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Leselupe.de > Kurzprosa
Die Wut der Who
Eingestellt am 13. 05. 2002 17:17


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Helmut D.
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Die Wut der Who!

Die Who, eine Popband der 60er Jahre pflegten bei ihren BĂŒhnenauftritten stets ihr ganzes Mobiliar einschließlich ihrer Musikinstrumente zu zertrĂŒmmern. Diese scheinbar eigenwillige Art der Who drĂŒckt aber eine uralte Wesensart der Menschheit aus, nĂ€mlich die des Alleszerstörenwollens, die schon kleine Kinder besitzen und die auch Christus besaß, als er in einer großen Wut vom Weltuntergang und von der Zerstörung der Welt sprach. Und letztlich drĂŒckt diese Wut eine Wesensart Gottes aus, der der Schöpfer jeder Welt ist und der einfach mit einer wie dieser Welt manchmal nicht so recht zufrieden ist. Und so ist Gott wie ein Schöpfer, ein Maler eines Bildes, dem das Bild gefĂ€llt und wieder nicht gefĂ€llt und der es einmal vollenden und ein anderes Mal zerreißen möchte. Und so steckt hinter allen zerstörerischen KrĂ€ften die Wut Gottes ĂŒber diese Welt, die mißlungen ist und es steckt hinter allen bejahenden und aufbauenden KrĂ€ften der Wille Gottes diese Welt doch noch zu vollenden. Weil aber beide Wesensarten Gottes gleich stark sind, hat es unter den Menschen immer wieder Heilige und Verbrecher, Gute und Schlechte, Krieg und Frieden nebeneinander gegeben. Wenn also einer einen unvorstellbaren Haß oder eine enorme Liebe auf alles in sich spĂŒrt, ist das von Gott. Welche Wesensart Gottes aber letztlich obsiegen wird, weiß im Grunde heute noch niemand, auch wenn Jesus Christus in einem großen Einfall Gottes vom Ende der Welt und nicht von dessen Vollendung etwa in einem Paradies sprach. So haben die Götter die Menschen alleine gelassen und diese dĂŒrfen, als AusdrĂŒcke (oder Schachspiel) Gottes nun selbst entscheiden, was sie wollen.

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Ralph Ronneberger
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Es ist immer wieder erschreckend lustig, welche Gehirnverrenkungen angestellt werden, um die eigene oder gar die allgemein menschliche UnzulĂ€nglichkeit zu begrĂŒnden (das kann man ja noch hinnehmen) oder gar zu bemĂ€nteln suchen (da wird es schon problematischer. Und zum Schluß die so wundervoll freisprechende Erkenntnis: "Gott will es so."
Na schön - so sei dir auch fĂŒr diesen Beitrag Absolution erteilt. :-))

Gruß Ralph
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Helmut D.
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Hallo Ralph

Welche Antwort hast denn dann Du auf die uralte Frage von Gut und Böse und warum lĂ€ĂŸt nach Deiner Meinung Gott in seiner Schöpfung das Böse zu? Warum, wo er doch gut sein soll?

Ich bin ja gespannt auf Deine intellektuellere Antwort?


Viele GrĂŒĂŸe

Helmut

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Ralph Ronneberger
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Hallo Helmut,

sorry, ich komme reichlich spÀt mit meiner Antwort daher, aber leider ist die Zeit, die ich in der "Lupe" verbringen kann, ziemlich begrenzt. Aber nun zu deiner Frage:

"Welche Antwort hast denn dann Du auf die uralte Frage von Gut und Böse und warum lĂ€ĂŸt nach Deiner Meinung Gott in seiner Schöpfung das Böse zu? Warum, wo er doch gut sein soll?"

Warum lĂ€ĂŸt Gott in seiner Schöpfung auch das Böse zu? Hm. Eigentlich stellt sich mir als ziemlich ĂŒberzeugten Atheisten die Frage so ĂŒberhaupt nicht. Ich will aber nicht ausschließen, daß es vielleicht nicht doch irgendeine lenkende Macht gibt. Aber lassen wir das dahin gestellt sein. Die Frage ist doch: "Warum gibt es gut und böse?"
Ich möchte diese Frage nicht auch noch um den Zusatz: "W a s ist gut und böse (weil meist nur subjektiv empfunden) erweitern, sondern zunĂ€chst fragen: "W o gibt es ĂŒberhaupt gut und böse."
Nur bei denkenden Wesen - also dem Menschen. (auf den irdischen Bereich bezogen) Manchmal verwendet man diese Begriffe auch in der Tierwelt, doch dabei wird tierisches Verhalten unzulĂ€ssig vermenschlicht. Fressen und gefressen werden - das ist eine der Natur inne wohnende Notwendigkeit. Niemand kommt auf die Idee, seine Zierfische "böse" zu nennen, nur weil sie Wasserflöhe fressen. Und so darf man auch im Kampf um Rangordnungen in einem Rudel nichts verwerfliches sehen, weil es zum Überleben der Art gehört, daß sich nur gesundes genetisches Material weiter vererbt. Nur der Mensch ist in der Lage, mitunter einen solchen Kampf auch zu gewinnen, ohne körperlich ĂŒberdurchschnittlich stark stark oder geschickt zu sein. Er kann etwas, was Tiere nicht können - nĂ€mlich seinen Verstand einsetzen.
Er vermag also durch geistige FĂ€higkeiten ĂŒberzeugen, oder aber auch durch blanke Hinterlist und HeimtĂŒcke (dazu sind nur denkende Wesen fĂ€hig) sein Ziel erreichen. Im ersten Fall sind wir geneigt, dieses Verhalten in die Kategorie "Gut" einzustufen. Im zweiten Fall wird man allgemein von "Böse" sprechen. Beide Verhaltzensweisen, sowie mannigfaltige Mischungen finden wir ĂŒberall um uns herum und natĂŒrlich bei uns selbst.
Man wird sehen, wohin die Menschheit in dieser Summe aus Gut und Böse triften wird. Ich fĂŒrchte, diese Menschheit wird sich umbringen und einen nicht unbetrĂ€chtlichen Teil der "Schöpfung" mit sich reißen. Gottgewollt?????
Und wenn dies doch nicht eintritt? Dann wÀre das einzig regulierend wirkende Instrumentarium - nÀmlich die Vernunft - ausnahmsweise mal stark genug. Vernunft entsteht aber aus Einsicht (was nicht mit göttlicher Eingebung zu verwechseln ist) - und die leidet bekanntlich
permanent darunter, bereits schon individuell ignoriert zu werden.
Bleibt fĂŒr mich zum Abschluß nur der aus Ratlosigkeit resultierende Fragenkomplex: "Was sind wir Menschen ĂŒberhaupt? Versuchskaninchen einer höhrern Macht? Oder - und dahin tendiere ich mehr - einfach nur IrrlĂ€ufer der irdischen Evolution?

Gruß Ralph


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Helmut D.
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Hallo Ralph:

Weißt Du, was Christus gesagt hat: Du sollst nicht töten.

Mag am Anfang die Pflanzenwelt noch gut gewesen sein, weil keiner den anderen tötete, so ist das die Tierwelt sicher vom göttlichen Gesichtspunkt und Schaffen nicht mehr, weil eben ein Tier das andere tötet. Und der Mensch tut das auch. Und die Worte von Christus gelten fĂŒr den Menschen, der diesen sagen will: Du sollst nicht töten, also nicht schlecht sein.
Gott hat die Welt erschaffen, aber ich meine damit und dazu mĂŒĂŸtest Du meine BĂŒcher lesen, daß es sowohl einen jungen und dummen und einfach nur lebensfreudigen Gott gibt, der alles einfach spielerisch erschafft und machmal auch so etwas wie die menschliche Natur hervorbringt. Und dann gibt es, nach meiner Wahrheit, auch einen alten und weisen Gott, der dann seine Schöpfung betrachtet und manchmal, wie im Beispiel der menschlichen Natur erkennt, daß es doch nicht so gut war, was er in seinem jugendlichen Leichtsinn erschuf.

Also, Gott hat entweder manchmal eine Natur aus reinster Freude am Schaffen, wo alles erlaubt ist, erschaffen oder diese Natur ist entartet und dann hat der Ă€lter und weiser gewordene Gott gesehen, daß man das korrigieren muß und hat seinen "Sohn" Jesus Christus geschickt, der den Menschen sagte: Du sollst nicht töten, weil er damit einen Fehler seiner Natur korrigieren wollte. Das alles bedeutet, daß die Menschen die Aufgabe haben, nicht gegeneinander sondern fĂŒreinander, friedlich und liebevolll zu sein und glĂŒcklich und lebensfreudig diese Welt in eine bessere Welt, in ein Paradies zu verwandeln. Manche Menschen wollen das aber nicht und hinter beiden Arten, den Vollendern und den Zerstörendern steckt schließlich wiederum die Natur Gottes, der wie ein KĂŒnstler ist, der nicht weiß, ob er sein Werk vollenden oder vernichten soll. Und im Vergleich zu diesen Gott ist der Mensch eben nichts weiter als ein Schauspieler oder ein materieller Ausdruck Gottes.

__________________
Helmut D.
E-Mail: VerusDur@compuserve.de

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