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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Die Versteigerung
Eingestellt am 06. 01. 2018 11:11


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joecec
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Einen Massagesessel gebraucht zu kaufen war nicht direkt Teil ihrer Vorstellung von einem erfĂŒllten Leben aber der Preis, zu dem sie das Ding erstanden hatte, war geradezu lĂ€cherlich und sie brauchte nur eine halbe Stunde mit dem Auto, um ihn abzuholen.

Sie klingelte, ein ĂŒberraschend junger Mann öffnete, sie sagte „Hi“ und fand sich selbsterklĂ€rend. Er lĂ€chelte sie an und schwieg.
„Massagesessel?“ Sie sah ihn auffordernd an.
Er grinste breit. Bat sie wortlos rein und fuhr ihren noch ansehnlichen Körper mit den Augen ab. Er lotste sie ins Wohnzimmer, nahm ihr die Jacke ab und bot ihr den Platz auf dem Sessel an. Sie setzte sich, antwortete „Ein Wasser“ auf seine Frage, lehnte sich aber nicht zurĂŒck, bis er wieder bei ihr war.
„Das ist der sagenumwobene Sessel. Soll ich ihn erklĂ€ren?“
Sie nickte. Er war wirklich niedlich und sah sie an, als hĂ€tte er Gefallen an ihr gefunden oder irgendwas mit ihr vor, von dem er glaubte, dass es ihr gefallen wĂŒrde.
Er hielt ihr die Fernbedienung hin, wĂ€hrend er einen der Knöpfe drĂŒckte. Das Surren war kaum zu hören, das sanfte Vibrieren am Hintern spĂŒrte sie allerdings.
„Nett“, dachte sie und meinte das GefĂŒhl.

Die Knöpfe, die er drĂŒckte, steigerten die IntensitĂ€t oder verĂ€nderten den Rhythmus der Vibrationen.
„Lehn dich zurĂŒck.“ Sein Duzen ĂŒberraschte sie, störte aber nicht wirklich. Sie legte ihren Oberkörper auf die gepolsterte OberflĂ€che, und der Sessel tat, wofĂŒr er seinen Namen erhalten und sie ihn ersteigert hatte.
„Schließ die Augen.“ Sie fand nicht, dass das noch unter „Bedienungsanleitung“ durchging, aber sie schloss sie.
„Nicht erschrecken, ich klappe das Fußteil hoch.“ Sie öffnete die Augen, einfach aus einem Reflex heraus. Seine Stimme war angenehm, fast sanft, also ließ sie zu, dass er das Fußteil hochklappte und sie jetzt lag.
„Notiz an mich selbst“, dachte sie, „ein Rock ist höchstens die zweitbeste Wahl fĂŒr das Abholen eines Massagesessels.“
Seine ErklĂ€rungen waren belanglos, aber seine Stimme klang wie die Entspannung, die ihr gerade durch den Körper strömte. Sie glaubte, dass er nicht einmal halb so alt war wie sie und ein Teil von ihr wĂŒnschte sich wieder in ihre Zwanziger zurĂŒck.

Als er den Riemen ihres rechten Schuhs öffnete, sah sie auf. Kein Reflex, volle Absicht. Das war definitiv keine ErklĂ€rung mehr, das war 
 gemein, weil er sie ansah, als sei sie irgendein Traum! Der Traum, der fĂŒr ihr GegenĂŒber gerade wahr wurde und weil seine Lippen ihren kleinen Zeh verschlangen, als wĂ€re er eine Mischung aus verbotener Phantasie und deren sĂŒchtig machendem Gegengift.

Jeder einzelne Zeh ihres rechten Fußes verschwand zwischen seinen Lippen, wĂ€hrend er ihr den linken Schuh auszog. Er hatte vermutlich gerade einen eins a Einblick in ihr Rock-Inneres, sah aber nur zu ihr hoch, in ihre Augen, die wiedergaben, was seine Lippen an ihren Zehen auslösten. Nicht viel, aber auch nicht nichts.

Der linke Fuß begann beim großen Zeh, senkte ihren Kopf und schloss ihre Augen. Wo immer das hier hinfĂŒhren wĂŒrde, sie war nicht einmal mehr sicher, sich an das letzte HinfĂŒhren zu erinnern, also war alles gut, was sich nach der ZwanzigjĂ€hrigen anfĂŒhlte, die sie mal war und die mal einem Älteren erlaubt hatte, genau das mit ihren Zehen zu machen. Sie war beinahe sicher, worin das damals gemĂŒndet war und ihr wĂ€re mehr als recht gewesen, wenn es das heute wieder tun wĂŒrde. Sie war nicht einmal ĂŒberrascht, eher amĂŒsiert, dass sie sich gerade fragte, ob er mindestens ein Kondom im Haus hatte. Sie fĂŒgte deren Mitnahme ihrer Notiz hinzu und strich das mit dem Rock.

Er machte keine Anstalten, die BemĂŒhungen an ihren FĂŒĂŸen weiter NordwĂ€rts zu verlagern, enttĂ€uschte sie aber nicht damit, weil seinen Lippen jetzt die Zunge folgte und nicht minder bemĂŒht war, ihre WertschĂ€tzung auszudrĂŒcken. Sie fragte sich, ob sie ihn wĂŒrde zwingen mĂŒssen, unter ihren Rock zu kriechen oder sich einfach wĂŒrde ausziehen mĂŒssen, damit er den Rest ihres Körpers wahrnahm. Das fĂŒhlte sich alles gut an aber nicht gut genug.

Die SelbstverstĂ€ndlichkeit, mit der er vorging, beantwortete ihre ungestellte Frage, warum sie das hier zuließ. Wenn es sich so gut anfĂŒhlte, konnte es nur richtig sein. Wenn er sie nur halb so sehr wollte, wie seine Lippen den Anschein machten, machte sie wohl nichts falsch. Und ĂŒberhaupt hatte sie ihn nicht verfĂŒhrt, eher hatte er sie ĂŒberrumpelt und sie sich vielleicht ein bisschen ĂŒberrumpeln lassen. Sie war erwachsen genug, um beurteilen zu können, ob „man sowas“ machte oder nicht. Ihr Verstand schĂŒttelte den Kopf, dass sein Heiligenschein ins Trudeln geriet. Ihr Verlangen nickte langsam aber mit einem Grinsen, das sich auf ihre Lippen ĂŒbertrug.

Er war an ihren Knöcheln angekommen, als sie das erste Mal seufzte, weil sie gedanklich schon viel weiter war. Sie knöpfte lĂ€ngst ihre Bluse auf, nur der Hitze wegen. Auch der BH wich den Temperaturen, keinesfalls ihrer Stimmung. Sie grinste ĂŒber ihren Selbstbetrug hinweg und wollte ihn schon auffordern, ihr den Rock auszuziehen. Als er es endlich von sich aus machte. Sie sah ihm zu, wie er sich seiner Kleidung entledigte, nahm ihn nicht in die Hand, nicht in den Mund, weil er augenscheinlich nach nichts davon verlangte. Ihr nackter Körper schien aus seiner Sicht im Wesentlichen aus zwei FĂŒĂŸen und einer von da aus guten Aussicht zu bestehen.

Seine HĂ€nde blieben bei ihren FĂŒĂŸen, wĂ€hrend seine Aufmerksamkeit nach oben zu drĂ€ngen schien. SpĂ€testens als er an ihren Knien angelangt war, war sie in ihrer Erwartung zwischen den Schenkeln. Seine Zunge war ein gefĂŒhltes Jahrtausend zu spĂ€t am Ziel aber rechtzeitig da, um nicht den ersten aber auch nicht den letzten Tropfen ihrer Aufmunterung aufzunehmen.
„Jetzt zwei saugende Lippen“, dachte sie und gab sich mit zwei Lippen und einer Zunge zufrieden, die nicht saugten aber ihr gut taten. Ihre HĂ€nde lagen auf seinem Kopf, hatten keine Aufgabe aber eine Bedeutung. Sie hĂ€tte ihm gerne ihre Beine um den Hals gelegt, aber ihre FĂŒĂŸe waren Opfer seiner HĂ€nde und machten nicht den Eindruck, da raus zu wollen geschweige denn zu können.

Sie sah zu ihm runter, zog seinen Kopf zwischen ihre Beine und sah an seinen Augen, dass er Gewissheit brauchte.
„Mehr davon! Mehr davon! Mehr davon!“
Seine HĂ€nde schlossen sich fester um ihre FĂŒĂŸe. Sie zog sein Gesicht fester zwischen ihre Beine.
„Davon!“
Ihre Zehen hatten das Exklusivrecht an seinen Fingern und sie das an seiner Zunge. Ein guter Kompromiss.




„Ich hĂ€tte nichts dagegen, den Sessel gegen ein Bett einzutauschen.“ Ihre Direktheit war nötig und ĂŒberfĂ€llig.
Er sah verwirrt oder ertappt zu ihr, hob sie hoch, trug sie in etwas, das mehr wie ein Jugend- als ein Schlafzimmer aussah.
Als er auf ihr lag und in ihr steckte schien er begriffen zu haben, worum es hier im Wesentlichen ging.

Sie war nicht erstaunt, dass ihre FĂŒĂŸe an seine Lippen gefĂŒhrt wurden und ihre Zehen wechselweise darin verschwanden. Sie war nur froh, dass seine StĂ¶ĂŸe sich davon scheinbar nicht beeintrĂ€chtigen ließen. Das war alles eine Auffrischung lĂ€ngst vergangener Erlebnisse und fĂŒhlte sich einfach gut an.
„Fester und schneller“, stellte sie in sein Gesicht blickend sicher und er lĂ€chelte, als er ihrem Wunsch nachkam, aber unvermindert ihre FĂŒĂŸe vor seinen Mund hielt.

„Ist okay, wenn ich auf deinen FĂŒĂŸen komme?“
„Ist mir scheißegal, wo du kommst, wenn du mich vorher kommen lĂ€sst.“
Wieder ein Deal, der aufging. Weil sie kam und er nach ihr. Zwischen ihren Zehen, was ihr egal war und ihn scheinbar begeisterte.
In einer normalen Welt wĂ€re die Nummer hier vorbei gewesen und sie nicht enttĂ€uscht. Das war ein netter Abgang und heute Morgen noch nicht Bestandteil ihrer Tagesplanung gewesen. Aber das hier war keine normale Welt. Er begann, ihr wieder die Zehen abzulecken, die Fußsohlen, die Knöchel, bis sie sicher war, sich das Waschen ihrer FĂŒĂŸe fĂŒr mindestens eine Woche sparen zu können.

Als er – nur aus ihrer Sicht - fertig war, stand er wieder wie eine Eins und seine Blicke luden sie zu einer weiteren Runde ein. Sie kniete sich einladend auf sein Bett, ließ ihn das Tempo bestimmen und war noch so vorgeheizt, dass es nun etwas lauter zur Sache ging. Er schien ihre WĂŒnsche von den einzigen Lippen abzulesen, die er von hinten sehen konnte. Sie kam wieder vor ihm, er zog ihn wieder rechtzeitig heraus, um wieder auf ihren FĂŒĂŸen zu kommen. Die Menge war geringer, seine Begeisterung nicht.

Sie ließ sich auf den Bauch sinken, hielt ihm ihre FĂŒĂŸe hin, weniger in der Hoffnung auf eine erneute Reinigung als vielmehr auf eine so herbeigefĂŒhrte dritte Runde.
Ihre Hoffnung wurde erfĂŒllt und nach Runde drei landeten ihre FĂŒĂŸe samt den darauf hinterlassenen Spuren wieder in seinen HĂ€nden und sein Kopf zwischen ihren Beinen.

Zunge und Lippen hatten erwartungsgemĂ€ĂŸ nichts an Erfahrung gewonnen aber auch nicht an Ausdauer verloren. Sie hatte ihren vierten Abgang an diesem Tag und den fĂŒnften in den letzten sieben Jahren. Das konnte sich statistisch sehen und salzig auf ihr schmecken lassen. Zu hören bekamen es definitiv mehr als die zwei anwesenden Ohrenpaare.

Sie winkte ab, als er wieder Bereitschaft signalisierte, sagte aber gerne zu, gemeinsam mit ihm zu duschen. Nach etwas Duschgel und viel Handarbeit hatte sie ihn doch wieder in sich und war nicht im Geringsten verĂ€rgert. Unter der Dusche war es wenig sinnvoll, auf ihren FĂŒĂŸen zu kommen, also waren es ihre BrĂŒste, die sie ihm sogar freiwillig hinhielt.
„Ich hoffe doch sehr, mein Lieber, dass die Reinigung nicht auf meine FĂŒĂŸe beschrĂ€nkt ist.“
War sie nicht und sie war noch vor ihm bereit, sich der nÀchsten Runde hinzugeben. Weil er es noch nicht war, kniete er vor ihr und lernte dazu.

Er ignorierte die Klingel, die sich zweimal meldete und dann verstummte. Er hatte den Zeitpunkt offen gelassen und geschrieben, sie könne kommen, wann sie wolle, also war sie sicher, ihn von nichts und vor allem niemandem abzuhalten. Sie war fast sicher, dass man sie draußen hören konnte, war aber nicht fĂŒr die Klingel verantwortlich. Zum GlĂŒck. Sie hĂ€tte die TĂŒr nackt geöffnet und mit ihm zwischen ihren Beinen, weil er da so schnell nicht wieder raus durfte. Wollte er offenbar auch nicht, so wie er bemĂŒht war, ihren Geschmack vor dem Wasser zu bewahren, dass sich zwischen seine und ihre ungleichen Lippen drĂ€ngen wollte.

Wenn das das verflixte siebte Jahr war, wollte sie auf die sechs dazwischen gerne verzichten. Das war ein Tag nach ihrem Geschmack. Der Jungspund war etwas wortkarg aber offenbar richtig heiß auf sie. Das beruhte nicht direkt auf Gegenseitigkeit, fĂŒhrte aber zu ein paar sehr angenehmen Momenten. Zu mehreren. Zu einer Menge!

Der Massagesessel war vergessen, das Bett war Austragungsort der Verhandlungen darĂŒber, wie lange und wie oft sie hier noch umeinander kreisen wĂŒrden. Meistens kreiste seine Zunge, weil noch nichts anderes Relevantes an ihm zu kreisen oder zu stoßen vermochte. Sie brachte ihm durch HandfĂŒhrung bei, dass Frauen zwei BrĂŒste mit je einem Aufmerksamkeitszentrum hatten und er lernte die Lektion erfreulich schnell. Sie lag unter ihm, auf ihm, vor ihm aber nicht hinter ihm, weil es dafĂŒr keinen Anlass gab.

Ihn verließen die KrĂ€fte, wenn sie gekommen war. Er kam so gut wie nicht mehr. Wann immer er in Nuancen den Eindruck machte, nicht mehr zu können, setzte sie ihre Zehen an seine Lippen oder bat ihn einfach, ihre FĂŒĂŸe zu kĂŒssen. Das funktionierte so regelmĂ€ĂŸig, dass sie im Laufe des Nachmittags darĂŒber nachdachte, mal wieder einen analen Versuch zu starten, weil es sich anfĂŒhlte, als sei das jetzt genug. Es wurde vorerst keine anale RealitĂ€t daraus, weil es sich immer noch ĂŒberwĂ€ltigend anfĂŒhlte.

Sie surfte auf diesem Jungen wie auf einem anbrandenden Ozean, der sich in sie drĂŒcken, sie gleichzeitig ĂŒberschwemmen und aus sich heraus in den Himmel heben wollte. Sie nahm sich vor, sich eine Armee junger Liebhaber zuzulegen, kicherte ĂŒber die Idee und wurde von seiner Zunge an ihren Lippen am Kichern gehindert, allerdings an den falschen Lippen, wenn es heute falsche gab.

Sie hatte wenig Hunger und etwas Durst. Er bot ihr Wein an, sie nahm Wasser, er brachte Bier, weil nur das kalt war. Und weil sie aus seiner Sicht so heiß war, hatte sie Schwierigkeiten, es zu trinken, wĂ€hrend sein Mund zwischen ihren FĂŒĂŸen und den Schenkeln wechselte.

Sie kannte nicht einmal seinen richtigen Namen und er nicht ihren, das fiel ihr auf, als sie ein paar Minuten Ruhe hatte, wÀhrend sie zuhörte, wie er im Stehen machte, was bei ihr nur im Sitzen erlaubt war.
„Sarah“, stellte sie sich vor.
„Hallo Sarah.“ Das war sicher nicht sein Name.
„Ich glaube, ich könnte schon wieder eine Dusche vertragen“, dachte sie, weil sie ihn gerne wieder vor sich knien sehen wollte.
„Ich glaube, ich könnte schon wieder eine Zunge vertragen“, rutschte ihr raus und sie grinste darĂŒber als er vor ihr kniete, seine Zunge in ihr steckte und sie ihn anwies, mit den Lippen an ihr zu saugen. Sie lehnte an der Wand, als er es tat und hatte das GefĂŒhl, nur noch von seinem Kopf daran gehindert zu werden, vollends zusammen zu sacken.

Sie verließen die Dusche nicht, weil sie nicht aufhören, aber auch nicht verschwitzt in ihre Sachen schlĂŒpfen wollte.
„Mach nicht so schnell, wir haben es nicht eilig. Achte einfach auf meine Reaktion, wenn du was mit deiner Zunge machst. Und nicht krampfhaft saugen, eher von Zeit zu Zeit und mit GefĂŒhl. Überrasch mich. Ich muss nicht zwangsweise kommen, es soll sich einfach gut anfĂŒhlen und vor allem so, als wĂŒrde es dir gefallen, mich zu verwöhnen.“
„Ich kann mich nicht erinnern, was mir zuletzt so gefallen hat“, antwortete er, war aber kurz angebunden, weil er doch wieder saugte und seine Zunge eine wirklich gute Stelle erwischte.

Sie schloss die Augen und schĂŒttelte den Kopf, bis sie bemerkte, dass da nichts Mechanisches mehr an seinen BemĂŒhungen war. Sie wĂŒrde so vielleicht nicht kommen, aber das fĂŒhlte und hörte sich an, als sei da jemand richtig scharf auf mindestens einen Teil von ihr. Sie spĂŒrte seine HĂ€nde, die ihren Hintern umklammerten, sah an sich herunter und fand, dass der Mittzwanziger perfekt zu ihr passte. Ihre Finger glitten durch sein nasses Haar wie durch das dieses frechen Typen damals an der Uni, dessen Mitbewohnerin sie hatte werden wollen und dessen Abendessen sie geworden war und er ihres.

Das waren schöne Erinnerungen, die er da aus ihr heraus modellierte. Eine fehlte noch. Sie nahm seinen Kopf an den Haaren aus sich heraus und sah ihn lĂ€chelnd an. Ihr zwanzigjĂ€hriger Körper drehte sich und hielt ihn vor ihren Hintern. Als sie sich vorbeugte, vergrub er sich erwartungsgemĂ€ĂŸ darin, tauchte aber nach wenig Zungenfertigkeit wieder auf.
„Das ist eigentlich das Highlight auf dem Massagesessel“, versprach er ihr.
„Worauf warten wir dann noch?“
Das ĂŒber den Sessel geworfene Handtuch und die Luft trockneten sie ab, außer da, wo er sie feucht hielt.
Der Sessel massierte ihr BrĂŒste, ihren Bauch, ihre Schenkel und alles dazwischen. Die namenlose Zunge drang in sie ein und schien in ihrem Element. Soviel Hingabe hĂ€tte sie sich von vorne gewĂŒnscht. Mister Nobody schien sehr fixiert auf FĂŒĂŸe und Hintern zu sein, erstere waren wieder in seinen HĂ€nden gefangen und Letzteres gefiel ihr ausgesprochen gut.

Sie ĂŒberstand eine halbe Stunde Wahnsinn, in der sie ihre Pobacken auseinanderhielt, weil er es nicht tat und wortlose ZwiegesprĂ€che mit dem vibrierenden Mobiliar fĂŒhrte. Ihr Hintern streckte sich ganz von allein in die Höhe und sank erst wieder ab, als er versuchte, sich ohne Gleitgel hinein zu drĂŒcken. Sie schĂŒttelte wieder den Kopf, diesmal aus einem Grund, den er erriet. Die Tube mit dem Gleitgel kam nicht aus der Richtung, in der sein Zimmer lag, war aber mehr als willkommen. Er war großzĂŒgig damit, aber etwas ungeduldig, als er es erneut versuchte.
„Sachte! Ich mache das nicht hauptberuflich!“

Er war jetzt langsamer, stĂŒtze sich mit den Armen neben ihrem Kopf ab und wartete ihr angedeutetes Nicken ab, wenn er sich wieder absenkte. Das war einfach der perfekteste Teil dieser ganzen Erinnerung, weil das nur einmal passiert war und sie erst jetzt merkte, wie sehr sie dieses ĂŒberbordende GefĂŒhl vermisst hatte. Sein Keuchen verriet, dass er weniger angestrengt als aufgeregt war und sie ahnte, dass er bald kommen wĂŒrde.
„Nicht rausziehen! Komm in mir.”

Sie spĂŒrte nicht, wie er kam, nur, dass er auf ihr zusammensackte. Sie lagen da, sie wurde massiert, sein Hintern auch und sie hĂ€tte so einschlafen wollen, wenn er nicht so schwer und sie zuhause gewesen wĂ€re. Er machte Kaffee, wĂ€hrend sie verschwitzt in ihre Klamotten schlĂŒpfte. Sie stand hinter seinem nackten, unaufdringlichen Körper und hielt ihm einen FĂŒnfziger vor die Nase.
„Danke, sehr großzĂŒgig, aber nicht nötig.“
„Das war phantastisch, aber die Kohle ist nicht fĂŒr dich, sondern fĂŒr den Sessel“, sagte sie grinsend.

Er sah sie verdutzt an, hörte Schritte vor der TĂŒr und lief in sein Zimmer. Die TĂŒr öffnete sich keine Sekunde nachdem er abgebogen war. Der Mann, der jetzt vor ihr stand war nicht unattraktiv und in ihrem Alter.
„Hi“, begrĂŒĂŸte er sie. Sie sah ihn fragend an.
„Massagesessel, richtig?“
Sie nickte.
„Hat mein Sohn Ihnen das Teil schon gezeigt?“
Sie nickte zweimal.
„Eigentlich noch völlig in Ordnung, steht hier aber nur ungenutzt rum. Obwohl ich ziemlich sicher bin, dass mein Sohnemann mit seinen Liebschaften auf dem Ding ein paar Sauereien 
 na, egal.“
Sie dachte an Sauereien, einen Sessel und einen Sohn, der das wohl hĂ€ufiger machte. Sie grinste, weil sie es nicht verhindern konnte. Der einzige FĂŒnfziger, den sie eingesteckt hatte, war jetzt in Taschengeld ĂŒbergegangen.
„Tut mir leid, aber ich hab’s mir anders ĂŒberlegt. Weil ich die einzige Bieterin war, ĂŒbernehme ich natĂŒrlich die GebĂŒhr fĂŒr die Auktion.“ Sie kramte zwei Euro raus, zu viel aber jeden Cent wert, weil das Gesicht, das er machte auch zu den Informationen gepasst hĂ€tte, die ihm fehlten.

Der Sessel war hier mehr als gut aufgehoben und sie sah dem mittlerweile angezogenen Sohn an, dass er erst langsam begriff, warum sie ĂŒberhaupt hier war, was dieser dĂ€mliche Halbsatz „fĂŒr den Sessel“ bedeutet hatte und was ihr Zwinkern und ihre verstohlen ĂŒberreichte Telefonnummer bedeuteten.

Die Badewanne an diesem Abend war nur lauwarm und nicht dem Wetter geschuldet. Sie streichelte ihre eigenen BrĂŒste, die scheinbar noch geeignet waren, jemanden „von damals“ in Stimmung zu bringen. Sie erhielt eine Nachricht von „Unbekannt“, las sie, schmunzelte und machte ein Bild von sich. Ohne Gesicht, mit BrĂŒsten. Sie kicherte ĂŒber diese kindische Idee, fĂŒgte ihre Anschrift hinzu und schickte die Nachricht ab.

Die Antwort kam ohne Bild, dafĂŒr mit einer Zeitangabe, die auf öffentliche Verkehrsmittel schließen ließ. Sie lehnte den Kopf zurĂŒck, stellte den Sekt ab und grinste von einem Ohr zum andern.

Out of the blue
and into the black
They give you this,
but you pay for that

Neil Young hatte sie ein halbes Leben lang auf diesen Tag vorbereitet.
Und auf viele weitere.

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"Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt."
Ludwig Wittgenstein

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