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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Die Wahrheit über die Gotteskrieger
Eingestellt am 23. 09. 2001 00:02


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pjs
Hobbydichter
Registriert: Sep 2001

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11.09.2001 - Allah-u-agba!

Die 19 Selbstmordattentäter vom 11.09.2001 erreichen kurz nach ihrem
Aufprall im World Trade Center ganz happy und lachend tatsächlich die
Vorhalle zum Paradies. Sie freuen sich über ihre Heldentat als
Gotteskrieger und wandern mit stolz geschwängerter Brust über die saftigen Wiesen und über die Bäche,
wo schon Milch und Honig fließt. Bald schon, hoffen sie, werden die 72
Jungfrauen, die ihre Religionslehrer auf Erden ihnen versprochen haben,
sie umarmen
und in ihre Wüstenzelte führen, in denen sich die Tische unter den saftigen
Datteln, Melonen und vielen anderen herrlichen Speisen und Getränken
biegen.
Dann kommt auch schon jemand - er sieht aus
wie Jesus - sie zu empfangen. Sie sollen sich noch kurz auf eine Bank im
Wartesaal "FÜR DIE HEILIGEN KRIEGER" setzen, was sie auch geduldig tun,
denn an der Eingangstür gegenüber steht "ZUM EWIGEN GERICHT". Dort sitzen
die getöten Feinde, die US-Amerikaner, Deutschen, Japaner und komischer
Weise sogar Araber (feige Untertanen der westlichen Unterdrücker), die im
World Trade Center gerade eben noch gearbeitet hatten. Und sogar das kleine
süße 4 jährige Mädchen, das im Flugzeug saß. Die Opfer winken ihren Tätern
freudig zu. Ganz überrascht winken die zurück und einer sagt: "Schau mal,
wie es uns prophezeit wurde. Die abscheulichen Ungläubigen müssen auch noch
gerichtet werden."
Dann kommt endlich jemand aus der weissen Tür vorm Wartesaal und ruft die
12 heiligen Krieger herein. Sie möchten sich bitte ausziehen. Alle legen -
in heller Vorfreude auf ihre 72 Jungfrauen - ihren weissen Umhang ab und
stehen da, in ihren schönen braunen, stählernen, männlichen Körpern.
Plötzlich kommt ein wunderschöner Engel mit lockigem Haar. Die Krieger
sind geblendet von so viel Schönheit. Und in Ihrer Überraschung bemerken
sie viel zu spät, wie der Engel alle ihre Schwänze abschneidet, ihnen
erklärt, sie seien einem fürchterlichen Irrtum aufgesessen. Und damit ihnen
das nicht noch einmal passiert, kommen die heiligen Krieger postwendend
zurück in "Abrahams Wurschdkessel" und werden wiedergeboren, als 19 schöne
kleine weibliche Babys in Afghanistan. Dort werden Sie später beschnitten,
müssen schuften, ihren herrschsüchtigen Männern den Dreck, der für sie
übrig bleibt, erledigen, dürfen nicht in der Öffentlichkeit arbeiten und
werden für vermeintliches Fremdgehen hingerichtet.

Allah-u-agba!!!
__________________
Nordhalbkugel - ich lebe noch . . .

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Lothar
Hobbydichter
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Gotteskrieger

Lieber pjs!

Eine Geschichte, wie aus einem Bilderbuch für Erwachsene. Man müsste sie in eine Sure fassen und jeden Tag zur abendlichen Gebetsstunde laut vom Turm beten. Eigentlich gehört die Geschichte ja unter Satire, oder doch nicht ganz. Die Zeit erfordert eben einen Neuen Geist. Wir sollten die Administration der Leselupe ersuchen, ob sie nicht eine neue Rubrik für uns zwei eröffnen: Zynikum, das wäre höchst an der Zeit.

Weiter so und schöne Grüße
Lothar.

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pjs
Hobbydichter
Registriert: Sep 2001

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Gotteskrieger

Danke Lothar, für dein Feedback.

Ich hatte überlegt, ob es besser unter Satire paßt und es schließlich unter "Kurzgeschichten" veröffentlicht, weil es m. E. die Wahrheit ist. Unter Zynik würde es wohl passen, aber Gott ist alles andere als zynisch. Es ist - so verstehe ich ihn - sein Muster den Lebenden den Sinn des Lebens begreiflich zu machen. Wir irren und leiden oder leiden, weil wir uns permanent - insbesondere im Versuch Gott zu verstehen - irren oder von sogenannten "Schriftgelehrten" irrgeleitet werden. Den Schriftgelehrten jedoch geht es nur um ihre eigene Macht, ihre Pfründe, die sie dadurch verteidigen, dass sie andere für dumm verkaufen. Das tun auch die Literatur-Kritiker, die sich selbstverliebt über die "dummen Literaten" stellen, deren Intimsphäre verletzen, sie einschüchtern, zerstören wollen und so sich selbst an der Macht im Reich der Verlage halten. Querverweis: Aktuelle Diskussion unter "Allgemeine Diskussion/Stammtischniveau".

Scheiß Spiel, das schon seit Menschengedenken funktioniert. Verlierer sind immer die Ehrlichen, wirklich Guten. Wissen ist Macht. Böse ist nur der, der sein Wissen über diesen Zusammenhang dazu nutzt, die Schüchternen, Schwachen wissend auszunützen und irre zu lenken, um so seine Vormachtstellung auszubauen. Wenn jetzt der Kampf des Guten gegen das Böse beginnt, gegen wen müssen wir dann wirklich kämpfen? Richtig, gegen die "Schriftgelehrten", die irre leiten wollen. Das hat Jesus schon begonnen - vor 2001 Jahren. Na denn Prost - never ending story.

Gruß PJS
__________________
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Andrea
???
Registriert: Aug 2000

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Inhaltlich mag ich die Geschichte sehr, aber sprachlich.. insgesamt beschreibst du alles sehr von außen (ich will nicht nüchtern sagen, aber man kommt schwer in die Geschichte rein). Dadurch wirken die Wendungen schleppend. Vielleicht wäre es besser, alles aus der Perspektive eines Attentäters zu erzählen, einen in den Mittelpunkt zu stellen und Gedankengänge aufzuführen. So könnte z.B. die Überraschung besser ausgearbeitet werden.
__________________
Andrea Rohmert

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pjs
Hobbydichter
Registriert: Sep 2001

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Gotteskrieger

Vielen Dank, Andrea, für deine Anregungen. Leider fällt es mir schwer aus der Innensicht eines gehimmelten Terroristen zu erzählen, geschweige denn mich in seine Rolle zu versetzen. Ich möchte das nicht tun. Da bleib ich lieber draussen. Wenn du eine sprachlich bessere Version findest, dann zier dich bitte nicht und schreibe deinen Vorschlag einfach in dieses Forum.

Gruß PJS
__________________
Nordhalbkugel - ich lebe noch . . .

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ElsaLaska
Guest
Registriert: Not Yet

hallo pjs,

zum inhalt will ich nicht viel sagen. einige der schriftgelehrten, die du anprangerst, haben auf jeden fall klar gemacht, dass auf terroristen kein paradies wartet. die idee mit der ungünstigen wiedergeburt fand ich dagegen klasse.

mir ist nur aufgefallen, du schreibst am anfang von 19, dann von 12 heiligen kriegern.
war das absicht oder versehen?

gruss
elsa
ps: hallo lothar, ich würde die einrichtung einer eigenen rubrik für dich ebenfalls begrüssen

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