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Leselupe.de > Gereimtes
Die Verleumdung
Eingestellt am 02. 04. 2003 09:23


Autor
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Platoya
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Feb 2003

Werke: 17
Kommentare: 35
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Die Verleumdung

Die L├╝ge ist ein Feigling,
stets braucht sie viele Begleiter,
nie scheint sie zufrieden,
zieht ihre Runden weiter.

Verleumdung hei├čt die Schwester,
ihre Treffsicherheit ist besser,
sie ist ein feiges Instrument,
weit sch├Ąrfer als ein Messer.

Ihre Stimme ist vernichtend,
f├╝r jedermann verst├Ąndlich.
Die Folgen sind gravierend,
ihr Arsenal unendlich.

Sie macht den D├╝mmsten einfallsreich,
den Stumpfen kreativ,
dem Neider bringt Behagen sie,
ihr Opfer st├Â├čt sie tief.

Ein folgenschweres ├ťbel,
es frisst und zischt wie S├Ąure.
Ihr Leid ist unermesslich,
sch├Ąndlich bis ins Ungeheure.

Fort pflanzt sie sich von Mund zu Mund,
solang bis sie erreicht,
den allerletzten Bodensatz,
dem selbst ihr Verursacher weicht.

Ein einziger Tropfen ins Blut gelangt,
verheerend wird das Fieber,
das kein Arzt mehr zu senken wei├č,
es rafft den St├Ąrksten nieder.

Ändert sie auch die Farbe wie ein lauernd´ Reptil,
so wird auch ihr schmutzigster Schmierer
am End┬┤manchmal selbst das Ziel
- seiner eigenen Bosheit Verlierer.







__________________
aus Verzweiflung gl├╝cklich

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rolarola
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Mar 2003

Werke: 13
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Hallo Platoya!


man nehme eine kleine maus,
reicht sie weiter, stopft sie aus.
stopft immer mehr in sie hinein
einer geht noch, geht noch rein.
am ende man sie nicht erkannt,
ward von der maus zum elefant!


Ein sch├Ânes Gedicht! Es kann mehr zerst├Âren, ein Ger├╝cht in die Welt zu setzen, als man glaubt. Nichts wirkt heimt├╝ckischer und wirkungsvoller, als die "Gschicht'ln". Mythen bilden sich ja meistens, aber viele schie├čen ├╝ber das urspr├╝nglich anvisierte Ziel hinaus und kommen bumerangartig zur├╝ck. Alle Ger├╝chte-In-Die-Welt-Setzer sollten, bevor sie was in die Welt setzen, dein Gedicht lesen. Dann w├╝rden sie es sich zweimal ├╝berlegen.

Andererseits: Kann man die Wahrheit ├╝ber L├╝gen schreiben?


LG,

rolarola

__________________
Du kannst alle Leute einige Zeit, einige alle Zeit, aber nicht alle Leute alle Zeit zum Narren halten!

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Platoya
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Feb 2003

Werke: 17
Kommentare: 35
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Hallo rolarola,

freut mich, dass es dir gef├Ąllt. Es ist ein Thema, das mich immer wieder stark besch├Ąftigt. Jeder kennt die kleinen h├Ąsslichen Sticheleien des Alltags, die ja eher belanglos sind. Sich jedoch vorzustellen, dass es schon F├Ąlle gab, wo Menschen durch Unwahrheiten regelrecht vernichtet worden sind, ist elend. Dein kleines Gedicht mit der Maus ist treffend, aber ob man die Wahrheit ├╝ber L├╝gen schreiben kann: damit machst du mich echt nachdenklich. ?



Sch├Âne Gr├╝├če.

P.
__________________
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