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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Die Wendung (Treue und Betrug)
Eingestellt am 15. 09. 2002 01:59


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Jaelle
Hobbydichter
Registriert: Sep 2002

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M├╝de blickte ich hinaus in die Morgend├Ąmmerung. Die vergangene Nacht hatte ich mich erneut in einen einsamen Schlaf geweint, nur um erneut mitten in der Nacht zu erwachen und unverhofft einen sehr guten Freund neben vorzufinden. Seitdem sa├č ich am weitge├Âffneten Fenster im Nebenzimmer, ein k├╝hler Wind peitschte mir den prasselnden Regen ins Gesicht. Ein grausiges Unwetter braute sich um mich herum zusammen. Das einst so friedliche und beruhigende Meer entwickelte sich immer mehr zu einem unsichtbaren Ungeheuer. Das Ger├Ąusch der an den Felsen zerschlagenden Wellen schaffte eine noch d├╝stere Atmosph├Ąre. Ich begann immer mehr zu fr├Âsteln. Angst und Faszination ├╝bermannten mich. Ich war nicht f├Ąhig mich von diesem Schauspiel der Natur abzuwenden. Das Wetter war ein Spiegel meiner Seele - verwirrt, unbeherrscht und w├╝tend. "Was war nur aus mir geworden? Wo waren meine einstigen Freunde f├╝r die ich mit Freude mein unbedeutendes Leben hingegeben h├Ątte? Was war aus der einst stolzen K├Ąmpferin geworden? Wie hatte es nur soweit kommen k├Ânnen, dass ich erst voller Elan und Freude Aufgaben ├╝bernommen hatte, nur um sie dann einige Zeit sp├Ąter, eine nach der anderen, im Streit abzutreten." Eine geisterhafte Stimme meiner Einbildung gab mir die Antwort auf meine nicht gestellten, an mir nagenden Fragen. "Die Freunde sind auf ewig deiner Reichweite entrissen. Du bist es selbst, die dir die Gunst jener verscherzte, durch eigene Schuld hast du sie und dich ins Ungl├╝ck gest├╝rzt."
Einfl├╝sse dieser und einer fernen anderen Welt hatten mich langsam aber sicher innerlich zerfressen und schlie├člich vernichtet. Jeden Tag tauchten aus heiterem Himmel neue Schwierigkeiten auf um mich ganz langsam unter sich zu begraben. Was blieb war eine leere H├╝lle f├╝r einen gebeutelten Geist, der sich noch immer gegen den best├Ąndig n├Ąher kommenden Untergang wehrte. "Wie lange vermochte ich diesen Kampf noch zu f├╝hren? Wie viele Treffer ins Zentrum meines ohnehin schon schwachen Herzens vermochte ich noch zu verkraften? Wann w├╝rde dieser Kampf denn auch f├╝r mich beendet sein?" Fragen ├╝ber Fragen..... - die Antworten Stimmen im Wind die mein Geist nicht erfassen konnte. Wieder war ich den Tr├Ąnen nahe, vergrub meinen Kopf in meinen verschr├Ąnkten Armen und atmete tief die salzige Luft ein, in der Hoffnung mich wieder zu fangen, doch Ruhe war etwas, dass mir in letzter Zeit zusehends weniger zu Teil wurde. Und immer wieder dieser eine Gedanke - morgen gebe ich auch meinen letzten Posten ab und verlasse die Flotte.

"Stefanie?"...... Eine verschlafende Stimme fl├╝sterte mir z├Ąrtlich meinen Namen ins Ohr, zwei starke Armen legten sich gef├╝hlvoll von hinten um mich. "Was ist nur los mit dir? Du bist in letzter Zeit so.... so... anders. Ich wei├č auch nicht wie ich es richtig nennen soll, aber von dir geht eine unglaublich starke negative Ausstrahlung aus. Sag mir Liebste was ich tun kann damit ich dich wieder l├Ącheln sehe." Nur widerwillig drehte ich mich zu Akira um und sah in seine traurigen blauen Augen. Im Verborgenen erkannte ich einen Hoffnungsschimmer. Er hatte Angst mich zu verlieren. Doch was war mit mir?!? Hatte ich nicht auch ein Recht auf Leben und Freiheit? Wie oft hatte ich in der letzten Zeit zum Wohle der anderen, meiner sogenannten Freunde, denn schon zur├╝ck gesteckt, nur um einen scheinbaren Frieden zu erhalten? Ich vermochte es nicht mehr zu z├Ąhlen. Und Freiheit? Was war das? Es klang so mystisch dieses Wort, das Gerede von Freiheit und Frieden.

Die Ger├Ąuschkulisse des Sturmes nahm immer weiter zu. Ein Intermezzo der Zerst├Ârung begann. Wie auf Kommando dr├╝ckte ich Akira einen hauchzarten Kuss auf die Wange, fuhr noch einmal mit meiner Hand durch sein dichtes schwarzes Haar, drehte mich um und sprang leicht bekleidet wie ich war aus dem Fenster. Mit einer geschickten Rolle fing ich den kurzen Sturz auf, um nur Augenblicke sp├Ąter davon zu st├╝rmen.

Ohne Unterlass rannte ich in Richtung eines nahegelegenen W├Ąldchens. Allein aus der Erinnerung suchte ich mir meinen Weg. Innerhalb k├╝rzester Zeit war mein Nachtgewand v├Âllig durchn├Ąsst. Ein Gef├╝hl von Freiheit und Einsamkeit machte sich w├Ąhrend des Laufens in mir breit. Einerseits tat es gut endlich raus zu sein aus dem System voller Zwang und Regeln, weg von den Befehlen die oft nicht mit meinem Gewissen vereinbar gewesen waren, frei sein von den Weisungen derer denen ich kein Vertrauen mehr schenken konnte, da sie mich zu oft entt├Ąuschten und verletzten. Und dennoch.... diese Freiheit kostete mich einen sehr hohen Preis - Akira. Mir riss es beinahe das Herz aus dem Leib als ich daran dachte, wie er verzweifelt hinter mir hergerufen hatte. NEIN!! Was hatte er mir denn schon zu geben, dass es sich lohnen w├╝rde zu bleiben? Auch er hatte mich verraten und im Stich gelassen als ich Hilfe gebraucht hatte. Er war auch nicht besser als all die anderen, die mich von Anfang an nur ausgenutzt hatten. Welchen Sinn sollte es noch haben zu bleiben? Nein, es war besser wenn ich daf├╝r sorgte, aus dem Leben aller zu verschwinden. Und wem w├╝rde es schon auffallen, dass ich von ihnen gegangen war?

Unwirsch wischte ich die Gedanken beiseite. Ich musste mich einfach auf das Hier und Jetzt konzentrieren, hinfort mit dem, was von nun an der Vergangenheit angeh├Ârte. Unaufh├Ârlich stolperte ich den unwirtlichen Weg weiter, der nun stetig bergauf f├╝hrte. Die H├Ąlfte des Weges musste ich bereits geschafft haben. Unter mir erkannte ich die emporsteigenden Schaumkronen, die ihren wilden Todestanz auff├╝hrten. Ja, das war das richtige Wort, sie w├╝rden diesen d├╝steren Morgen nicht ├╝berleben, ebenso wenig wie ich, wenn ich jetzt nicht h├Âllisch darauf aufpasste wo ich hintrat. Keuchend setzte ich meinen Weg ├╝ber den schmalen, vom Regen glitschig gewordenen Pfad fort, ein Weg der so eben genug Platz f├╝r eine Person bot. Ich dachte besser nicht daran was passierte wenn.......

Pl├Âtzlich durchbrach ein dumpfes Ger├Ąusch den L├Ąrm der Naturgewalten. Hilflos blickte ich in die mich umgebende Dunkelheit. Das unheilverk├╝ndende Ger├Ąusch n├Ąherte sich mir mit rascher Geschwindigkeit. Wie angewurzelt harrte ich aus. Und dann die grausige Erkenntnis: ein Reiter n├Ąherte sich mir mit unglaublichem Tempo. Doch anstatt zu versuchen zu fliehen blieb ich seelenruhig stehen und blickte auf die tosende See. Leb wohl, oh du grausame Welt. Von nun an bist auf ewig du von mir erl├Âst. Ich kehre zur├╝ck zu den Wurzeln des Lebens um Platz f├╝r neue und bessere Wesen die mir folgen werden zu schaffen. Resigniert schloss ich die Augen und wartete ab. Das Hufgetrappel n├Ąherte sich immer weiter, Rufe wurden laut. Ich hatte mit meinem verkorksten Leben bereits abgeschlossen. Die Arbeit die ich bisher verrichtet hatte, sofern ich denn dazu gekommen war, konnten ebenso gut andere erledigen, den Streit und ├ärger trat ich gleichfalls an meine Nachfolger ab. In freudiger Erwartung des Todes blieb ich die w├╝tenden Kommentare ignorierend, stehen. Ein seltsames Gl├╝cksgef├╝hl durchstr├Âmte mich als ich den kalten Hauch des nahenden Todes wahr nahm. Ich hatte die Wahl der Todesart - zertreten werden oder in der t├Âdlichen Umarmung des Meeres zu versinken. "Spring, komm zu mir mein Engel, hier in den tiefen des Ozeans werden wir beide gl├╝cklich werden." Verwirrt sah ich mich um. Das war doch Akira, der mich gerufen hatte, oder etwa nicht? Nur noch Bruchteile von Sekunden bis der Reiter mich erreichen w├╝rde, meine Gedanken drehten sich im Kreise. Doch dann tat ich das unglaubliche - ich beugte mich nur ein wenig nach vorne...... der Boden unter meinen F├╝├čen verschwand..... wie ein Vogel breitete ich, bereit f├╝r die t├Âdliche Umarmung, die Arme aus und lie├č mich vorn├╝ber fallen.

Beruhigende Dunkelheit umh├╝llte bereits nach kurzer Zeit meinen Geist. Ich glaubte eine Ewigkeit durch die Fluten schwerelos dahinzugleiten. Das Salz des Meeres klebte auf meiner Haut. Im Unterbewusstsein nahm ich wahr, wie meine Haut immer mehr abgesch├╝rft wurde, doch Schmerz f├╝hlte ich nicht. Eher empfand ich ein Gef├╝hl des Gl├╝cks und der Erleichterung. Sollte dies das Ende allen Lebens sein? Ein st├Ąndiges dahinschweben bis nichts mehr existent sein w├╝rde? Und dann absolute Finsternis. Nichts drang mehr zu meinem Geiste durch, ich war von allem abgeschirmt.

Ich wusste nicht wie viel Zeit verging bevor ich wieder meine Umgebung wahrnahm. Der Geruch nach Feuerholz und feuchten Steines stiegen mir in die Nase. Eine angenehme W├Ąrme durchflutete mich, etwas oder jemand schmiegte sich an mich und spendete mir ein wohliges Gef├╝hl. Nur m├╝hsam vermochte ich meine Augen aufzuschlagen. Es war wie ein Wunder, dass ich noch am Leben und unverletzt war und dazu noch in einer H├Âhle von unbekannten Wesen wohl bestens versorgt worden war. "Stefanie." Wie das zarte S├Ąuseln des Windes drang eine melodisch singende Stimme an mein Ohr. "Stefanie....... komm her....... du solltest nun damit beginnen, deine Lektionen zu lernen, bevor du eine wichtige Entscheidung zu treffen hast." "Wer bist du? Wieso sollte ich denn ├╝berhaupt noch etwas tun? Ist denn mit meinem Ableben nicht alles besiegelt?" Aber keineswegs" fuhr der Unbekannte geduldig fort, "du bist in einer Zwischenwelt gelandet, dein bisheriges Leben wird dir als Spiegel vorgef├╝hrt und du musst selbst ├╝ber dich richten." Ich war entsetzt. Zugleich faszinierte mich die geheimnisvolle Stimme so sehr, dass jeder Widerstand im Keim erstickt wurde.

Mir war, als f├╝hrte mich ein Geist durch die feuchten Katakomben, die einen eigenartiges Lichtspiel boten. Es war keine Lichtquelle zu finden und doch konnte man sich problemlos orientieren. Nur Augenblicke sp├Ąter stand ich in einem kleinen, niedrigen Raum, an dessen einer Seite eine Art Bildschirm angebracht war. Auf Anordnung meines Gastgebers fuhren wie von Zauberhand Tisch und St├╝hle aus dem Boden hoch und die Vorf├╝hrung begann.

Als erste Szene wurde mir mein waghalsiger Sprung in die Tiefen der tosenden See pr├Ąsentiert, der flehende Blick des Reiters, ich m├Âchte doch wieder auftauchen. Und dann sah ich es selbst, wie von Geisterhand wurde mein Sturz abgefangen und ich schwebte durch die Wellen bevor ich den Blicken des Reisenden entschwand, der sich zwischenzeitlich an den Abgrund kniete. Wie konnte es sein, dass sich ein v├Âllig Fremder dar├╝ber Gedanken machte, was aus mir wurde? Ach was..... ist auch wieder nur so ein wunders├╝chtiger, mein Leben war doch v├Âllig bedeutungslos. "Nun, was sagst du Stefanie? Wirst du deinem Leben eine erneute Chance geben?" Die Geduld des fremden Wesens schien unermesslich, doch meine Antwort blieb weiter bestehen: "Tut mir leid, doch ich werde keinesfalls zur├╝ckkehren." Meine Stimme klang schroffer als ich eigentlich wollte, doch was soll's, hier war es doch egal. Anstelle einer Reaktion folgte ein weiterer Abschnitt meines Ablebens.

Dieses Mal wurde ich mit meinem Arbeitsumfeld konfrontiert. ├ťberall liefen angehende Offiziere best├╝rzt ├╝ber den pl├Âtzlichen Tod ihrer Ausbilderin umher. Es herrschte reges Treiben auf dem Akademiegel├Ąnde. Meine ehemaligen Arbeitsr├Ąume wurden hektisch auf der Suche nach Hinweisen durchsucht. Doch die Medaille hatte, wie sollte es auch anderes sein, ihre Kehrseite. Nun endlich vermochte ich zu erkennen, wer meine Neider und wer wirkliche Freunde waren. Mit vor Entsetzen geweiteten Augen folgte ich dem kleinen Film. Ich konnte einfach nicht glauben, das sich einige meiner ach so netten Freunde und Kollegen auf das st├╝rzten was ich errichtet hatte. Wie die Aasgeier machten sich einige ├╝ber meine Habe her unter dem Deckmantel der Freundschaft, sie wollten doch nur ein Andenken an mich. Ich war zu keinerlei Reaktion mehr f├Ąhig. Es war erschreckend und entsetzlich zugleich. War ich denn wirklich ein so schlechter Mensch gewesen, dass es niemanden mehr gab, der mich noch ehrte?
Eine erneute Unterbrechung der Szene holte mich in die augenblickliche Realit├Ąt zur├╝ck. "Nun Stefanie? Wirst du deinem Leben eine erneute Chance geben? Bist du bereit ihnen zu zeigen, was du wirklich und wahrhaftig unter deiner harten Schale bist?" Ich ├╝berlegte einen kurzen Augenblick, bevor ich zum zweiten Male die Gelegenheit ausschlug, auf die vermutlich sehr viele warteten. Mein Gastgeber lie├č sich keine Gef├╝hlsregung anmerken und setzte statt dessen das kleine Privatprogramm fort.

Erneut wurde das Akademiegel├Ąnde eingeblendet. Ein kleiner verlassener Friedhof f├╝llte das Bild. In den Mittelpunkt r├╝ckte wie in Zeitlupe ein schmuckloses Grab. Nur hier ruht Ensign Stefanie Shadows war auf dem Grabstein eingraviert. Also doch.... mein Leben war also doch v├Âllig wert- und sinnlos gewesen, pure Zeitverschwendung. Doch was war dies? Bed├Ąchtigen Schrittes und mit gesenktem Haupt n├Ąherte sich ein junger Kadett der St├Ątte der ewigen Ruhe. Obwohl das Gesicht verh├╝llt war, erkannte ich auf den ersten Blick um wen es sich bei dem trauernden handelte. Mein Herz begann wie wild zu schlagen, Tr├Ąnen der Verzweiflung stiegen in mir auf. Was er jetzt wohl denken mochte. Unwillk├╝rlich fuhr meine Hand zum Bild, suchte die N├Ąhe zu dem Menschen, den ich aufs grausamste mit mir selbst betrogen hatte - Akira. Das Bild wurde vergr├Â├čert, nun war nur noch Akira zu sehen mit seinen ger├Âteten Augen. Mein Geist schrie regelrecht nach dem jungen Mann an meinem Grab. Und wie erwartet erklang zum dritten Male die Frage: "Nun Stefanie? Wie lautet deine Entscheidung? Treue zu diesem Menschen, der auch jetzt noch zu dir h├Ąlt, oder aber willst du ihn erneut um sein einziges Gl├╝ck betr├╝gen, welches ihm vorherbestimmt war und auf ewig in die Dunkelheit entschwinden?" "Ich wei├č zwar nicht wer ihr seit, doch werde ich nun doch zur├╝ckkehren. Vielleicht ist es an der Zeit, dass ich mal nur auf das h├Âre, was mein Herz mir r├Ąt." Ich glaubte den unbekannten L├Ącheln zu sehen, als ich diese Worte sprach.

Was dann mit mir geschah war einfach unbeschreiblich. Die Umgebung um mich herum verschwamm vor meinen Augen und wechselte seine Struktur. Nur wenige Augenblicke sp├Ąter lag ich v├Âllig durchn├Ąsst bei strahlendem Sonnenschein am warmen Sand. Pl├Âtzliche M├╝digkeit ├╝bermannte mich sodass ich einfach reglos liegen blieb und die w├Ąrmenden Strahlen der Sonne genoss. Vermischt mit der Liebkosung der Natur trat eine weitere Empfindung an meinen noch vernebelten Geist. Eine sanfte Ber├╝hrung meines K├Ârpers begleitet von tr├Ąnenerstickten Worten holte mich in die wirkliche Wirklichkeit zur├╝ck. Traurig l├Ąchelnd drehte ich mich langsam um. "Stefanie..... endlich... ich dachte schon ich h├Ątte dich bis in alle Ewigkeit verloren." ├ťbergl├╝cklich dr├╝ckte ich Akira an mich. Diese Geste war es, die all meine Empfindungen demjenigen ├╝bermitteln sollte, der es mit seiner G├╝te und Treue geschafft hatte, mir ein neues Leben zu schenken. "Akira, vergib mir bitte. Zuviel Leid habe ich ├╝ber dich gebracht und dabei in meinem Egoismus g├Ąnzlich unseren Treueschwur vergessen, und dies alles nur, weil ich den ganzen ├ärger und Streit um mich herum nicht auf andere projizieren wollte und st├Ąndig in mich hineinfra├č." Ein zartes L├Ącheln breitete sich auf seinem Gesicht aus. Endlich hatten wir durch seine Treue, die den Tod ├╝berdauerte wieder zusammen gefunden. Eng aneinander gelehnt blickten wir schweigend aufs Meer hinaus, zu der Stelle, wo sich f├╝r mich so vieles ver├Ąndert hatte. Schweigend harrten wir bis zum Sonnenuntergang aus. Wir genossen die letzten Strahlen der Sonne, die langsam ihre Bahnen zog und weit hinter den ruhigen Wellen des Meeres unseren Blicken entschwand.

Doch mit der W├Ąrme der Sonne verschwand auch kein Gro├čteil dessen, was mich noch vor kurzem so belastet hatte. Es war als hatte die Sonne meine Sorgen einfach mit auf die Reise genommen und verbrannte sie, um daf├╝r zu sorgen, dass nie wieder jemand von diesen gequ├Ąlt werden konnte. Aber dies war erst der Anfang meines neu gewonnenen Lebens. Gemeinsam mit Akira w├╝rde mich noch einiges an Arbeit erwarten die getan werden musste, viele Erkl├Ąrungen waren notwendig, Fragen wollten beantwortet werden und allen voran die Frage nach dem "Warum", auf die es wohl nie eine ersch├Âpfende Antwort geben wird.

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