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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Die Zigarette 2. Versuch
Eingestellt am 17. 03. 2003 08:55


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Gribsy
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Aug 2002

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Nur eine Zigarettenl├Ąnge

Ich ging aus der T├╝r meines B├╝ros. Drau├čen kam die Sonne grade hinter dem Hochhaus hervor. Ich nahm meinen Tabak und holte ein Bl├Ąttchen heraus. Jeden Morgen in der Woche das gleiche Ritual. Doch diesmal war etwas anders. In mir tobten Gef├╝hle. Sie f├╝hrten Krieg miteinander und fingen an mich innerlich zu zerrei├čen. Ich zitterte, als ich den Tabak in das Bl├Ąttchen legte und zu drehen anfing. Was war nur mit mir geschehen? Diese Frau hatte in mir etwas geweckt, was jahrelang geschlafen hatte. Ich, der einst so nette Helfer, der niemandem was abschlagen konnte, hatte mich durch sie ver├Ąndert. „Wirklich?“ Dachte ich laut.
Ich schaute die Sonne an und musste blinzeln. Was vor einer Stunde, als ich mich auf dem Weg zur Arbeit befand noch Rot am Horizont erschienen war, strahlte nun in einem hellen Orange ├╝ber den D├Ąchern der Stadt. Sie schien mir genau in die Augen, doch erreichte sie nicht mein Gesicht. Die Schatten, die in meinem Kopf waren lie├čen kein Licht hindurch. Mit meiner Zunge leckte ich am Bl├Ąttchen und steckte den Tabak wieder ein. Ritsch und die Flamme meines Feuerzeuges entz├╝ndete den Glimmstengel. Gierig zog ich an der Zigarette und atmete tief ein. Noch nie vorher war ich so gef├╝hlsbetont gewesen. Aber durch sie war es anders geworden. Waren es ihre Worte oder einfach nur ihre Stimme? Gesehen hatte ich sie noch nicht. Nur ein Bild von ihr lag in meiner Mailbox. Kontakt hatten wir nur ├╝ber Telefon oder im Chat. Es war so geil mit ihr, als ob man es wirklich getan h├Ątte. Sie war leicht devot veranlagt und hatte eine Person geweckt die ├╝ber Jahre geschlummert hatte. Doch durfte ich diese Person freilassen? Durfte ich dieses etwas wirklich freilassen? Diese Fragen dr├Ąngten immer wieder in meinem Kopf. Wie w├╝rde meine Frau damit umgehen? Sie wusste nichts von meinen n├Ąchtlichen Streifz├╝gen im Chat auch nichts von dem Telefonsex, den ich mit der anderen hatte.
Schatten kamen auf mich zu und wurden zu Menschen. Eine alte Frau, die ihre H├Ąnde in Lederhandschuhe gepackt hatte und sie gefaltet vor der Brust hielt ging an mir vorbei. Ich konnte ihr vom Alter gekennzeichnetes Gesicht erst wenige Meter vor mir erkennen. Betete sie etwa zu ihrem Gott. Das L├Ącheln auf ihren Lippen lie├č so etwas vermuten. Aber vielleicht war sie auch nur einfach gl├╝cklich. Aber warum war sie gl├╝cklich und ich nicht?
Wahnsinn, was man alles in so einem Augenblick wahrnehmen kann. Das h├Ąttest Du schon lange haben k├Ânnen, du k├Ânntest alles haben, wenn du mich nur l├Ąsst. Wieder war da so ein Gedanke, vor dem ich Angst hatte, mich aber auf der anderen Seite erregte. Als ob sich meine Pers├Ânlichkeit zu spalten begann. Doch schon saugte ich die n├Ąchsten Eindr├╝cke in mich auf. Eine weitere Frau kam auf mich zu. Sie schaut auf ihre Uhr und beschleunigt ihre Schritte. Doch dann ├╝berquerte sie die Stra├če. War sie in Eile oder hatte sie Angst vor mir? Sah man mir etwa schon an, dass ich anfing mich zu ver├Ąndern? Sollte Mr. Hyde in mir schon erwacht sein? Jo die kleine aus dem Chat mochte diesen Mr. Hyde, der dort jedoch Dark Rider hie├č. Sie hatte ihn angefleht, angebettelt ihm am Telefon einen blasen zu d├╝rfen.
Ich schaute der Frau hinterher. Was soll es, wenn diese Braut Angst vor dir hat? Ist doch vollkommen egal. Die Gedanken, welche teilweise so finster waren, dass man sie besser nicht beschrieb wollten nicht enden. Sie wurden immer st├Ąrker. Gen├Ąhrt durch Gef├╝hle wie Liebe und Leidenschaft. „Liebst Du Jo?“ Fragte mich die Stimme immer wieder. „Und was ist mit Dir?“ fl├╝sterte ich leise, so dass der n├Ąchste Passant es nicht h├Âren konnte.
Wieder schaute ich in die Sonne und zog an meiner Zigarette. Ich stie├č den Rauch aus und es war, als w├╝rde unter mir ein Feuer mit nassem Holz brennen. Der Qualm zog an meinen Augen vorbei und l├Âste sich dann in der Luft auf. Ein Asiate mit einem Koffer ging auf der anderen Stra├čenseite. Auch er rauchte eine Zigarette, jedoch eine mit Filter. Doch in seinem Gesicht konnte ich keine Spur von Genuss erkennen. Konnte man eine Zigarette ├╝berhaupt genie├čen schoss es mir durch den Kopf. „Hey warum tust Du es sonst?“ H├Ątte mich jemand beobachtet und zugeh├Ârt, er h├Ątte sofort die M├Ąnner mit der Habmichliebjacke geholt und in die n├Ąchste Nervenheilanstalt eingeliefert. „Nein ich liebe meine Frau und ich rauche weil ich abh├Ąngig bin, s├╝chtig.“ Versuchte ich mir selber wei├č zu machen. „Und du bist s├╝chtig nach Jo. Es bereitet dir nichts mehr Spa├č, als das sie auf allen vieren vor dir kniet und dich anbettelt, sie richtig durch zu f.......“ Dieser Gedanke erregte mich zutiefst und wieder kam mir Ihr Flehen in Erinnerung zur├╝ck. Bitte, gib ihn mir, bitte lass ihn mich in den Mund nehmen. Alles nur am Telefon, doch es hatte sich so real angeh├Ârt. Ihre Stimme hatte dabei gezittert. Es war nicht gespielt auf keinen Fall.
Hat meine Frau es schon bemerkt? Mit Sicherheit war ihr aufgefallen, dass ich mich ver├Ąndert hatte. Auch ihr gegen├╝ber war ich leidenschaftlicher als Monate zuvor. Doch sie f├╝hrte es darauf zur├╝ck, dass sie die Pille abgesetzt hatte, weil wir ein Baby wollten. Es konnte ihr aber auch nicht entgangen sein, dass ich aggressiver war. Zumindest war es meinen Kollegen nicht entgangen. Und Frauen mussten das doch instinktiv f├╝hlen, oder nicht? Selbst wenn schon? Es macht dich st├Ąrker und du k├Ânntest Macht ├╝ber Menschen haben, wie du dir es nie h├Ąttest ertr├Ąumen lassen.

Eine Frau mit einem Hund ging vorbei. Als das kleine schwarze Etwas auf meiner H├Âhe war schaute es mich an und zog den Schwanz ein. War es nur die Einbildung oder das Wesen, was in mir neu geboren war? Noch einmal lie├č ich die letzten Tage in meinem Kopf Revue passieren. Wie alles begonnen hatte. Harmlos um dann zu explodieren. Jo hatte die Codew├Ârter genannt um die Gef├╝hle herauszulassen. Ich erinnerte mich nicht mehr genau an ihre Worte. Doch sie hatte ihn geweckt. Dark Rider, der nur dunkle Gef├╝hle in sich vereinte. Immer ├Âfter hatte ich mich von ihnen treiben lassen. Doch was war mit den Gef├╝hlen f├╝r meine Frau? Ich liebe sie noch immer, versuchte ich mir Mut zu machen. Doch war es wirklich so? Hielt sie mich nicht nur gefangen? War ich nicht nur in diesem Leben gefangen und wollte eigentlich ein anderes f├╝hren? Frei sein, tun und lassen was man will. Im Bett genauso wie im Job oder mit anderen Menschen. Keine Angst vor den Konsequenzen haben zu m├╝ssen, weil man ja ├╝ber den Dingen steht. Weil ich der dunkle Reiter bin, den die Schatten in der Nacht besch├╝tzen und verstecken. Der sich seine Opfer gnadenlos aussucht.
Ich l├Ąchelte nicht mehr, sondern grinste diabolisch. Bei den Erinnerungen an Jo durchstr├Âmte mich, immer mehr Kraft, immer mehr Leidenschaft. Aber wie konnte ich sie nutzen? Welche M├Âglichkeiten boten mir diese Gef├╝hle?
Ich nahm noch einen Zug. Immer mehr Menschen gingen an mir vorbei und ich ertappte mich bei dem Gedanken, den einen oder anderen einfach umzubringen. Und dann war da etwas, was mir wieder Angst machte. Es war das Gef├╝hl, dass es nichts wert war, das Leben dieser armen Kreaturen, die nur vor sich her vegitierten. Nein du wirst so nicht enden. Fang an zu leben. Geh jetzt da rein und nutze die Macht, die ich dir gegeben habe. Nimm Jo und mache sie zu deiner Sklavin. Sie will es nicht anders. Aber jetzt gehst Du und zeigst diesen Pfeifen, wie gut du wirklich bist. Das dunkle umklammerte mich. Es ergriff Besitz von mir. Gef├╝hle wie R├╝cksicht, Verantwortungsbewusstsein traten in den Hintergrund. Ich wollte leben. Ich warf die Zigarette weg. Was doch alles w├Ąhrend einer Zigarette passieren kann sagte der dunkle Reiter leise zu mir. Und wieder verzog sich mein Gesicht zu einer grinsenden d├Ąmonischen Fratze.

__________________
Ich muss schreiben oder man diagnostiziert Multiple Pers├Ânlichkeitsspaltung bei mir.

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Evchen13
???
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Hall├Âchen Gribsy,

tja und ich bin erstaunt. Diese Variante ist viel besser und ich bekam ja fast eine G├Ąnsehaut. Du hast eine Geschichte geschrieben, die auch ein wenig zu Nachdenken anregt. "Lebe dein Leben!" Wer fragt sich das nicht auch manchmal? Egal, ob jetzt eine dunkle Seite erwacht, oder anders ausgedr├╝ckt, Gef├╝hle aufwachen, Lust auf Etwas, was man nicht hat, man eine Leere sp├╝rt.

Diese Geschichte ist nicht schlecht und viel viel besser, als die erste.

Ich habe nun das erste Mal versucht, eine Geschichte zu korrigieren (dabei ├╝bersah ich bestimmt noch einiges!). Doch ich bekomme das mit den Hervorhebungen nicht hin, heul. Sorry nun ist es schwer die Korrektur zu lesen. HOffentlich bist du mir deshalb nicht all zu b├Âse.

Also bis dann.

Liebe Gr├╝├če

Ev

Nur eine Zigarettenl├Ąnge

Ich ging aus der T├╝r meines B├╝ros. Drau├čen kam die Sonne grade hinter dem Hochhaus hervor. Ich nahm meinen Tabak und holte ein Bl├Ąttchen heraus. Jeden Morgen in der Woche das gleiche Ritual. Doch diesmal war etwas anders. In mir tobten Gef├╝hle. Sie f├╝hrten Krieg miteinander und fingen an (Komma) mich innerlich zu zerrei├čen. Ich zitterte, als ich den Tabak in das Bl├Ąttchen legte und zu drehen anfing. Was war nur mit mir geschehen? Diese Frau hatte in mir Etwas geweckt, was jahrelang geschlafen hatte. Ich, der immer ein netter Helfer war, der niemandem was abschlagen konnte, hatte mich durch sie ver├Ąndert.
„Wirklich?“ Dachte ich laut.
Ich schaute die Sonne an und musste blinzeln. Was vor einer Stunde, als ich mich auf dem Weg zur Arbeit befand (Komma) noch Rot am Horizont erschienen war, strahlte nun in einem hellen Orange ├╝ber den D├Ąchern der Stadt. Diese W├Ąrme schien mir genau in die Augen, doch erreichte sie nicht mein Gesicht. Die Schatten, die in meinem Kopf waren (Komma) lie├čen kein Licht hindurch. Mit meiner Zunge leckte ich am Bl├Ąttchen und steckte den Tabak wieder ein. Ritsch und die Flamme meines Feuerzeuges entz├╝ndete den Glimmstengel. Gierig zog ich an der Zigarette und atmete tief ein. Noch nie vorher war ich so gef├╝hlsbetont gewesen. Aber durch sie war es anders geworden. Waren es ihre Worte oder einfach nur ihre Stimme? Gesehen hatte ich sie noch nicht. Nur ein Bild von ihr lag befand sich in meiner Mailbox. Kontakt hatten wir nur ├╝ber Telefon oder im Chat. Es war so geil mit ihr, als ob man es wirklich getan h├Ątte. Sie war leicht devot veranlagt und hatte eine Person in mir geweckt (Komma) die ├╝ber Jahre geschlummerte hatte. Doch durfte ich diese Person freilassen? Durfte ich dieses Etwas wirklich freilassen? Diese Fragen dr├Ąngten immer wieder in meinem Kopf. Wie w├╝rde meine Frau damit umgehen? Sie wusste nichts von meinen n├Ąchtlichen Streifz├╝gen im Chat (Komma) auch nichts von dem Telefonsex, den ich mit der anderen hatte.
Schatten kamen auf mich zu und wurden zu Menschen. Eine alte Frau, die ihre H├Ąnde in Lederhandschuhe gepackt hatte und sie gefaltet vor der Brust hielt (Komma) ging an mir vorbei. Ich konnte ihr vom Alter gekennzeichnetes Gesicht erst wenige Meter vor mir erkennen. Betete sie etwa zu ihrem Gott? Das L├Ącheln auf ihren Lippen lie├č so etwas vermuten. Aber vielleicht war sie auch nur einfach gl├╝cklich. Aber Warum war sie gl├╝cklich und ich nicht?
Wahnsinn, was man alles in so einem Augenblick wahrnehmen kann.
„Das h├Ąttest du schon lange haben k├Ânnen, du k├Ânntest alles haben, wenn du mich nur l├Ąsst.“ Wieder war da so ein Gedanke, vor dem ich Angst hatte, der mich aber auf der anderen Seite erregte. Als ob sich meine Pers├Ânlichkeit zu spalten begann. Doch schon saugte ich die n├Ąchsten Eindr├╝cke in mich auf. Eine weitere Frau kam auf mich zu. Sie schaut auf ihre Uhr und beschleunigt ihre Schritte. Doch dann ├╝berquerte sie die Stra├če. War sie in Eile oder hatte sie Angst vor mir? Sah man mir etwa schon an, dass ich anfing mich zu ver├Ąndern? Sollte Mr. Hyde in mir schon erwacht sein? Jo (Komma) die kleine aus dem Chat (Komma) mochte diesen Mr. Hyde, der dort jedoch Dark Rider hie├č. Sie hatte ihn angefleht, angebettelt ihm am Telefon einen blasen zu d├╝rfen.
Ich schaute der Frau hinterher. „Was soll es, wenn diese Braut Angst vor dir hat? Ist doch vollkommen egal.“ Die Gedanken, welche teilweise so finster waren, dass man sie besser nicht beschrieb (Komma) wollten nicht enden. Sie wurden immer st├Ąrker. Gen├Ąhrt durch Gef├╝hle wie Liebe und Leidenschaft. „Liebst du Jo?“ Fragte mich die Stimme immer wieder. „Und was ist mit dir?“ fl├╝sterte ich leise, so dass der n├Ąchste Passant es nicht h├Âren konnte.
Wieder schaute ich in die Sonne und zog an meiner Zigarette. Ich stie├č den Rauch aus und es war, als w├╝rde unter mir ein Feuer mit nassem Holz brennen. Der Qualm zog an meinen Augen vorbei und l├Âste sich dann in der Luft auf. Ein Asiate mit einem Koffer ging auf der anderen Stra├čenseite. Auch er rauchte eine Zigarette, jedoch eine mit Filter. Aber (ersetzen wegen jedoch – doch Wiederholung) in seinem Gesicht konnte ich keine Spur von Genuss erkennen.
„Konnte man eine Zigarette ├╝berhaupt genie├čen?“ schoss es mir durch den Kopf.
„Hey (Komma) warum tust du es sonst?“ H├Ątte mich jemand beobachtet und zugeh├Ârt, er h├Ątte sofort die M├Ąnner mit der Habmichliebjacke geholt und in die n├Ąchste Nervenheilanstalt eingeliefert.
„Nein (Komma) ich liebe meine Frau und ich rauche (Komma) weil ich abh├Ąngig bin, s├╝chtig.“
Versuchte ich mir selber wei├č zu machen?
„Und? Du bist s├╝chtig nach Jo. Es bereitet dir nichts mehr Spa├č, als das sie auf allen vieren vor dir kniet und dich anbettelt, sie richtig durch zu f.......“(Punkt) Dieser Gedanke erregte mich zutiefst und wieder kam mir ihr Flehen in Erinnerung zur├╝ck: „Bitte, gib ihn mir, bitte lass ihn mich in den Mund nehmen.“ Alles nur am Telefon, doch es hatte sich so real angeh├Ârt. Ihre Stimme hatte dabei gezittert. Es war nicht gespielt (Komma) auf keinen Fall.
Hat meine Frau es schon bemerkt? Mit Sicherheit war ihr aufgefallen, dass ich mich ver├Ąnderte hatte. Auch ihr gegen├╝ber war ich leidenschaftlicher als Monate zuvor. Doch sie f├╝hrte es darauf zur├╝ck, dass sie die Pille abgesetzt hatte, weil wir ein Baby wollten. Es konnte ihr aber auch nicht entgangen sein, dass ich aggressiver wurde. Zumindest war es meinen Kollegen nicht entgangen. Und Frauen mussten das doch instinktiv f├╝hlen, oder nicht?
Wieder die andere Stimme in mir: (Nur ein Vorschlag)„Selbst wenn schon? Es macht dich st├Ąrker und du k├Ânntest Macht ├╝ber Menschen haben, wie du dir es nie h├Ąttest ertr├Ąumen lassen.“

Eine Frau mit einem Hund ging vorbei. Als das kleine schwarze Etwas auf meiner H├Âhe war (Komma) schaute es mich an und zog den Schwanz ein. War es nur die Einbildung oder es das Wesen, was in mir neu geboren war? Noch einmal lie├č ich die letzten Tage in meinem Kopf Revue passieren. Wie alles begonnen hatte. Harmlos (Komma) um dann zu explodieren. Jo hatte die Codew├Ârter genannt (Komma) um die (meine?) Gef├╝hle herauszulassen. Ich erinnerte mich nicht mehr genau an ihre Worte. Doch sie hatte ihn geweckt. Dark Rider, der nur dunkle Gef├╝hle in sich vereinte. Immer ├Âfter hatte ich mich von ihnen treiben lassen. (Absatz)
Doch was war mit den Gef├╝hlen f├╝r meine Frau? Ich liebe sie noch immer, versuchte ich mir Mut zu machen. Doch war es wirklich so? Hielt sie mich nicht nur gefangen? War ich nicht nur in diesem Leben gefangen und wollte eigentlich ein anderes f├╝hren? Frei sein, tun und lassen (Komma) was ich will. Im Bett genauso wie im Job oder mit anderen Menschen. Keine Angst vor den Konsequenzen haben zu m├╝ssen, weil man ja ├╝ber den Dingen steht. Weil ich der dunkle Reiter bin, den die Schatten in der Nacht besch├╝tzen und verstecken. Der sich seine Opfer gnadenlos aussucht.
Ich l├Ąchelte nicht mehr, sondern grinste diabolisch. Bei den Erinnerungen an Jo durchstr├Âmte mich, immer mehr Kraft, immer mehr Leidenschaft. Aber wie konnte ich sie nutzen? Welche M├Âglichkeiten boten mir diese Gef├╝hle?
Ich nahm noch einen Zug. Immer mehr Menschen gingen an mir vorbei und ich ertappte mich bei dem Gedanken, den einen oder anderen einfach umzubringen. Und dann war da Etwas, was mir wieder Angst machte. Es war das Gef├╝hl, dass es nichts wert war, das Leben dieser armen Kreaturen, die nur vor sich her vegetierten. (Absatz)
„Nein (Komma) du wirst so nicht enden. Fang an zu leben. Geh jetzt da rein und nutze die Macht, die ich dir gegeben habe. Nimm Jo und mache sie zu deiner Sklavin. Sie will es nicht anders. Aber jetzt gehst du und zeigst diesen Pfeifen, wie gut du wirklich bist.“ Das dunkle umklammerte mich. Es ergriff Besitz von mir. Gef├╝hle wie R├╝cksicht, Verantwortungsbewusstsein traten in den Hintergrund. Ich wollte leben. Ich warf die Zigarette weg.
„Was doch alles w├Ąhrend einer Zigarette passieren kann!“ sagte der dunkle Reiter leise zu mir. Und wieder verzog sich mein Gesicht zu einer grinsenden d├Ąmonischen Fratze.



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Michael Schmidt
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2002

Werke: 43
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Hallo Grisby,

eine Zigarettenl├Ąnge ist ja nicht lang, daher w├╝rde ich k├╝rzen, es zieht sich ein wenig, teilweise wiederholst du, dadurch wird die Aussage verw├Ąssert.

Bis bald,
Michael
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Der ErnstFall Michael Schmidt

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Gribsy
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Aug 2002

Werke: 13
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ARGH Was soll ich nur machen ?

Einerseits wenn ich k├╝rze kommts nicht richtig r├╝ber. UNd wenn ich es so lang lasse wirds zu langwierig.

Wochenende ist ja bald das, dann versuch ichs nochmal !
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