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Leselupe.de > Gereimtes
Die arme, kleine Kirchenmaus
Eingestellt am 03. 09. 2007 13:49


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Sta.tor
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Die arme, kleine Kirchenmaus

In einem alten Gotteshaus
da lebte eine Kirchenmaus
die machte ihrem Namen Ehr’:
noch ärmer ging es fast nicht mehr.

Doch wollte sie nicht mehr so sein
und gab sich hin dem schönen Schein.
Ein Fell aus Gold und weich wie Flaum.
Goldhamster sein, das war ihr Traum.

Der Hamster mit dem Edelfell
erschien der Maus sensationell
mit Reichtum und Glamour geschmĂĽckt.
Ein Artverwandter der beglĂĽckt.

Um dessen Aura einzufangen
hatte die Maus es angegangen
am Holzkreuz auf dem Kirchaltar
das blattgoldĂĽberzogen war
sein kleines Fell kräftig zu reiben
und in den hohen Bleiglasscheiben
mal stehend, mal auf allen vieren
sein Spiegelbild zu kontrollieren.

Und siehe da – am siebten Tage
da sah man es, ganz ohne Frage.
Die MĂĽhe hatte sich gelohnt.
Das Fell, es glänzte ungewohnt.

Das kleine, arme Mäuschen
war völlig aus dem Häuschen.
„Seht her!“, rief es vor Übermut
„Ich bin aus Gold und das ist gut!“

Das hörte auch die Katze
und schlich auf leiser Tatze
sich an die Maus heran.
Der Epilog begann.

„Du goldig Ding mit Mausgeruch,
mach deinen letzten Lebensspruch.“
„Ein Hamster bin ich, keine Maus!“
Der Spruch war kurz, das Leben aus.

__________________
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Sta.tor
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Danke Nil,

ja genau das soll die Kernaussage des Gedichtes sein, obwohl die Sehnsucht, ein bisschen was von Glamour am eigenen Leib zu verspĂĽren fast jedem innewohnt und deren Realisierung nicht unbedingt in die Katastrophe fĂĽhren muss.

In diesem Fall hier jedoch leider schon:

Es war mal ne Sprotte, wie ĂĽblich recht klein,
die wĂĽnschte sich lautstark ein Goldfisch zu sein.
Ein Fischer erhörte ihr jammerndes Flehen.
Nun, frisch aus dem Rauch will das Gold ihr gut stehen!


Goldige GrĂĽĂźe

Thomas
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