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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Die andere Gerechtigkeit
Eingestellt am 04. 03. 2003 14:35


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Rems Florian
Wird mal Schriftsteller
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Die andere Gerechtigkeit


von Florian Rems



Er war Anwalt. Ein ziemlich Erfolgreicher. Einer, den man als Staranwalt bezeichnen k√∂nnte. Und gerade hatte er seinen 42. Fall gewonnen ‚Äď hintereinander. Jedesmal hatte er die Spitze des Staats vertreten. Nicht etwa die Politiker, sondern die Firmen. Gro√üe Konzerne, denen es nicht Schaden w√ľrde, f√ľr ihre r√ľcksichtslose Geldmacherei, bei den Opfern ein wenig Schadenersatz zu leisten.
Doch das hatte Rick jedesmal zu verhindern gewusst. Ohne moralische Bedenken. ‚ÄěMan muss die Objektivit√§t bewahren!‚Äú, pflegte er zu sagen. Bei jedem Fall war er mit eiskalter Professionalit√§t vorgegangen, hatte, wie ein Pr√§zisionswerzeug dem Ankl√§ger die Glaubw√ľrdigkeit weggeschnitten. Das war seine Methode. Und er hatte sie nicht erst erlernt. Sie lag Rick im Blut.
Nun fuhr er also mit seinem Porsche von der Pary des 42. Klienten nach Hause. Von seinem Penthouse, in einem höheren Stockwerk gelegen, konnte er durch die ganzwändige Glasfront die nächtliche Atmosphäre in sich aufnehmen. Mit einem Glas Martini in der Hand, ließ er sich in den weißen Ledersessel sinken und entspannte sich.
Nach einer Weile schaltete Rick den Gro√übildfernseher ein und lie√ü die Abendnachrichten √ľber sich ergehen. Dort ein Attentat, hier ein paar Tote. Nichts Neues, dachte Rick und stierte wieder m√ľde auf die Stadt hinab. ‚Äě...Zugungl√ľck sind 42 Menschen ums Leben gekommen. Obwohl die Rettungskr√§fte schnell vor Ort waren, konnte f√ľr die Opfer nichts mehr getan werden. Pass auf, dass dir sowas nicht passiert...‚Äú
Dem Sprecher hatte er gar nicht zugeh√∂rt. Meist lie√ü Rick den Fernseher so sp√§t Abends sowieso nur aus Gewohnheit laufen. Das Fernsehprogramm, bis auf einige Wirtschaftssendungen, interessierte ihn √ľberhaupt nicht. Nachdem er sein Glas gelehrt hatte, begab er sich in das luxori√∂se Bad.
Pl√∂tzlich fuhr eine seltsame K√§lte √ľber ihn hinweg. Im ganzen Haus war kein einziges Fenster ge√∂ffnet. Rick begann sich unwohl zu f√ľhlen. Er sp√§hte durch die Badt√ľr ins Wohnzimmer. Niemand da. Und doch glaubte Rick eine andere Person befinde sich in der N√§he. Ziemlich nah.
‚Äě42 warn‚Äôs, und die 42 wird‚Äôs sein.‚Äú Die fremde, fl√ľsternde Stimme hallte √§tzend durch das Bad. Rick wirbelte erschrocken herum. Sein Puls schoss in die H√∂he. Er meinte, einen Atem an seinem Ohr gesp√ľrt zu haben. Doch es war Niemand da. Der Anwalt versuchte logisch vorzugehen. Wahrscheinlich war die Stimme durch die Rohre gekommen. Irgendjemand erlaubte sich eben einen Scherz. W√§re nicht das erste Mal.
Gerade begann er sich zu beruhigen, als er mit einem schrillen Kreischen Glas zerbersten h√∂rte. In Panik rannte er ins Wohnzimmer und wurde sofort von einem peitschenden Wind empfangen. Ein Teil der Glasfront fehlte. Da versuchte ihn Jemand zu terrorisieren. Davon war er nun √ľberzeugt. Und bei dem Gedanken, wie weit dieser Jemand es treiben w√ľrde, jagte eine Welle der Angst durch seinen K√∂rper. Durch den Wind sp√ľrte er die Schwei√üperlen kalt auf seiner Stirn.
Er musste das Penthouse verlassen, vielleicht in ein Hotel gehen und die Sache von der Polizei untersuchen lassen. Rick drehte sich um und wollte seinen Mantel holen, als er erstarrte. An der Wand hing ein Bild, ein Gemälde, auf dem er zu sehen war, in einem Gerichtssaal. Ein ehemaliger Klient hatte dies aus Dankbarkeit arrangiert. Doch nun erblickte Rick etwas geradezu ungeheuerliches. Sein Gehirn traf bei dem Versuch, es zu erfassen, unweigerlich auf das Irrationale. Die Glassplitter der Scheibe waren offenbar durch das gesamte Zimmer geschossen. Sie steckten im Bild, in Rick. Und formten eine Zahl. 42.
Nun rannte er. Ohne nachzudenken. Raus. Raus. Raus. Nur weg von hier. Er donnerte durch den Flur, auf den Fahrstuhl zu.
Eine Minute sp√§ter war er auf dem Weg nach unten. Als w√ľrde der Lift jeden Augenblick abst√ľrzen, klammerte sich Rick mit ausgestreckten Armen zwischen die W√§nde. Seine Brust hob und senkte sich schnell und unregelm√§√üig. Kurzzeitig verschwamm die Welt vor seinen Augen und ihm wurde schwindlig. Dann glitten die T√ľren auseinander und er st√ľrzte hinaus.
Hastig stolperte er vorw√§rts. Instinktiv lief er Richtung Ausgang. Und fand ihn nicht. Das war nicht das Erdgeschoss! Irritiert blickte er um sich, bis sich seine Augen auf die nun wieder geschlossenen Fahrstuhlt√ľren hefteten. Die Ziffern waren eindeutig. Stockwerk 42.
Die Todesangst umklammerte seinen Brustkorb. In Ricks Gesicht spiegelte sich blankes Entsetzen. Jeder seiner Muskeln war angespannt. Voller Grauen stellte er fest, dass er sich in einer Situation befand, die er weder geistig noch körperlich meistern konnte. Es war kein Gerichtssaal.
Rick nahm die Treppe. Halb sprang er, halb fiel er die restlichen Stockwerke nach unten. Immer wieder drehte er sich um. Er f√ľhlte nun klar, dass er verfolgt wurde. Was es war, wusste er nicht. Der Gedanke daran, lie√ü ihn nur noch schneller laufen.
Und dann st√ľrzte er aus dem Geb√§ude, in die k√ľhle, ruhige Nacht hinaus. Immer noch blieb er nicht stehen. Obgleich er nicht mehr rannte, trieb ihn die Angst weiter und weiter.
Hinter ihm befand sich keine Menschenseele. Und doch war Rick sicher, dass ihn etwas todbrinendes verfolgte. Er f√ľhlte es so deutlich, dass er dar√ľber alles Andere verga√ü. Seine Beine bewegten sich automatisch, ohne das er sie kontrollieren musste.
Wieder verschwamm die Welt vor seinen Augen. Die grauenerregende Todesangst schnitt tief in seine Seele, zerhackte sein Bewusstsein. Mit eiskalter Professionalität. Wie ein Präzisionswerkzeug.
Das einzige was er noch wahrnahm, waren zwei Lichtflecke, die auf ihn zukamen. Dann wurde es schwarz um ihn. Und in der kalten Unendlichkeit des Todes, jagte ihn eine fl√ľsternde, √§tzende Stimme, bis in die absolute Leere. Erbarmungslos. Ohne Gnade.

‚Äě...ist tot. Heute nacht fiel der bekannte Staranwalt einem Unfall zum Opfer. Aus noch ungekl√§rten Gr√ľnden lief er √ľberraschend auf die Fahrbahn und wurde von einem Bus √ľberrollt. Er war sofort tot. Der Fahrer, sowie einige Fahrg√§ste stehen unter Schock und werden in einem nahegelegenen Krankenhaus versorgt. Es war die Buslinie 42...‚Äú

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Zefira
???
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Hallo Florian,

ja, ja, die ber√ľhmte 42! Ein zweifellos verdientes Schicksal! *schadenfroh grins*

Man ahnt das Ende schon eine Weile vorher... aber die Szenen mit dem Bild und mit dem Fahrstuhl gefallen mir.


Er war Anwalt. Ein ziemlich erfolgreicher. Einer, den man als Staranwalt bezeichnen k√∂nnte. Und gerade hatte er seinen 42. Fall gewonnen ‚Äď hintereinander. Jedesmal hatte er die Spitze des Staats vertreten. Nicht etwa die Politiker, sondern die Firmen. Gro√üe Konzerne, denen es nicht schaden w√ľrde, f√ľr ihre r√ľcksichtslose Geldmacherei Komma weg bei den Opfern ein wenig Schadenersatz zu leisten. (Dies ist doch, wenn ich es richtig verstehe, gerade nicht der Fall: Rick wei√ü es zu verhindern. Also nicht ‚Äěschaden w√ľrde‚Äú, sondern ‚Äěgeschadet h√§tte‚Äú, das ist klarer.)
Doch das hatte Rick jedesmal zu verhindern gewusst. Ohne moralische Bedenken. ‚ÄěMan muss die Objektivit√§t bewahren!‚Äú, pflegte er zu sagen. Bei jedem Fall war er mit eiskalter Professionalit√§t vorgegangen, hatte, wie ein Pr√§zisionswerkzeug dem Ankl√§ger die Glaubw√ľrdigkeit weggeschnitten. Das war seine Methode. Und er hatte sie nicht erst erlernt. Sie lag Rick im Blut. Mir gefiele es besser mit dem Namen weiter vorne: ‚ÄěDas war Ricks Methode‚Ķ. Sie lag ihm im Blut.‚Äú
Nun fuhr er also mit seinem Porsche von der Pary des 42. Klienten nach Hause. Von seinem Penthouse, in einem höheren Stockwerk gelegen, (das Penthouse sitzt immer oben drauf!) konnte er durch die ganzwändige Glasfront die nächtliche Atmosphäre in sich aufnehmen. Mit einem Glas Martini in der Hand Komma weg ließ er sich in den weißen Ledersessel sinken und entspannte sich.
Nach einer Weile schaltete Rick den Gro√übildfernseher ein und lie√ü die Abendnachrichten √ľber sich ergehen. Dort ein Attentat, hier ein paar Tote. Nichts Neues, dachte Rick und stierte wieder m√ľde auf die Stadt hinab. ‚Äě...Zugungl√ľck sind 42 Menschen ums Leben gekommen. Obwohl die Rettungskr√§fte schnell vor Ort waren, konnte f√ľr die Opfer nichts mehr getan werden. Pass auf, dass dir sowas nicht passiert...‚Äú (huch! Das ist gut!)
Dem Sprecher hatte er gar nicht zugeh√∂rt. Meist lie√ü Rick den Fernseher so sp√§t Abends sowieso nur aus Gewohnheit laufen. Das Fernsehprogramm interessierte ihn √ľberhaupt nicht bis auf einige Wirtschaftssendungen. Nachdem er sein Glas gelehrt hatte, begab er sich in das luxuri√∂se Bad.
Pl√∂tzlich fuhr eine seltsame K√§lte √ľber ihn hinweg. Im Penthouse war kein einziges Fenster ge√∂ffnet. Rick begann sich unwohl zu f√ľhlen. Er sp√§hte durch die Badt√ľr ins Wohnzimmer. Niemand da. Und doch glaubte Rick eine andere Person befinde sich in der N√§he. Ziemlich nah. (Diese beiden S√§tze w√ľrde ich streichen, die √úberraschung ist dann um so gr√∂√üer.)
‚Äě42 warn‚Äôs, und die 42 wird‚Äôs sein.‚Äú Die fremde, fl√ľsternde Stimme hallte √§tzend durch das Bad. Rick wirbelte erschrocken herum. Sein Puls schoss in die H√∂he. Er meinte, einen Atem an seinem Ohr gesp√ľrt zu haben. Doch es war Niemand da. (Hatten wir schon.) Der Anwalt versuchte logisch vorzugehen. Wahrscheinlich war die Stimme durch die Rohre gekommen. Irgendjemand erlaubte sich eben einen Scherz. W√§re nicht das erste Mal.
Gerade begann er sich zu beruhigen, als er mit einem schrillen Klirren (wieso Kreischen?) Glas zerbersten h√∂rte. In Panik rannte er ins Wohnzimmer und wurde sofort von einem peitschenden Wind empfangen. Ein Teil der Glasfront fehlte. Da versuchte ihn jemand zu terrorisieren. Davon war er nun √ľberzeugt. Und bei dem Gedanken, wie weit dieser Jemand es treiben w√ľrde, jagte eine Welle der Angst durch seinen K√∂rper. Durch den Wind sp√ľrte er die Schwei√üperlen kalt auf seiner Stirn.
Er musste das Penthouse verlassen, vielleicht in ein Hotel gehen und die Sache von der Polizei untersuchen lassen. Rick drehte sich um und wollte seinen Mantel holen, als er erstarrte. An der Wand hing ein Bild, ein Gem√§lde, auf dem er zu sehen war, in einem Gerichtssaal. (W√ľrde ich noch etwas pr√§zisieren: etwa in schwarzer Robe, mitten in einem flammenden Pl√§doyer gestikulierend. Dann kann man auch den Effekt im Bild noch besser beschreiben, etwa dass die Glasscherben mitten in seiner Brust stecken und die Zahl 42 auf die schwarze Robe zeichnen.) Ein ehemaliger Klient hatte dies aus Dankbarkeit arrangiert. Doch nun erblickte Rick etwas geradezu ungeheuerliches. Sein Gehirn traf bei dem Versuch, es zu erfassen, unweigerlich auf das Irrationale. (W√ľrde ich auch streichen ‚Äď dass das irrational ist, merken wir auch so.) Die Glassplitter der Scheibe waren offenbar durch das gesamte Zimmer geschossen. Sie steckten im Bild, in Rick. Und formten eine Zahl. 42.
Nun rannte er. Ohne nachzudenken. Raus. Raus. Raus. Nur weg von hier. Er st√ľrmte (z.B. , aber wieso donnerte?) durch den Flur, auf den Fahrstuhl zu.
Eine Minute sp√§ter war er auf dem Weg nach unten. Als w√ľrde der Lift jeden Augenblick abst√ľrzen, klemmte sich Rick mit ausgestreckten Armen zwischen die W√§nde. Seine Brust hob und senkte sich schnell und unregelm√§√üig. Kurzzeitig verschwamm die Welt vor seinen Augen und ihm wurde schwindlig. Dann glitten die T√ľren auseinander und er st√ľrzte hinaus. (Gut die Szene.)
Hastig stolperte er vorw√§rts. Instinktiv lief er Richtung Ausgang. Und fand ihn nicht. Das war nicht das Erdgeschoss! Irritiert blickte er um sich, bis sich seine Augen auf die nun wieder geschlossenen Fahrstuhlt√ľren hefteten. Die Ziffern waren eindeutig. Stockwerk 42.
Die Todesangst umklammerte seinen Brustkorb. In Ricks Gesicht spiegelte sich blankes Entsetzen. (Das w√ľrde ich weglassen ‚Äď er sieht sein Gesicht ja nicht. Bleib in seiner Perspektive.) Jeder seiner Muskeln war angespannt. Voller Grauen stellte er fest, dass er sich in einer Situation befand, die er weder geistig noch k√∂rperlich meistern konnte. Es war kein Gerichtssaal.
Rick nahm die Treppe. Halb sprang er, halb fiel er die restlichen Stockwerke nach unten. Immer wieder blickte er hinter sich. (Umdrehen h√§lt viel zu lange auf.) Er f√ľhlte nun klar, dass er verfolgt wurde. Was es war, wusste er nicht. Der Gedanke daran, lie√ü ihn nur noch schneller laufen.
Und dann st√ľrzte er aus dem Geb√§ude, in die k√ľhle, ruhige Nacht hinaus. Immer noch blieb er nicht stehen. Obgleich er nicht mehr rannte, trieb ihn die Angst weiter und weiter.
Hinter ihm befand sich keine Menschenseele. Und doch war Rick sicher, dass ihn etwas Todbringendes verfolgte. Er f√ľhlte es so deutlich, dass er dar√ľber alles Andere verga√ü. Seine Beine bewegten sich automatisch, ohne dass er sie kontrollieren musste.
Wieder verschwamm die Welt vor seinen Augen. Die grauenerregende Todesangst schnitt tief in seine Seele, zerhackte sein Bewusstsein. Mit eiskalter Professionalit√§t. Wie ein Pr√§zisionswerkzeug. Dieser Absatz ist gut wegen des R√ľckgriffs auf seine Berufspraxis am Anfang, aber den davor w√ľrde ich streichen - es dauert alles zu lange.) Das einzige was er noch wahrnahm, waren zwei Lichtflecke, die auf ihn zukamen. Dann wurde es schwarz um ihn. Und in der kalten Unendlichkeit des Todes Komma weg jagte ihn eine fl√ľsternde, √§tzende Stimme Komma weg bis in die absolute Leere. Erbarmungslos. Ohne Gnade.

‚Äě...ist tot. Heute nacht fiel der bekannte Staranwalt einem Unfall zum Opfer. Aus noch ungekl√§rten Gr√ľnden lief er √ľberraschend auf die Fahrbahn und wurde von einem Bus √ľberrollt. Er war sofort tot. Der Fahrer Komma weg sowie einige Fahrg√§ste stehen unter Schock und werden in einem nahegelegenen Krankenhaus versorgt. Es war die Buslinie 42...‚Äú

liebe Gr√ľ√üe,
Zefira

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kaffeehausintellektuelle
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also ich versteh die gerechtigkeit und die schadenfreude nicht ganz.
was hat er getan? der anwalt? er hat seinen job getan. sein job ist nicht, seinen mandanten zu glauben oder nicht, sondern sein job ist, sie herauszuboxen. daf√ľr wird er bezahlt. er war offensichtlich gut in seinem job. ich mein, er ist kein sozialarbeiter und ich wei√ü nicht, warum ihm in der geschichte seine professionalit√§t zum vorwurf gemacht wird.
er wird mir ein bisschen zu klischeehaft beschrieben, der herr anwalt, mit porsche und penthaus und so und ich weiß nicht genau, was er verbrochen hat, außer seinen 42. fall zu gewinnen.

ansonsten find ich, dass ziemlich viele fehler in der geschichte waren, sie las sich trotzdem fl√ľssig und spannend.

die k.

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Zefira
???
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Um das klarzustellen, Lady k: meine Schadenfreude schreibt sich nicht etwa daher, da√ü ich den Anwalt f√ľr ein feiles Charakterschwein halte (na hab ich das nicht sch√∂n formuliert?), sondern daraus, da√ü dieser Mensch 42 Prozesse hintereinander gewonnen hat.

Ob professionell oder nicht - da mu√ü das Schicksal einfach mal dazwischenhauen. Ich wei√ü auch nicht, ob ihm die Geschichte seine Professionalit√§t zum Vorwurf macht. So viel Moral w√ľrde ich gar nicht in den schlichten Text hineindenken. Er befindet sich einfach in einer Situation krassester Unlogik.

Wir hatten so einen √§hnlichen Text schon mal, von hoover, ich wei√ü nicht, ob er ihn inzwischen gel√∂scht hat. Auch da machte sich die Zahl 42 selbst√§ndig (oder war es die 41?) und vernichtete den Protagonisten der Geschichte. In so bl√ľhenden Bl√∂dsinn m√∂chte ich keine Botschaft hineindenken. Es passiert einfach.

lG, Zefira

ps. Vielleicht war auch diese Geschichte mal als Wettbewerbsbeitrag f√ľr die 42er Autoren gedacht? K√∂nnte ja sein....

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hoover
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ja, ich hab sie rausgetan, weil ich die neue fassung mit der alten fassung ver√ľberkopiert hab (ihr versteht meinen sprachwortsatz, ich wei√ü zwar, wie man ein videotape √ľberspielt, aber was ist es bei einer datei?)
die sch√∂ne story. die √ľbrigens gut war, zef und nicht sinnlos. so. danke, dass du meine alte wunde wieder aufrei√üt. *blut*

hoover (frustriert jetzt)(kann sich die klammerkommentare nicht mehr abgewöhnen)(daran ist annabelles präsenz schuld, deren geist hier herumgeistert)
ihr wisst schon.

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Zefira
???
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Och, hoover. SO wars nicht gemeint. Es ging um die Verselbst√§ndigung einer fixen Idee, die sich von ihrem urspr√ľnglichen Zweck abgetrennt hatte. DIE war sinnlos. Die Geschichte war es nicht. Hab ich nie behauptet.

*köpfchen streichel*

zef (die sich auch gern (in Klammern) ausdr√ľckt)



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