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Leselupe.de > Gereimtes
Die alte Eiche...
Eingestellt am 20. 02. 2004 15:53


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Ironic
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Die alte Eiche...

Seit Mitternacht h├Ąngt er nun schon,
Sie fest umschlungen, hier herum.
Sie gibt ihm Halt als Treuelohn,
ist ihm ganz nah, versteht ihn stumm.

In ihrer Unschuld ist sie wundersch├Ân.
Vollkommen sagt sie nie ein einzig Wort.
Wird niemals streiten oder einfach gehn.
Alle Gewalt erstickt, f├╝r immer fort.

Im Morgenwinde werden sie gemeinsam wiegen,
wenn sich die ersten V├Âgel zu ihm setzen.
Die werden l├╝stern um den kalten K├Ârper fliegen
um wohl gen├Ąhrt wieder empor zu hetzen.

Fast ist er eines von den edlen Tieren,
die abw├Ąrts auf die kalten Menschen schielen.
Denn nun wird er nie wieder dort erfrieren
und sich mit ihr vereint geborgen f├╝hlen.

Von Erde getragen, fruchtbar und weich,
entw├Ąchst aus ihr noch mancher Samen.
Zur Mahnung schnitt er in ihr Fleisch
den Todestag und seinen Namen.

__________________
Um nicht vom Leben selbst erdr├╝ckt zu werden, sollte man ihm mit seinen Tr├Ąumen Fl├╝gel verleihen.

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Ironic
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Liebe Kritiker...
ich bin f├╝r ein Statement zum Rhythmus sehr dankbar und w├╝rde gern wissen wollen, ob der so passt bzw. noch irgendwo hakt...
LG,
Ironic
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Klaus Ant
Guest
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Lieber ironic,

ich finde Du erz├Ąhlst eine spannende Geschichte und erregst eine treffende Stimmung. Ich f├╝hle mich bewegt zu fragen: was war vorher - erfahre ich hier vielleicht etwas ├╝ber die Beziehung Mensch-Natur?
Als st├Ârend empfinde ich z.B. in der ersten Strophe, zweiter Vers, das Wort "herum". Hier, wie an manch anderer Stelle, scheinst Du um Flapsigkeit bem├╝ht, die ich fehl am Platze finde.
Die Frage nach Klang und Rhytmus mu├č sich jeder halbwegs ge├╝bte Autor selbst beantworten. Du willst mir ja nicht nur mit Worten etwas erz├Ąhlen sondern auch mit Musik und ob die immer harmonisch sein soll oder durchaus auch mal hakelig, das entscheidest Du. Den aufmerksamen Leser wird diese Melodie in die von Dir gew├╝nschte Stimmung versetzen.
Meiner Meinung nach hilft da nur laut lesen.
Falsch sind immer F├╝llsel wie "erfrieren" (4. Strophe, 3. Vers). An diesem Wort sieht man hervorragend wozu eine bem├╝hte Verbesserung des Rhytmus f├╝hren kann: zu einer falschen (oder zumindest h├Âchst ├╝berfl├╝ssigen) Aussage, n├Ąmlich "nie wieder (...) erfrieren". Man kann nur einmal erfrieren, daher ist es Unsinn von Wiederholung zu sprechen (es sei denn es soll surrealistisch sein, was sich allerdings aus dem Zusammenhang nicht erschlie├čt.).
Wieso nimmst Du nicht einfach "frieren"?
Klaus

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Ironic
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Lieber Klaus...
Danke f├╝r deine Antwort...freut mich, dass die Stimmung und die Verbundenheit zur Natur, die ich damit vermitteln wollte, bei dir einigerma├čen gut angekommen ist...
...die Sache mit der Flapsigkeit kann ich nicht wirklich richtig nachvollziehen, aber ich denke, das empfindet jeder unterschiedlich...
...nun zur Rhythmusfrage....bei fr├╝heren Werken haben manche Lupianer einen ruckeligen Rhythmus kritisiert...deshalb habe ich mich nun bem├╝ht, durchg├Ąngig einen Jambus zu verwenden, da dies meiner Meinung nach die treffende Stimmung vermittelt...und daher wollte ich wissen, ob es doch noch irgendwo h├Ąngt...wenn ich nun statt erfrieren einfach frieren schreiben w├╝rde, so w├Ąren wohl all meine Bem├╝hungen zerst├Ârt...der Einwand, dass man nicht mehrfach erfrieren kann, ist jedoch berechtigt, dankesch├Ân...werde mir dazu mal was ├╝berlegen...
Liebe Gr├╝├če,
Ironic
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