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Leselupe.de > Ungereimtes
Die Wintergeliebte
Eingestellt am 12. 09. 2003 00:49


Autor
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Glaukope
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Ceres. Hades. Persephone

"Ecce, Deus fortior me!"
Dante: La Vita nuova



I

Ihr b├Âsen Fr├╝chte! Lieblicher anzusehn
Als keusche Myrthen, f├Ąrbte doch euer Saft
....Die Lippen blutig rot und auch das
.........Schneewei├če Linnen des M├Ądchenkleides.


II

Der Tod ist ein sanfter Herr,
Wenngleich unbarmherzig
in seinem Lieben.

Sein Atmen bem├Ąchtigt sich
Der Menschen Brust.
Und ihn erfreut
Ihr ahndungsvolles Seufzen...

Aber seine Stimme schmeichelt
menschlichen Ohren sehr,
Dem zarten Gefl├╝ster gleich,
Das die Liebenden eint.

Seine weiche Hand
Dr├╝ckt jedes Haupt
An seine grauen Schl├Ąfen.

Auch dieses Brautbett
hat Amor geschm├╝ckt.


III

Bl├╝hende Str├Ąucher
Tragen starren Reif.
Bl├╝tenschnee
bedeckt die Wiesen.

Im Antlitz des Fr├╝hlings
Tr├Ąumt sie schaudernd
vom Winter.

Genommen
von ihm.


__________________
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Vera-Lena
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Liebe und Tod

Liebe Elisabeth,

das ist schon interessant, wie Du versuchst Liebe und Tod miteinander zu verbinden. Da gibt es durchaus Parallelen zumindest in der Ausschlie├člichkeit. Man kann nicht ein bi├čchen Tod sein, und auch die Liebe kann einen Grad erreichen, dass sie allumfassend wird und nichts draussen l├Ą├čt. Der Tod erreicht jeden, diese Form der Liebe nur einige wenige.

Dass der Tod als ein Liebender kommt, finde ich einleuchtend, denn er erf├╝llt ja nur seine Aufgabe. Der Wandel ist festgeschrieben im Universum.

Trotzdem will keiner von uns sterben, das hast Du in der letzten Sequenz ganz deutlich gemacht.

Liebe Gr├╝sse Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Glaukope
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Neudeutung von Mythen

Liebe Vera-Lena!

Vielen Dank f├╝r deine Antwort!
Die Idee, eine Verkn├╝pfung von Liebe und Tod herzustellen kam mir im Germanistik seminar ├╝ber Ovids "Metamorphosen"und ihre Rezeptionsgeschichte in der Literatur.

Der Aspekt, da├č sich nach dem groben Raub aus dem Leben Persephone vielleicht in Hades, den Herrn der Totenwelt verliebt haben k├Ânnte, obwohl ihr Pflichtgef├╝hl und ihre Mutterliebe bei Demeter weilt, ist, denke ich, eher nicht so Thema ind er Rezeption.

Darum fand ich ihn bemerkenswert und versuchte ihn ein wenig auszuf├╝hren.

Wie du vielleicht gesehen hast, abreite ich daran, irgendwie eine Form f├╝r mich zu finden....


Deine Lisi
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Vera-Lena
Routinierter Autor
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eigene Form

Liebe Lisi,

das ist das Beste, was einem in der LL passieren kann, dass man in der Auseinandersetzung mit anderen Autoren, und indem man viel von anderen liest und selbst viel schreibt dann schlie├člich zu seiner pers├Ânlichen Formgebung findet. Dazu geh├Ârt auch, dass man Sachen einstellt, bei denen man komplett unsicher ist. Ohne Echo kommt man nur schwer weiter.

Ich w├╝nsche Dir ein gutes Vorw├Ąrtskommen auf diesem Gebiet.
Ein sch├Ânes Wochenende!)))
Liebe Gr├╝sse Vera-Lena
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Inu
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Hallo Glaukope

Ich finde jede Zeile wunderbar. F├╝r mich ist das hier reine Poesie. Es erinnert mich ( bitte lach nicht ) an gro├če, klassische Lyrik. Meine ganz spontane Meinung: Dein Gedicht, dessen Sinn man mit dem Kopf und der Seele begreift, (und ich m├Âchte NICHTS davon zerpfl├╝cken oder erkl├Ąren) geh├Ârt in die Bestenliste.

Gru├č
Inu

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Glaukope
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.

*err├Ât*
Danke, ihr!
Mit so einem Lob h├Ątte ich nicht gerechnet.
Ich mu├č einfach immer herumtasten, bis ich vielleicht einmal richtig liege. Und nat├╝rlich kommt es auf die Inspiration an, wenn gleich die nicht alles ist.

Liebe Gr├╝├če

Glaux
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