdĂŒnner Nebel noch Fratzen gebĂ€rt"
Vermutlich ist hier ein "selbst noch" gemeint. Vielleicht erklĂ€rte das selbst das hauchdĂŒnn besser, ansonsten ist Nebel ein so bestimmtes Bild, das hauchdĂŒnn es nicht genauer beschreibt.

"den letzten Sirenen
entkommt aus den Kehlen
kapitulierend
der heisere Ruf"
Hier kann ich es eigentlich verstehen, wenn die Sirenen irgendwann heisere Kehlen bekommen, was aber auch ihren mythologischen Status negiert und zum Titel passt.
Warum aber ist der Ruf heiser und kapituliert?
Ich muss da an Tom Waits denken, der bekommt mit seiner Kehle so etwas hin.

Das bedeutet nun nicht, dass mir Dein Gedicht nicht gefiele, aber noch bin ich am RĂ€tseln,

cu
lap
__________________
Kunst passiert.

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joyce
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an Lapismont

Wenn man beim RĂŒckblick die Unwahrhaftigkeit dessen erkennt, was lange wahrhaftig schien, kann die Erkenntnis ein sehr einschneidendes Erlebnis sein. Erst ist es Wunde bevor es heilt. Da es ein RĂŒckblicken ist, sind die Dinge nicht mehr so krĂ€ftig und schwer, doch erkennt man noch immer ihre Gesichter. Was lange versucht sich verstĂ€ndlich zu machen, aber nicht gehört wird gibt irgendwann auf, aus mangelnder Kraft oder auch weil es nun keinen Sinn mehr macht.
Ich dank dir fĂŒr deine Gedanken und dein RĂ€tseln, weil
es mir einmal mehr zeigt wie wichtig der Titel ist.

Gruß Joyce

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joyce
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Lieber Montgelas,

so grauslich der Blick auch ist, es ist ein Blick zurĂŒck. Nichts besseres kann geschehen als zu sehen was war ;-)

Hab Dank
lieber Gruß Joyce
(die sich freut wenn Vivaldi noch immer Montgelas Zwerchfell krault)
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