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Leselupe.de > Kurzprosa
Die blonde Nixe
Eingestellt am 28. 05. 2005 20:42


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Inu
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Die kleine, blonde Nixe

Es war einmal eine kleine, blonde Nixe. Die wohnte im Garten in einem t├╝rkisblauen Pool, den sie bis zum Rand mit klarem Wasser gef├╝llt hatte.
Die Familie, der das Haus und der Garten geh├Ârte, war seit einer Weile ausgezogen und so blieb die kleine Nixe ganz f├╝r sich und ungest├Ârt in ihrem kristallreinen, blauen Bassin.

Als sie eines Tages aus dem Urlaub zur├╝ck kam, machte sie aus purer Vorfreude, wieder daheim zu sein, gleich einen Kopfsprung in ihr heimatliches Gew├Ąsser.

Aber ... uhh ... was war das? So etwas hatte sie noch nie erlebt!
"Es ist ja alles verdreckt", stellte sie ungl├Ąubig fest und sah auch gleich den ├ťbelt├Ąter: Ein Frosch lachte sie n├Ąmlich vom Rand des Beckens her freundlich an und, war gerade dabei, massenhaft Bl├Ątter, sowie dicke, rote Bl├╝ten von einem Busch abzurei├čen und in ihr sch├Ânes Wohn-Schlaf-Domizil zu feuern.
Das musste er schon mindestens eine Stunde lang getan haben, so wie das Wasser inzwischen aussah.

"Dir werde ich es zeigen, du Quaksack, dir ist anscheinend dein Leben zu fad geworden und da hast du jetzt aus lauter Jux und Tollerei meine Bleibe mit deinem Pflanzenm├╝ll verseucht. Das wirst du bereuen! Warte nur! Dir wird das Grinsen schon noch vergehen!"

Der Frosch ignorierte ihre zornigen Worte. "K├╝ss mich, k├╝ss mich!" murmelte er voller Inbrunst und hopste st├Ąndig hektisch vor ihr auf und ab.

Das war ja nun wirklich die H├Âhe! Gek├╝sst wollte er werden! Sonst fiel ihm nichts mehr ein! Von wegen k├╝ssen! Die kleine Nixe sprang auf ihn los und verpasste ihm einen so wilden Klaps, dass dem Frosch fast das K├Âpfchen wegflog.
Sie packte ihn und sch├╝ttelte ihn, denn sie hatte gro├če Wut im Bauch.

Dabei stach sie ihm mit einem ihrer spitzen Fingern├Ągel aus Versehen in seine zarte Haut. Sofort quoll ein Tropfen zu Boden und verwundert sahen beide, wie sich auf dem Pflaster ein blauer Fleck bildete. Ein blauer Fleck?? Ja ... der Frosch war n├Ąmlich ein verzauberter K├Ânigssohn und denen flie├čt bekanntlich blaues Blut in den Adern.

"Selber schuld", sagte die Nixe, die noch immer nichts raffte, "das wird dir eine Lehre sein, du glibberiges Kr├Âtenvieh, niemand darf mir ungestraft meine wundersch├Âne Wohnung versauen ... und wenn du nicht sofort verschwindest, steck ich dich in ein leeres Einmachglas, bastele eine Strickleiter und mach aus dir 'nen Wetterfrosch!"

"Um Himmels Willen, die ist ja unberechenbar ... vor so einer nehme ich lieber ganz schnell Rei├čaus", dachte das Fr├Âschlein entgeistert, befreite sich mit einem Riesensprung aus den H├Ąnden der Nixe und wurde nie mehr gesehen.

Da ging ihr pl├Âtzlich ein Licht auf und sie begriff, wer er war und warum er immer wieder: "K├╝ss mich", gerufen hatte. Sie h├Ątte ihn soo leicht erl├Âsen k├Ânnen!!
Die kleine Nixe wurde sehr traurig und weinte bittere Tr├Ąnen. Aber jetzt war es zu sp├Ąt. Aus dem Frosch w├╝rde f├╝r sie nie mehr ein Prinz schl├╝pfen und sie wohnt noch heute in diesem komischen Pool im verwilderten Garten und denkt, wie wundersch├Ân es h├Ątte werden k├Ânnen, wenn ...

***



Lieber Leser! Um gleich Deiner verwunderten Frage vorzubeugen: Wie hat die Nixe es geschafft, in den Urlaub zu fahren?
Also ... moderne Nixen sind fit und sportgest├Ąhlt. Sie k├Ânnen auf ihren Fischschw├Ąnzen h├╝pfen wie andere Leute auf einem Bein. Diese Fortbewegungsart benutzen sie aber nicht gern und nur in besonderen Ausnahmesituationen.

:-)




Copyright Irmgard Sch├Ândorf Welch 29.05.2005




Version vom 28. 05. 2005 20:42

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herb
???
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selbst etwas lahm, begann ich zu lesen, es ist so warm drau├čen, so ein Pool wie die Nixe w├╝nsch ich mir jetzt, dann gelangte ich zum Frosch, die Erw├Ąhnung seines blauen Blutes erweckte ein Schmunzeln auf mein Gesicht, das immer und immer breiter wurde, die anschlie├čende nat├╝rlich sehr notwendige Erl├Ąuterung steigerte mein Vergn├╝gen und ich verlasse deinen Text frohen Mutes, an einem eigenen weiter zu schreiben

danke

Inu

einen sch├Ânen Sonnentag w├╝nscht dir
herb
__________________
hier Es gibt nichts Gutes, au├čer man tut es. K├Ąstner

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Inu
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Lieber herb

es freut mich so sehr, dass Dich meine Geschichte zum Schmunzeln gebracht hat

Sie soll auch nicht bierernst genommen werden. Du hast mir auch wieder Mut gegeben, weiter und Neues zu schreiben.

Viele Gr├╝├če
Inu

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